ABBUC Magazin 082


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Das Atari Bit Byter User Club Magazin erscheint ¼Jährlich. Jeweils
½jährlich erscheint das Atari Bit Byter User Club Sondermagazin. Eingesandte
Artikel müssen frei von Rechten Dritter sein. Mit der Zusendung
gibt der Autor seine Zustimmung zur Veröffentlichung. Veröffentlichungen,
auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung

Inhalt

Seite 3 10 Jahre Schreiersgrün – Ein Rückblick
Seite 6 Die Speedy XF Story
Seite 7 Kleines Wochenendprojekt im Juli oder Wie rettet man alte Schätzchen
Seite 10 Vintage Computer Festival Europa 7.0
Seite 12 ABBUC Mitgliederstatistik
Seite 13 Ergänzungen und Änderungen in der Public Domain-Bibliothek
Seite 14 ATARI XL/XE RAMdisk Info 3.5 Teil 3
Seite 15 ABBUC Software Wettbewerb: Die Teilnehmer
Seite 16 Stimmzettel Software Wettbewerb
Seite 17 Stimmzettel Hardware Wettbewerb
Seite 18 ABBUC Hardware Wettbewerb: Die Teilnehmer
Seite 19 Fortsetzung ATARI XL/XE RAMdisk Info 3.5 Teil 3
Seite 20 Neue Hardware
Seite 25 Der ATARI wird laut!
Seite 27 Neues vom ABBUC Software-Ressort:
Seite 29 C-One – Rekonfigurierbarer Homecomputer
Seite 32 PD-Neuheiten

10 Jahre Schreiersgrün – Ein Rückblick

„Sag ´mal, wie kam die Schreiersgrün-Messe eigentlich zustande?“ – Diese Frage, mit twh´s sympathischen thüringischen Dialekt ausgesprochen, brachten Helmut und Markus dazu, in gemütlicher Runde ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Interesse in den Gesichtern der Zuhörer führte zum nächsten Gedanken: Vielleicht interessiert das auch die ABBUC-Mitglieder. Und wenn das zehnjährige Bestehen eines Treffens kein Grund für eine Rückschau ist – was dann? Daher folgt hier ein kleiner Streifzug durch die letzten zehn Jahre in der Gaststätte Tiepner in dem kleinen Flecken Schreiersgrün im Vogtland. Dabei soll weniger auf die einzelnen Treffen eingegangen werden (dafür kann jeder, den´s interessiert, in den jeweiligen ABBUC-Magazinen blättern), sondern auf die Entstehungsgeschichte, die Zusammenhänge und die Kleinigkeiten am Rande. Here we go:

Die ersten Schritte
Zum Jahresende 1993 hatte die TOP-Crew aus Halle ihr TOP-Magazin abgegeben. Neuer Herausgeber war Kaisersoft, und da in erster Linie Markus Römer. Für den April 1994 hatte die TOP-Crew auch noch eine (letzte) Halle-Messe angesetzt, die durch – nun, nennen wir es einmal so – „Komunikationsprobleme“ nicht an den Erfolg der Vorjahre anknüpfen konnte (ein paar arme Schweine sind am falschen Wochenende quer durch die Republik gefahren, weil die Terminverschiebung etwas zu kurzfristig war). Danach reduzierte die TOP-Crew ihr Atari-Engagement rapide und stellte es nach der KE-Messe in Hanau 1994 dann ganz ein. Somit lag jetzt nicht nur das TOP-Magazin , sondern auch der Vertrieb von (Polen-) Software und (im ganz kleinen Rahmen) von PDs in den Händen von Kaisersoft. Und irgendwann kam die unvermeidliche Frage, gestellt von den Gebrüdern Gritz aus Bernburg: „Hey, wenn du schon das TOP-Mag weitermachst, dann machst du doch bestimmt auch ´ne neue Messe, oder?“

Wahrscheinlich war die Frage eher eine Frotzelei als blutiger Ernst, aber jetzt stand die Idee im Raum: Eine Atari-Messe in Kellenbach! Die wurde aber sehr schnell wieder eingestampft, weil es damals die ABBUC- JHV in Herten gab, die KE-Messe in Hanau, außerdem war zu der Zeit ein neues Treffen bei der ARGS in Stuttgart im Gespräch (das allerdings nie realisiert wurde). Also wozu eine vierte Veranstaltung in West/Südwest? Aber im Osten, da wo damals noch Unmengen an aktiven Usern saßen, da gab´s nix! Also reifte die Idee, eine Nachfolgeveranstaltung für Halle auf die Beine zu stellen. Natürlich kann man so etwas nicht „freihändig“ aus 350 – 500 Kilometern Entfernung organisieren, und so erfolgte ein Hilferuf im TOP-Magazin. Als erstes meldete sich Kerstin Bittner aus Leipzig, die auch gleich Info-Material über mögliche Veranstaltungsorte mitschickte. Aber trotz eines Spontanbesuchs von einigen Rheinland-Pfälzern in Leipzig verlief diese erste Spur nach einiger Zeit (auch aus Kostengründen) im Sande.

Und dann kam der Anruf von Helmut Weidner. Helmut und seine Partnerin Diana Stiller waren fleißige „freie Mitarbeiter“ am TOP-Magazin (von ihnen kamen die Lösungshilfen und Karten für unzählige Polen-Spiele) und erzählten, dass sie die geeignete Örtlichkeit für eine Atari-Messe hätten. Irgendwie ging dann alles ganz schnell, so dass am 23.03.1996 die erste Atari-Messe in Schreiersgrün stattfand. Schreiersgrün etabliert sich Die erste Messe war mit etwa 65 Besuchern ein voller Erfolg. Auch, wenn es an der ein oder anderen Stelle noch etwas hakte (Schlafmangel beim Organisator, weil bei den Urlaubstagen gegeizt wurde ;-)), so stand doch schnell fest, dass es nicht bei der einen Veranstaltung bleiben sollte. Und siehe da: 1997 fand Schreiersgrün II statt, die jetzt dank Highlander Soft den Namen „Spring Fair“ bekam. Auf Drängen eines Händlers wurde sie sogar kurzfristig in den größeren Nachbarsaal verlegt – das hatte schon ´was. Auch diese Messe war ein voller Erfolg, obwohl schon die erste Abnutzungserscheinung zu erkennen war: K
E-Soft kündigte an, im Folgejahr nur dann zu kommen, wenn der Termin auf einen Sonntag verlegt würde, damit er sein Ladengeschäft in Hanau offen halten könnte. Verständlich aus seiner Sicht, aber die Mehrheit der Betroffenen war der Ansicht: Samstag isses! So musste dann 1998 Schreiersgrün ohne KE stattfinden, dafür konnten alle anderen bei Bedarf noch im Vogtland übernachten und Sonntags ganz gemütlich die Heimreise antreten.

Und so wurde Schreiersgrün nach und nach zu einem festen Termin im jährlichen Atari-8-Bit-Kalender. Was bestimmt nicht jeder weiß In diesem Jahr (2005) findet zum zweiten Mal der Software- Wettbewerb des ABBUC statt. Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass der sich aus der Aktion „Best of Show“ entwickelt hat, die einige Jahre von der Regionalgruppe RAF durchgeführt wurde. Was ich selbst nicht wusste und was mir Harry Reminder dieses Jahr im Anschluss an die Messe erzählte: Die Idee dazu entstand Ende der Neunziger in Schreiersgrün. Auf einer der Messen stellte Dieter Gretschel (Old Man Tower) zum ersten Mal eines seiner selbst geschriebenen Programme (Groß-Plus-Minus) vor. Im Laufe der Jahre entwickelten sich Dieters Präsentationen zu einem der Highlights von Schreiersgrün. Und dadurch inspiriert kam der RAF die Idee zu „Best of Show“. Jeder Atarianer, der im Laufe eines Jahres (von JHV zu JHV) ein Programm entwickelt hatte, sollte die Möglichkeit bekommen, es vor Publikum vorzustellen. Und dann sollten die JHV-Besucher daraus das beste/ originellste/nützlichste aussuchen.

Also: Danke, Dieter! Über einige Umwege verdanken wir dir den ABBUC-Software-Wettbewerb (Und das erste Spiel „Made by Kaisersoft“). Auch nicht von der Hand zu weisen: Die Unconventional, die seit 2000 jährlich im September in Lengenfeld stattfindet, wäre ohne Schreiersgrün in dieser Form oder zumindest an diesem Ort nicht zustande gekommen. Denn der Kontakt zwischen dem „Main Organizer“ Mad Butscher und dem „Local Organizer“ kam (wie könnte es anders sein?) Ende der Neunziger im Verlauf einer Schreiersgrün-Messe zustande. Was bringt die Zukunft? Stellen wir uns nicht blöder, als wir eh´ schon sind: Die Atari-Szene in (Ost-) Deutschland ist nicht mehr dieselbe wie vor zehn Jahren. Aus mehreren Gründen ist es an der Zeit, sich neu auszurichten:

* Eine echte „Messe“ ist seit Jahren nicht mehr möglich bzw. sinnvoll, weil es a) (fast) keine kommerziellen Händler mehr gibt und b) nur noch sporadisch Neuheiten erscheinen.
* Weil die Atari-User und Atari-Treffen deutsch- landweit inzwischen dünn gesät sind, werden oft weite Strecken in Kauf genommen. Dadurch geht der Trend in Richtung mehrtägiger Veranstaltungen.
* Die Unconventional, ursprünglich als systemübergreifendes Treffen für Atari- und Acorn-User gedacht, entwickelte sich (leider?) in den letzten Jahren zu einem Atari-8-Bit-Treffen. Und jedes Jahr zwei Treffen dieser Art fast am selben Ort – naja…

Aus diesen Gründen war Schreiersgrün 2005 die letzte Veranstaltung dieser Art – aber nicht das Ende. Im September wird noch einmal die Unconventional stattfinden, und für 2006 basteln wir an einem neuen Treffen, dass die Vorzüge von Schreiersgrün und Unconventional vereint. Und deshalb darf ich schon jetzt ein neues Atari-Treffen ankündigen: Die Fujiama-Party 2006 Die Planungen laufen gerade erst an, aber fest steht bis jetzt:
* Das Vogtland bleibt uns erhalten!
* Alle Atari-Systeme sind eingeladen.
* Die Party läuft über das ganze Wochenende.
* Der Samstag wird so gestaltet, dass Ein-Tages-Besucher glauben, sie wären in Schreiersgrün (naja, so ähnlich…)

Alles weitere wird sich finden. Der Termin ist erst einmal ganz grob auf Ende Juni / Anfang Juli gesetzt, so dass wir sowohl dem vogtländischen Winter (Leck mich am *****, hat das dieses Jahr geschneit!!!) als auch dem Herbst entgehen (Würste braten unter der Plastikplane…). Und sobald es spruchreife Ergebnisse gibt, sind die ABBUC-Mitglieder natürlich die ersten, die es erfahren!

Macht´s gut, stay Atari!
…und macht bitte ´was an eurer Frisur!
Es erinnerten sich :
R.I.K. of Kaisersoft

Leichte Schläge auf den Hinterkopf (die das Denkvermögen erhöhen) verpassten:
:Uncle Harry / RAF
:Mr. V. / VAR

 

Die SPEEDY-XF Story

Irgendwie kam ich mit Steffen-Atari (Steffen Hoffmann) auf die Speedy-XF zu sprechen. Er hat geklagt, dass seine Speedy-XF nicht funktioniert. Von Sleepy (Marc Brings) war bekannt, dass er eine funktionierende XF551 mit Speedy besitzt. Nach einigen Verhandlungen landeten beide Geräte bei mir mit der Absicht, anhand der funktionierenden Speedy-XF von Sleepy die von Steffen zum Leben zu erwecken. Das hat prima funktioniert, nach einigen Eingriffen in die Speedy-XF von Steffen war diese aus ihrem ewigen Schlaf erwacht und funktionierte.

Nebenbei begann ich auch das Layout der beiden Platinen zu zeichnen, kam aber irgendwann wegen der zu dicht beieinander sitzenden ICs nicht mehr weiter. Beide (Marc und Steffen) hatten mich gebeten, nichts von den Platinen abzulöten. Das ROM hatte ich schon ausgelesen, aber bei den beiden GALs war leider der Security-Fuse gesetzt, so dass Sie sich nicht auslesen ließen. Außerdem handelt es sich um einen 16AS25 und einen 20AS25, über die ich keinerlei Unterlagen im Internet finden konnte. Zwischendurch hatten wir mal einen Thread zum Thema im ABBUC-Forum (hat wohl jeder gelesen) in dem wir feststellen konnten, dass René deBie die Rechte an der Speedy-XF besitzt. Ich habe nun einen neuen Weg eingeschlagen und alle Verbindungen mittels Durchgangsprüfung festgestellt und in einen Schaltplan umgewandelt. Anhand der Schaltung und mittels des vom Auslesen der GALs vorhandenen ACW (Architektur Control Word) konnte ich (jaja, das ACW wird auch bei gesetztem Security- Fuse gelesen) schon feststellen, dass die beiden etwas exotischen GALs (16AS25 und 20AS25) identisch mit 16V8 und 20V8 sind. Eigenartig: Obwohl sich im Internet keinerlei Unterlagen über die GALs finden ließen (nicht mal auf der Hersteller-Homepage), kennt mein GALEP-3 diese Typen.

Während ich noch beim Schaltplan erstellen war, hat Steffen vom Floppy-Doc (Erhard Pütz) die Fuse-Maps (PLD) der GALs erhalten und mir zugeschickt. Jetzt war alles klar, ich habe je einen GAL gebrannt und ausprobiert, (fast) alles in Butter. Leider sind diese GALDateien ältere Versionen, die Speedy an sich funktioniert, aber das Boot-ROM wird nicht unterstützt. Mit dem Disassembler habe ich die PLDs der beiden GALs in EQNs umgewandelt und die Ein- und Ausgänge mit der erstellten Schaltung verglichen. Auch hier konnte ich bis auf die fehlende ROM-Unterstützung wiederum Übereinstimmung feststellen.

Der Schaltplan ist fertig, ROM- und GAL-Files sind vorhanden. René hat Augenscheinlich kein Interesse an der Speedy-XF, Steffen hatte mehrmals versucht, eine davon für mich zu bekommen. Jetzt ist meine Idee, dass der ABBUC versucht, die Rechte von René zurückzukaufen. Mit der Speedy- XF, dem Floppy-Controller WD1772 (wenn noch erhältlich) und den wenigen weit
eren Bauteilen der XF551, den Spannungsreglern 2575 oder 2576 (die uns meg-Hz (Wolfram Fischer) beschert hat) und einem Laufwerk ließe sich eine prima neue Floppy bauen. Die Vorteile:

* Man könnte die gesamte Schaltung auf einer Platine unterbringen ….
* und in einem 1050-Gehäuse unterbringen.
* Es könnten Standard 320K-Laufwerke verwendet werden.
* Bibo-DOS 5.4SF im ROM der Floppy.
* Copy2000 2.51Q im ROM der Floppy (erkennt auch Quad-Disks).
* Die Konfigurations-Software (Drive, Slow-Fast) für den Speeder im ROM der Floppy.
* Alle 4 Dichten Single, Enhanced, Double und Quad werden unterstützt.
* Erkennt die Dichte der Disk schon beim einlegen, das muss nicht die Software testen.
* Auch die HSS-Copy der Speedy-1050 funktioniert mit Single-, Enhanced- und Double-Density.
* Durch die neuen Spannungsregler (2575 oder 2576) entsteht kaum Abwärme und…
* die Netzteile für die 1050/XF551 ließen sich weiter benutzen.

Grob gesagt, eine Floppy die alles kann. Der einzige Nachteil: Für die automatische Dichte-Erkennung muss ein Schalter an den Laufwerkshebel (die Schließ-Mechanik) angebaut werden. Das ist aber nur ein kleines Problem. Evtl. könnte man noch ein Bibo- DOS 6.4SF für das ROM programmieren, damit auch das DOS im ROM der Floppy Disketten mit Quad- Density erkennen / formatieren kann. Eine weitere Idee von Steffen: das Teil in einer SF314 (ST-Floppy) für 3.5 Zoll aufbauen. 5 Volt und 12 Volt kommen aus dem Netzteil und das Laufwerk selbst ist auch vorhanden.
Bernhard Pahl

Kleines Wochenendprojekt im Juli
… oder SO rettet man kleine Schätzchen

Der Dauerregen der letzten Tage verhinderte erfolgreich die dringend angesagte Arbeit im Garten. Dieser verwandelt sich bei der feuchten Wärme so langsam eine grüne Hölle, in der sich die Moskitos heimisch fühlen. Was tun am Wochenende?
Fazit: BitByter-Wetter !!!

Was könnte ich denn diesmal erledigen? Hm, mal schauen, was im ATARI-Regal auf dem Dachboden darauf wartet, von mir bearbeitet zu werden. Auswahl gibt es genug: defekte ATARIs, noch nicht eingebaute Speichererweiterungen, Floppies, Drucker sowie ein paar kleinere Bastelprojekte. Mutig entscheide ich mich diesmal für eine Tastatur, die völlig verdreckt und verklebt ist und nicht mehr richtig funktioniert. Es handelt sich um eine XL-Tastatur aus dem Hause Mitsumi (???), die mit den schönen großen Tastenkappen. Offensichtlich wurde mal ein Becher Kakao oder eine ähnlich wirkende Flüssigkeit darüber gegossen. Ein Blick auf die Reste zwischen den Tasten lässt auf derartiges schließen und bringt die Gewissheit, dass es keine Folientastatur ist. Die Tastatur befindet sich noch im Gehäuseoberteil, das selbst auch abenteuerlich aussieht und nach dem Zerlegen zusammen mit dem Unterteil im Geschirrspüler enden wird. Dazu wird die Tastatur herausgenommen und das Oberteil in die drei Plastikteile zerlegt. Schräubchen, Federn und die Klappen vom Cart-Slot werden sorgfältig beiseite gelegt und später einzeln mit Alkohol gereinigt. Die Klappen des Cart-Slots haben ihren Folienüberzug eingebüßt und sind ziemlich verkratzt. Vielleicht lässt sich das mit Feinpolitur verbessern.

Aber zurück zur Tastatur, die von der Unterseite eine Platine zeigt, aber keine eingelöteten Schalter. Weder Folie noch Schalter? Da darf man gespannt sein, welche Variante diesmal anliegt. Die Firma ATARI hatte stetig an der Senkung der Herstellkosten für ihre Computer gearbeitet, was zu einer Vielzahl an Produktvarianten selbst bei XL-Tastaturen geführt hatte. Genaueres zeigt sich, als ich vorsichtig eine Tastenkappe abziehe. Mit leisen Sprong-Geräusch kommt eine feine Metallfeder hoch, die sich geschwind von mir entfernt und in hohem Bogen durch das Zimmer fliegt. Nur keine Panik und den Blick daran festheften, dann findet sich die Feder auch wieder. Nachdem die Feder eingefangen und im bereitgestellten Schachteldeckel deponiert wurde, leuchte ich mit einer Halogenlampe in das Loch, aus dem Feder und Taste entfernt wurden. Neben den Resten der eingetrockneten Flüssigkeit entdecke ich ein kleines Leitgummi, das den Kontakt beim Betätigen des Schalters schließt. Beim betätigen drückt der Schalter auf die Feder, die Feder drückt auf den Leitgummi und dieser schließt Kontakt. Eine Aufwändige Konstruktion, aber auch funktionssicher und langlebig. Ich atme tief durch, überschlage in Gedanken den Zeitbedarf und mache mich ans Werk. 62 Tasten, 62 Tastenfedern, 62 Leitgummis und ein Haufen kleiner Schräubchen, nebst den großen Teilen wie Platinen und Metallrahmenteilen.

Und dann geht es fleißig und geduldig an die Zerlegung der Tastatur in ihre Einzelteile. Zuerst vorsichtig alle Tastenkappen abziehen und aufpassen, dass keine Feder verloren geht. Fehlt die Feder, funktioniert anschließend die Taste nicht mehr und Ersatz dürfte für diese speziellen Federn kaum zu bekommen und auch nur schwer selbst herzustellen sein. Einige Tasten wie die Leertaste oder die Shifttaste besitzen eine zusätzliche „Aufhängung“ aus Stahldraht, die vorsichtig mit Hilfe eines Holzstäbchens ausgehebelt wird. Dabei fallen einige kleine Nylonteile heraus, die an den Verschleißstellen den Kunststoff ersetzen. Unter und zwischen den Tastenkappen fanden sich neben einer Menge Staubknäuelchen auch Reste vom anspitzen eines Bleistifts, Kekskrümel, 2 tote Asseln und überall eingetrocknete Reste von Kakao. Spannend, wirklich spannend! Die Tastenkappen werden in einer warmen Spülmittellösung versenkt und dürfen erstmal baden. Die Federn saßen gut geschützt in den Tasten und sind sauber. Damit ist es jetzt Zeit, die Tastatur in die restlichen Bestandteile zu zerlegen.

Eine Menge schwarze und messingfarbene kleine Schräubchen, Metallrahmen, Kunststoffplatte mit Führung für die Tastenkappen, Platine. Und nun zeigt sich auch das Hauptproblem: der Kakao gelangte zwischen die Platinenkontakte und die Leitgummis. Damit isolierte er nahezu die Kontaktflächen, was zu einem weitgehenden Ausfall der Tastatur geführt hatte. Die Leitgummis müssen also ebenfalls baden! Vorsichtig entnehme ich die Gummis mit Hilfe einer weichen Kunststoffpinzette und lege sie in eine zweite Schale mit warmer Spülmittellösung. Nun wandert die Kunststoffplatte zusammen mit den am Anfang erwähnten Gehäuseteilen in den Geschirrspüler. Einfaches Abwaschen genügt hier nicht mehr. An die Platine traue ich mich ganz kurz mit lauwarmen Wasser und ein paar Tröpfchen Spüli heran, anders ist der Kleberest vom Kakao nicht gut zu beseitigen. Kurz nachspülen und vorsichtig trocken tupfen und schon schaut es wieder prima aus. Während die Leitgummis baden und die Plastikteile eine Runde im Geschirrspüler fahren, hole ich aus dem Werkzeugschrank in der Garage etwas Reini- gungsalkohol (Isopropanol). Damit reinige ich die Kontaktflächen auf der Platine. Ein paar Wattestäbchen leisten dabei gute Dienste.

Als nächstes werden die Tastenkappen kräftig umgerührt, in warmen Klarwasser gespült und anschließend zum trocknen auf eine saugfähige Unterlage gelegt. Während ich die gleiche Prozedur mit den Leitgummis vornehme, meldet sich der Geschirrspüler: die Plastikteile sollten jetzt sauber sein. Und tatsächlich, alles ist sauber und nach etwa einer halben Stunde auch vollständig trocken. Nun geht es an den Zusammenbau der Tastatur, eine fummelige Sache. Doch es hat sich gelohnt! Die Tastatur sieht nicht nur fast wie neu aus, sie funktioniert auch wieder prima.

In diesem Falle ist der aufwändige Aufbau der Tastatur der große Vorteil. Bei einer Folien- oder Schaltertastatur hätte ich wahrscheinlich nur mit mehr Mühe und weniger Erfolg agieren können. Insofern hat sich der Arbeitsaufwand gelohnt. Das ganze Gehäuse sieht wieder prima aus. Als nächstes Wochenendprojekt werde ich mich dem Innenleben widmen und BASIC sowie das OS austauschen und eine diskrete 512MB-RAMDisk einbauen. Davon zu gegebener Zeit mehr.

GoodByte

Software – Freigaben:

Folgende (ehemals kommerzielle) Programme wurden durch intensive Einwirkung des ABBUC Software Ressorts und der ABBUC PD-Bibliothek „frei“ verfügbar gemacht:
2003:
1. Halbjahr: Quick! Die Programmiersprache, erschienen als ABBUC Sondermagazin 32.
2. Halbjahr: AMC-Programme nun Freeware und AMC-Soft Magazine PD! Download aller Programme und Magazine auf der ABBUC Homepage; div. AMCProgramme auch als ABBUC Sondermagazine und Jahresgaben, div. AMCSoft- Magazine in der PD-Bibliothek;

2004:
1. Halbjahr: alle Quick-Magazine (1-15) nun PD; erhältlich in der ABBUC PD-Bibliothek!
2. Halbjahr: alle KE-Soft Programme nun Freeware, alle ZONG Leserdisketten PD! Programme z.T. schon in der PD-Bibliothek und als Sondermagazine erhältlich, demnext alle Sachen auf der ABBUC Homepage zum Download und in der PD-Bibliothek erhältlich;

2005:
1. Halbjahr: (fast) alle Mirage-Software Programme nun Freeware, zum Download erhältlich auf deren Homepage und demnext beim ABBUC…
2. Halbjahr: alle Diskline-Magazine (1-66) nun PD,
erhältlich demnext in der ABBUC PDBibliothek und zum Download auf der ABBUC Homepage…

2006:
Lasst euch mal überraschen…
Anmerkung:
Der Download von Software über die ABBUC Homepage ist nur für Mitglieder möglich! Dazu einmalig registrieren und ABBUC Mitgliedsnummer angeben, schon kurz darauf kann der *kostenlose* Download erfolgen. Auch die PD-Bibliothek ist fast vollständig zum Download verfügbar! Tja, dies sind halt ein paar der Vorteile, die man als ABBUC-Clubmitglied genießt.
Andreas Magenheimer

 

VCFE

ABBUC Mitgliederstatistik

Jahr	Quartal	Mag. Nr.	Anz. Mitgl.	 1985	2	1	20	 1985	3	2	50	x 1985	4	3	90	 1986	1	4	150	x Eintragung als ABBUC e.V. 1986	2	5	250	65XE und 130XE im Verkauf 1986	3	6	277	 1986	4	7	345	 1987	1	8	382	XEGS im Verkauf 1987	2	9	580	 1987	3	10	600	 1987	4	11	580	 1988	1	12	575	 1988	2	13	575	 1988	3	14	570	 1988	4	15	587	XE-Serie eingestellt 1989	1	16	580	 1989	2	17	610	x 1989	3	18	620	Mauerfall 1989	4	19	620	x 1990	1	20	620	 1990	2	21	720	 1990	3	22	760	 1990	4	23	770	 1991	1	24	776	 1991	2	25	800	 1991	3	26	871	 1991	4	27	871	 1992	1	28	876	 1992	2	29	853	Support für 8bit eingestellt 1992	3	30	835	 1992	4	31	815	 1993	1	32	805	 1993	2	33	762	 1993	3	34	730	 1993	4	35	720	 1994	1	36	697	 1994	2	37	698	 1994	3	38	656	 1994	4	39	642	 1995	1	40	599	 1995	2	41	583	 1995	3	42	578	 1995	4	43	570	 1996	1	44	546	Atari Fusion mit JTS 1996	2	45	540	 1996	3	46	543	 1996	4	47	544	 1997	1	48	521	 1997	2	49	509	 1997	3	50	502	 1997	4	51	497	 1998	1	52	488	Atari Spiele von Midway 1998	2	53	484	 1998	3	54	468	 1998	4	55	470	Atari Magazin eingestellt 1999	1	56	453	EWWU 1999	2	57	461	 1999	3	58	459	 1999	4	59	461	 2000	1	60	443	www.atari-computer.de 2000	2	61	438	 2000	3	62	435	 2000	4	63	434	 2001	1	64	429	 2001	2	65	417	www.abbuc.de 2001	3	66	416	 2001	4	67	415	 2002	1	68	416	Einführung des Euro 2002	2	69	399	 2002	3	70	400	 2002	4	71	400	 2003	1	72	396	www.atari-portal.net 2003	2	73	395	Infogrames wird zu Atari 2003	3	74	396	 2003	4	75	400	 2004	1	76	399	 2004	2	77	399	 2004	3	78	398	 2004	4	79	401 2005	1	80	???

 

 

Ergänzungen und Änderungen in der Public Domain-Bibliothek

Hallo Bit Byter!
Einpflegen und bereitstellen von Programmen in der PD-Bibliothek verlagert sich weiter auf den Schwerpunkt Internet. Die meisten PDs werden inzwischen als Download von der Webseite geholt. Doch nach wie vor stehen auch Disketten bereit. Noch gibt es welche. Sollte es klappen, sehen wir uns auf der JHV . Die nachfolgenden Programme wurden aus der PD-Bibliothek herausgenommen:
* 0346 ATARI & PC-DISKETTE
* PC-Disk 5,25″ DD
* 0379 ATARI/PC-DISK #2
* PC-Disk 5,25″ DD
* 0451 XFD-Copy 1.0
* PC-Disk 5,25″ DD
* 0484 XFD-COPY
* PC-Disk 5,25″ DD
* 0485 XL-EMULATOREN
* 2 PC-Disk 3,5″ 720K
* 0529 PIXLATOR/XL-VIEWER
* 2 PC-Disks 3,5″ HD

Bitte streicht diese PDs aus eurer Liste.

Hinweise: Die aktuellen Emulator- Versionen findet ihr im Download- Bereich unserer Webseite oder allgemein im Internet. Programme für die Verwendung eines SIO2PC etc. findet ihr ebenfalls dort. D
ie neu in die PD-Liste aufgenommenen Disks findet ihr wie gewohnt auf der letzten Seite des Magazins.

Echte Neuheiten sind selten geworden, aber dafür werden immer mehr kommerzielle Programme freigegeben. Neben denen vom ehemaligen AMC, die Dank der Initiative von Andreas Magenheimer gerettet und freigegeben wurden, finden sich darunter vor allem Spiele z.B. von KE-Soft und Mirage Soft, aber auch Anwendersoftware wie z.B. Top-DOS oder Turbo- Word80. Der ABBUC wird die Software erfassen und komplett in die PD-Liste übernehmen. Erfahrungsgemäß lassen sich pro Jahr ca. 30 Titel im Magazin unterbringen, damit es nicht zu PD-lastig wird. Solltet ihr Titel suchen von denen ihr gehört habt, dass sie jetzt als PD verfügbar sind, wir sie aber noch nicht im Magazin haben vorstellen können, schickt mir einen Hinweis oder eine Anfrage.

Gruß & GoodByte

ATARI XL/XE RAMdisk Info 3.5 Teil 3

Ramdisk-Support Software:
Im Allgemeinen glaubt man ja, dass es für Ramerweiterungen (egal ob XRAM oder Ramdisk) kaum Programme gibt – und die meisten dieser Programme auch nur (polnische) Demos seien. Nun, zumindest der heutige Teil der Ramdisk Infoserie sollte euch einmal zeigen, dass dem nicht so ist. Denn im Falle der Ramdisk Support Software liegen gerade die Programme aus dem Bereich „Anwendungen“ (sowie Tools/Utilities, also kleine und nützliche Programm-Werkzeuge) ganz klar vorne, während die Demos hier nur den zweiten Platz belegen. Lediglich die Games/Spiele sind sowohl bei Teil 3, als auch bei Teil 4 immer auf dem letzten Platz. Wer also am XL/XE nur spielt, der braucht eine Ramerweiterung vermutlich nicht. Aber es kann ja jeder selber entscheiden, ob er mehr als 64k RAM braucht oder nicht. Schade nur, dass man heute nicht mehr so einfach an eine Ramerweiterung herankommt, denn es werden keine mehr (ein-) gebaut. Man muss also bei Bedarf bei Ebay einen erweiterten Rechner erwerben oder eben mit dem Emulator vorlieb nehmen. Vielfach wird nämlich angenommen, dass jeder Atarianer, der eine Ramerweiterung braucht, auch schon längst eine hat… Egal, hier nun die Liste der Ramdisk Support

Software:
The following Atari 8Bit programs support more than 64k
RAM, but still work alright (with multiple loads / diskswaps) on standard 64k machines:

a) „TOOLS“ that support more than 64k RAM:

A-Base (???, 64k Ramdisk, block E),
Alphasys-Sample Software (Mirage/ANG, 64k XRAM, block E),
A-Text (???, 64k Ramdisk, block E),
Atari Writer 80 (Atari, 64k Ramdisk, block E),
Atari Writer Plus (Atari, 64k Ramdisk, block E),
Basic XE (OSS/ICD/FTE, 64k XRAM, block E)
Bewe-DOS 1.x (Bewesoft, up to 1024k RD, all banks)
Bibo-DOS 5.x (Compyshop, up to 256k RD, E/AE/26 AE/ 8ACE),
Bibo-DOS 6.x (Compyshop, up to 256k RD, E/AE/26 AE/8ACE),
Datei 4.x (N. Schlia, up to 256k XRAM, E/AE/26AE),
Desktop Atari (HBSF, 64k Ramdisk, block E),
Diskworker (Petsoft, 64k Ramdisk, block E),
Diskcommunicator 3.x Robert „Bob“ Puff, if there is more than 64k RAM, answer the startup question with „Y“ to use it as XRAM or with „N“ to use it as Ramdisk; up to 256k XRAM: E/AE/ ACE/8ACE; RD = DOS depend.),
DOS 2.5 (Atari, original driver = 64k RD, block E; other drivers: up to 2x 128k Ramdisks, E/AE/8ACE),
DOS II+D Version 6.x (S. D., up to 2x 128k RDs, E/AE/ACE/8ACE/26AE),
DOS XE 1.x (Atari, 64k Ramdisk, block E), Extended Atari Basic (???, 64k XRAM, block E), Extended Turbo Basic (???, 64k XRAM, block E), Fampy 2.3 (Wolfgang Freitag, up to 128k XRAM, E/AE), Fampy 6.1 (Wolfgang Freitag, up to 128k XRAM, E/AE),
Howfen DOS 3.x (???, up to 128k XRAM, E/AE),
Howfen DOS 4.x (???, up to 128k XRAM, E/AE),
Howfen Tape to Disk (???, up to 128k XRAM, E/AE), Inertia 2.x (MadTeam, up to 256k XRAM, E/ AE/8ACE),
Midi Mate II (Hybrid Arts, 64k XRAM, block E),
Midi Pattern Editor (Raster, 64k XRAM, block E),
Midi Player (I. Kuczek, 64k XRAM, block E),
Midi Recorder (I. Kuczek, 64k XRAM, block E),
Midi Sequencer (M. Sygit, 64k XRAM, block E),
MSC-IDE-Software (M. Belitz + S. Birrmanns, 64k XRAM, block E),
My-DOS 3.x (Wordmark, up to ???k Ramdisk),
My-DOS 4.x (Wordmark, up to 1024k Ramdisk, all banks),
Paperclip II (Batteries Included, 64k XRAM, block E),
Super DOS 2.x (P. Nichols, up to 2x 128k RDs, E/AE/ACE/8ACE),
Super DOS 5.x (P. Nichols, up to 256k RD, E/AE/
ACE/8ACE/26AE),
The [Sparta DOS] Browser
(Tom Hunt, up to 1024k Ramdisk,
RD-driver dep.), The Sound Utility (Tom Hunt, up to 1024k XRAM?, bug-free only under Sparta/Bewe- DOS, has a menu for choosing 64k/128k/256k/576k/1088k RAM; alas, only the 64k RAM setting worked ok on my 576k machine – other settings produced strange sound noises, when playing waves/ samples…),
Theta Music Composer 2.x (Jaskier, 64k XRAM, block E),
Turbo DOS 1.x (Reitershan, up to 256k RD, E/AE/
ACE/8ACE/26AE),
Turbo-DOS 2.x (Reitershan, up to 256k RD, E/AE/
ACE/8ACE/26AE),
Top-DOS 1.x (R.K. Bennett, 64k Ramdisk, block E),
Top DOS Plus (R.K. Bennett, up to ???k Ramdisk),
Top DOS Prof. (R.K. Bennett, up to ???k Ramdisk),
Typesetter (XLent, 64k XRAM, block E),
X-DOS 2.x (S. D., up to 256k RD, E/AE/ A
CE/8ACE/26AE),
X-RAM 0.21 (Satantronic, tests up to 4 MB!, all
banks!) and most Text-Editors (e.g.
Speedscript, Antic Writer, T-Edit,
Page 6 Writer, Compyshop Editor,
Textpro, etc.) as long as they are
running under a DOS 2.x (meaning
a DOS 2 derivative) or Sparta /
Bewe DOS and the appropriate
Ramdisk driver…;


b) „Games“ that support more than 64k RAM:

Adalmar (Falk Buettner, 64k Ramdisk, block E),
A.R. The Dungeon (Philipp Price, 64k XRAM, block E),
Bop N’Wrestle (Mindscape, 64k XRAM, block E),
The Brundles (KE-Soft, up to 256k XRAM, E/
AE/26AE),
Human Torch & the Thing
(Questprobe, 64k XRAM, block E),
Megablast 1 (Thorsten Karwoth, 64k XRAM,
block E),
Mental Age (???, 64k XRAM, block E),
[The Amazing] Spiderman
(Questprobe, 64k XRAM, block E);


c) „Demos“ that support more than 64k RAM:

ABBUC Magazine Intro 52
(Heaven, 64k XRAM, block E),
ABBUC Magazine Intro 55
(Heaven, 64k XRAM, block E),
Anime 4ever
(Sente Software Group, 256k XRAM,
8ACE),
Grafik + Sound Demo
(Peter S
abath, 64k XRAM, block E),
I. K. Plus Demo (???, 64k XRAM, block E),
Sweet Fantasy (Tight, 64k XRAM, block E),
The Top 3 Demo
(WFMH, „Veronika Part“, 64k XRAM,
block E);
Ein Dankeschön für Tipps, Hinweise und Ergänzungen
dieses dritten Teiles geht an: Bernhard Pahl,
Russ Gilbert, Ron Hamilton und Mathy van Nisselroy.
Ach so, wer es nicht mehr weiß, 64k XRAM, Block E
ist identisch mit dem 130XE und kompatiblen Erweiterungen.
Wer zufällig noch weitere Programme kennt,
die eine RD oder XRAM unterstützen, kann mir ja
mailen (amp@abbuc.de). Bis zum nächsten Mal,
euer Andreas Magenheimer

ABBUC Software Wettbewerb 2005

Vote Sheet

Hallo Abbucianer, auf der folgenden Seite findet ihr das Vote-Sheet (schöner deutscher Name, gell?) für den Software-Wettbewerb 2005. Zur Erklärung: Ihr könnt für jedes Programm zwischen 1 und 10 Punkte vergeben (gleiche Punktzahlen können auch mehrfach vergeben werden). Bei der Endauszählung auf der ABBUC JHV im Oktober erhalten die 5 besten Programme dann die ausgeschriebenen Geldpreise. Man hat mehrere Möglichkeiten, sein Vote-Sheet teilnehmen zu lassen: a) man erscheint auf der Unconventional (16.-18. September in Lengenfeld) und bewertet dort die vorgestellten Programme, b) man sendet das Vote-Sheet an Wolfgang Burger oder an den Software-Ressort-Leiter oder c) man erscheint auf der ABBUC JHV in Herten. Wichtig ist, dass alle Vote-Sheets spätestens bis zur ABBUC JHV vorliegen. Zu spät eingesandte Vote-Sheets können nicht berücksichtigt werden. Hier noch die Adressen für Post- Teilnehmer:

ABBUC e.V. ABBUC Software-Ressort
Wolfgang Burger Andreas Magenheimer
Wieschenbeck 45 Ernst-Ludwig-Str. 84
45699 Herten 55232 Alzey
Wir danken im Voraus allen Teilnehmern und Votern des Software- Wettbewerbs 2005 !!
Mit den besten Grüßen vom ABBUC Software-Ressort –
Andreas Magenheimer.

 

VOTE Sheet

Programm-Name: Autor: Genre: Punkte:
01) Cubico Fandal Game
02) Cervi 2 Raster Game
03) Franz. Wörter 2 Dieter Gretzschel Tool
04) Inglenook Rangier Puzzle Florian Dingler Game
05) Laser Blaster Mato Simi Game
06) Fly over Floor Thorsten Helbing Game
07) Waseo Inhalts Kreator Thorsten Helbing Tool
08) Outside Adventure Thorsten Helbing Game
09) Monex Mato Simi Game
10) Stroq C.S. + W.P. Game
11) Xunzip 2.0 Epi Tool
12) Joe`s Adventure Epi Game

ABBUC Hardware Wettbewerb


Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung findet erstmal ig ein Hardwar e – Wettbewerb statt. Hier wird in der Kategorie „Beste Hardware 2005“ unter den umseitig beschriebenen Einsendungen ein Gewinner ermittelt. Ihr wählt mit eurer Stimme die beste Hardware. Benutzt dazu bitte den unten stehenden Stimmzettel. Den ausgefüllten Stimmzettel könnt ihr entweder auf dem Postweg an ABBUC e.V., c/o Wolfgang Burger, Wieschenbeck 45, 45699 Herten zurücksenden (bitte den Einsendeschluss 20.10.2005 beachten!), oder persönlich auf der JHV abgeben. Mit eurem Stimmzettel könnt ihr übrigens auch noch was gewinnen! Jeder ausgefüllte Stimmzettel nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt im Anschluss an die Jahreshauptversammlung.

Bitte 5, 3 und 1 Punkt(e) auf die Teilnehmer verteilen. Die Punkte nur einmal vergeben und in die Kreise vor dem jeweiligen Teilnehmer eintragen. Jeder korrekt ausgefüllte Stimmzettel hat die Chance einen von drei tollen Sachpreise aus dem ABBUC-Fanshop zu gewinnen! Bitte vergesst nicht, euren Namen (am besten in Druckschrift) anzugeben.

Folgende Produkte wurden zur Teilnahme am Wettbewerb „beste Hardware 2005“ angemeldet:

– Turbo Freezer 2005 – Entwickler: Matthias Reichl

Beschreibung: Diese Erweiterung für den Parallel-Bus der Rechner der XL-Serie lässt den Rechner kontrolliert einfrieren und ebenso auch wieder auftauen. Knifflige Spiele und frustrierende Passagen sollten damit locker zu bewältigen sein. Neben einem eingebauten DOS wurde zusätzlich eine Cartridge-Emulation integriert. Emuliert werden Cartridges mit 8KB, 16KB, OSS-Bankswitching- Module und SDX 64KBBankswitching- Module. Die integrierte Highspeed- Routine versteht sich mit allen gängigen Floppy- Speedern (Happy, Turbo1050, Speedy).

– S/XEGS RAM Cartridge 128KB – Entwickler: Radek Sterba, Robert Petruzela

Beschreibung: Das mit einer 3V-Batterie gepufferte S/XEGS-Cartridge erlaubt die Ausführung der ROM-Images von großen XEGS-Modulen (32KB, 64KB,128KB) und den meisten Standard Modulen (8KB, 16KB) auf Rechnern der XL/XE-Reihe. Daneben ist es auch möglich darauf konventionelle Software zu speichern und auszuführen.

– USB Host Cartridge – Entwickler: RAF Frankfurt, Carsten Strotmann

Beschreibung: Dieses von der RAF Frankfurt entwickelte Cartridge eröffnet dem ATARI XL/XE das Tor zur USBWelt! Eine Vielzahl von Treibern ermöglichen den Anschluß von moderner Peripherie an unsere beliebten Rechner.

Ich bedanke mich bei den Teilnehmern für die Bereitstellung der Test-Hardware. Alle Geräte arbeiteten in der Testumgebung (800XL/64KB, 130XE/128KB) einwandfrei. Ihr habt mit der Entwicklung dieser Geräte hervorragende Arbeit geleistet!

An dieser Stelle möchte ich noch ganz besonders auf ein weiteres Highlight der diesjährigen JHV hinweisen. Der W
eltöffentlichkeit wird eine neue Hardware für die 8-Bit-Rechner präsentiert werden, die in dieser Form und Funktion einzigartig ist! . So, das wars von meiner Seite. Ich hoffe man sieht sich zahlreich am 22.10.2005! Kommt zur JHV – es lohnt sich!
Ressortleiter Hardware – Andreas Mischka

Neue Hardware


Durch Zufall bekam ich Kontakt zu einem Atari User der diverse neue und neu aufgelegte Hardware für die Atari XL/XE anbietet. Nach einigen Mails waren wir uns einig. Diese Hardware sollte auch anderen ABBUC Mitgliedern angeboten werden. So bekam ich diese Woche ein Paket mit Hardware zum testen. 

Schon als ich das Paket öffnete, wurde ich sehr positiv überrascht. Die Platinen machen einen professionellen Eindruck. Lediglich etwas Lötstopplack wäre wünschenswert. Dieser ist nach Rücksprache für kommende Versionen geplant. Jede Hardware war einzeln verpackt und mit mehrseitiger Anleitung in der in farbigen Bildern und mit Schablonen der Einbau erläutert wird. Dazu befand sich in dem Paket eine CD mit aktueller Software zum verwenden der Zusatzhardware und eine Diskette mit Testprogramm für das testen der RAM-Erweiterung. Mehr kann man sich nicht wünschen. Die gelieferte Hardware bestand aus einer 256KB Ram Erweiterung, Vier-Funktionstasten in vier verschiedenen Ausführungen, ein 4-fach OS-Umschalter, ein SIO2PC Adapter in zwei verschiedenen Ausführungen, ein 1050-PC Adapter in zwei verschiedenen Ausführungen und ein spezielles Monitorkabel. Also viel Stoff zum testen!


Monitorkabel mit zusätzlichen Anschlüssen
Als erstes nahm ich mir vor was am einfachsten zu testen ist: Das Monitorkabel. Solide in der Verarbeitung und mit ca. 2,5 Meter Länge, war es schnell angeschlossen. Das eine Ende kam in den Atari, das andere Ende in den Scart-Eingang des Monitors. Gerade an der Bildqualität kann man die Qualität des Kabels, bzw. der Abschirmung erkennen. Die Bildqualität ist absolut einwandfrei, ebenso der unverzerrte Sound aus dem Monitor Lautsprecher. Nun hat dieses Kabel aber zwei Besonderheiten: Zum einen die getrennten Chinch-Anschlüsse für Video und Audio und zum anderen das zusätzliche Stereo-Audio Kabel mit 3,5mm Klinkenstecker. Letzteres liefert natürlich kein Stereosignal. Beide Kanäle sind aber mit dem Mono-Ausgang des Atari‘s verbunden. Wer einen Monitor ohne eingebauten Lautsprecher einsetzt, wird den zusätzlichen Audioausgang zu schätzen wissen, da man diesen an die Stereoanlage oder einfach nur externe Lautsprecher anschließen kann. Die Bildqualität des Video-Chinch-Ausgang und die Klangqualität des Audio-Chinch-Ausgang ist einwandfrei. Zum testen des Audioausgangs auf 3,5 mm Klinke hatte ich eine kleine Hürde zu überwinden. Da sich ein Klinkenstecker am Kabelende befindet, mußte ich zuerst ein Adapterkabel für den Anschluß an die externen PC-Boxen kaufen. Wer direkt an die Stereoanlage anschließen will, hat hier mit dem Stecker sicher den richtigen Anschluß. Das Kabel gibt es demnächst im ABBUC Shop in verschiedenen Längen und in unterschiedlicher Qualität. Preise für Mitglieder:
8,90 Euro Standardversion 2,5 m
11,90 Euro Spezialversion 2,5 m, trittfestes Kabel, vergoldete Anschlüsse
Aufpreise für andere Längen: 0,50 Euro je Meter in der Standardversion oder 1,00 Euro je Meter in der Spezialversion

Fazit: Dieses Monitorkabel konnte in allen Punkten überzeugen und bietet ein einwandfreies Preis-/Leistungsverhältnis.


Funktionstasten
Viele kennen sicher die Funktionstasten mit denen sich die Atari XL/XE um die Zusatztasten erweitern lassen die Atari bei den 1200XL Nachfolgern eingespart hatte. Mit diesen Zusatztasten hat man Cursorsteuerung über den ganzen Bildschirm und spezielle Funktionen zur Hand mit denen sich z.B. der Bildschirm abschalten läßt um die Verarbeitung zu beschleunigen und der Cursorklick ein-/ausgeschaltet werden kann, usw.

Die Erweiterungsplatine gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich in der Anordnung der Taster unterscheiden. (Zeile, Quadrat, Raute) Die Funktionen sind die selben. Die beigefügte Anleitung ist sehr ausführlich. Sie geht auf die unterschiedlichen Layouts der Computerplatinen ein und beschreibt die Lötpunkte an denen man das Verbindungskabel anlöten muß. Die Taster sind Mini-taster mit Kontakten wie man sie vom Knackfrosch her kennt. Solange die Platine nicht eingebaut ist darf man sich über die etwas wackelig wirkenden Tastenkappen nicht wundern. Stabilität erhalten die Tasten auch durch die Bohrlöcher, die deshalb nicht wesentlich größer als der Durchmesser einer Taste sein dürfen. Die Bohrungen für die Taster kann man anhand der Schablone vornehmen, die man vorher aus der Anleitung ausschneiden kann. Hier muß man allerdings auf den Millimeter genau bohren, ansonsten können sich die Tasten verkanten. Für die Bohrung habe ich einen 9 mm Bohrer verwendet, der für jeden Taster einen halben Millimeter Spielraum läßt und die dadurch die erforderliche Stabilität erhalten. In der vorliegenden Testausführung fehlten noch die Abstandhülsen und die Schrauben zum befestigen der Platine. Diese sollen in der endgültigen Lieferung aber enthalten sein. Die Kabel sind mit ca. 25cm lang genug. Die Kabelenden sind bereits verzinnt.

Der Vorteil der verwendeten Taster ist schnell erkennbar. Eckige Taster sehen vielleicht besser aus, aber wer kann schon eckige Löcher bohren? Mir persönlich sind jedoch Taster lieber, die sich durch eine Mutter direkt am Gehäuse befestigen lassen. Allerdings wäre dann der günstige Preis nicht mehr möglich. Alternativ zu den schwarzen Standardtastern, ist die Ausführung mit RAFI Printtastern erhältlich. Diese T-förmigen Printtaster haben einen breiten Tastenkopf und einen schmalen Hals, so daß man nur 4mm Löcher bohren muß. Daneben lassen sich die Tasten abziehen, so daß man das Gehäuse auch unter den Tastenkappen reinigen kann. Evtl. wird sich durch Zugabe der Schrauben und Abstandhülsen, sowie durch Einsatz des Lötstopplack noch etwas am Endpreis ändern. Das bleibt abzuwarten. Der Preis für ABBUC Mitglieder: 9,90 Euro in der vorliegenden Version.

Fazit: Eine sehr preisgünstige Lösung zur Ergänzung des Atari XL/XE um die vier fehlenden Zusatztasten. Vielleicht gibt es auch irgendwann mal eine Version mit schraubbaren Tastern? Aber das ist vermutlich auch von der Nachfrage abhängig.

1050-PC Adapter
Auf dieses Interface war ich eigentlich am meisten gespannt. Nachdem ich mir vor Jahren das APE und das APEpro Interface gekauft hatte, existierte immer ein leichtes Zittern, daß dieses APEpro bloß nicht kaputt geht. Schließlich ist das APE/Pro Interface teuer und die Portokosten sind auch gepfeffert! Damit ist jetzt Schluß. Mit (ab) 15 Euro ist dieses System endlich erschwinglich. So wie das SIO-PC Interface, gibt es das 1050-PC in drei verschiedenen Ausführungen. Als Interne Standard-Version mit RTS/DTR Umschalter, als erweiterte Version zusätzlich mit Reset-Taster + ID-Wahlschalter und zum dritten die erweiterte
Version in der externen Ausführung mit Gehäuse.

Auch bei diesem Adapter ist die Dokumentation sehr ausführlich. Sie führt einen Schritt für Schritt durch die Installation. Sofern man sich für eine der internen Versionen entscheidet, ist der Umgang mit dem Lötkolben erforderlich. Nur keine Angst! Bei der Standard-Version sind nur 5 Kabel anzulöten, bei der erweiterten Version sind es 10 Kabel. Allerdings muß man für die interne Version auch das Gehäuse etwas bearbeiten. Aber auch hier gibt es eine Schablone, die die Bohrlöcher vorgibt. Nachdem die Platine eingebaut wurde, kann man sofort starten.

Natürlich nahm ich zuerst mein APEpro zum testen! Vorher mußte der DTR/RTS-Schalter in die DTR Stellung gebracht werden. Alles funktionierte problemlos. Egal ob die 1050 eine Speedy hat oder nicht, es werden die Daten jeweils mit Höchstgeschwindigkeit übertragen. Anschließend nahm ich mir das SIO2PC Programm vor und versuchte damit eine Disk auszulesen (1050 Funktion A -> D) Dafür musste zuvor der DTR/RTS-Schalter in Stellung RTS gebracht werden. Zwischen den verschiedenen Disketten drückte ich gelegentlich den Reset-Knopf. Alles funktionierte problemlos. Abschließend wurde noch der ID-Wahlschalter ausprobiert. Und damit bin ich bei der einzigen Einschränkung. Der (nur) bei der erweiterten Version des 1050-PC Interfaces vorhandene ID-Schalter kann nur die IDs 1, 2 und 3 einstellen. Lt. Hersteller war es eine Kostenfrage, da der verwendete 3-fach Umschalter sehr günstig ist. Für viele User ist die Einschränkung auf 3 IDs vermutlich nicht relevant, da sie nur zwei Diskettenlaufwerke einsetzen. Wer das APEpro als Shareware verwendet, kann sowieso nur ID 1 nutzen. Apropos Software: Auf der beigefügten CD finden sich die aktuellen Versionen der am meisten verwendeten Programme. So auch APE/pro (Shareware) , SIO2PC, Atariman, usw…

Und nun ein paar spezielle Funktionen: Falls man mal vergißt die DTS/RTS/RI Schalter umzuschalten… kein Problem! Es kann nichts passieren. Die Schalter dürfen sogar im angeschlossenen Zustand geschaltet werden. Nur während einer Datenübertragung sollte man dies unbedingt vermeiden. Das SIO-PC und das 1050-PC Interface können in der selben Gerätekette verwendet werden ohne daß man vor der Verwendung das SIO Kabel entfernen müsste. Man darf aber nur eines der beiden zur selben Zeit an den PC anschließen. Die Interfaces deaktivieren sich, sobald die Verbindung zum PC getrennt ist. Wer diese Konfiguration wünscht, braucht nur noch einen seriellen Umschalter. Und schon kann man zu jeder Zeit zwischen den Systemen hin und her wechseln. 

Preis für Mitglieder: Interne Standard Version: 15 Euro, interne erweiterte Version: 20 Euro, externe erweiterte Version: 25 Euro.

Fazit: Mein persönlicher Favorit ist das 1050-PC Interface. Kaufempfehlung !

4-fach OS-Umschalter
Vier verschiedene OS in einem XL oder XE Computer? Mit geringem Aufwand kein Problem! Geeignet ist dieser Umschalter für 600XL, 800XL oder XE, 1200XL und den 130XE. Der Umschalter besteht aus einem 64KB Eprom, an dem ein 4-fach Umschalter über vier Kabel verbunden ist. Man muß nur das vorhandene OS aus dem Sockel heben und durch das Eprom ersetzen. Über die in der Anleitung abgebildete Schablone muß das Gehäuse entsprechend bearbeitet werden. In der vorliegenden Version wurde ein 4-Fach Schiebeschalter verwendet. Daß keine Kippschalter verwendet wurden lag daran, daß der Schiebeschalter die preisgünstigere Lösung ist. Allerdings ist die erforderliche Öffnung im Gehäuse dafür relativ groß. Der vorliegenden Teststellung fehlten noch die Bohrungen für eine Verschraubung am Gehäuse. Die werden aber ab der nächsten ausgelieferten Versionen vorhanden sein. Für das Eprom kann jedes XL/XE OS verwendet werden. Z.B. neben dem originalen OS auch das 400er OS oder spezielle Speeder-OS. Die gewünschten OS müssen vom Käufer als 16K Burn-Files oder als Chips zur Verfügung gestellt werden. (Die findet man übrigens auf vielen Webseiten) Ebenfalls befindet sich im Lieferumfang ein CPU-Sockel, falls man einen Atari mit nicht gesockeltem OS besitzt. In dem Fall muss das vorhandene OS heraus gelötet und durch den Sockel ersetzt werden, in den man dann das Eprom steckt.

Preis für Mitglieder: 9,90 Euro.

Fazit: Eine absolute Low-Cost Lösung mit bis zu vier verschiedenen OS-Varianten für alle die nicht mehr als nötig ausgeben wollen. Für diese Lösung muß kein einziges Kabel angelötet werden. Mein persönlicher Wunsch: Kippschalter. Den Aufpreis würde ich in Kauf nehmen.

256KB RAM Erweiterung
Die 256 KB RAM Erweiterung ist mit Sicherheit die XL/XE-Erweiterung von Frank Heuser, die beim Einbau am meisten Sorgfalt vom Käufer erfordert. Aber dafür wird man am Ende mit einer RAM Erweiterung belohnt die wahlweise Compy-Shop oder AtariMagazin kompatibel ist. Mit im Lieferumfang sind eine dreiseitige Einbau- und Test-Anleitung, sowie eine Diskette mit Test-Software und zwei IC-Sockel enthalten. Wer einen bereits gesockelten Atari besitzt, braucht nur zwei IC‘s entfernen und kann die Erweiterung direkt in die frei gewordenen Sockel stecken. Alle anderen müssen zuvor zwei IC’s gegen die beigefügten Sockel austauschen. Die RAM Erweiterung muss auch an die PIA angeschlossen werden. Somit sollte möglichst auch dieser IC gesockelt sein.

Der Einbau verlief problemlos. Zwei IC’s raus, Erweiterung
aufstecken, die PIA aus dem Sockel hebeln und einen PIN hochbiegen. Das anzuschließende Kabel besitzt bereits einen Kabelschuh, so dass man das anzuschließende Kabel nur auf den Pin stecken muss. Nun die PIA wieder in den Sockel stecken. Anschließend müssen noch 17 weitere Kabel an bezeichneten Lötpunkten angelötet werden. Die Bilder und die Anleitung sind detailliert und leicht verständlich, so dass man nicht groß Lötpunkte zählen muss. Anschließend ist die RAM Erweiterung betriebsbereit. Auf der beigefügten Diskette befindet sich Bibo-Dos zusammen mit dem Xram-Test. Diese muss mit Option gebootet werden. Anschließend startet man den Ram-Test wie in der Anleitung beschrieben. Nach ca. 45 Minuten war die Erweiterung eingebaut und getestet.

Fazit:
Eine absolute Low-Cost Lösung mit bis zu vier verschiedenen OS-Varianten für alle die nicht mehr als nötig ausgeben wollen. Für diese Lösung muss kein einziges Kabel angelötet werden. Mein persönlicher Wunsch: Kippschalter. Den Aufpreis würde ich in Kaufnehmen. mit einem Jumper überbrückt sind. Steckt man den Jumper um, dann wechselt man den Kompatibilitätsmodus von CompyShop auf AtariMagazin (oder umgekehrt). Wenn man will, kann man diese drei Pins mit einem Kabel und einem Umschalter verbinden, so dass die Umschaltung auch von außen erfolgen kann! Natürlich nicht während des Betriebs! Also erst Atari ausschalten, dann umschalten und dann erst den Atari wieder einschalten.

Preis für ABBUC Mitglieder: 40 Euro

Anmerkung:
Zur Zeit ist eine Ram-Erweiterung in der Entwicklung, die auf SRAM basiert und bei einer Pufferung über Batter
ie nicht flüchtig ist. (RAM Inhalt bleibt erhalten) Zweifellos ist das eine schon fast revolutionäre Entwicklung. (Siehe ABBUC Forum) Da von dem neuen RAM aber noch kein Testexemplar existiert, konnte ich hier keinen direkten Vergleich vornehmen. Aufgrund der bisher vorliegenden Informationen zur neuen Erweiterung, habe mich sofort für die RAM Erweiterung von Frank Heuser entschieden! Der Grund: Der neue SRAM verwendet einen GAL-Baustein. GAL Bausteine haben eine garantierte Haltbarkeit von ca. 10 Jahren. Zwar kann man diese GAL Bausteine nachkaufen, aber sie müssen programmiert werden. Und selbst wenn man das Binär-File dazu hat, braucht man immer noch einen GAL-Brenner. Ein GAL/Eprom-Brenner kostet gebraucht ca. 250 Euro. In Anbetracht dessen, dass ich in 10 Jahren meinen Atari noch verwenden will ohne abhängig zu sein, ist mir die RAM Erweiterung von Frank wesentlich lieber. Auf dessen Platine sind alle Bausteine gesockelt und keine Spezialbausteine vorhanden. Also kann ich auch in 10 Jahren noch zu Conrad-Elektronik gehen und mir evtl. defekte IC’s selbst auswechseln. Aber das ist wie gesagt meine ganz persönliche Meinung.

Andreas Bertelmann


Der Atari wird LAUT

Vorwort:
Seit der Entwicklung der 8-Bit-Reihe sind schon ein paar Jahre vergangen, deshalb wird es allmählich Zeit, über ein „Problem“ zu sprechen, das seit der Einführung der Cinch/Scart-Norm entstanden ist. Erläuterung: Da der ATARI über eine DIN-Video/Audio-Buchse verfügt, ist eine Anpassung an die aktuelle Norm notwendig. Der Grund liegt darin, dass die DIN-Norm (Buchse) ca. 650mV liefert, die Cinch/Scart-Buchse beim Pegel von 0dB aber ca. 1V erwartet. Hieraus ergibt sich die Tatsache, dass der ATARI schlicht zu leise ist (auch das XEG-System). Die Lösung: Man könnte zu einem Umsetzer greifen – kein Umbau notwendig – oder aber den Rechner mit wenig Aufwand umrüsten. Das Material: Da wäre erstmal das Werkzeug, das man sowieso hat, und ein einziges Miniatur-Poti mit einem Wert von 5kOhm.


Der Umbau der XL/XE-Reihe:
Hier tragen die Widerstände die gleiche Bezeichnung bei allen Modellen. Es werden die Widerstände R8 und R10 lokalisiert, der R8 ist mit Pin1 des U1 (LM358 OP DIP8) verbunden, der R10 mit dem R8. Hier wird der R8 entfernt und der R10 einseitig hochgezogen (nicht die Masse-Seite !). An der Stelle des R8 kommt jetzt das Poti, das eine Ende in das Loch der R8 (zu Pin1 des U1), der Schleiferanschluss in das Loch des R8 in die Verbindung zu R10 (derzeit frei) und das andere Ende

Fazit:
RAM-Erweiterungen sind in Deutschland zur Zeit nicht erhältlich. Wer also eine 256Kb RAM Erweiterung haben möchte, kommt um diese von Frank Heuser nicht herum. Durch die CS/ AM-Kompatibilität kann ich diese Erweiterung nur empfehlen.

„fliegend“ an den hochgezogenen R10. Abb. Schon umgebauter XE-Rechner Der Umbau des XEG-Systems: Auch wenn der Rechner über eine Cinch-Buchse verfügt, ist der Pegel zu niedrig, also hier haben die Entwickler einfach nicht weiter darüber nachgedacht. Die Widerstände haben hier die Bezeichnung R45 und R44, der OP (LM358) die U11, ansonsten ist der Umbau wie bei den XL/XE Rechnern durchzuführen.

Der Abgleich:
Die Justierung/Einstellung kann entweder per Oszilloskop, oder – wenn nicht zur Hand – folgendermaßen geschehen: Das Poti in die mittlere Position (2k5) bringen. Mit dem Oszilloskop wird per SOUND-Befehl ein Signal von 1kHz generiert und der Pegel auf 1Vss eingestellt (bei PAL-Modellen SO. 0,32,10,15).

Schlusswort:
FERTIG !!!
Der ATARI sollte mit der Zeit gehen, also man sollte den Rechner schon an die heutige Norm anpassen. Viel Spaß beim Umbauen/Modifizieren
wünscht Christoph Büssow @ HardwareDoc
P.S. Dank an Piri

 


Neues vom ABBUC Software Ressort

Das die ABBUC Ressortleiter alles andere als faul sind, ist wohl jedem klar. Wohl aber nicht jeder Abbucianer weiß, was die Typen das Jahr über so treiben – schon deshalb nicht, weil nicht jedes Mitglied auf der ABBUC JHV erscheint und sich dort die Berichte der Ressortleiter anhört. Deshalb hier eine kleine Info, was sich im Software-Ressort bisher so getan hat…

1) Durchführung des ABBUC Software-Wettbewerbs, zugleich mein derzeitiger Schwerpunkt im Software- Ressort. Hierfür war es unter anderem notwendig, die Regeln zu verfassen und diese in versch. Sprachen erscheinen zu lassen (neben den Textversionen existieren auch Fileversionen für den Atari, diese sind im ABBUC-Magazin erschienen, Dankeschön an Mr. Bacardi). Außerdem wurde ein Infotext über den Wettbewerb in verschiedenen Atari-Foren (und Magazinen) im Internet gepostet, so z.B. in polnischen, slowakischen, amerikanischen, deutschen und spanischen/ mexikanischen Foren. Natürlich wurden auch div. E-Mail Anfragen bearbeitet und beantwortet, sowie last not least eingehende Software für den Wettbewerb gesammelt. Was noch folgen wird ist die Vorstellung aller Programme, die Punkte- Vergabe für alle zugelassenen Programme via Vote- Sheet und die Prämierung der besten 5 Programme auf der ABBUC JHV. Danach werden die Programme. auf dem ABBUC Magazin veröffentlicht und bei reger Teilnahme wohl ein neuer Software Wettbewerb 2006 gestartet…

2) Zusammenarbeit mit anderen ABBUC Ressorts, z.B. dem PD-Ressort (Walter Lojek), mit dem Ziel die ABBUC-PD Bibliothek um viele neue/alte Titel und Programme zu erweitern und ehemals kommerzielle Programme als PD oder Freeware releasen zu dürfen. Und auch Zusammenarbeit mit dem Hardware-Ressort (Andreas Mischka) und dem dortigen Hardware- Wettbewerb, sowie dem Internet-Ressort (Andreas Bertelmann) und der ABBUC Homepage. Denn, gegenseitige Unterstützung und Mitwirkung, sowie gelegentliche Aufmunterung oder Zuspruch, erleichtern und motivieren die (oftmals sehr zeitaufwendige) Arbeit…

3) Neu-Gestaltung und Ergänzung der ABBUCThemenseite „Software-Ressort“ auf der ABBUC Homepage. Meinereiner hat sich erlaubt, den bisher sehr allgemein gehaltenen Text der Software-Ressort- Seite etwas auszugestalten und mit Links und Infos zu versehen (Dankeschön an Andreas Bertelmann für den „Einbau“ auf der ABBUC Homepage). Folgende Themen, Infos un
d Links sind zur Zeit vorhanden:
* ABBUC und Atari News (http://www.atariportal. net/modules.php?name=Stories_Archive) Hier erfährt der Atarianer jede Menge Neuigkeiten rund um Atari und den ABBUC und dies sogar monatlich. Mitarbeit und Hinweise / Infos sind gerne erwünscht.
* Software-Freigaben (http://www.atari-portal.net/ files/zentrale/FREESOFT.RTF) Eine kleine und kurze Übersicht der bisherigen Software- Freigaben durch das ABBUC Software-Ressort und die ABBUC PD-Bibliothek (siehe auch den Artikel „Software-Freigaben“ in diesem ABBUC Magazin). Auch hier sind Mitwirkung, Hinweise und Infos gerne erwünscht.
* Listen-Service (http://www.atari-portal.net/ modules.php?name=DocTree&dtIsBlk=y&dtId =214) Hier gibt es diverse Übersichtslisten zu verschiedenen Atari-Themen, sei es eine Atari Modulliste (mit Ebay ca. Preisangaben und Raritätenstatus), die ABBUC-PD-Liste, eine Ramdisk / XRAM Übersicht, mehrere Softwarelisten (welche Software läuft mit Trackball, Touch Tablet, Koala Pad, Lightgun/Lightpen, CX85, Paddles, Mouse, Multijoy, …) und vieles andere mehr. Ergänzungen, Hinweise und Korrekturen sind gerne erwünscht.
* ABBUC Software Wettbewerb (http://www.atariportal. net/modules.php?name=DocTree& dtIsBlk=y&dtId=183) Das Gegenstück zum ABBUC Hardware-Wettbewerb, das alljährlich stattfindet und auf der ABBUC JHV im Oktober mit Geldpreisen prämiert wird.

Neben den Regeln in mehreren Sprachen (deutsch, englisch, polnisch, tschechisch und spanisch), kann man hier auch eine Übersicht der Programme sehen, die bereits angemeldet sind (oder die am Ende des Wettbewerbs gewonnen haben) und natürlich kann man sich hier auch für die Teilnahme am Software-Wettbewerb anmelden.

* ABBUC-Shop (http://www.atari-portal.net/ modules.php?name=DocTree&dtIsBlk=y&dtId=10) Im ABBUC Shop kann man sowohl als ABBUC Mitglied als auch als Nicht-Mitglied direkt vom Club Atari Hardware, Software und Zubehör preiswert erstehen. Mitglieder kaufen hier natürlich günstiger ein.
* ABBUC-Kleinanzeigen (http://www.atari-portal.net/ modules.php?name=DocTree&dtIsBlk=y&dtId=10) Hier kann man Atari Hardware, Software oder Zubehör von anderen Abbucianern kaufen oder selber eine Verkaufs-Anzeige aufgeben…

Weitere Themen werden hier sicher noch folgen, geplant ist unter anderem ein kleiner Downloadbereich, in dem es spezielle Software-Kollektionen (Zusammenstellungen aus mehreren ABBUC-PD`s) geben wird, sowie weitere Infos und Links zu interessanten Software-Themen. Wer weitere Ideen und/oder Anregungen, Ergänzungen, etc. hat, womit sich das ABBUC Software-Ressort (oder die entsprechende Homepage) sonst noch beschäftigen sollte, der kann mir schreiben und zwar einfach eine EMail an:
software@abbuc.de
– mal sehen was sich daraus dann machen lässt.
Natürlich würden sich auch andere ABBUC Ressortleiter über etwas Mitwirkung und Unterstützung freuen !
Viele Grüße vom ABBUC Software-Ressort,
Andreas Magenheimer.


C-ONE

ein re-konfigurierbarer Homecomputer

Was ist denn ein re-konfigurierbarer Homecomputer? Diese Frage ist berechtigt. Und diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Jedenfalls nicht, wenn man den COne als einen Vertreter dieser Art beschreiben möchte (als der vielleicht erste und einzige rekonfigurierbare Homecomputer). Vielen, denen ich in der Vergangenheit vom C-One berichtet habe, sagten schnell „Ach so, ein Emulator“. Nein, falsch, eben kein Emulator. Emulatoren sind Software (d. h. Computerprogramme), die einen Homecomputer nachbilden indem die Programmbefehle der Homecomputer- Software Stück für Stück gelesen und interpretiert und abgearbeitet werden. Das funktioniert, weil heutige PC Systeme so wahnsinnig viel schneller sind als die Homecomputer, die emuliert werden. Bekannte Emulatoren sind der Vice (Commodore C64, VC20, PET, Plus4 …), der Atari800 (Atari 400/800,XL/XE …) oder der Virtual II (Apple II (c,e, gs).

Der C-One ist kein Emulator. Der Unterschied: Der COne bildet Homecomputer in Hardware nach. Wir erinnern uns, Hardware, das ist das, was wehtut, wenn es auf den Fuß fällt. Der C-One kann in Hardware beinahe all 8-Bit Homecomputer der 80er Jahre in Hardware nachbilden. Beispiele sind der Commodore C64, VC20 oder Schneider/Amstrad CPC464. Auch der Atari XL, Apple II oder ZX Specturm sind möglich. Das heißt, der C-One ist ein Gerät, indem sich nach dem Einschalten und der Auswahl des Systems entweder ein C64 oder ein Schneider CPC befindet. In Hardware. Nicht das dort wie bei einem PC ein Pentium Gigahertz Rechner sich abmüht eine 1 MHz 6502 CPU zu emulieren, nein, der C-One läuft dann auf einer 6502 CPU mit ca. 1 MHz, wenn z. B. Der VC20 ausgewählt wurde.

Wie das geht? Der Trick wird möglich durch den Einsatz von FPGAs, oder Field Programmable Gate Arrays. Ein bisschen laienhaft ausgedrückt verhalten sich FPGAs zu Prozessoren wie EPROMS zum ROMBausteinen. ROM-Bausteine kennen wir aus den Atari Modulen. Da ist ein Spiel im Modul, und das können wir benutzen oder wir lassen es. Aber wir können das Spiel im ROM-Modul nicht ändern. Ballblazer-Modul bleibt Ballblazer-Modul. Anders bei EPROMS. EPROMS können gelöscht und mit neuen Inhalten beschrieben werden. Aber ansonsten verhalten sich EPROMS wie ROM-Bausteine. Wir können sogar im Atari die ROMBausteine gegen EPROMS ersetzen. Bei FPGAs und Prozessoren verhält es sich ähnlich.

Wenn wir im Atari eine 6502 CPU haben, dann können wir das nicht einfach ändern. Wir können der CPU nicht einfach beibringen „sei doch mal bitte für die kommende Stunde eine Zilog Z80 CPU, damit ich dieses Schneider CPC Spiel spielen kann“. Das geht einfach nicht. 6502 bleibt 6502. Nicht so bei einem FPGA. Ein FPGA Baustein kann umprogrammiert werden. Er kann mal eine 6502 CPU sein, dann ein anderes Mal eine Z80, und das nächste Mal ein ganz neuer Prozessor, vielleicht ein Forth Prozessor wie MicroCore [2] Wikipedia liefert zum Stichpunkt FPGA: „Field Programmable Gate Array aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie [1] Ein FPGA (Field Programmable Gate Array) ist ein frei programmierbarer Logikschaltkreis. Ein FPGA besteht aus einer Matrix-Struktur aus konfigurierbaren Logikblöcken, ca. neun Metalllayern zur Verbindung der CLBs (Verbindungsebene) und Ein- und Ausgabeblöcken (I/O-Blöcke) zur Impedanz- und Logikanpassung der I/ O-Pins des Gehäuses (die für die Verbindung zur Außenwelt notwendig sind).

Die Logikblöcke werden auch als CLB bezeichnet (configurable logic blocks). Des weiteren existieren SRAM-Blöcke, sogenannte BRAM-Blöcke (BRAM: Block RAM), für die Speicherung von Daten. Manche Anbieter stellen zusätzlich PLLs (Phase Locked Loop), DLLs (Delay Locked Loop), Taktaufbereitungen (DCM: Digital Clock Manager) zur Verfügung. Da die CLBs der FPGAs einen synchronen Takt erhalten müssen, um unkalkulierbare Laufzeitunterschiede zu vermeiden (synchrones Design), sind Taktvert
eilerbäume notwendig. In der Regel werden sowohl Multiplizierer oder allgemeinere Recheneinheiten, als auch komplette Prozessoren in den FPGA integriert. Es gibt sowohl reprogrammierbare flüchtige (SRAM-basierte), nicht flüchtige reprogrammierbare (Flash basierend)) als auch nur einmal programmierbare (OTP, AntiFusetechnik) FPGAs. RAM-basierte FPGAs laden ihre Hardwarekonfiguration nach Anlegen der Betriebsspannung(en) in der Bootphase aus externen Speichern, zum Beispiel FlashROM.“

Auf dem C-One Board befinden sich zwei FPGAs, und diese sind groß genug, um neben der CPU auch die ganzen Spezial-Prozessoren der Homecomputer aufzunehmen (Sound, Grafik, Peripherie-Ansteuerung). Beim Atari 8-Bit wären das der Antic, GTIA, Pokey und die PIA. Auch die gibt es dann im C-One in Hardware, nicht als Software Emulation. Was ist denn nun der C-One genau? Der C-One ist ein Computerboard, der mit Hilfe von zwei FPGA Bausteinen verschiedenste Homecomputer in Hardware nachbilden kann. Entwickelt wurde der C-One von Jeri Ellsworth, einer Computer-Enthusiastin aus Oregon. Das ursprüngliche Ziel des Hardwareprojektes war ein Grafikbeschleuniger für den C-64, der es erlauben sollte, SuperVGA Grafik-Auflösungen am Commodore 64 zu erzeugen. Diese Hardwareerweiterung basierte auf FPGA-Bausteinen. Ehe Jeri sich versah, hatte das Projekt den ursprünglichen Rahmen gesprengt und sie hatte einen kompletten C-64 nachgebildet (der in den USA und Europa als „C- 64-im-Joystick“ erhältlich ist). Dann wurde es ein ultimativ- aufgebohrter C-64, und als Jeri schon mal dabei war, hat sie die Hardware so ausgelegt das nicht nur ein erweiterter C-64, sondern beliebige Homecomputer mit dem C-One erstellt werden können. Das war vor ca. vier Jahren, und heute ist der C-One käuflich zu erwerben [3].

Das C-One Board wurde von Jens Schönfeld in Zusammenarbeit mit Jeri verwirklicht. Das C-One Board ist eine Platine von der Größe eines PC ATX Motherboards (auch wenn es so aussieht, es ist _kein_ PC). Daher kann man den C-One auch in ein beliebiges PC ATX Gehäuse einbauen. Auf dem C-One Board befinden sich die beiden FPGAs, ein Slot für einen externen Prozessor (werkseitig mit einer 65816 CPU-Karte bestückt), PCI-Steckplatz, ATX-Stromanschlüsse, VGAAusgang, PS/2 Tastatur- und Maus-Anschluss, 2 Seriellen RS-232 Schnittstellen, einem Commodore Modulschacht, PC-Diskettenlaufwerk- und IDEFestplattenlaufwerks- Anschluss, CF-Card Eingang und einem Commodore IEC-Ausgang zum Anschluss von original Commodore Druckern und Diskettenlaufwerken. Über einen DIMM Sockel können handelsübliche Speicher- Riegel zur Speicher-Aufrüstung benutzt werden.

Wie wird der C-One benutzt?
Das Board wird in ein ATX Gehäuse eingebaut und mit dem ATX Netzteil verbunden. Zusätzlich benötigt man eine CF-Karte, auf die man die aktuelle Boot- Firmware (ROM-Images, FPGA Cores etc) aufspielt (vom PC oder Mac aus, FAT Dateisystem auf der CFKarte). Die CF-Karte wird eingesteckt, Tastatur und Monitor angeschlossen, „Start“. Nach einigen Sekunden erscheint ein Auswahlmenü mit den unterstützen Computertypen (derzeit):
* Commodore C=64 PAL
* Commodore C=64 NTSC
* Commodore VIC 20
* Schneider CPC464
* Schneider CPC6128
* TurboCPC

Nach weiteren 2-3 Sekunden erscheint dann der bekannte Start-Bildschirm des jeweiligen Homecomputers, oder wenn eine Bootdiskette einliegt, wird das Spiel oder die Anwendung geladen. Programme können von angeschlossenen Diskettenlaufwerken oder von Disketten- Imagedateien auf der CF-Karte geladen werden (alternativ zur CF-Karte kann auch ein Festplattenlaufwerk oder CD-ROM Laufwerk genutzt werden). Später wird mach auch direkt von PC-Floppy oder IDEFestplatte laden können.

Wie man am TurboCPC von Tobias Gubener sieht, ist der C-One nicht auf die Nachbildung originaler Homecomputer beschränkt. Es können auch Neuentwicklungen erstellt und bestehende Funktionen erweitert werden. Beim TurboCPC wurde u. a. der Taktrate der Z80 CPU von 4 MHz auf 16 MHz erhöht, und die meisten CPC Programme bleiben trotzdem lauffähig. Man könnte auch ganz neue Computertypen und Prozessoren „erfinden“ und im C-One austesten. Derzeit gibt es noch kein mir bekanntes Projekt mit dem Ziel, einen Atari Core für den C-One zu erstellen. Möglich ist dies sicherlich. Auch Videospiel-Konsolen wie das Atari 2600 könnten vom C-One nachgebildet werden. Interessierte sollten sich in der C-One Mailingliste [4] melden.

Für mich ist der C-One eine schöne Hardware- Entwicklung. Für meine Software-Projekte muss ich nun nicht jedes Homecomputer-System laufbereit vorhalten, sondern kann mal schnell Programme auf einem C-64 oder Schneider CPC ausprobieren. Und im Gegensatz zu den Emulatoren brauche ich mich nicht mit PC-Betriebssystemen und den Emulator- Programmen zu beschäftigen. Das Homecomputer Feeling lebt schon ein wenig von der „Einschalten und loslegen“ Benutzer Erfahrung. Und die PC Vorgehensweise „Starten — Warten – -Warten — Einloggen — Warten — Warten — Emulator starten — Warten — Warten ….“ zerstört das Homecomputer Flair. Der C-One wird auf der JHV in Herten in diesem Jahr zu sehen sein. Dann könnt Ihr Euch ein Bild von dieser Hardware machen. Wer einen C-One besitzen möchte, kann das Board für 269 Euro bei Jens Schönfeld unter [3] bestellen.

Links:
[1] FPGA bei Wikipedia – http://de.wikipedia.org/wiki/FPGA
[2] M i c roCore CPU – http://www.microcore.org
[3] C-One Homepage – http://www.c64upgra.de/c-one
[4] C-One Maili ngliste – http://groups.yahoo.com/group/CommodoreOne/
Carsten Strotmann

ABBUC e.V. PD-Neuheiten

0712 Serie Disk-Mag: AMC-Soft 1-1986 BASIC SD/2S

Armin Stürmers Diskettenmagazin zum XL/XE in seiner ersten Ausgabe. Das Menü sah damals noch anders aus als in den letzten Ausgaben. Themen dieser Ausgabe: Umfangreiche Infos und Spieletests für VCS und XL/XE. Man merkt noch deutlich, dass der AMC seinen Ursprung in der VCS-Ära hatte. Ein schönes Stück deutscher ATARI-8Bit-Geschichte.

0713 Outland Quest Soft Game Pack 1 BASIC ED/1S

Ally Attack, Hoss Racing, Black Sea Silver Fishing, Three-D Force Tic-Tac- Toe, Starbase Alpha, Starmaze, Standoff. Spiele aus den Bereichen Arcade, Strategie und Simulation. Von Outland Quest z.T. noch auf dem ATARI 400 unter BASIC entwickelt. Daher nicht nur schön anzuschauen sondern auch eine Fundgrube für Hobby-Programmierer. http://www.outlandquestsoftware.com

0714 Serie Disk-Mag: COMPY-SHOP-MAGAZIN September 1989 ED/2S

Dies CSM enthält Schlüsselinformationen zur Markt-entwicklung für 8- &16-Bit-ATARIs von der ATARI-Messe in Düsseldorf. 9 Monate später hat der Compy-Shop das CSM eingestellt. Wer also ein wenig an ATARI- Geschichte interessiert ist, wird fündig. Daneben enthält es die gewohnt gute Mischung an Infos und Software: Disk-Etiketten-Drucker, Hypra-BASIC RAM-Version, Demo von Zador, Programmieren in 6502 Teil 14, ROM-Simulator Teil 2, Druckerinterface im Selbstbau, Parallelbusinterface Teil 1, Frakt

0715 Numen Demo 320 K ED/2S
Überarbeitete Version der bekannten Demo von TARQUART. Eine Emu- Version und die Sourcecodes stehen neben Beschreibung und Screenshots der Effekte zum Download bereit. Diese Demo sollte in keiner Sammlung fehlen. Übrigens, wer wissen möchte, wie man Rubrik’s Cube wieder in Ordnung dreht, dem sei diese Demo auch wärmstens ans Herz gelegt. http://numen.scene.pl/

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Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Aufbereitung für HTML: Andreas Bertelmann