ABBUC Magazin 085

085


IMPRESSUM
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Das Atari Bit Byter User Club Magazin erscheint ¼jährlich. Jeweils ½jährlich erscheint das Atari Bit Byter User Club Sondermagazin. Eingesandte Artikel müssen frei von Rechten Dritter sein. Mit der Zusendung gibt der Autor seine Zustimmung zur Veröffentlichung. Veröffentlichungen, auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung

Inhalt

Seite 3 Die ABBUC Webseite im Aufbruch
Seite 4 Abenteuer Technik
Seite 6 Where do you go, my ABBUC?
Seite 7 Mehrwertdienste für ABBUC Mitglieder
Seite 8 ABBUC LOGO Wettbewerb
Seite 10 ATARI 850 Interface Modul
Seite 14 Erlebnisse mit dem SIO2IDE Interface
Seite 16 Programmieren mit Freezerunterstützung
Seite 18 128K SRAM
Seite 23 Meine Erfahrungen zum Stereo Upgrade
Seite 24 Hiiiilfäääää!
Seite 25 Wichtig: Software-Wettbewerb 2006
Seite 26 Software Ideenpool
Seite 28 LOGO Teil 2
Seite 32 PD-Neuheiten


Die ABBUC Webseite im Aufbruch

Es geht voran! Auf vielen Ebenen passiert etwas. Das absinken der Mitgliederzahl konnte gebrochen werden, sie bewegt sich nun seit rund 4 Jahren mit wenig Veränderung immer um 400. Die ABBUC Webseite und die ABBUC Infothek haben stark an Inhalten zugelegt. Und inzwischen ist das Angebot an Hardware ebenfalls stark gestiegen. Hier folgen nun Informationen über die weiteren Planungen.

April
Der Mitgliederbereich wird eröffnet

Mai bis Juli
Die Webseite wird auf einen neuen Server umziehen. Hier stecken ca. 2 Monate Arbeit drin. Die neuen Funktionen wie „GEO-Informationen/Wer wohnt wo“ werden gleich mit eingebaut. Je nach vorhandener Zeit und Entscheidung, wird auch der neue PD-Shop enthalten sein und die Softwaretestberichte ein Upgrade erhalten.

August
Urlaubszeit / Keine Aktivitäten

September
Die User-Konten und das Forum ziehen auf den neuen Server um. Die Webseite startet auf www.abbuc.de. Die alte URL www.atari-portal.net geht auf den ABBUC über und bleibt vorerst als Weiterleitung bestehen. Evtuell sind noch Nacharbeiten erforderlich.

Oktober
JHV und Vorbereitung auf die JHV

November
Die ABBUC Tools Suite wird in der ersten Version erscheinen

Dezember
ABBUC Magazine gehen im Mitgliederbereich online.
Dies sollte als Info über die Aktivitäten bis zum Jahresende erstmal genügen. Andreas (Webmaster)


Abenteuer Technik

Wer mich kennt, weiß, dass ich eher Kaufmann als Techniker bin. Gut, im Beruf kümmere ich mich um die IT Technik unserer Firma, aber so richtig Elektronik, Löten etc., dass ist nicht meine Welt. Aber ein über 20 Jahre altes Gerät hat es geschafft, mich für das Löten zu begeistern. Mein Atari 800 XL! Es fing damit an, dass im ABBUC Shop (www.abbuc.de) jede Menge „neuer“ Hardware angeboten wurde. Das wollte ich auch, aber wie?


Durch Nils Rennhack hatte ich den richtigen Support im Rücken.
1.) ist er bestens ausgestattet, was Werkzeuge etc. betrifft und
3.) ist er ein Genie auf dem Gebiet der Elektrotechnik (und Meister 🙂

Nun gut, also bestellte ich zunächst die Erweiterungstasten F1- F4 für den XL. Meine aller erste Lötarbeit, man was hab ich zu Anfang gezittert… aber es is t alles gut gegangen. der Atari und sein Besitzer haben überlebt, die Tasten funktionieren astrein. Schlimmer war, dass ich nach diesem Abend plötzlich irgendwie Blut geleckt hatte, ich wollte unbedingt weiter löten.
Als nächstes entwarf ich unter fachmännischer Anleitung von Nils eine Platine mit den Schaltungen für eine DUO LED (rot/grün), sowie den Hardware Reset Schalter. Beide Erweiterungen
kamen in den zweiten XL hinein.

Dann folgte das SIO2PC Interface (serielle Schnittstelle) in den Atari. Auch dies läuft perfekt!
Zu guter letzt folgte die 256K Speichererweiterung in den XL mit den zusätzlichen Tasten. Das war bisher die „schwerste“ Arbeit, da es etliche Kabel zu löten galt. Aber auch hier gab es weder Verletzte, noch zerstörte Ataris (grins)
Tja, und nun schau ich mal, was es als nächstes gibt. Nils ist schon schwer genervt, denn eigentlich will er an seinen Ataris mal w
eitermachen, aber immer, wenn er Zeit dazu hätte, muss er auf mich „aufpassen“. Machst Du aber gut 🙂

Einige werde jetzt vielleicht mitleidig lächeln, denn das bisher vollbrachte ist sicherlich für erfahrene Bastler simpel zu lösen, für mich aber ist es jedes mal wieder ein großes Abenteuer. Ein Abenteuer, was aber super viel Spaß macht.
Stefan Johnigk

 


Competition Pro USB

Hallo Leute
Ich habe beim Stöbern im Internet etwas Wunderbares gefunden. Da hat doch jemand tatsächlich den guten alten Competition Pro neu aufgelegt. Allerdings nicht für unseren guten Atari, sondern für den PC. Dazu noch mit USB Anschluss. Da ein Freund von mir, dieses Teil testen durfte, habe auch ich gleich mitgetestet.

Erfreulich ist, dass man keinen Driver braucht. Es muss auch nichts installiert werden. Einfach einstöpseln und loslegen. Habe dann natürlich erstmal die gängigen Atari Emulatoren durchprobiert. Ich kann euch sagen, der Stick ist klasse. Wie in den guten alten Zeiten. Beim Atari 2600 Emulator „Z 26“ funktioniert er einfach toll. Die Steuerung ist super. Dann habe ich den XL Emulator „Atari 800 Plus“ getestet. Auch hier erzielt der Stick optimale Ergebnisse. Nichts muss eingestellt werden; einfach Einstecken und Losspielen.

Da kommt doch glatt echtes Atari feeling auf. Dazu kommt dann noch der Wahnsinnspreis von 13,50 Euro; wenn man bedenkt, was der Competition Pro damals kostete…. und gegen Aufpreis gibt es Ihn auch noch in Blau. Fazit: Für PC-Spieler und speziell für Liebhaber von Emulatoren, ist der Competition Pro USB absolut zu empfehlen.
Bezugsquelle ist www.3dsupply.de (hier unter Retrogamer nachsehen)
Gruß Gambler


Where do you go, my ABBUC?

Neue Mehrwertdienste für ABBUC Mitglieder.
„Geiz ist geil“ sagt die Werbung und „Was nichts kostet ist nichts wert“ sagte meine Oma. Beides ist so nicht richtig. Niemand wird freiwillig an seiner Gesundheit sparen und der Wert von Linux ist unbestreitbar. Aber was hat das mit dem ABBUC zu tun?
Ich spiele hier auf den neuen Mitgliederbereich der ABBUC Webseite an, der noch vor Erscheinen dieses Magazins aktiv geschaltet sein wird.
Die Frage war eigentlich: „Wie gewinnt man neue Mitglieder?“ Sicher nicht, indem alles kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt ab sofort auch für die ABBUC Webseite. Die Zeit der „Beim ABBUC gibt es für Besucher alles kostenlos“ ist nun vorbei. Es mag ehrenwert sein kostenlose Angebote zu veröffentlichen, aber Mitglieder bringt dies nicht.
Für die ABBUC Mitglieder ändert sich nur eines: Ihr bekommt mehr für euren Mitgliedsbeitrag. Alles euch bekannte bleibt so wie bisher, aber Neues wird zum Teil nur für Mitglieder nutzbar sein. Damit Besucher auch einen Anreiz erhalten, werden die Inhaltsangaben des Mitgliederbereichs für alle sichtbar sein. Die Inhalte selbst natürlich nicht. Die Veröffentlichung der Inhalte des Mitgliederbereichs außerhalb des ABBUC ist also nicht erwünscht. Wer es dennoch macht, nimmt dem ABBUC das Kapital neue Mitglieder zu gewinnen und wäre ein weiterer Sargnagel (die es gerade zu ziehen gilt).
Mitglieder ohne Internetanschluss werden nicht zu kurz kommen. Es wird diese Inhalte auch in anderer Form geben (Papier, CD, Diskette,…)
Der neue Mitgliederbereich geht mit völlig neu geschaffenen Inhalten an den Start die es so noch nie gab.

SIO2PC/APE – Hilfe bei der Auswahl der richtigen Software, Anleitungen, Problembehebung, Schaltpläne, Bezugsquellen, Vergleichstabellen usw. In gedruckter Form 220 Seiten.
Pimp your Atari – Zusammenstellung aller verfügbaren Erweiterungen für den XL/XE inklusive Bilder und Bezugsquellen
Tools Heaven – Rund 80 kostenlose PC-Tools für die verschiedensten Probleme im Umgang mit Programmen, Sourcecode, Images usw.
WWW Mirror – Sicherungen inzwischen geschlossener Webseiten. So geht kein Wissen verloren!
Die bereits vorhandenen Bereiche „Downloads“ und „Online-Games“ befinden sich nun ebenfalls im Mitgliederbereich.
Als nächstes erscheinen nach und nach die ABBUC Magazine online. Zum Schluss gibt es dann noch ein weiteres Highlight: Die „ABBUC Tools Suite“, eine Windows Software zum bearbeiten und erstellen von Diskettenimages, die einen großen Teil der alten Tools ersetzen werden. Weitere Funktionen und noch mehr Inhalte sind in Arbeit. Vorschläge für weitere Inhalte des Mitgliederbereichs werden gerne aufgenommen.
Andreas (Webmaster)

PS: Wer seine Webseite aufgeben will, melde sich bitte bei mir. Ich will versuchen Atari relevante Inhalte als Kopie für den Mitgliederbereich zu sichern. Das kostet euch nichts, aber ich zahle auch nichts dafür. mail:internet@abbuc.de

 


Mehrwertdienste für ABBUC Mitglieder (2)

Hier kommt ein weiterer neuer Mehrwertdienst, exklusiv für ABBUC Mitglieder !
André Motzkus (ART-Transfair Berlin, http://www.art-transfair.de) wird einigen bestimmt schon bekannt sein. Den einen von früher aus der Atari Demo-Szene und den anderen durch seinen Atari Hardware-Shop. (Dort sollte man unbedingt mal reinschauen!)
Ab sofort bietet er für die Mitglieder des ABBUC einen ganz besonderen Service an. Eine kostenlose Homepage im Internet! Wem bisher die Kosten für eine eigene Webseite zu hoch waren, oder für die ersten Gehversuche nicht gleich jahrelange Verträge abschließen wollte, bekommt bei ihm die Alternative. Wer noch nicht so richtig weiß wie man eigentlich so eine Webseite einrichtet oder was man dafür braucht, wird im ABBUC Forum schnelle Hilfe finden. In Arbeit ist auch eine kleine Einführung im Mitgliederbereich der ABBUC Webseite.
Nun etwas zu den Rahmenbedingungen.
1. Der Service von André ist kostenlos.
2. Es fallen keinerlei Gebühren an.
3. Der Service ist kein Service des ABBUC.
4. Der Service ist nur für ABBUC Mitglieder kostenlos.
5. Die 100%ige Verfügbarkeit der Mitglieder-Webseiten kann natürlich nicht garantiert werden, (das können nicht mal die großen Provider)
aber da sein eigener Shop auf dem selben (eigenen) Server läuft, ist hier schon mit 99% Verfügbarkeit zu rechnen.
6. Der Service von André ist freiwillig. Das heißt, wir müssen ihm zugestehen, dass er den Service theoretisch irgendwann mal einstellen könnte. Damit ist jetzt nicht zu rechnen, aber ich schreibe dies, damit später kein Gemaule aufkommt. Natürlich würde er dies rechtzeitig ankündigen.
7. Es dürfen keine rechtlich bedenklichen Inhalte auf der Webseite angeboten werden.
Und nun zu euren sicherlich brennenden Fragen, die ich hier in aller Kürze beantworte:

Wo muss man sich melden?
Wegen der Voraussetzung dass man ABBUC Mitglied ist, meldet ihr euch bei mir (internet@abbuc.de) oder Wolfgang Burger (wolfgang@abbuc.de). Das OK wird dann an André weiter gereicht. Ihr könnt André auch direkt anschreiben (art-transfair@gmx.de), aber dann muss er wieder bei mir oder Wolfgang nach der Mitgliedschaft fragen. Dadurch würde es sich also nur verzögern.

Wie ist so eine Webseite erreichbar?
Die URL für so eine kostenlose Webseite lautet z.B.: http://atariuser.art-transfair.de. Den Namen kann sich jeder ausdenken. Alternativ ist auch folgendes möglich: Wer bereits eine Webseiten-Adresse besitzt, aber keinen Speicherplatz hat, kann die URL auf den Server von André weiterleiten. Jeder User hat dabei seinen eigenen Bereich.

Wie erstelle ich eine Webseite?
Mit einem kostenlosen Webseiteneditor. Was es da so an Tools gibt und wie man seine Webseite erstellt, wird in Kürze auf der ABBUC Webseite im Mitgliederbereich zu finden sein.
Wie lade ich meine Webseite hoch?
Mit einem kostenlosen FTP-Programm. (z.B. FileZilla) Auch diese Details werden in Kürze im ABBUC Mitgliederbereich zu finden sein.

Wo bekommt man Unterstützung?
Soweit es möglich ist, im ABBUC Mitgliederbereich. In die Programme einarbeiten müsst ihr euch aber selbst! Alles weitere dann im Forum und im Mitgliederbereich auf der ABBUC Webseite.

Das sollte als erste Information genügen. André, danke für dieses Super Angebot !

Grüße
Andreas Bertelmann ABBUC Webmaster

 


ABBUC-Logo Wettbewerb

Die ABBUC Webseite ist auf der Suche nach einem neuen Logo. Das bisherige ABBUCLogo auf der Webseite ist etwas in die Jahre gekommen und soll einen würdigen Nachfolger finden. Auf der vergangenen JHV wurde dies begrüßt und soll nun durchgeführt werden. Das ABBUC-Magazin ist davon nicht betroffen. Dort bleibt nach Plan alles wie es ist.

Alle ABBUC Mitglieder werden hiermit nun aufgerufen ein neues Logo zu entwerfen das den ABBUC unverwechselbar und sofort erkennbar macht. Bei diesem Wettbewerb dürfen nur ABBUC Mitglieder teilnehmen. Wer kein Mitglied ist, darf nicht teilnehmen

Die ersten fünf Vorschläge sind bereits eingegangen. Ich bin gespannt welche weiteren Vorschläge eingereicht werden. Der Wettbewerb wird von mir geleitet (ABBUC Webmaster). Ein Teil der Preise wurde vom ABBUC gestiftet.

Dies sind die Preise:
1. Preis: Eine Atari Sprachbox
2. Preis: Eine CD Atari Centipede für den PC
3. Preis: ABBUC Tasse mit Gold-Logo

Die Regeln
Bitte der nebenstehenden Tabelle entnehmen.
Das Design und der Inhalt des Logos sind Sache der Teilnehmer.

Teilnehmer Nur ABBUC Mitglieder
Mindestanforderung Ein Atari-Logo muss im neuen ABBUC-Logo enthalten sein
Zusätzlich möglich Schriftzug ABBUC oder www.abbuc.de oder „Atari Bit Byter User Club“. Ein Schriftzug ist optional und keine Pflicht.
Anzahl der Farben Bis zu 16 Millionen (TrueColor)
Dateiformat BMP / Bitmap; PC-Format; Kein komprimiertes Format wie JPEG, GIF, o. a.; Keine Animation
Format Das Logo wird später verkleinert. Der später verfügba
re Platz ist begrenzt auf:
Höhe max. 100 Pixel (mind. 80 Pixel)
Breite: max. 150 Pixel (mind. 100 Pixel)
Das Seitenverhältnis kann zwischen 1:1 (H x B) und 1:1,5 (H x B) betragen
Schrift Falls ein Schriftzug verwendet wird, auf gute Lesbarkeit achten wenn das Logo auf die Mindestmaße verkleinert wird
Originalgröße Die eingereichte Grafik sollte möglichst groß sein. In etwa im Rahmen einer VGA Auflösung.
Anzahl der Einsendungen Jeder darf bis zu 5 Logos einreichen, jedoch kann nur ein Logo pro Person einen
Preis erhalten. Jedes Logo wird bei der Abstimmung mit Punkten bewertet. Hat ein Teilnehmer mehr als ein Logo eingereicht, nimmt das Logo mit der höchsten Punktzahl an der Auswahl/Platzierung teil.
Einsendungen Einsendungen sind möglich per eMail, PC-Diskette oder auf CD an:
eMail: internet@abbuc.de
Postanschrift: Andreas Bertelmann, Lenther Str. 40, 30455 Hannover
Einsendeschluss 15.08.2006
Präsentation Die Präsentation der Logos erfolgt vorab im Internet auf der ABBUC Webseite und auch auf der JHV 2006.
Rechte Die Teilnehmer gewährleisten mit ihrer Teilnahme, dass die eingereichten Grafiken garantiert neue oder bisher unveröffentlichte Designs sind. Die Gewinner der Plätz
e 1, 2 und 3 übertragen dem ABBUC e.V. das Eigentum am Logo/Design und das uneingeschränkte Recht zur freien Verwendung der prämierten Grafiken. Es wird keine Garantie gegeben, dass ein prämiertes Logo vom ABBUC verwendet wird. Nehmen weniger als 3 Personen am Wettbewerb teil, verfallen die Preise und es findet keine Abstimmung statt.
Abstimmung Die Gewinner werden durch Abstimmung der Vereinsmitglieder auf der Jahreshauptversammlung 2006 ermittelt. Die Abstimmung erfolgt per Abstimmungsbogen. Wahlweise kann die Abstimmung auch per Post erfolgen. Der Abstimmungsbogen wird jedem Clubmitglied mit dem vor der JHV 2006 erscheinenden Clubmagazin zugestellt. Einsendeschluss für die Postabstimmung ist der 20.10.2006
Preisvergabe Der Autor muss bei der JHV (Präsentation, Preisvergabe) nicht unbedingt anwesend sein, er erhält den Preis dann zugesandt.


ATARI 850 Interface Modul

Das ATARI 850 Interface Modul
oder wie bekomme ich eine
Schnittstelle

Die Anfänge des Home Computers liegen in den frühen 70ern des letzten Jahrhunderts. ATARI mischte sich ab 1979 in das boomende Homecomputergeschäft ein und das von Anfang an ziemlich erfolgreich. Die vorgestellten Computer ATARI 400 und 800 waren als Komplettsysteme geplant und entwickelt worden. Von ATARI gab es dazu alle Peripheriegeräte wie Datenrekorder, Diskettenstation, Drucker, Modem, Interface. Ein umfassendes Angebot an Software für Anwender, Spieler und Schüler war parallel dazu verfügbar. Schulen und Universitäten wurden gesponsert, damit sich eine breite ATARI-Basis in der jungen Generation bilden konnte.
Die Einbindung in die modernsten Kommunikationsmittel der damaligen Zeit gehörte selbstverständlich dazu. Neben verschiedenen Akustik-Kopplern und Modems wurde 1980 ein Schnittstellengerät auf den Markt gebracht: das 850 Interface Modul (850IM).

Die Ausstattung des Interfaces mit einer parallelen Schnittstelle (Centronics) sowie 4 zum Teil verschieden konfigurierten seriellen Schnittstellen (RS232C) erlaubte ab sofort den Anschluss von prinzipiell allen Geräten, die über eine parallele oder serielle Schnittstelle angesprochen werden konnten. Eine allgemeine Standardisierung wie wir sie heute kennen gab es damals nicht. Jeder Hersteller definierte eigene Standards für Software und Hardware.
Besonders interessant war das 850IM für ATARI-Nutzer, die Drucker, Modems oder sonstige Geräte von einem anderen Hersteller verwenden wollten. Mit dem 850IM

eröffnete ATARI seinen Kunden die Palette verfügbarer Hardware von anderen Herstellern, was dem ATARI vor allem im Forschungsbereich zu mehr Akzeptanz verhalf.
Drucker für den Massenmarkt wurden bereits in den 70ern sehr oft mit einem Centronics-Parallel-Interface ausgestattet. Daneben existierten bis in die frühen 90er Jahre Drucker mit einem seriellen Interface, das über eine RS232C-Schnittstelle angesprochen werden konnte. Die zwei Marktbestimmenden Standards für die Steuerung von Druckern kamen damals von Epson und IBM.


Kann die Anwendung, z.B. eine Textverarbeitung, einen Drucker über das 850IM ansteuern, ist keine weitere Mühe erforderlich. Andernfalls passt der ATARIaner entweder das Programm an oder er schreibt sich seinen eigenen Druckertreiber.
Akustik-Koppler, Modems und andere serielle Kommunikationsgeräte eröffneten in den 70ern den Zugang zur digital vernetzten Welt. Egal ob über Kabel

mit einem anderen Computer oder per Telefon weltweit, auch ATARIaner wollten dabei sein. Mit Hilfe des 850IM war es jetzt möglich in die computergestützte Datenfernübertragung (DFÜ) einzusteigen und dafür Geräte aus dem breiten Angebot anderer Hersteller zu nutzen. Das war wichtig, weil es damals noch keinen einheitlichen Übertragungsstandard gab und ATARIs Modems, wie die vieler anderer Homecomputeranbieter auch, nicht für alle Zwecke genutzt werden konnten.
Wollte man z.B. in ein Bulletin Board System einwählen (in Deutschland irreführend als Mailbox bezeichnet), das nach dem Hayes-Standard arbeitete, hätte ein ATARI 835 Modem nicht viel genützt, da es den Standard nicht korrekt beherrschte. Ganz zu schweigen von den damaligen Standards für DFÜ in Deutschland.
Darüber hinaus war es mit dem 850IM leicht, direkten Datenaustausch mit einem anderen Computer zu verwirklichen. Der ATARI war endlich voll kommunikations- und netzwerkfähig.
Das 850IM ist bis heute technisch das Ausgefeilteste, was ATARI für seine 8-Bit-Computer je anbot. Die technischen Daten will ich mir hier ersparen. Ihr könnt sie im re-editierten Originalhandbuch (English) nachlesen, das in der ABBUC-Infothek zum herunterladen bereitsteht (http://www.strotmann.de/twiki/bin/view/ Infothek/AtariEightfivesirro). Einen gravierenden Nachteil hatte das 850IM damals allerdings – es war sehr, sehr teuer!

< br /> Im Rahmen der Umstrukturierung der Produktpalette nahm ATARI das wirtschaftlich nicht besonders erfolgreiche 850IM dann ca. Ende 1983 aus dem Angebot, weswegen es im Katalog vom Juni 1983 schon nicht mehr beworben wird. Dafür sollte die 1090 Interface Box kommen, die aber über den Status eines Prototypen nie hinauskam. Mit fallenden Computerpreisen in den 80ern wurden die restlichen Lagerbestände des 850IM fast verschleudert (leider nur in USA) und bald war es nur noch gebraucht zu bekommen.
Die fallenden Preise bei Homecomputern bewirkten deren verstärkten Absatz und der 1983 von ATARI auf den Markt gebrachte 800XL verkaufte sich sehr gut. Riesige Stückzahlen wurden davon produziert und bis 1987 in den Markt gedrückt. Dadurch stieg die Nachfrage nach passenden Interfaces für Drucker, Modems und serielle Schnittstellen. Doch ATARI reagierte nicht darauf und überließ das Geschäft anderen Anbietern. Gründe dafür waren die Geschäftsmisere und der sich abzeichnende spätere Verkauf von ATARI an Jack Tramiel.
Tramiels ATARI war nicht daran interessiert, für die 8-
Bit-Rechner noch große Investitionen zu tätigen, da sie im Prinzip bereits 1984 technisch veraltet waren.
Ein Drittanbieter brachte Ende 1984 passend für den 800XL das 850XL Interface Modul heraus. Es ist das gleiche Gerät, allerdings nur mit einer seriellen und einer parallelen Schnittstelle bestückt. Genau das war es, was die meisten User auch wollten. Die Entwicklungen anderer Hardwarehersteller wiesen die gleiche Konfiguration auf und ICD brachte es mit dem Namen seines P:R:Interface auf den Punkt.

Für die nicht eingeweihten Leser: ‚P:‘ ist im ATARIBetriebssystem die virtuelle Gerätebezeichnung des Druckers, ‚R:‘ desgleichen für die serielle Schnittstelle. Stehen dem Betriebssystem mehrere Geräte des gleichen Typs zur Verfügung, werden sie intern einfach durchnummeriert (P1:, P2:, R1:, R2:,R3:).

Der Erfolg von Peripheriegeräten für die 8-Bit-Rechner wurde ab 1985 durch die neue ST-Generation deutlich geschmälert. So verschwand auch das 850XL ca. 1986 vom Markt. In Europa war es ohnehin kaum zu bekommen gewesen. Der ehemalige Compy Shop bot es damals für DM 398,- an. So endete die Geschichte eines erstklassigen ATARI-Produktes. Aber nicht so
ganz…

Ca. ab 1986 bot ein Elektronikshop in den USA Platinen im Originallayout des 850IM an, die man selber bestücken konnte. Alle Bauteile konnten geordert werden bis auf das in einem ATARI-spezifischen PROM abgelegte Betriebssystem. Das war wohl aus rechtlichen Gründen nicht mit im Paket. Damit war weltweit die Jagd auf defekte 850IM eröffnet!
Versuche das PROM aus dem 850IM auszulesen und das Betriebssystem auf ein EPROM zu brennen waren nicht erfolgreich und bald war auch die Platine nicht mehr erhältlich. Vermutlich hatte es sich nur um Restbestände aus der früheren 850M-Produktion gehandelt.

Wer jedoch bei der Jagd nach einem OriginalPROM aus einem defekten 850IM Erfolg hatte, der bekam ein preiswertes 850IM. Natürlich fehlt das Gehäuse und die 3 zusätzlichen RS232C brauchten nicht bestückt zu werden. Doch voll bestückt und zusammen mit anderen ATARI-8- Bit-Komponenten in ein Tower- oder Desktop-Gehäuse eingebaut ist es ein vollwertiger Ersatz für das echte 850I M.
In den 80ern war das Verhältnis zwischen Computerhardware und Einkommen ungünstiger als heute. Ein echtes 850IM konnte ich mir nicht leisten; hatte doch auch nur ein Druckerinterface gebraucht. DF Ü in Deutschland war damals ebenfalls teuer und ein Modem, das eine Zulassung von der Post hatte, war schlicht außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten. Es kostete mehr als 800XL und 1050 zusammen.

Die Lösung sah dann gänzlich anders aus als ursprünglich gedacht:. Eine Turbo von B. Engl mit Druckerkabel für meine noch jungfräuliche ATARI 1050 Diskettenstation. Das gab mehr Tempo für die Diskettensoftware sowie endlich Sicherheitskopien meiner teuer erstandenen Anwendungen. Gedruckt wurde auf 9-Nadel-Druckern, DF Ü wurde mit Hilfe eines primitiven Akustikkopplers per Telefon erledigt. Die Vernetzung meines 800XL mit einem anderen Rechner wurde per selbst gestricktem Interface vorgenommen.

Eigentlich war damit eine brauchbare Basis-Anlage gegeben. Und doch reizte mich die Vielseitigkeit des 850IM. Schließlich war damit eine elegante Lösung für den Anschluss an Modem, andere Rechner und Drucker möglich.
Als Ende der 80er die Modems preiswerter wurden und es auch einen Quasi-Standard bei den Protokollen gab, legte ich mir ein Modem zu. Es hat eine ganze Weile gedauert bis das Interface hingefummelt war, über das vom ATARI aus per Modem mit der restlichen Welt endlich kommunizieren werden konnte. Mein Lösung war nicht flexibel genug und wurde durch das TurboLink von M. Reitershan ersetzt. Versehen mit einem Umschalter kann das Turbo-Link entweder das Modem ansteuern oder einen PC/ST als Festplatte verfügbar machen. Endlich konnte ich alles mit dem XL anstellen, was ich wollte.
Just zu der Zeit gelangte durch Zufall eine teilweise bestückte 850-Platine in meine Hände. Nach eingehender Prüfung beschloss ich sie soweit fertig zu stellen, dass eine serielle und eine parallele Schnittstelle funktionieren und ich endlich die Vorzeigelösung für meine XL-Anlage bekäme. Als alle Teile an ihrem Platz waren, fehlte nur noch der Chip mit dem Betriebssystem. Und da das PROM nicht zu einen vernünftigen Preis zu bekommen war, suchte ich nach einer alternativen Lösung.

Aus verschiedenen Quellen bekam ich Datenfiles ausgelesener 850IM-PROMs, teilweise den Sourcecode. Alle Versuche, mit Hilfe einer geänderten Sockelbeschaltung auf der 850 Platine ein selbst gebranntes EPROM zu verwenden, waren nicht erfolgreich. Somit stellte ich die Arbeit daran ein und die 850-Platine wanderte in die Sammlung.
Mit der zuvor beschriebenen Anlagenkonfiguration ließ es sich schließlich auch passabel arbeiten und, sofern man das Geld dafür erübrigen konnte, die großen Netze waren problemlos mit einem ATARI zu bereisen. Das sollte sich allerdings bald ändern. Das World Wide Web (WWW) als bunter Aufsatz zum Internet entwickelte sich rasend schnell. Immerhin konnte ich das Modem vom ATARI auch am PC verwenden, um in der bunten Welt des WWW dabei zu sein.

Viele Jahre später erwarb ich günstig ein originales 850IM und konnte so meine Idee umsetzen. Wenn auch der ATARI 800XL und seine Peripherie bereits in keinem Vergleich mehr zur Leistungsfähigkeit der aktuellen Computerplattformen standen, wollte ich es endlich wissen. Auch BBS zum anwählen über Telefon gibt es kaum noch. Der Dreh- und Angelpunkt ist das WWW geworden.
Doch ein echter ATARIaner gibt so schnell nicht auf! So habe ich selbst versucht, das originale PROM aus dem 850IM auszulesen. Die oben beschriebenen Grenzen meiner Möglichkeiten führten auch diesmal zu keinem brauchbaren Erfolg. Doch das Schicksal hatte ein Einsehen und ich konnte für ein Paar Cent ein OriginalPROM aus einem 850IM kaufen. Eingesteckt, gestartet, funktioniert!!! Man muss halt manchmal nur ein paar Jahrzehnte Geduld haben …
Walter Lojek


Erlebnisse mit dem SIO2IDE Interface

Hallo Abbucianer,
auch ich möchte meine Erfahrungen
zum SIO2IDE Interface kundtun.
Ich habe das Interface in der Version 3.3 gebaut, da es einfacher und billiger als das Interface der Version 4.4 erschien. Vor allem aber ist es kleiner was für mein Projekt sehr wichtig war. Nachteil: Es können „nur“ 5 ATR-Files als Laufwerke angesprochen werden. Das ist meiner Meinung nach aber immer noch mehr als genug. Außerdem hat es keinen USB Anschluss.
Erst hatte ich einen ATmega 161-8PI erstanden (wurde im Bauvorschlag aus dem Abbuc-Magazin genannt), der wird nicht mehr hergestellt und ist recht teuer (rund 25 Euro). Stattdessen habe ich nun den ATmega162-8PU eingebaut. Der ist für etwa 7 Euro zu bekommen und bleibt erhältlich (der 161-8PI ist nicht bleifrei hergestellt, alle neuen Chips müssen aber neuerdings ohne das Schwermetall produziert werden). Zudem wollte ich das Interface auch mit CF-Karten betreiben, was (zumindest bei mir) mit dem 161 nicht funktioniert.
Hinweise:
– In der Übersetzung der Anleitung wird auch von Partitionen gesprochen, gemeint sind immer ATRDateien, also Diskimages.
– Das Interface unterstützt nur jeweils ein IDELaufwerk. Der Begriff Master und Slave bezieht sich jeweils immer auf SIO2IDE Interface (davon können 2 am Atari hängen, ein Master, ein Slave eben)
– Beim flashen des Controllers muss man Marek’s Windows Flashtool „avrprgwin.exe“ verwenden, das sich im Archiv des 4.4er SIO2IDE befindet.
– Dabei sind nach dem Flashen unbedingt die korrekten Fuse-Bytes zu setzen: LowB: 0xFF, Ext: 0xD9, HighB: 0xDF (diese Info steht nicht in der Doku!)
– Auf dem Datenträger wird immer eine primäre Partition mit FAT16 oder FAT32 Dateisystem benötigt, auf der dann die Diskimages, die man vom Emulator kennt, ablegt. Dabei werden, wenn das darauf verwendete DOS damit umgehen kann, von Single über Double bis hin zu 720k oder sogar 16MB große Images unterstützt. Die können z.B.. mit makeATR erstellt werden.
– Der Datenträger muss defragmentiert sein, fragmentierte Dateien kann das Interface nicht nutzen. Durch arbeiten mit dem Interface am Atari wird aber keine Fragmentierung verursacht, nur durch löschen und beschreiben des Datenträgers am PC.
– Das Programm FDISK, das Marek zum SIO2IDE Interface erstellt hat, ist vom Namen her etwas unglücklich. Mit dem Fdisk, das man vom PC kennt, erstellt man Partitionen usw., mit dem SIO2IDE FDISK wählt man die Diskimages aus, die als Laufwerke angesprochen werden sollen. Auf die Dateisystemstruktur kann man vom Atari aus keinen Einfluss nehmen.
Eine SIO2IDE 3.3 Festplatte muss also am PC formatiert und gefüllt werden. Da sind CF Karten natürlich praktischer. Man kann sie schnell wechseln, an jedem PC mit Kartenleser können ATR-Files aufgespielt, umbenannt oder gesichert werden. Außerdem können SIO2IDE User natürlich CF-Karten untereinander tauschen, auch SIO2IDE 3.3a und 4.4 haben da kein Problem. Elektrisch gesehen, sind CF Karten zudem IDE-kompatibel, das heißt: sie können wie eine Festplatte angesprochen werden. Lediglich die Firmware des IDE-Kontrollers muss CF-Karten passend ansprechen können.

Wir wollen also CF-Karten am SIO2IDE 3.3a!

Problem
Nun bietet Marek auf seiner HP auch eine Firmware an, die CF-Karten unterstützt. Die musste ich natürlich haben. Da fing jetzt das Problem an. Die Firmware ließ sich nicht auf den Controller bringen, das Flashpro gramm meldete einen Dateifehler (File to long). Auf Nachfrage bei Marek kam keine Problemlösung, lediglich der Hinweis, das nur die Version 3.3a auf der SIO2IDE Homepage CF unterstützt. Ja nun, das wusste ich schon.

Lösung:
Meine Schwierigkeiten, die 3.3a Version in das Flashprogramm zu laden, konnte Marek nicht nachvollziehen.
Eine zeitlang ließ ich das Interface links liegen – aber es ließ mir letztlich keine Ruhe: Gestern Nacht (das war Samstag Nacht vor dem HAR-Treffen), so um 2 Uhr, kam mir der Gedanke, die HEX-Files der Version 3.3 und 3.3a vergleichen. Als ersten Versuch öffnete ich dann V3.3 einfach im Windows Editor. Das File war überraschenderweise lesbar, die einzelnen Codezeilen sauber umgebrochen. Dann öffnete ich V3.3a: Grundsätzlich der gleiche Code, aber ohne Zeilenumbruch! Das Zeichen, das die Zeile umbricht (CR – Carriage Return?) war durch ein Zeichen ersetzt, das im Zeichensatz des Editors nicht existiert (und folglich als ein kleines Rechteck erscheint. Möglicherweise entstand dieser Fehler durch Benutzung verschiedener Windows-Versionen (Polnisch und Englisch) beim erstellen der Software; eine falsche Codepage, ein DOS Editor… was auch immer.

Ich ersetzte also dieses Rechteck durch ein CR (im ganzen Code, Zeile für Zeile, „suchen und ersetzen“ ging nicht mit einem „Enter“ als Zielzeichen) und speicherte die geänderte Datei. Dann den Flasher gestartet und „Tadaa!“ erfolgreich geflasht! Jetzt geht auch das 3.3a Interface mit CF-Karten korrekt um. Um kurz nach drei hatte ich dann endlich einen funktionierenden CF-Kartenleser für Atari 8-Bit Computer (und zwar im Gehäuse eines Portfolio-Speicherkartenlesers für den PC). Die aktualisierte Firmware werde ich Marek zukommen lassen, und vielleicht kann sie ja auch in der Infothek bereitstellt werden.

Fazit
Somit ist das 3.3er Interface nun endlich genauso komfortabel, wie das vermeintlich bessere 4.4er Interface, das ja den Datenträger auch über USB ansprechen kann (sich dabei momentan aber noch enorm viel Zeit lässt). Die einzelnen „Laufwerke“, also Diskimages man bequem über z.B. das QMEG OS oder SpOS tauschen. Ein Schalter um D1 und D2 zu togglen ist ja ohnehin schon dabei.

Danke auch noch mal an Bernd Herale für das grandiose SIO2IDE Fdisk-Modul, Wolfram Fischer für das besorgen des ATmega162 und das ätzen der SIO2IDE Platine sowie an Marek Mikolajewski für das Entwickeln des SIO2IDE Interface Systems.

Ein wirklich nützliches Stück Hardware!

Gruß
Stefan Niestegge

PS: Off-Topic: Wer hat Lust auf eine Regionalgruppe im Bereich Rheine/Lingen/Osnabrück?

 


Programmieren mit Freezerunterstützung

Bis vor kurzem war ich der Meinung, die Freezer Funktionalität der TurboFreezer Produkte hauptsächlich für Spieler interessant sind (Spiel vor Endgegner anhalten, abspeichern, weiterspielen, verlieren, Freezer Image „auftauen“ und nochmals versuchen). Auch den aktuellen TurboFreezer 2005 habe ich mir hauptsächlich wegen der Cartridge-Emulation zugelegt.
Erstaunt musste ich feststellen, das sich in dieser feinen Hardware mehr Funktionalität versteckt, als auf den ersten Blick erkennbar. Neben dem eingebauten Debugger und DOS sind auch die Freezer-Funktionen für Programmierer sehr hilfreich. Nachfolgend möchte ich einige Beispiele aus der Praxis vorstellen, bei denen der TurboFreezer 2005 eine Arbeitserleichterung und – beschleunigung ermöglicht.

1. Maschinenspracheroutinen für Hochsprachen
Wer Maschinenspracheroutinen für eine Hochsprache Programmiersprache wie Forth, Basic, ACTION!, Quick oder Logo programmiert, wechselt sehr häufig zwischen Assembler und Hochsprachen-Compiler bzw. Interpreter. Wenn beide (Assembler und Hochsprache) von Diskette geladen werden, können zum Teil beträchtliche Ladezeiten für jeden Entwicklungszyklus zustande kommen. Beispiel: Eine Maschinensprache für Turbo Basic. In der klassischen Programmierumgebung (ohn
e Freezer) beinhaltet ein Zyklus:
1. DOS laden
2. Assembler laden
3. Quellcode laden
4. Quellcode ändernQuellcode speichern
5. Assemblieren
6. DOS aufrufen
7. Turbo-Basic laden
8. Testprogramm laden
9. Testen
10. DOS aufrufen und weiter bei 2.

Mit dem Turbo Freezer 2005 und einer RAMdisk können beide Umgebungen (Turbo-Basic mit Testprogramm und Assembler) im Speicher (Freezer RAM und Zusatz-RAM oder RAMdisk) gehalten werden und bei Bedarf umgeschaltet werden. Der Entwicklungszyklus sieht nun so aus:
1. DOS laden
2. Assembler laden
3. Quellcode laden
4. Quellcode ändern
5. Rechner „Freezen“ und in RAMdisk sichern
6. Quellcode speichern
7. Assemblieren
8. DOS aufrufen
9. Turbo Basic laden
10. Testprogramm laden
11. Rechner „Freezen“ und in das Freezer RAM sichern
12. Testen
13. RAMdisk Inhalt des Freezers wiederherstellen
14. Quelltext ändern
15. Quelltext speichern
16. Assemblieren
17. Rechner „Freezen“ und in RAMdisk sichern
18. Inhalt des externen Freezer RAM wiederherstellen
und weiter bei 12.
Insbesondere die Ladezeiten für den Assembler
und das Turbo-Basic fallen bei dieser Variante
weg. Das Freezen und Wiederherstellen des
gesicherten Rechnerzustandes geht sehr schnell.

2. den bevorzugten Editor benutzen
Einige Programmiersprachen kommen mit einem eingebauten Editor (Quick, ACTION!, Atari Logo), oder einem Editor der aus der Entwicklungsumgebung nachgeladen wird (Kyan Pascal, C ). Andere kommen ohne eigenen Editor (VolksForth, X-Forth, einige C Compiler). Um den Lieblingseditor nutzen zu können (ich benutze KEdit mit Turbo-E: Händler), kann man diesen bequem in das Freezer-RAM ablegen. Der Compiler oder Interpreter der Programmiersprache kommt dann in den Speicher des externen RAM
(RAMdisk). Per Freezerknopf und Tastendruck kann nun zwischen Compiler und Editor umgeschaltet werden.

3.Zeichensatzeditoren und Malprogramme
Bei der Spielentwicklung werden Malprogramme wie Design-Master oder XL-Art, und Zeichensatz- und Level-Editoren wie Block-Pixel-Font oder Envision benutzt. Die Programmierung des Spiels geschieht in Turbo-Basic oder in einer Compilerumgebung wie ACTION!. Bei der Entwicklung schaltet der Programmierer häufig zwischen Programmierumgebung und Malprogramm/Zeichensatzeditor um. Auch diese kann mit dem Freezer beschleunigt werden, da beide Programme (Entwicklungsumgebung und Malprogramm/Zeichensatzeditor) im Freezer gehalten werden können und bei Bedarf umgeschaltet werden. Sicherlich gibt es noch mehr nützliche Funktionen im Turbo Freezer 2005 für Entwickler als die hier aufgeführten. Ich würde mich freuen, Erfahrungsberichte über die Turbo Freezer 2005 Benutzung hier im Magazin oder im Forum auf der Website zu lesen.

Carsten Strotmann


128K SRam

128k SRam Speicherersatz für den PAL/NTSC
Atari 600/800/1200XL/800XE/130XE aufgeteilt in
64k Haupt und 64k extendet Memory.
Zunächst möchte ich mich bei folgenden Personen bedanken ohne deren Hilfe oder Hinweise ich es nicht geschafft hätte.
Stephan DIETRICH
– seinem Schaltplan für einen Flashcardadapter inklusive SRam Erweiterung aufgebaut in TTL Logik.
Hias
– für seine fachliche Unterstützung bei der GAL Logikerstellung.
Matthy
– auf seiner Internetseite habe ich die richtige Bauteilebezeichnung des TTLs 74LS95B und den Gal Code für die MMMU (Achtung kein M zuviel) gefunden und dadurch die Antic Speicheransteuerung erst verstanden.
Guus
– für seine verschiedener Aufbauten, Layouts und Prototypen
Christoph
– für das Sockeln von zwei Atari Rechnern
Eines vorweg: Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Für jeweilige Schäden durch den Nachbau hafte ich nicht!
Die Grundidee war es einen preiswerten Ersatz für die dynamischen RAMs zu finden. Zugleich sollte der Aufbau ohne viele Bauteile auskommen und einfach nachzubauen sein. Jetzt könnte man die Frage stellen warum nicht gleich mit 512k. Die Speicheraufteilung von 64k RAM und 448k extendet Memory wird nicht von allen Programmen erkannt weshalb ich sie verworfen habe.
Die 128k SRam wurden ausgewählt, um auch den kompletten Speicher eines 130XE zu ersetzen.
Nach dem Umbau verhält sich der 600/800/1200XL/800XE/130XE wie ein 130XE. Über einen Jumper SW1 kann man den Speicher auf 64k reduzieren um auch andere Speichererweiterungen mit zu berücksichtigen. Die Schaltung kommt mit 2 IC´s aus, bestehend aus dem Speicher, einem GAL Baustein, einigen Widerständen und Kondensatoren. SW2 ist beim 600/800/1200XL geschlossen. Ein Abgriff am 74LS08 oder MMU reicht aus um den Speicher anzusteuern.
Anders ist es beim XE. Der Ausgang der MMU für den Speicherzugriff ist mit dem Signal EX-TEL am erweiterten Port nicht miteinander verknüpft. Dazu muss SW2 offen sein und eine zusätzliche Leitung am Freddie Baustein U3 Pin16 angeschlossen werden.
Getestet habe ich die Erweiterung über mehrere Tage in allen oben genannten Atari Computern ohne dass auch nur ein Fehler bei mir dabei auftrat.
Wichtig: PHI2 sollte immer direkt an der CPU entnommen werden um ein noch möglichst guten Signalverlauf zu erhalten. Ohne einen stabilen Systemtakt PHI2 kommt es zu Speicherfehlern. Falls dies eintreten sollte dann ist die CPU zu tauschen oder das Signal über ein 74LS123 neu zu erstellen.
Der Schaltplan wurde mit dem Programm SPlan gezeichnet und kann im Mitgliederbereich inklusive SPlan DateiViewer, GAL-Listing und Jedec Datei herunter geladen werden.
So nun viel Erfolg beim Nachbau,
Bernd Herale

 


Meine Erfahrungen zum Stereo Upgrade

Zum besseren Verständnis meines Artikels sollte man einen Schaltplan des Rechners und den Artikel Stereo Sound (Gumby Upgrade von Chuck Steinman) aus dem Bauplanservice haben.

Ich hatte mir vor langer Zeit die Stereo Upgrade Platine von Freddy Offenga (ABBUC Magazin Nr.60) schicken lassen um einen Rechner endlich auf Stereo umzubauen. Dank guter Schaltungsunterlagen verlief der Aufbau auch problemlos. Leider war das Löten auf der Platine etwas schwierig. Vermutlich muss man für bessere Qualität auch mehr Geld ausgeben. Für R3 des Upgrades sollte man wie im Atari einen 1k Widerstand einsetzen. Nach dem Einbau der Platine (wird auf alten Pokey-Sockel aufgesteckt) stellte ich leider fest, dass die Schaltung jetzt so hoch war, dass die Tastatur beim schließen des Gehäuses aufsetzte. Jetzt war es leider zu spät über einen kürzeren Steckverbinder nachzudenken. Ich überlegte kurz und entschied mich die Schaltung ohne die Platine aufzubauen (Gumby Upgrade).

Also den neuen Pokey auf den alten Pokey löten (alle Pins außer 8-16, 18-29, 31 und 37). Beim alten Pokey sind alle Pins ausser Pin 31 mit der Rechnerplatine verbunden. Den 74LS14 setzt man z.B. auf U19 um ihn dann nach der Anleitung anzuschließen. Und weil die Bastelstunde gerade so schön war habe ich die Schaltung gleich noch erweitert. Ich war mit dem Sound direkt am Pokey wie es bei jedem Upgrade geplant ist unzufrieden.

Das Audiosignal war deutlich leiser und hatte auch einen schwachen Dynamikumfang. Damit das Signal des neuen Kanals (rechts) dem des alten Kanals (links) gleicht habe ich die Audiostufe aus einem alten Rechner ausgesägt und zusätzlich mit eingebaut. Auf den Bildern ist die Größe der Platine zu sehen. Die Verbindung vom neuen Pokey Pin 37 (Audio) zur Audioplatine erfolgt über neue Bauteile (siehe R80, C17, R4).

Wer die Audiostufe nachbauen will muss die folgenden Bauteile aus dem Schaltplan des 800XL verwenden: R1-R11, C16, C17, C20, C21, C23, C24, C80, U1 (LM 358). Was bringt einem nun der ganze Aufwand außer dem Original Sound? Wenn man den neuen Kanal auf die Monitorbuchse Pin 5 legt (ist beim 800XL nicht belegt – beim 130XE Composite Chroma) kann man sich den zusätzlichen Einbau von zwei Cinch-Buchsen sparen. Auch der Tastaturklick und die SIO-Töne sind auf beiden Kanälen zu hören, wenn man C23/U17 GTIA Pin 15 mit der neuen Audiostufe verbindet.

Bei der Schalterstellung MONO wird Pin 1 des 74LS14 von CPU Pin 13 nach Masse geschaltet. Außerdem wird Pin 6 des IC LM 358 bei beiden Kanälen über diesen Schalter verbunden. Zum Schalter (2UM) sowie zur Monitorbuchse muss man ein abgeschirmtes Kabel legen damit keine Störungen auftreten. Der Lohn der ganzen Arbeit ist nun ein perfekter Stereo-Sound. Ach hätte mit dem Atari doch gleich einen Stereo-Rechner produziert. Dann würden wir uns sicher auch über mehr Programme in Stereo freuen können.

Steffen Hoffmann
st.hoffmann3@freenet.de

 

Hilfäääää

Wolfgang hat mich nach einem Artikel fürs ABBUC Magazin gefragt. Ich hab angefangen zu überlegen und dann festgestellt, dass es offenbar ein Problem gibt. Mir ist nämlich nicht nur nichts eingefallen, sondern total nix, restlos nix, überhaupt nix.

Seit 8 Monaten haben wir dieses verkriech-Dich-zu-Hause-hinter-dem-Ofen Wetter. Die Aufstehtemperatur im Juni lag schon bei 6,8 °C. Man kann das Wetter nicht mal für einen einzigen Tag abschätzen, so dass ich noch nicht mal mit dem Bike zur Arbeit fahren kann. Ich hatte dieses Jahr schon ganze 2 Floppyreparaturen, wenn ich mich nicht verzählt habe. Dann stand die H.A.T.Z. an und ich dachte endlich mal wieder Atari – aber nix. Irgendwelche Typen haben im besoffenen Kopf in dem Gemeindehaus randaliert und jetzt lässt die Stadt überhaupt keinen mehr da rein. Was war sonst noch so alles los bei mir auf dem Atari-Sektor (grins)…. Die Magazine. Ach ja, fast in jedem Magazin gibt es Artikel von Carsten. Hallo Carsten, wie machst Du das? Du fliegst ständig von einem Land zum anderen, musst Dich ständig weiterbilden, hast eine Familie und dann fällt so viel für den Atari ab? Bist Du Venusianer?

Ich frag nur, weil ich mal gehört habe, dass der Venus-Tag 240 Stunden lang sein soll. Das wäre für mich so ziemlich die einzige Erklärung. Da kann man auch getrost auf einen Teil der 120 Stunden langen Nacht verzichten und nur 80 Stunden lang ausschlafen, oder? :-))

So, nun steht vom 23.06.06 bis 25.06.06 die Platariada an. Endlich wieder Atari. Aber bis dahin sind es nicht nur noch fast 3 Wochen, sondern auch noch 1000 Kilometer. Und einen Klimaschock gibt es sicher auch noch: von guten deutschen 10 Grad auf 35 Grad in Budweis. Aber da kann man wenigstens schon mal die Checkliste für die Sachen, die man mitnehmen will, aufhängen.

Dann hat man direkt dieses jetzt-gehts-los-Gefühl :-).

So, dass war jetzt leider nicht viel Atari in diesem Artikel. Aber nach der Platariada schreib ich bestimmt einen Artikel dazu. Hoffentlich kommt mir nichts dazwischen, mein Auto ist nämlich auch nicht mehr so ganz jung.

SUCHE
Ach ja, bevor ich es vergesse. Ich suche dringend Fensterdichtungsprofile. Aber nicht das Klebezeugs aus dem Baumarkt. Die richtigen Gummiteile, wie sie von Fensterbauern üblicherweise in den Kunststoffrahmen verwendet werden. Hat da jemand einen Tipp für mich? Wäre echt toll. Bitte per E-Mail an floppydoc@abbuc.de

Erhard Pütz

Wichtig: Software Wettbewerb 2006

Nunja, an den Regeln des Wettbewerbs ändert sich nichts. Allerdings bin ich umgezogen und daher nun unter einer neuen Adresse zu erreichen. Alle Teilnehmer des ABBUC Software Wettbewerbs, die ihr(e) Programm(e) per E-Mail einsenden wollen können dies wie gehabt via software@abbuc.de tun. Jene Leute aber die den Postweg bevorzugen, möchte ich bitten nur noch an meine neue Adresse zu schreiben:

Andreas Magenheimer
Neugasse 12
5
5237 Lonsheim
Deutschland/Germany
Tel.: 06734 – 913271

Der Einsendeschluss ist (unverändert) der 15. August 2006. Und da ich gerade beim schreiben bin und es letztes Jahr ein paar Einwände gegenüber dem Wettbewerb gab, möchte ich noch auf folgende Dinge hinweisen:
1) alle Programme können + dürfen unter anderem in Atari Basic, Turbo Basic oder Compiled Turbo Basic erzeugt werden, jedoch wird keine dieser Programmsprachen später auf dem ABBUC Magazin veröffentlicht (und auch nicht das CTB-Runtime), weil diese Sachen ja sowieso jeder hat und wir uns auf dem ABBUC Mag. gerne den Platz sparen…
2) alle Programme bzw. Dateien dürfen beliebig benannt werden, allerdings erlauben wir uns die Dateinamen (in der Directory) nach unseren Wünschen umzubenennen, das gilt insbesondere für Programme, die Autorun.SYS oder Autorun.BAS oder Autorun.CTB heißen…
3) alle Programme müssen auf einem realen Atari XL/ XE mit 64k RAM oder 128k RAM laufen, es reicht nicht aus, dass sie auf einem Atari 8Bit Emulator laufen !

So, nun aber ran an die Tasten, denn ich hoffe doch sehr, dass mich wieder recht viele Atari Programme erreichen. Von daher wünsche ich euch viel Spaß beim Programmieren und viel Glück !
Euer ABBUC Software Ressort – Andreas Magenheimer.

 


Software-Ideenpool -> Multijoy-Games:

Für diese Ausgabe habe ich mir ein paar Spiele- Ideen für das Multijoy8 ausgedacht. Also jenes Teil, mit dem man bis zu 8 Joysticks an einen XL/ XE anschließen kann, um dann ein schönes Multiplayer-Spiel zu zocken…

Dynablasters/Dynakillers: Gibt es als Game für 2 Spieler (Dynablaster = 2 Joysticks) und für 3 Spieler (Dynakillers-Vollversion = 2 Sticks + Tastatur). Es verliert eigentlich immer zuerst der Tastatur-Spieler, also wäre eine Multijoy-Version für 4 Players durchaus angebracht. Dann hätte nämlich jeder einen Joystick und so die gleiche Chance…

Breakout: Steine abräumen für 2-4 Spieler in einem großen x-Eck (Viereck, Sechseck, Achteck, etc.). Gespielt wird in Teams, wer zuerst alle Steine des gegnerischen Teams abgeräumt hat, der hat gewonnen…

Pong: Das gleiche Spielprinzip wie Breakout, jedoch ohne Steine abräumen. Man spielt wieder in Teams und versucht eine zuvor festgelegte Anzahl von Punkten/Toren zu erreichen. Es sollte für 2-8 Spieler machbar sein und versch. Spielfelder beinhalten (Viereck, Sechseck, Achteck, etc.) bei denen es die eigenen Tore zu verteidigen gilt…

Battle Chess/Archon: Hm, nicht unbedingt ein Multijoy-Spiel, denn gespielt wird nacheinander. Fiel mir aber gerade so ein, denn auch Archon ließe sich mit 2-4 Spielern zocken, wenn man das Brett bzw. die Spielfläche verändert (2 Spieler = Quadrat oder Rechteck, 3 Spieler = Sechseck, 4 Spieler = Achteck). Das Spielprinzip von Archon dürfte ja jeder kennen…


Aliens/Dandy/Gauntlet: Dandy ist ein altes APX-Game und in gewisser Weise der Vorgänger zum bekannten Gauntlet. Durchforste div. Dungeons, sacke alle Schätze ein und mache alle Gegner platt. Dandy war noch mit 4 Leuten auf dem 800er spielbar, Aliens und Gauntlet (oder Dark Chambers) nur noch mit zwei Leuten. Das multijoy8 sollte es ermöglichen einen Gauntlet oder Dandy Clone auch auf den XL/XE Ataris mit 4-8 Leuten zu spielen…

Atari Olympics: Oder einfach nur olympische Spiele. Das Game Atari Olympics kann man nur alleine spielen. Die meisten anderen Spiele (Decathlon, Summer Games, Track & Field, Winter Games, Winter Challenge, etc.) erlauben zwar mehr Mitspieler aber eben nur max. 2 Spieler gleichzeitig. Mittels Multijoy sollten olympische Spiele oder wenigstens einzelne Disziplinen daraus (100m Lauf, 110m Hürden, etc.) auch mit 2-8 Spielern gleichzeitig möglich sein. Da kann man dann live zusehen, wie 8 Joysticks gleichzeitig gerüttelt, geschüttelt und gekillt werden…

Ok, damit wären mir alle Ideen für heute ausgegangen.
Bis demnext.
Andreas Magenheimer.

 


Software-Ideenpool -> Grafik und Sound:

Zwar macht auf dem Atari kaum noch jemand was, so dass derartige Programme wohl nur Spielereien für Freax darstellen, doch immerhin ein paar Leute gibt es noch, die alle möglichen Grafiken und Sounds auf den XL konvertieren wollen…

Degas Konverter: Es gibt für Degas diverse Viewer und Konverter. Leider sind alle etwas eingeschränkt in ihren Möglichkeiten. Alle mir bekannten Konverter können Degas nur nach Gr. 8 umwandeln und auch nur unkomprimierte Degas- Bilder laden. Von Jeff Potter gibt es Degasread oder Degasview – das Teil beherrscht unkomprimierte Degas und komprimierte Degas- Elite Bilder. Außerdem kann es Bilder in Gr. 8, 9 und 15 anzeigen – aber leider nicht saven. Ergo ist es nur ein Viewer. Wie wäre es mit einem universellen Konverter, der all das kann was auch Degasread leistet – aber eben auch konvertierte Bilder in versch. Grafikstufen (8,9,15, eventuell gar HIP, RIP, TIP, RGB) abspeichern kann… Gif-Konverter: Für die Standard-Grafikstufen 8,9 und 15 gibt es schon div. Konverter, sei es Apacview, Jview und viele andere. Was heutzutage noch fehlt wäre ein Gif-Konverter, der GIF in HIP, RIP oder RGB umwandeln und abspeichern kann…

JPEG-Konverter: Der alte Konverter von Raphael Espino kann immerhin JPG in div. Graustufen Formate (8,9,15,HIP) umwandeln. Der neue JPGColor Konverter kann auch einige Interlace- Formate darstellen (8+11, 9+11 und 15+11) aber nicht speichern. Was jetzt noch fehlt wäre ein vollwertiger Konverter der JPG in Farbe zeigt+speichert, wie z.B. Gr. 15, RIP, TIP, RGB,

TIFF-Konverter: Es gibt einen Konverter der TIFBilder mit der Auflösung 160×192 in Gr. 15 wandeln kann. Schön wäre es, wenn man nicht allein auf diese Auflösung und auf dieses Grafikformat festgelegt wäre. Größere Auflösungen (die dann eben verkleinert werden) und weitere Grafikformate (Gr. 8, 9, HIP, RIP, TIP, RGB) wären schon wünschenswert…

Bitmap-Konverter: Es gibt einige BMPKonverter, die Bilder in Gr.8 umwandeln können. Hier wären durchaus weitere Grafikformate (Gr.9, Gr.15, HIP, RIP, TIP, RGB,…) angebracht, in die man die Bilder konvertieren und abspeichern können sollte…

Midi-Player oder Konverter: Es gibt nun schon einige *.MID-Player für den kleinen Atari. Ältere Programme stammen aus Westeuropa und USA, neuere Software aus Osteuropa. Alle haben gemeinsam, daß man spez. Hardware benötigt, um MIDI-Sounds abspielen zu können. Ich würde mir einen Player wünschen, der diese Sounds auch via Pokey-Chip abspielen kann. Ode
r eben ein paar Konverter, die Midi-Songs in CMC, TMC, MPT, AMS, SYN (Softsynth), etc. umwandeln können, damit sie eben mit derartigen Playern abspielbar werden…

Softsynth-Konverter: Softsynth und MOD haben glaube ich gemeinsam, daß diese Sounds durch Frequenz- und/oder Lautstärke- Modulation des (TV/Monitor) Lautsprechers erzeugt werden. Es sollte also möglich sein, Softsynth-Sounds in MOD bzw. MD8 umzuwandeln oder umgekehrt MOD / MD8 in Softsynth zu wandeln, sofern dafür mal jemand einen Konverter (und für Softsynth einen Player) schreibt…

So, das war wieder alles für heute. Bis zum nächsten Mal –
Andreas Magenheimer


Logo Teil 2

LOGO Programmieren mit Dämonen
Eine der ungewöhnlichsten Eigenschaften von LOGO sind die so genannten Dämonen. Dämonen sind kleine Programmteile, welche im Hintergrund eine Bedingung überwachen, und sobald die Bedingung wahr ist, wird der Dämon aktiv und führt vom Programmierer vorgegebene Befehle aus. Insgesamt gibt es 21 verschiedene Bedingungen, auf die ein Dämon reagieren kann: Ein Dämon wird immer einmalig definiert und ist dann global im ganzen Programm aktiv. Aktiviert wird ein Dämon mit dem Befehl „when“: WHEN <nummer der Bedingung> <befehlsliste>

Beispiel: Dieses kleine Programmbeispiel aus dem Atari LOGO Referenz Handbuch erlaubt es dem Anwender, mit dem Joystick auf dem Bildschirm zu malen. Hierzu überwacht ein Dämon Bedingung Nummer 15

Nummer Bedingung
0 Kollision Turtle 0 mit Farbe 0 (Pen 0)
1 Kollision Turtle 0 mit Farbe 1 (Pen 1)
2 Kollision Turtle 0 mit Farbe 2 (Pen 2)
4 Kollision Turtle 1 mit Farbe 0 (Pen 0)
5 Kollision Turtle 1 mit Farbe 1 (Pen 1)
6 Kollision Turtle 1 mit Farbe 2 (Pen 2)
8 Kollision Turtle 2 mit Farbe 0 (Pen 0)
9 Kollision Turtle 2 mit Farbe 1 (Pen 1)
10 Kollision Turtle 2 mit Farbe 2 (Pen 2)
12 Kollision Turtle 3 mit Farbe 0 (Pen 0)
13 Kollision Turtle 3 mit Farbe 1 (Pen 1)
14 Kollision Turtle 3 mit Farbe 2 (Pen 2)
16 Kollision Turtle 3 mit Turtle 0
17 Kollision Turtle 3 mit Turtle 1
18 Kollision Turtle 3 mit Turtle 2
19 Kollision Turtle 0 mit Turtle 1
20 Kollision Turtle 0 mit Turtle 2
21 Kollision Turtle 1 mit Turtle 2
3 Joystick Knopf gedrückt
15 Joystick bewegt
7 Timer, wird jede Sekunde ausgeführt

(Joystick bewegt) und ruft eine Routine auf, welche die Richtung der Joystickbewegung des ersten Joysticks mit dem Befehl „JOY 0“ abfragt und dann die Turtle bewegt:

TO JOYH
IF (JOY 0) < 0 [ STOP ]
SETH 45 * JOY 0
FD 5
JOYH
END
WHEN 15 [ JOYH ]

Der LOGO Befehl „JOY <nummer>“ liefert die Joystickbewegung einem Joystick (0-3). Der Befehl gibt folgende Werte zurück:

….0
..7 | 1
..\ | /
6 – + – 2
../ | \
..5 | 3
….4

Wird der Joytsick nicht bewegt, so liefert der JOY Befehl „-1“ als Resultat. Der Befehl „SETH“ setzt den Winkel des Zeichenstiftes (der Turtle) gesetzt. Der Rückgabewert des Befehls JOY wird einfach mit 45 multipliziert und als Winkel für den Stift gesetzt (Erinnerung: Logo Zeilen werden von rechts nach links ausgewertet). „FD“ (oder „FORWARD“) bewegt den Zeichenstift um 5 Pixel vorwärts. JOYH wird danach rekursiv aufgerufen, und beendet sich sobald der Joystick nicht mehr bewegt wird. Um einen Dämonen auszuschalten, geben wir dem Dämonen für die Bedingungsnummer eine kleine Anweisungen (also eine leere Anweisungsliste),z. B.: WHEN 15 [ ] Ein Dämon ohne Befehlsliste ist automatisch deaktiviert. Mir dem Befehl PODS (Print out DämonS) kann man eine Liste aller aktiven Dämonen anzeigen lassen, der Befehl „POD <nummer>“ (Print our Daemon) gibt die Befehlsliste für die Bedingung <nummer> aus. Ein Haupteinsatz für den WHEN Dämonen sind Kollisionsabfragen. Für den Programmierer kann es umständlich sein, die richtige Bedingungsnummer für eine Kollision zu finden. Der Befehl „OVER“ nimmt als Eingabe die Nummer der Turtle und der Farbe, und gibt als Resultat die Nummer der Be- dingung für diese Kollision zurück. Wenn wir also eine Kollision zwischen Turtle 1 und Farbe 2 überwachen wollen, schreiben wir

TO KOLLISION
PR [EINE KOLLISION]
END
WHEN OVER 1 2 [ KOLLISION ]

Ähnlich kann eine die Bedingung für eine Kollision zwischen zwei Turtles berechnet werden, mit dem Befehl „TOUCHING“:

TO KOLLISION
PR [EINE KOLLISION ZWISCHEN
TURTLES ZWEI UND DREI]
END
WHEN TOUCHING 2 3 [KOLLISION]

Es können mehrere Dämonen gleichzeitig aktiv sein. Wenn jedoch ein Dämon gerade aktiv ist, und die Befehlsliste des Dämons ausgeführt wird, sind die anderen Dämonen deaktiviert. Treten mehrere Bedingungen gleichzeitig auf (Joystick bewegt und Joystick Knopf gedrückt), wird nur der Dämon mit der kleineren Bedingungsnummer aktiv (also im Beispiel Joystick Knopf gedrückt). Noch mehr Beispiele zur Programmieren der Logo Dämonen findet Ihr auf der ABBUC APG Wiki Seite im Internet.

Viel Spaß mit den Logo Dämonen.
Carsten Strotmann

Humor

ABBUC e.V. PD-Neuheiten

Hallo Bit Byter!
Die gewohnte letzte Seite des Magazi
ns mit nicht ganz neuen aber guten Titeln, die auf jeden Fall in die PDBibliothek gehören. Neue Software ist selten geworden. Dafür ist ATARI sei Dank der Trend ungebrochen, ehemals kommerzielle Software freizugeben. Mirage Soft und ANG Soft gehen da mit gutem Beispiel ins Rennen. Da ich dieses Jahr aufgrund beruflicher und familiärer Änderung nicht soviel Zeit dem Hobby widmen kann, bin ich für jeden Hinweis dankbar. Also, findet ihr im Internet oder anderen Quellen Software, die frei gegeben ist und in der Bibliothek noch nicht aufgenommen wurde, schickt mir eine Nachricht, am besten auf PD@ABBUC.DE. Und nun viel Spaß mit den neuen, alten Titeln.
GoodByteXL

0724 Operation Blood Lightgun, Joystick, Maus ED/1S
Ein Klassiker auf XL/XE – Das Ballerspiel schlechthin! Actiongeladen über 6 Level. Ziel: Die Wissenschaftler befreien und sicher zum Flugzeug bringen. Eine detaillierte Anleitung findet ihr auf unserer Webseite in der Software Datenbank. Unbestätigten Gerüchten zufolge ist der Verbrauch an Joysticks etc. nicht gering. Dank an ANG Software für die Freigabe.

0725 Serie Disk-Mag: AMC-Soft 4-1986 BASIC ED/2S
Der Klassiker mit jede Menge Spieletests und Tipps. Hardwaretest der XC 11, Lösung zu „The Dallas Quest“, ein wenig zur Geschichte des Computers, Infos u. a. über Inhalte aus dem ABBUC. Spiel des Magazins ist SNAP von Rainer Kothe, der vielen sicher noch als Hausprogrammierer des AMC bekannt sein dürfte.

0726 Oblitroid Joystick SD/1S
Aufwändiges Action Adventure mit vier Welten nach dem Vorbild Metroid von Nintendo. Du startest in Earthworld und musst zunächst Waffe, Munition und Schlüssel finden, um die Welt zu verlassen. Weiter zur Fireworld, dort gibt es z.B. einen Langstrahler, Bomben, eine stärkere Waffe, Energiebehälter usw. Dann Waterworld und am Ende Deathworld. Später geht es zurück in die erste Welt, um weitere spezielle Gegenstände zu finden. Am Ende in Deathworld wartet Tindalos, das große Endmonster.

0727 Serie Disk-Mag: COMPY-SHOP-MAGAZIN Oktober 1989 ED/2S
Quo Vadis, ATARI?, Was wird aus dem CSM? Der einsame Roboter, Neue Superball Level, Fix für Hypra Soft BASIC, Itsu, ein Spiel kann süchtig machen, Tipps und Cheats zu Ultima IV, BASIC für Anfänger Teil 1, Datenprogramme schreiben – wie geht’s? Dazu Tipps und Ideen für den Lötkolben, Software und eine unterhaltsame SF-Story. Ein gelungenes Magazin. Schade, dass die Autoren den XL/XE verlassen haben …

0728 Print Star XL/XE SD/1S
Eine Anwendung aus der guten alten Zeit, als der 8-Bit-ATARIaner noch mit 9-Nadel-Druckern den professionellen Boliden PC und MAC zumindest im Drucken Konkurrenz machte. Der Print Star (hier Version 1) ist eines der Programme, mit dem man einen 9-Nadeldrucker bis zum Anschlag ausreizen konnte. Jede Form von Graphikdruck sowie einige Extra-Features überzeugen auch heute noch. Leider sind die Quellcodes verloren gegangen, ansonsten könnte man das Programm an moderne Drucker anpassen.

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c/o Walter Lojek – Willem de Zwijgerstraat 20 – NL-6021 HM Budel
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Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Aufbereitung für HTML: Andreas Bertelmann