ABBUC Magazin 070


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gibt der Autor seine Zustimmung zur Veröffentlichung. Veröffentlichungen,
auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung

Inhalt

Seite 3 Neulich in der Kaffepause
Seite 5 Platariada
Seite 8 1 MB Speichererweiterung im XL/XE
Seite 9 Tipps & Anmerkungen zum QMEG+OS und Hyper-XF-OS: (Volume 2)
Seite 12 Das virtuelle ATARI-Museum zum Selbermachen
Seite 14 Wie ich zu Atari kam (1)
Seite 14 Wie ich zu Atari kam (2)
Seite 15 Wie ich zu Atari kam (3)
Seite 17 Game Clones Vol. 7
Seite 18 Anzeige-Display für Zusatz-RAM Bank
Seite 21 CC65-Einsteigerkurs, Teil 4
Seite 24 Module im XL/XE
Seite 28 Mehr ABBUC-Support ?!?
Seite 32 Die PD-Ecke

Neulich in der Kaffeepause

„Moin!“ ertönt es in der Tür und man strebt zügig den Kaffeeautomat an. Vom Bistrotisch echot es: „Hey – hallo! Na, bei einer Tasse Kaffee lassen sich doch die Gedanken in Ruhe neu sortieren.“ Verzieht das Gesicht. „Oha, sieht man mir das schon am Gesicht an?! Aber du hast recht, irgendwie fluppt das nicht so, wie es soll – echt stressig“, konstatiert man und stellt sich mit seinem Becher Kaffee mit an den Tisch. „Tja!“ wird weiter philosophiert, „das ist schon so ‘ne Sache. Die Neuorganisation braucht Zeit. An allen Ecken klemmt es und manchmal sitzen wir bis spät abends an der Lösung unserer Aufgaben. Aber der Termin steht und es wird keine Verlängerung geben. Bis zum Neustart muss alles fertig sein.“ Ausdauerndes umrühren ist im Hintergrund wahrzunehmen…

Tiefer Seufzer! „Ja, da kennt der Alte kein Pardon!“ Abwägende Kopfbewegung. „Naja, schließlich gibt‘s auch keine bessere Gesamtlösung und wir haben das bisher immer hinbekommen.“ Zustimmendes Nicken. „Stimmt schon – und interessant ist es allemal. Ach, sag‘ mal, du kennst dich doch gut mit Computern und so aus!?“ Stille – Auha, das riecht nach Arbeit. „Du weißt, ohne die Fachleute aus der IT-Abteilung sollen wir keine Veränderungen vornehmen. Was gibt’s denn?“ Erwartungsvolle Körperhaltung. „Na ja, wir haben Schwierigkeiten, Texte, Tabellen und überhaupt Daten zwischen den Computern auszutauschen.“ Hilfloses Armrudern. „Die neuen Netzwerke stehen noch nicht und wir haben Arbeitsplätze mit Geräten aus den letzten 10 Jahren. Und die Leute kennen nur ihre Programme. Da ist noch viel Aufbauarbeit nötig!“ „Und! Das klingt doch nicht schlecht.“ Verständnisloser Gesichtsausdruck.

„Wir wären manchmal froh über einen alten Daddel-Kasten, mit dem wir zumindest Datenerfassung leisten könnten. Eintippen und meinetwegen nur auf Disketten speichern würde uns manchmal schon reichen. Oft genug stehen meine Leute Schlange an den beiden Kisten, die wir bisher dafür haben.“ Klassischer Konter: „Dafür habt ihr schon die Büro- und Arbeitsräume verfügbar. Man kann halt nicht immer alles sofort haben. Aber sag‘ mal, das mit den Disketten hast du doch nicht ernst gemeint?!“

„Doch! Wieso? Reine Daten sind oft nicht sehr umfangreich. Manchmal kann man auch mit einem Packer nachhelfen. Ist zwar ein wenig umständlich, funktioniert aber.“ Entgeistertes Gesicht des Gegenübers. „OK, leiden müssen wir alle mal. Aber wo konkret liegt euer Problem?“ Sorgfalten und Stressfalte auf der Stirn werden sichtbar. „Am schlimmsten ist der nicht mögliche Austausch von Daten aus den verschiedenen Datenbanksystemen. Wir haben noch Computer ohne Windows, die mit irgendwelchen Einzellösungen aus grauer Vorzeit arbeiten. Wenn das System nicht funktioniert oder die Bediener nicht da sind, läuft in den Bereichen nichts!!!“ Bestätigendes Kopfnicken. „Ja, wenn man verschiedene Systeme, Betriebssystemplattformen, Standardsoftware und Einzellösungen unter einen Hut bringen will, kommt man ohne die ITLeute kaum aus.“

Wütendes Knurren. „Ach, die IT-Spezialisten. Weißt du, die sind alle ziemlich neu im Geschäft und als einer uns kürzlich bei einem Problem im Altlager helfen sollte, ist er beim Anblick des Bildschirms blass geworden. Der Rechner und das Programm sind fast so alt wie er. Stammen aus 1981.“

Neugierde und Wissensdurst machen sich breit. „Ist nicht wahr – was habt ihr da?“ Ratloses Gesicht und hilflose Gesten. „Du frag‘ mich nicht. Keine Ahnung. Die Tastatur ist so schwarz, das nur das Personal dort weiß, was es drücken muss. Die arbeiten mit einer Folienschablone und wissen nichts über Computer und Programme. Ich glaube sogar, dass der Kasten niemals abgeschaltet wird.“

Breites Grinsen. „Kann schon sein. Aber wieso wollt ihr von dort Daten? Gebt doch alles in einen neueren Rechner ein und verwurstet das mit einem Standardprogramm.“ Ärgerlicher Ausdruck im Gesicht. „Den Vorschlag haben mir die IT-Leute dann auch gemacht. Aber meine Mitarbeiter dort sind auf neuere Systeme nicht ausgebildet und haben praktisch den Datenbestand der letzten 14 Jahre dort erfasst. Im Vergleich dazu ist der noch einzugebende Rest relativ gering im Umfang. Und das alles nochmals in einen Kasten eintippen? Das ist dann schon eine Art Strafarbeit.“

Beschwichtigende Gesten. „OK, aber ein Rechner ist doch kein großes Problem. Das werden die ITs schon irgendwann hinbekommen. Was ist mit den anderen?“ Zählt an den Fingern auf. „Ein paar mit Windows 3.1, ein paar mit Windows NT, ein paar mit OS/2 und einige wenige noch mit alten DOSVersionen. Entsprechend alt ist auch die dazugehörige Software. Die Kisten wurden alle mal als Komplettsystem angeschafft und so wie die Gruppen und Abteilungen gewachsen sind, so ist auch die Ausstattung mitgewachsen. Ja, und halt diese uralte Kiste, von der ich vorhin erzählt habe.“ Überlegt, schweigendes Abwägen von Lösungsansätzen. „Hm, also ich würde mich da mit den IT-Leuten zusammensetzen und sie dazu bringen, Stück für Stück Datenaustauschformate für alte Plattformen aufzuarbeiten und auf den jeweils jüngeren Systemen nachzuinstallieren. Ich denke, dass man so mit vielleicht ein oder zwei Umwandlungsschritten die alten Daten ‘rüberziehen könnte. Allerdings nur die Rohdaten, Layouts oder Formatierungen dürften dabei nicht oder nicht immer erhalten bleiben.“

Hoffnung im Gesicht. „Meinst du?! Das wäre schon toll, wenn wir die Daten hätten. Die ITs waren da bisher nicht sehr hilfreich.“ Die Erklärungen unterstützende Gesten. „Kann ich verstehen. Da steckt viel Handarbeit drin. Und sicher müssen die sich auch in die alten Programme soweit einarbeiten, dass sie die Daten ‘rumschieben können. Aber technisch gesehen ist das kein Pr
oblem – nur Arbeit!“ Bittende Miene. „Könntest du mich bei dem Gespräch mit den ITs unterstützen? Du kennst dich da doch aus, wie ich sehe?!“ ATARIanisches Grinsen mit Vollmondeffekt. „Klar, da stimmen wir schnellstens einen Termin ab. Und für alle Fälle bringe ich mal meinen ATARI 400 von 1979 mit. Darauf läuft auch ein uraltes Datenbankprogramm. Und dann zeige ich denen, wie man z.B. mit dem DIF-Format Datenbrücken über 20 Jahre und zu aktuellen Systemen schlägt. Falls nötig, vernetzen wir die Kiste mit einem NT-Rechner. Die werden Augen machen.“

„Man, das finde ich toll, dass es da doch eine machbare Lösung gibt.“ Entsorgen der Kaffebecher, gegenseitiges Händeschütteln und zurück bleibt ein leerer Pausenraum.

Good Byte
Walter Lojek
P.S.: Dies ist keine erfundene Geschichte. Der uralte Kasten war ein Z80-Rechner, der von CP/M auf DOS und mit einer 10 MB Festplatte irgendwann mal aufgemotzt wurde.

Platariada

Platariada, 21-23 Juni 2002
Budweis, Tschechien

Freitag Abend um 18:00 Uhr trafen Rene, Thorsten und Björn beim mir in Bad Schoenborn ein. Die Bahn hatte Rouwen für eine halbe Stunde in Ludwigshafen festgesetzt, so das wir wären wir warteten noch Zeit für einen kleinen Plausch hatten und uns noch mal über die Anfahrt nach Budweis im Internet informieren konnten. Petr Liebl hatte Bilder der näheren Umgebung auf die Platariada-Webseite gestellt, die den Weg zur Veranstaltungsräumen weisen sollten. Leider war mein Drucker nach dem Umzug noch nicht wieder am PC angeschlossen, so das wir versuchten uns die die Bilder zu merken. Dies sollte sich am Samstag morgen rächen, aber dazu später mehr. Nachdem Rouwen angekommen war wurden die umfangreiche Hardwareausrüstung in den Tourbus umgeladen. Bei Temperaturen um die 38 grad und einer Luftfeuchtigkeit an die 100 % war es geradezu Lebensrettend das noch genügend Platz für einen Camping Kühlschrank blieb. Um 20:00 Uhr fuhren wir dann los in Richtung Budweis. Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Probleme. die üblichen Raucher, Pinkel und Snackpausen, dann um 1:00 Uhr über die Österreichische Grenze, gegen 3:00 Uhr (nachts) erreichten wir die tschechische Grenze und mit den erstem Morgenlicht erreichten wir Budweis. Und hier fing das Abenteuer dann an.

Die Bildergalerie auf der Platariada-homepage wies den Weg von den Messehallen in Budweis und vom Einkaufszetrum „kaufland“. Aber keiner von uns wusste, wie wir diese beiden Orientierungspunkte finden konnten. Also sind wir erst auf gut Glück rund um Budweis gefahren und haben dann an einer Tankstelle (mangels englisch oder deutsch mit Händen und Gestiken) nach dem Weg erkundigt. Den „kaufland“ hatten wir dann gefunden, und wir hatten die Information das die Veranstaltungsräume ca. 200-400 m entfernt hiervon sind. Aber keinem kamen die Gebäude und Strassen von den Bildern bekannt vor. Nach 1 Stunde Zielsuche haben wir dann aufgegeben und schließlich Petr angerufen. Nach dem dritten Versuch bekamen wir den Organisator des Treffens an die Strippe (es war immerhin 5 Uhr morgens). Er hat uns dann am „kaufland“ abgeholt, aber der Feldweg (wirklich nur 300 m entfernt) ist uns vorher immer zu abwegig vorgekommen als das wir dort nachgesehen hätten.

Nach der Ankunft und den ersten Gesprächen sind wir todmüde in unsere Schlafsäcke gefallen und wurden dann von der Sonne und den ersten eintreffenden Gästen gegen 9:00 Uhr geweckt. Über den Tag waren um die 25 ATARI User (meist 8bit, aber auch PoFo, ST und Falcon) auf der Veranstaltung. Es wurde gefachsimpelt, neue Programme und Projekte vorgestellt (Ethernet Interface am 8-bit, TurboTape Programme, AFLOS FlashROM System, SIO2IDE) und vieles mehr. Petr hatte auf Vorbestellung T-Shirts erstellt mit der Aufschrift „30 years of ATARI, 1972-2002“. Ein Höhepunkt gab es als auf den 30ig jährigen Geburtstag von ATARI mit Sekt und Torte „angestoßen“ wurde. Es waren auch Fernsehgeräte mit Zimmerantenne auf Fußball eingestellt worden, so das kein Fußballfan die Partien Spanien/Südkorea oder Senegal/Türkei verpassen musste.

Die Räumlichkeiten boten innen viel Platz zum coden und diskutieren, und wem es innen zu heiß wurde (diskussions- oder wärmetechnisch), der hat sich auf die Terrasse vor dem Gebäude in den Schatten gesetzt. Eine wirklich entspannte Atmosphäre. Gegen 19:00 Uhr mussten dann die Gäste aus Prag wieder den Heimweg antreten. Für alle verbliebenen wurden Pizzen bestellt. Die Pizzen (dünn, aber groß und seeehr lecker) brachten uns wieder Energie für die Nacht. Thorsten arbeitete wie besessen an einem neuen Spiel für das 8 Joystick Interface (ein Rennspiel, die ersten Bilder sehen sehr viel versprechend aus). Rene und ich waren zu einem Abstecher zum „kaufland“ and hatten Thorsten einen „heavy energy“ Drink mitgebracht, damit Ihm in dieser Nacht nicht die Energie ausgeht. Gegen 11:00 Uhr wurde vor dem Haus ein Lagerfeuer aus Pizzaschachteln und Kaminholz angezündet, und eine kleine Runde von Convention Besuchern hat es so mit Budweiser Bier und viel Diskussionsstoff bis um 4:00 Uhr morgens ausgehalten.

Um 7:00 Uhr war die Nacht schon wieder zu Ende, da mit den Sonnenstrahlen die Mörderhitze wieder Einzug hielt und es niemand mehr in den Schlafsäcken aushielt. Rouwen machte sich sofort daran, Sprite-Animationen für Thorstens Rennspiel zu erstellen. Gegen 12:00 Uhr startete dann das kulturelle Programm des Ausflugs. gemeinsam fuhren wir in die Innenstadt von Budweis um noch etwas von der Stadt selbst zu sehen. Um 14:00 Uhr haben wir dann die Heimreise über Passau und Regensburg angetreten.

Alle Beteiligten freuen sich nun auf die nächste Convention, die „Unconventional“ in Lengenfeld, wo wir hoffen wieder viele unserer tschechischen Freunde begrüßen zu dürfen.

(weitere Bilder des Ausfluges findet Ihr auf der Webseite „unconventional.atari.org“).
Ciao Carsten

1 MB Speichererweiterung im XL/XE

Noch ein Nachtrag zum Artikel im letzten Magazin: Für eine 1MB-Speichererweiterung gibt es die von der Newell-Erweiterung benutzte Belegung von PORTB:

Bit 7 6 5 4 3 2
 1 0  a) S x x 1 x x B R  b) b b b 0 b b b R

zu a): Ist Bit 4 = 1, so arbeitet der ATARI wie gewohnt: Mit Bit 7 = 0 wird das SELFTEST-ROM in den Bereich von $5000-$57FF eingeblendet. Mit Bit 1 = 0 wird das Basic eingeschaltet und mit Bit 0 = 0 wird das OS-ROM abgeschaltet. Die mit x bezeichneten Bits können ohne Auswirkung beliebig gesetzt sein.

zu b): Ist Bit 4 = 0, so wird mit den sechs b-Bits eine der 64 16KB-RAMBänke der Speicherweiterung in den Bereich von $4000-$7FFF eingeblendet. Das Basic und der SELFTEST sind dabei abgeschaltet. Bit 0 hat die gleiche Funktion wie unter a)

Diese Erweiterung hat zwei Nachteile:
1) Ist die Erweiterung aktiv (Bit 4 = 0), kann nicht gleichzeitig das Basic aktiv sein. Das ist aber nur für Basic-Programme relevant, die per Basic-Poke eine RAM-Bank einschalten wollen. Da aber Basic-Programme sowieso recht schnell in den Bankswitching-Bereich von $4000-$7FFF hereinragen, sind derartige Basic-Pokes auch bei anderen RAM-Erweiterungen recht gefährlich. Schließlich wird heutzutage auch in Turbo-Basic programmiert und damit gibt es null problems. Auch der SELFTEST kann bei aktivierter Erweiterung nicht eingeschaltet werden. Das ist aber kein Problem, den was sollte ein Programm mit dem SELFTEST anfangen ?

2) Es gibt keinen separaten ANTIC-Zugriffs über Bit 5 auf die Erweiterung. Tja, gibt es überhaupt ein Programm, das das erfordert ? Vermutlich sind das nur sehr sehr wenige und wichtige Programme sind da sicherlich nicht dabei. Denn wer schreibt schon ein Programm, das nur mit separatem ANTIC-Zugriff funktioniert und damit mit vielen Speichererweiterungen nicht läuft ? Will man den Zugriff aufs Basic und den separaten ANTIC-Zugriff unbedingt haben, bietet sich folgende Belegeung von PORTB an:

Bit 7 6 5 4 3 2 1 0  a) S x 1 1 x x B R  b) b b A C b b b b

Mit A = 0 wird die Erweiterung für den ANTIC eingeschaltet, mit C = 0 für die CPU. Der Zustand des Basic und des OS-ROM wird in je einem D-Latch oder D-Flip-Flop (D-Register) zwischengespeichert. Die D-Latches wird gesperrt, sobald Bit 5 oder Bit 4 auf 0 geht, womit Bit 1 und 0 frei zur Bankauswahl sind. Bit 7 kann auch in einem D-Latch gespeichert werden, dies muss aber nicht sein. Nachteil dieser Methode ist, dass nun zwar bei aktiviertem Basic die Erweiterung auch aktiv sein kann, aber das Einoder Ausschalten des Basic-ROMs ist bei aktivierter Erweiterung nach wie vor nicht möglich, da ja Bit 1 der Bankauswahl dient. Außerdem ist es nicht möglich, mit einem Poke in PORTB das Basic umzuschalten und gleichzeitig die Speichererweiterung einzuschalten. Das gleiche gilt auch fürs Ein/Ausschalten des OS-ROM, was für Programme, die im Erweiterungsspeicher ablaufen, problematisch sein kann. Diese Programme können dann nicht das OS-ROM abschalten. Schließlich gibt es Speichererweiterungen dieser Art praktisch nicht, während die Newell-Erweiterung recht weit verbreitet ist. Somit gibt es vermutlich auch kein Programm, das eine Erweiterung dieses Typs korrekt erkennt. Daher würde ich sagen, dass die Newell- Belegung von PORTB für 1MB-Erweiterungen besser ist.

Stefan Dorndorf

Tipps und Anmerkungen zum QMEG+OS und Hyper-XF-OS (Volume 2)

Hallo Abbucianer, kommen wir heute kurz und schmerzlos zur Ausgabe 2 der QMEG-OS und Hyper-XF-OS Tips und Anmerkungen. Sie stammen aus einem Brief von Stefan Dorndorf, den er mir am 02.01.1999 geschrieben hat. Los geht es: „Hallo Andreas, es wird Zeit, dass ich mich mal wieder um meine Post kümmere, seit der JHV bin ich praktisch nur noch am Briefe schreiben. E-Mail bringt da auch nicht viel mehr, tippen muss man ja so oder so. Ich habe auch nix gegen deine Post, schließlich bringt mir das ja auch was (Utilities, ABBUCMags, usw.). Beigelegt habe ich auch ein neu gebranntes Hyper-XF-ROM. Das Eprom, das du mir geschickt hast [nach der JHV, weil es defekt war] hat keinen Mucks mehr von sich gegeben, es war völlig zerstört.

1) Hyper-XF und QMEG-OS:
Das Hyper-XF ist nicht besonders fürs QMEG-OS ausgelegt, nur bietet das QMEG-OS halt viele Funktionen (Bootlaufwerk-Einstellung, Diskkopieren mit beliebigen Laufwerksnummern, Formatierkommandos in Ultra- Speed, etc.), die sich mit der Hyper-XF nutzen lasen. Ich benutze zum Diskkopieren ausschließlich das QMEG-OS, das geht einfach und schnell. [Nunja, die Vermutung, dass das Hyper-XF-OS besonders für das QMEG-OS ausgelegt sei drängte sich nach dem ersten Brief halt auf, da hier zunächst die meisten Probleme via QMEG-OS gelöst wurden. Ich wünsche mir halt weiterhin, dass es auch andere Alternativen bzw. Software gibt. Nicht jeder Hyper-XF-OS User hat schließlich ein QMEG-OS und längst nicht jeder plant, die beiden OSs im Bundle zu erwerben, also müssten auch Software Lösungen geschaffen werden.]

2) Diskkopierer:
Habe mir mal die Diskkopierer angeschaut, die du mir geschickt hast. Ich muss sagen, die Kopierer sind ja doch sehr dürftig. Als Source-Drive kann man nur D1: einstellen, als Destination-Drive nur D1: oder D2: [bei Diskcopy von Turbo-DOS geht auch D1: bis D4:, alle anderen Happy, Speedy, Turbo und XF Kopierer nutzen tatsächlich nur zwei Laufwerke]. Ich dachte eigentlich in den Jahren 1987-1994, wo ich gar nix auf dem Atari gemacht habe, wären mal vernünftige Kopierer programmiert worden, scheint aber nicht der Fall zu sein [vielleicht ja mit den neuen Sektorkopierern von Erhard Pütz oder Carsten Strotmann ?!?]. Also muß ich da wohl schnell [???] ran, bin gerade am Entwerfen eines Diskkopierers (Hypercopy 1.0), der keine Wünsche mehr offen lässt. [Bis heute ist dieses Programm leider nicht released worden.]

3) HD und die XF551:
Also, ich glaube immer noch nicht, dass die ARGS eine voll funktionstüchtige HD-XF hat. Wie gesagt, die Leseschleife im Original XF-ROM, als auch im XFDual- Drive-Upgrade (von CSS, Bob Puff) ist zu langsam, es dürften beim Lesen immer ein paar Bytes verloren gehen. Hast du dich davon überzeugt, dass sich mit der ARGS-XF tatsächlich ein PC-File korrekt einlesen lässt (keine verlorenen Bytes, usw.) ? [Nun, ich habe es nach diesem Brief getan und dabei erfahren, dass es sich bei der ARGS-XF um ein 8,333 + 8 Mhz Laufwerk handelt – und nicht wie fälschlicherweise angenommen um ein 8,333 + 16Mhz Laufwerk; Daten wurden vom/zum Atari ST gelesen/geschickt, ähem. Sorry für diesen Irrtum meinerseits !! Wie dem auch sei, ich glaube ich habe eine Möglichkeit gefunden, die Hyper-XF auf HD zu erweitern. Zum Einbau wäre dann eine kleine Platine (4cm x 4,5cm) nötig, mit einem 16Mhz Oszillator und einem Ajax- Chip. Der Ajax wird mittels der 8050 CPU zwischen 8,333 und 16Mhz umgeschaltet (Schalter ist nicht erforderlich) und die Platine in einen Sockel anstelle des Original 1772-Floppy-Controller gesteckt. Zum Einbau in die XF müsste dann natürlich gelötet werden. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man beim Ajax einfach so während des Betriebs den Takt umschalten kann. Außerdem muss zunächst mal Chris toph [Kirzanowski] ran und eine Test-Platine zusammenbasteln, was sich in letzter Zeit allerdings auch zum Problem ausweitet, er ist einfach nicht zu erreichen. [Die Idee klingt aber hervorragend, wie üblich bräuchte ich Pläne, Zeichnungen, etc. dazu…]

Das Umschalten der Betriebsmodi
der Hyper-XF werde ich künftig mit einem Codierschalter vornehmen, wie ich es in meinem letzten Brief schon beschrieben habe. Damit muss man die XF dann nicht mehr booten, um den Betriebsmodus zu ändern, sondern kann einfach den Codierschalter umschalten. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik, da vorher erstmal die Hyper-XF-Utilities und die Software für das Flashrom-Modul anstehen. [Und diese Sachen sind wohl immer noch nicht fertig, wie schade…]

4) Windows 95 und DD-Disks:
Also ich kann unter Windows 95 auch 720kb Disks lesen und schreiben. Sogar formatieren ist möglich, aber natürlich nur, wenn man auch DD-Disks ins Laufwerk steckt (keine HD-Disks). [Ok, dieser Punkt erscheint hier etwas überflüssig, er bezog sich auf meine Frage, ob es denn überhaupt etwas nützt, wenn die Hyper-XF 720k PC/ST Format lesen kann, wenn dort nur noch 1440k benutzt wird. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob die neueren Windows Versionen noch 720k suporten, da ich ja nur DOS auf meinem 486er PC habe…]

5) Fampy:
Auf der beiliegenden Disk findest du FAMPY.COM (ungepacktes Fampy), sowie Fampypak.COM (auf 40 Sektoren gepacktes Fampy). Nach dem Start muss man häufig Reset drücken, danach läuft Fampy aber. Mit MOD / MD8 kenne ich mich nicht aus, auf dem PC kenne ich nur das WAV Format. [Super! Habe das ungepackte Fampy benutzt, dazu eine kleine Kurzanleitung geschrieben und div. MD8-PD-Disks erstellt. Diese sind beim ABBUC unter der PD-Nr. 633-638 in DD erhältlich.]

6) Hyper-XF Utilities
Ebenfalls auf der Disk findest du HPATCH.BAS, ein Atari-Basic-Programm, das XDOS 2.3N [von S.D.], Bibo-DOS 6.4RF [vom Compyshop] und Turbo-DOS 2.1XF [von Reitershan] an die Hyper-XF anpaßt (Highspeed und Density-Abfrage). Zum Anpasen ist das jeweilige DOS zu booten und dann HPATCH zu starten und danach das DOS wieder auf Disk zu schreiben. Für Bewe-DOS ist HSIO.COM gedacht, es ersetzt das XFSIO.COM von Bewe-DOS. Übrigens: MyDOS und Sparta-DOS haben bereits eine Hyper- XF kompatible automatische Density Abfrage eingebaut. [Die erwähnten Tools wurden bereits auf einer ABBUC Magazindiskette released.]

7) Hyper-Speed SIO Treiber auf Page 4:
Geht leider nicht: Das Atari-OS lädt den Bootsektor in Page 4. Da der Hyper-Speed Treiber vor dem Booten einer Disk geladen wird, würde er vom Atari OS beim Booten überschrieben werden, wenn ich den Treiber auf Page 4 ablegen würde. Man könnte den Treiber höchstens nach dem Booten auf Page 4 verschieben (so was geht aber nur nach dem Booten eines DOS). Unter QMEG-OS wird das RAM exakt genauso wie beim Atari OS benutzt (mit Ausnahmed er QMEG-Konfigurationstabelle), dort tritt das Problem also auch auf. Ach ja, noch ein kleiner Vorteil des QMEG-OS: Beim Drücken von Reset blitzt der Bildschirm nicht mehr so unangenehm auf, wie beim Atari OS. Um den Treiber in einen beliebigen Speicherbereich zu laden, reicht der Platz im XF-ROM nicht aus, ich müsste dann einige andere Dinge aus dem Hyper-XF-ROM rauswerfen. Außerdem dürfte doch Page 1 oder Page 6 ganz gut funktionieren. [Tja, außer halt bei div. gepackten Programmen, wie Spielen und Demos, da viele Packerprogramme halt zum packen/entpacken eine oder mehrere der Pages 1, 4, 5 oder 6 benutzen.]

8) Superpacker:
Echt klasse das Tool, habe es sofort auf meine Romdisk kopiert. Damit habe ich auch Fampy auf Disk gespeichert. Es hat allerdings eine kleine Schwäche: Man kann zwar sogar Copy-Routinen in COM-Files einbauen, leider ist es aber nicht möglich, den Bereich $700-1F00 damit zu überschreiben, da dort das DOS liegt und damit das File nicht mehr gestartet werden kann, schade. [Superpacker läuft halt nur unter DOS.]

9) Alternate Reality:
Ich meinte in meinem letzten Brief „The Dungeon“, nicht „The City“. The Dungeon hat nämlich ein konkretes Ziel, während man bei The City nur rumlaufen kann. The City hat kein Ende und wird daher nach einiger Zeit ziemlich langweilig. The City läuft auch mit der XF551 und damit auch mit der Hyper-XF [bei mir lief es nicht]. Mit der Speedy läuft es auch, jedoch nur, wenn man vorher das Original-1050-OS in die Speedy lädt. Es läuft ebenfalls mit jeder Original 1050 (habe das mit zwei 1050 probiert, eine mit ROM, eine mit Eprom). Sollte es bei dir nicht laufen, könnte das auch an einem schlecht eingestellten Schreib- Lesekopf liegen. The City hat auch eine OS-Abfrage, trotzdem läuft es unter QMEG-OS. [Nunja, bei mir lief es auf der XF nicht, keine Ahnung, wie man da die Schreib- Leseköpfe oder Drehzahl einstellt; bei der Speedy hatte ich die Erweiterung nur slow geschaltet, jedoch nicht daran gedacht, daß man hier sogar das Original.-1050-OS einladen muss; naja, mit dem Turbo-Emulator für die Speedy 1050 läuft es nun, da die Turbo und der Emulator ein solches Original 1050 OS nutzen.]

The Dungeon hat „nur“ einen Kopierschutz und eine OS-Abfrage, die beim QMEG-OS aber nicht anspricht [die Floppy-OS Abfrage ist entfallen, die Rechner-OS Abfrage dient nur dazu um ein 48k, 64k oder 128k System zu erkennen bzw. entsprechend zu nutzen]. Der Kopierschutz ist übrigens besonders hinterhältig: Man kann die AR-Dungeon Disk mit einem Sektorkopierer kopieren, die Kopie läßt sich auch booten. Nach dem Start des Spiels erscheinen aber netterweise gleich zwei FBI-Agenten im Dungeon-Eingang und killen einen sofort [sollte bei jedem Spiel so sein; noch besser wäre es, wenn der Joystick unter Strom gestellt werden könnte und Piraten beim Booten einer Kopie sofort „grillen“ würde]. Der Kopierschutz wird gemeinerweise auch beim Speichern eines Spielstandes mit einer Wahrscheinlichkeit von 12,5% abgefragt. Ist es eine Raubkopie, stirbt der Charakter beim Speichern, was sich aber erst bemerkbar macht, wenn man den Spielstand wieder lädt.

Ich habe AR The Dungeon untersucht, den Kopierschutz entfernt und auch eine Ultra-Speed Routine eingebaut. Irgendwann werde ich auch mal die Verschlüsselung entfernen und eine Unterstützung für große Ramdisks [oder Harddisks ?] einbauen. Erst dann habe ich vor, das Spiel mal durchzuspielen (die Musikstücke und Grafiken in The Dungeon sind wirklich sehenswert und auch viel besser als in the City). Ist AR The Dungeon inzwischen PD ? Dann könnte ich meine gepatchte Version mal dem ABBUC zuschicken, ansonsten ist weitergeben natürlich nicht drin (Copyright). [Die Musiken von The Dungeon gibt es in Form einer Sounddemo mit Auswahlmenü, geschrieben u.a. von Peter Sabath, siehe ABBUC PD Bibliothek; Was ich zum Thema AR und PD gehört habe ist folgendes: Der Autor Philip Price hatte seinerzeit einen 10-Jahres- Vertrag mit Datasoft abgeschlossen; Als er anno 1994/95 den Vertrag zufällig beim Aufräumen seiner Garage wieder fand, und dabei feststellte, dass die Rechte nun wieder bei ihm lagen, hat er beide Spiele angeblich als Freeware freigegeben.

Dies tat er deshalb, da er zu diesem Zeitpunkt keinerlei Atari-8-Bit Rechner und auch keinerlei Atari Disks oder Sources besaß. So wurde es im Internet auf div. AR-Homepages und auch in den Atari Newsgroups berichtet; Der Original-Text oder die E-Mail von Philip wurde allerdings auch nach div. Nachfragen nicht mehr aufgefunden; Also ist da doch etwas Vorsicht geboten!! Später hat Philip Price dann mal mit einer PC-Version namens AR Online begonnen, diese wurde aber nie fertig gestellt, weil Philip a) im Urlaubsparadies Hawaii lebt und b) er als Mitarbeiter einer PC-Firma mehr Geld verdient, als er je ausgeben kann und c) dafür aber kaum Zeit hat; So hat er es jedenfalls im Sommer/Herbst 2001 selber gesagt bzw. gemailed…]

So, das genügt erstmal. Ich wünsche dir ein schönes neues Jahr und hoffe natürlich, dass du auch 1999 dem Atari treu bleibst. Gruss Stefan [Wie du siehst bin ich auch weiterhin dem Atari treu geblieben – trifft das auch auf dich zu ? Schon lange nix mehr von dir gehört !]“

Das war dann der zweite Brief von Stefan Dorndorf

Das virtuelle ATARI-Museum – zum Selbermachen

Über Urlaub war ein wenig Zeit zum Surfen im Internet frei. Dabei habe ich auch mal wieder nach neuen Quellen für meinen kleinen ATARI gesucht. Hinlänglich bekannt ist, dass mit der Übernahme von ATARI im Jahr 1984 durch Jack Tramiel, der vorher bei Commodore war, der ATARI so richtig mit viel Power in das Bewusstsein der Kunden geschoben wurde. Wer kennt nicht den Werbespot „Power Without The Price“. Sogar eine deutschsprachiger Fernsehwerbespot wurde damals gesendet. Der ST war der Knaller auf der Hannover Messe im Frühjahr 1985 gewesen. Doch was war vorher?

Natürlich wissen fast alle Bit Byter, dass ATARI 8- Bit-Computer aus den Spielekonsolen entwickelte und diese beginnend Ende 1978 in verschiedenen Generationen auf den Markt brachte. Vom 400 bis zum XE Game System spannte sich die Geräteserie, die ausschließlich auf dem µP 6502 basierte. Immerhin 12 Jahre lang wurden ATARIComputer mit diesem Prozessortyp gebaut. In der schnelllebigen Computerbranche sind das Äonen. Wo lassen sich den nun Infos finden? Gibt man in einer Suchmaschine den Begriff ATARI ein, kommt als Ergebnis eine bis zu 7-stellige Zahl. Bei Google z.B. werden 1.360.000 Quellen im Internet als Circa-Angabe gelistet. Mit weiteren Begriffen wie ST, XL oder 800 kann man dann die Suche verfeinern. Vorteile bieten ausreichende Englischkenntnisse, da die Masse der Quellen in dieser Sprache gelistet ist. Auch alle anderen Sprachen sind vielfach vertreten. Bei meiner Suche beschränke ich die Sprache in der Regel nicht. Denn viele Seiten in anderen Sprachen, z.B. in Portugiesisch oder Polnisch, bieten oft einen englischsprachigen Anteil an. Leider ist das nicht die Regel.

Mit Lycos bekomme ich aus Deutschland etwa 3.500 Webseiten angezeigt, mit Google ca. 4.300 Quellen. Schaut man diese Quellen durch, findet man neben der ABBUC-Homepage viele alte Bekannte aus dem Club wieder. Insgesamt ist das Material einfach fantastisch und einer ständigen Änderung – in der Regel einer Verbesserung – unterlegen. Weltweit finden sich viele Verbündete im Hobby und der Austausch von Informationen ist schnell per E-Mail möglich. Es macht einfach Spaß. Die Zeit der BBS war schon ein gewaltiger Informationsschub gegenüber der guten alten Postschnecke, doch jetzt ist man manchmal einfach überfordert mit der Unmenge an Information. Bemerkenswert ist, dass nicht nur ATARI sondern alle klassischen Computersysteme und Elektronikspiele ihre Fans haben, denen es sichtlich Freude bereitet, über ihr Hobby zu berichten und Bilder, Texte, Programme etc. bereitzustellen. Einige aus meiner Sicht besonders interessante Quellen seien nachfolgend genannt:

http://www.atari-history.com (nur Englisch)
The ATARI Historical Society bietet umfangreiche Hintergrundinformationen zur Firmengeschichte von ATARI und zu sehr vielen allen Produkten mit dem Schwerpunkt Hardware an. Curt Vendel (USA) und Karl Morris (GB) haben hier viel geleistet. Das vermeintlich deutsche Link bietet derzeit auch nur englischsprachige Informationen an.

http://www.computerwoche.de/ im Archiv mit dem Stichwort ATARI suchen Als eine der wenigen Fachzeitungen hat COMPUTERWOCHE auch das eigene Archiv Online zur Verfügung gestellt. Unter dem Stichwort ATARI finden sich hunderte von Beiträgen und Artikeln, die zurück bis in die 70er Jahre gehen. So berichtete COMPUTERWOCHE Nr. 51 vom 15.12.1978 im Newsticker, dass die Atari Inc., eine Tochter der Warner Communications Inc., „Heimcomputer“ auf den Markt bringen will. Der Begriff Heimcomputer war noch so neu, dass er tatsächlich in Gänsefüßchen gefasst wurde. Atari Deutschland nannte seine Produkte in Deutschland aber „Privat-Computer“, ein Begriff der halt auch als PC abgekürzt werden konnte. Durchsetzen konnte sich das aber nicht.
In COMPUTERWOCHE Nr. 03 vom 15.01.1982
wird in einer Kurzmeldung berichtet, dass die
Atari Inc., Sunnyvale in den USA den empfohlenen
Verkaufspreis für den Atari 800 um 181 auf
899 Dollar gesenkt hat.

http://www.chip.de/
Die bekannte deutsche Computerzeitschrift CHIP ist selbst einer der Klassiker im Mediengeschäft. Die CHIP Sonderhefte mit Programmen zum Abtippen sind auch heute noch heiß begehrt. Unter dem Stichwort ATARI findet man viele aktuelle Links. Vor allem Emulatorenfans kommen hier auf ihre Kosten.

http://www.atari-museum.de/
Bernds ATARI-Museum bietet wohl den besten deutschsprachigen Überblick über die Hardwareprodukte von ATARI. Ein leidenschaftlicher Sammler mit Herz zeigt, was es alles gibt.

http://www.atari-home.de/
Die Seite bietet einen relativ guten Überblick über ST , TT und PC. Für 8-Bit-Freaks bietet sie fast nichts. Dafür ist sie das typische Beispiel für eine nicht eindeutige Homepagebezeichnung. Es gibt nämlich sehr viele ATARI-Seiten im Internet, die nicht differenzieren, aber sich hauptsächlich oder nur mit dem ST beschäftigen. Daran lässt sich sehr gut ermessen, wie durchschlagend der Erfolg von Jack Tramiel und seinem STComputer war. Für 5 Jahre war Power Without The Price der Hammer im semi-professionellen Bereich. So ist es gut zu verstehen, wenn Einsteiger in das Computerzeitalter von damals alles, was vorher war, in den Bereich der Spielekonsole verweisen. Erst vor ein paar Tagen bekam ich eine E-Mail, in der eine Firma anfragte, ob und wie man ein Programm vom ATARI ST auf Windows umsetzen könnte. Man hatte bis vor kurzem erfolgreich damit gearbeitet und erst mit dem Sterben des firmeneigenen ST sucht man jetzt eine aktuelle Lösung. Da erübrigt sich jeder Kommentar!

So könnte man die Liste sicher endlos verlängern und zu vielen Seiten etwas bringen. Das soll aber den nächsten Magazinen vorbehalten sein. Nur noch ein paar Hinweise auf interessante 8-Bit-Links: An erster Stelle natürlich unsere Homepage www.abbuc.de. Alles um und aus dem Club mit Bestellservice für Hardware, Software, Fanware, Schaltplänen und Public Domain Software. Für Besitzer einer Linkverbindung (z.B. SIO2PC) zu anderen Systemen empfiehlt sich Janko Grewes Homepage

http://www.8bit-computer.de/.
Dort kann man die meisten ABBUC Public Domain Disks als gepackte ATR-Files herunterladen. Für Atarianer mit Englischkenntnissen bieten sich drei tolle Projekte an: Die Online-Seiten von ANTIC und ANALOG sowie das Archiv der Universität von Michigan (UMICH). Doch darüber mehr im nächsten Magazin.

Gruß & Good Byte
Walter Lojek

Wie ich zu Atari kam (1)

So um 1985, kurz nachdem ich nach Braunschweig gezogen war, wurde es langsam eng in meiner Wohnung. Die mittlerweile etwa 6000 Schallplatten konnte man einfach nicht mehr übersehen.. Nicht dass ich damals alles gesammelt hätte, es war einfach mein Hobby. In den Jahren zuvor hatte sich neben dem Keyboard, die Musik insgesamt als Hobby gefestigt. Jedenfalls hatte ich außer dem Platzproblem auch immer mehr Mühe bestimmte Titel wieder zu finden. Gerade die Sampler waren das größte Problem. Die Karteikästen platzten alle aus den Nähten. Es musste also etwas her, mit dem sich die Plattensammlung leichter katalogisieren ließ.

Im Secondhand Laden wurde ich fündig. Ein gebrauchter Atari 600XL fiel mir auf. Was macht man wenn man keine Ahnung von Computern hat? Man kauft nach dem äußeren und lässt si
ch ggf. noch etwas beraten. 🙂 Der Inhaber konnte mir damals allerdings so gut wie nichts über das Gerät erzählen. Egal, schnell entschlossen kaufte ich mir den Atari (denn der andere Brotkasten gefiel mir nicht), ein Kassettenlaufwerk und 2 Bücher. In den Nächten darauf, studierte ich die Bücher, fing an zu programmieren und ….. kam schnell an die Grenzen des Speichers. Einen Monat später besorgte ich mir den 800 XL, dann ein Diskettenlaufwerk, später ein zweites, Software, Module, Drucker, usw.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich ein komplettes System mit allem was man braucht. Ich stieg so tief in die Materie ein, dass meine Plattensammlung immer mehr in den Hintergrund rutschte. Bis zu dem Tag, als dann endlich meine eigene Datenbank lief. Alles lief so wie ich es wollte und alle Platten wurden erfasst. Aber wenn man einmal einen Atari in den Fingern hatte… Mein Interesse an den Platten verschwand mit der Zeit und das Interesse am Atari stieg immer weiter. Als dann ca. 2 Jahre später die Entscheidung für eine berufliche Ausbildung anstand, entschied ich mich für den DV-Kaufmann. Da man während der Ausbildung kaum Geld hat, musste ich so um 1988 den Atari und alles Zubehör leider wieder verkaufen um mir meinen ersten PC leisten zu können. (Das war übrigens der Atari PC3 als Auslaufmodell)

Inzwischen sind 14 Jahre vergangen. Als Softwareentwickler und DB-Admin habe ich meinen Traumjob Wirklichkeit werden lassen. Ohne meinen damaligen Computereinstieg über Atari, wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen.

Ende 2001 kam mir der Gedanke „Back to the Roots“ mit einigen Käufen bei eBay besorgte ich mir das gesamte Equipment, das ich damals schweren Herzens aufgeben musste. Im April 2002 trat ich dem ABBUC als Mitglied bei. Jetzt, einige Monate später, sind die Gedanken und Ideen gereift. Sofern die letzten technischen Hürden gemeistert sind, wird im September das Atari-Portal online gehen. Als Hommage an die Atari 8-bit Generation, die mir damals Tür und Tor öffnete. Aber natürlich auch um die Bekanntheit des ABBUC zu fördern und somit den 8bit Atari vor dem Vergessen zu bewahren.

Andreas Bertelmann

Wie ich zu Atari kam (2)

Es begann mit einem Atari
Mein Name ist Stefan Johnigk, ich lebe in Elmshorn (30 km nördlich von Hamburg) und mittlerweile gehe ich stramm auf die 30 zu. Nach dem bereits viele vor mir Ihre Geschichte erzählt haben, will auch ich heute Euch damit nerven ;-). Meinen ersten Kontakt mit einem Computer hatte ich bei meinem besten Freund 1986. Es handelte sich um einen 800 XL (nicht der Freund – der Computer !) Diesen hatte sich der besagte Freund zu Weihnachten schenken lassen. Los ging es mit den ersten Spielen auf Datasette von der Firma Quellesoft ! Starkstrom Seestern, Pinguin, Gefahrenzone und wie sie alle hießen. Nächtelang wurde durchgezockt. Dann kam ein Spiel, welches wie die Summer/Wintergames Spiele gemacht ist – leider fällt mir dazu der Name nicht mehr ein – Ihr wisst : mein Alter (siehe oben…) Auf jeden Fall gewann der blöde Computer ständig. Also baute mein Freund (ein Elektronikgenie) einen Eisenbahntrafo so um, dass dieser den Joystick entsprechend hin und her bewegte, um die Figuren im Spiel zu bewegen. Der Trafo war um einiges schneller als der Computer (voll aufgedreht !) und endlich gewannen wir einmal. Doch sowohl Joystick als auch Trafo waren wohl nicht dafür gebaut und beim 5000m Lauf qualmte erst der Trafo und dann war auch der Joystick Vergangenheit. Doch das hielt uns nicht auf. So wurde der Atari immer mehr zu unserer Freizeitbeschäftigung. Später kamen die ersten Anwendungen dazu. StarTexter und SAM. Mein Freund kaufte sich nach und nach eine 1050 und einen Drucker 1029. Ich kaufte mein erstes Computerspiel – lange bevor ich selber einen Computer hatte – . Es war Tomahawk, sündhaft teuer und ein klasse Spiel.
(Hubschraubersimulator mit Vektorgrafik).

Das wurde dann auch nächtelang gezockt. Mein Freund programmierte in Basic und ich verstand nur Bahnhof. Mehrere Wochen tippten wir ein superlanges Listing aus der Happy Computer ab um dann am Ende festzustellen, das es nicht lief. Den Fehler haben wir nie gefunden. Irgendwann wollte ich auch einen eigenen Computer haben. Zu meinem Geburtstag 1989 !!! kaufte ich mir dann auch einen 800 XL. Da ging es mit Atari schon voll bergab, das wusste ich damals aber nicht. Ich freute mich nur, das der Computer so günstig war. Er wurde in einem Supermarkt angeboten (kommt ja heute wieder in Mode) und wurde mit der XC12 ausgeliefert. Zunächst musste ich mit dem Fernseher als Bildschirm leben, aber 1 Jahr später konnte ich mir dann einen Philips Monitor zulegen, der heute immer noch im Einsatz ist ! Mit dem ersten Geld der Ausbildung 1992 kam dann endlich auch bei mir eine Floppy. Die XF551 kaufte ich in Hamburg. Es war die letzte eines Restpostens. Im gleichen Geschäft wurden Spiele auf Diskette von Lucasarts angeboten. Ballblazer, The Eidolon und Spindizzy nahm ich mit. ( Auch die Floppy und der XL sind immer noch 100% o.k. und im Einsatz. ) Dann kam im Jahr 1994 die „Wende“. Ich bestellte einen PC 486er DX 40 mit 4 MB RAM. Für 2600 DM !! Der Atari wurde seltener benutzt aber stand immer zusammen mit dem PC auf dem Schreibtisch. Abbauen kam nicht in Frage. Auch bei meinem Freund tat sich einiges. Die Bundeswehr holte ihn und er blieb gleich da. 4 Jahre lang. Auch er hatte mittlerweile PC`s. Den 1029 Drucker verkaufte er mir, weil ich solange genervt habe, bis ich ihn hatte. Ich konnte ja bis dahin am Atari nicht drucken.

! Und da ich viel schrieb war dass natürlich klasse. Dann kam auch ich zum Bund. Allerdings nur das Pflichtjahr. Danach machte ich mein Hobby zum Beruf. Ich wechselte vom kaufmännischen in den EDV Bereich. Hier lernte ich viel über Netzwerke, Betriebssysteme (vor allem Novell und Windows) und über das unbekannte Wesen namens PC. Auf diversen Flohmärkten konnte ich 1 VCS 7800 und eine VCS 2600jr. mit vielen Modulen erstehen. Den ABBUC kannten wir und so traten wir 1998 (wieder) ein, denn mein Freund war schon einmal Mitglied gewesen. Gleichzeitig gründeten wir die ARE, die ABBUC Regional Gruppe Elmshorn. Von Walter Lojek erhielten wir tolle Unterstützung, denn er wohnt nur 8km entfernt. Ende 1998 machten wir mit bei den Elmshorner Computertagen (siehe Bericht im ABBUC Magazin). Das war ein toller Erfolg und hat wahnsinnig Spaß gemacht. Leider ist das heutige Berufsleben teilweise so stressig, das wenig Zeit blieb und die ARE sich wieder schlafen gelegt hat. Mittlerweile gibt es aber Licht am Ende des Tunnels und ich will wieder mehr am Atari machen.

Daher auch dieser Text für das Magazin. Sollte einer von Euch in Schleswig-Holstein, Hamburg oder Nordniedersachsen wohnen, dann kontaktier mich. (s.johnigk@gmx.de) Vielleicht lässt sich ja ein Treffen organisieren. Übrigens der 800XL, die XF551, der 1029 und die XC12 von „damals“ stehen immer noch bei mir im Büro und werden genutzt. Meine PC`s haben nicht so lange überdauert. Da müssen ständig Reparaturen durchgeführt werden oder Aufrüstungen vorgenommen werden. Ich hoffe, dass ich noch lange den Atari habe und das der ABBUC noch sehr lange existiert. Mach weiter so Wolfgang und vielen Dank für Dein großes Engagement.
Stefan Johnigk

Wie ich zu Atari kam (3)

Wie kam ich eigentlich zu meinem ATARI? Eine gute Frage, die sich allerdings leicht beantworten lässt: ich habe ihn zum 16. Geburtstag von meiner Mutter geschenkt bekommen. Doch von vorn: den ersten Kontakt mit dem ATARI 800 XL hatte ich bei meinem Onkel. Er hatte das gute Stück – und ich nicht. Dieses Gerät habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Es war so aufregend in dem kopierten Handbuch in der Größe A5 nach Befehlen zu suchen und allerhand zu probieren und zu entdecken. Mein Onkel hatte alles an Zubehör, was damals in der DDR so üblich war. Und das war nicht viel. Ganz zu Anfang hatte er nur Module, das Spiel Star Raiders war damals das erste Spiel, das ich auf dem Rechner sah. Dann waren da noch Pac Man, Missile Command und der ATARI Assembler.

Als ich dann eines Tages in den tiefsten 80ern mal wieder bei meinem Onkel vorbeischaute, sah ich, dass mein Onkel ein neues Spiel hatte (The Great American Cross Country Road Race), es lief, obwohl gar kein Modul eingesteckt war. Nanu, wie geht das denn??? Er erklärte mir, dass das Spiel auf einer Musik-Kassette ist und in den Computer geladen wurde. Häh, dachte ich, nun steht der Tonkopf genau auf der Stelle und liefert das Programm an den Computer??? Später begriff ich natürlich, wie das wirklich funktionierte mit dem Speichern von Programmen und Daten auf Kassette. Aber der Gedanke überhaupt, dass man außer Ton auch Bilder und Farben auf einer Musik-Kassette speichern kann, das hat mich fasziniert.

Die Zeit verging und irgendwann wurde ich 16. An diesem Tage hatte das Warten ein Ende! Ich war der neue Besitzer des ATARI’s meines Onkels. Wir feierten meinen Geburtstag am See in einem Mietbungalow. Doch diese Nacht wollte ich zu Hause verbringen. Dort konnte ich meinen neuen Computer ausprobieren. Meine (durch meinen Onkel nach Jahren zusammengetragene) Ausstattung: eine Kassettenstation im 400/800er Style, jede Menge Kassetten und Printmagazine (ANTIC, COMPUTE!) und ein kleiner russischer Schwarz/Weiß-Kofferfernseher mit der Aufschrift SAPFIR 401-1 in russischen Schriftzeichen. Tja, Farbe war Luxus und mir nur vergönnt, wenn ich den Rechner mal in der Wohnstube an Mutti’s Fernseher anschließen durfte. Jedenfalls ist diese Nacht sehr lang gewesen. Doch ich hatte nicht genug, drum habe ich mich sofort wieder an den Rechner gesetzt, als ich nächsten Morgen aufwachte.

Mein Onkel hatte übrigens schon eine Floppy 1050, doch die habe ich erst einige Tage oder Wochen später bekommen, weil er sie noch verborgt hatte oder so. Doch was soll ich mit einer Floppy? Die hat ja gar keinen Play-Knopf! Und auch sonst lief doch alles recht gut mit Kassetten-Games. Auch in ATARI-BASIC hatte ich keine Probleme, Kassetten zu benutzen und alles auf Tonbändern zu speichern. Naja, ausprobiert habe ich sie doch, die Floppy, aber begeistert war ich nicht sehr. Am liebsten waren mir die Programme, die sich ohne „Option“ oder sonst was booten ließen, alle anderen Disketten wurden in die hinteren Reihen der Diskettenschachtel als „nicht funktionierend“ verbannt. Den Trick mit dem alten OS, das man von Diskette vorlädt, hatte ich schnell gelernt, irgendwo habe ich das mal gelesen. Danach habe ich mir den Umgang mit dem DOS angeeignet. Ich war regelrecht begeistert, als ich merkte, dass sich damit einiges leichter machen ließ, als mit Kassette. Allerdings waren mir vorher Dateinamen völlig fremd. Ich kannte sie nur vom KC85/3 (DDR). Dort vergibt man Namen für Programme, die man auf Kassette speichert.

Das Spiel Choplifter habe ich von Kassette immer gern gespielt aber von Diskette war die Dateiversion einfach nicht lauffähig. Dieser Zustand hielt bestimmt ein Jahr lang an. Ich war wütend auf Programme aus 800er-Zeiten, die mich aufforderten, ich solle doch die „Cardridge“ „remove“n. WIE DENN, BEI MIR IST DIE EINGEBAUT!!! Schrie ich meinen Computer an. Oder soll ich jetzt etwa noch das Ding aufschrauben und das BASIC-ROM entfernen? Man, man, man… bis ich dann endlich erfuhr oder irgendwo las, dass man einfach nur Option gedrückt halten muss, um das BASIC-ROM auszuschalten. Jetzt aber alle Programme neu ausprobiert und siehe da, die Rubrik nicht lauffähiger Programme nahm schlagartig ab. Endlich! Eine andere Sache war das mit der Grafik. Beim KC85/3 war die Sache simpel: eine Matrix von 320×256 Bildpunkten einhalten und los. Linien zeichnen, Kreise ziehen, der durchaus praktische „Window“-Befehl funktionierten ganz einfach so, ohne den Grafikmodus zu wechseln. Aber wie geht das beim ATARI? Das kopierte Handbuch hatte auch nach jahrelangem Probieren immer noch nicht ausgedient, aber irgendwie habe ich die Sache noch nicht kapiert.

Also noch mal lesen und noch mal lesen. Ach so, machte es irgendwann Klick, dann sind das also keine defekten Text-Stufen sondern die Grafikstufen! Und SETCOLOR funktioniert so und nicht anders. Und auch der COLOR-Befehl hatte die selbe Funktion und fast die selbe Arbeitsweise, wie der des KC85/3. Und schwuppdiwupp war mein erstes Malprogramm fertig: der Keypainter. Da ich gerne zusah, wie sich ein Computerbild aufbaut, schrieb ich den Keypainter. „Key“ weil er mit der Tastatur bedient wird und nicht mit Joystick. Die Tastatur ermöglichte ein genaueres Zeichnen. Abgespeichert wurde das ganze als Vektorbild, d.h. die XY-Koodinaten, die Farbe und der dazugehörige Befehl (PLOT, DRAWTO, CLS, PAINT). Das war cool, ich kann mitverfolgen, wie der ATARI mein Bild ruckzuck nachzeichnet. Macht Spaß, das zuzuschauen. Das Vektorformat ist extrem Platz sparend, wodurch ich die Möglichkeit hatte, X Bilder zu malen und zu speichern. Somit schrieb ich dann noch Slideshow- Programme, die die Bilder einer ganzen Diskette nacheinander anzeigen konnte, sogar in geänderter Reihenfolge…

Nunja, die Ereignisse überschlugen sich: ich lernte die Graphics x+32 kennen, kaufte mir im Computerfachhandel (!) das Buch PEEK’s und POKE’s, lernte daraus, wie man Zeichensätze veränderte, lernte was Bitmuster sind, lernte den POKE 87,x kennen, schrieb mein ersten Zeichensatzeditor… und das alles innerhalb eines Jahres. Dann kam BOSS, meine Benutzeroberfläche. Hervorgegangen ist sie aus einer Wette mit einem Mitazubi. Was aus BOSS geworden ist, wissen einige von Euch. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich in meinem ganzen Leben nichts schöneres erlebt habe, als meinen ATARI von Tag zu Tag besser kennen zu lernen. Doch, eins: der Tag, an dem ich auf andere ATARIUser gestoßen bin – auf Euch meine Freunde hier im ABBUC!
Mirko Sobe

Game Clones Vol. 07:

Die Zukunft, glaubt man den diversen Science- Fiction Filmen, Büchern oder gar Computerspielen, scheint für uns Menschen nur zwei Möglichkeiten bereitzuhalten. Entweder schaffen wir es, uns auf Umweltschutz, Menschenrechte und Frieden zu besinnen und eine Welt zu errichten, in der Hunger, Krieg, Macht, Religion, Rasse, Geld oder Reichtum keinerlei Rolle mehr spielen, unendliche Weiten des Weltraums zu erforschen, fast alle uns bekannten Krankheiten zu besiegen etc. etc. – oder … Tja, oder das absolute Gegenteil davon tritt ein, wir machen den Planeten Erde zu einem grauschwarzen und weitgehend unbewohnbaren Planeten, auf dem nur noch ein paar wenige Menschen ihr jämmerliches Dasein fristen und tagtäglich um ihr Überleben kämpfen. Während ein paar übrig gebliebene reiche oder mächtige Typen ihre „Freizeit“ damit verbringen, arme Kreaturen für ein Hungerlohn im Sport der Zukunft gegeneinander antreten zu lassen, stets in der Gewissheit, dass diese dafür ihr Leben aufs Spiel setzen. Und all dem nicht genug, werden jene,
die sich früher mal Menschen nannten, noch von Maschinen, Robotern, Androiden, Cyborgs, Terminators, verrückt spielenden Computern, Ausserirdischen, Aliens, Predators, Space Invaders, Marsianern, Klingonen, den Borg und vielen anderen nicht näher bekannten Spezies bedroht und kräftig dezimiert.

Doch Widerstand ist bekanntlich nicht zwecklos, denn in allen diesen „tollen“ Filmen gewinnen am Ende doch stets die Menschen und ihre Allianz der Sternenflotte (Startrek), ihre Macht des Guten (Starwars), die Stärke und Intelligenz der Armee (Aliens, Independence Day, etc.) oder sonstige Dinge, mit denen wir jeden noch so starken und unbesiegbaren Gegner niederringen. In Computerspielen ist das auch nicht anders, alle Außerirdischen sind blöd genug in immer gleichen Wellen aufzutreten und uns am Ende sog. Power-Ups übrig zu lassen, mit Hilfe derer wir ihnen noch schneller den Garaus machen können. Oder sie überlassen uns Extra-Waffen, Medi-Kits und andere nützliche Dinge, die uns natürlich noch besser und schneller zum Sieg verhelfen. Ganz schön blöde, diese Viecher – oder sind es vielleicht doch eher die Buch- Autoren, Spiele-Programmierer und Drehbuch- Schreiber ?!? Man weiß es nicht. Klar ist auf jeden Fall, dass auch unser kleiner Atari von solchen schönen Zukunftsprognosen und Spielen profitiert hat.

Seien es nun böse Roboter in Robotron, Computer und Cyborgs in Berzerk oder Aliens in diversen Ballerspielen. Als Sport der Zukunft gibt es solche schönen Sachen, wie Ritterkämpfe mit Straussen (bekannt als Joust), futuristische Ballspiele mit Rotofoils (Ballblazer oder Ballblaster) und viele andere Dinge. Nun, ganz gleich, was uns die Zukunft auch bringt – ich habe mir für heute die Games Syntron (Robotron-Clone), Syntron 2 (Berzerk- Clone) und Straußenkampf (Joust-Clone) ausgesucht.
Viel Spaß damit !!
Andreas Magenheimer

Anzeige Display für Zusatz-RAM Bank

von Alan Stratton
(Übersetzung aus dem Englischen von Walter Lojek und Alexander Klinner)
Wie viele von euch Programmierern haben schon Programme geschrieben, die das Zusatz-RAM des 130XE, des RAMBO XL oder des 320XE benutzen, um dann herauszufinden, dass es nicht funktioniert, weil man die falsche Nummer verwendet hat, um die entsprechende RAM-Bank anzusprechen. Mir ist das jedenfalls so passiert. Diese kleine Erweiterung zeigt nicht nur auf, welche RAMBank benutzt wird, sondern auch, ob das Z-RAM überhaupt angesprochen wird. Die einzige Einschränkung liegt darin, dass nur eine einstellige LED-Anzeige zur Verfügung steht, um alle 16 RAM-Bänke anzuzeigen. Das Treiber-IC 74LS48 zur Steuerung von 7- Segment-Anzeigen gibt auf der Anzeige merkwürdige Zeichen zur Darstellung der Zahlenwerte 10 bis 14 aus und bleibt leer beim Zahlenwert 15. Der Dezimalpunkt wird zur Anzeige des Zugriffes auf das Z-RAM genutzt. Die Symbole sind in Bild 3 erläutert. Da 130XE Usern nur 4 zusätzliche RAM-Bänke und die Wahl zwischen CPU oder ANTICerweitertem Modus zur Verfügung stehen, wird der Dezimalpunkt dazu genutzt, um den CPUerweiterten Modus oder den CPU und ANTIC Modus anzuzeigen, nicht jedoch den alleinigen ANTIC Modus. Die Erweiterung: Teileliste 1x Widerstand 1KiloOhm 0,6W 1 % 8x Widerstand 270Ohm 0,6W 1% (R1-8) 1x IC 74LS48 1x Z1 74LS00 1x 7-Segment-Anzeigedisplay (0,3 Inch, Kathode) 1x 14-poligen DIL-Sockel 10-adriges Flachbandkabel (mehrfarbig, Länge nach Bedarf) Platinenlayout: Siehe Bilder 1 und 2 Das erste ist, die Herstellung der Platine (PCB) und das Verlöten der Einzelteile darauf. Löte einen 14- poligen DIL-Sockel an die Stelle für das Display.

Entferne die grauen und weißen Adern des Flachbandkabels und hebe diese für später auf. Befestige das nun 8-adrige Kabel auf dem PCB, wobei das schwarze Kabel an der 0V-Position liegt. Löse die Schrauben, öffne den Computer und stecke die Tastatur aus. Lege die obere Hälfte zunächst zur Seite.

Um mögliche Beschädigungen an der Tastatur zu vermeiden, kann diese von der oberen Gehäusehälfte entfernt und beiseite gelegt werden. Mache irgendwo in der oberen Hälfte des Gehäuses ein Loch (auf der rechten Seite zur Rückseite hin scheint ein ganz guter Platz zu sein) in der gleichen Größe wie die Anzeige, so dass, wenn diese in das Loch eingedrückt wird, es ein bündiges Erscheinungsbild gibt. Außerdem sollte das PCB noch dazu passen. Die beste Art, ein Loch in der entsprechenden Größe zu bohren ist vielleicht, zunächst viele kleine Löcher (jedes um die 4 mm) zu bohren und mit einer kleinen Feile den gewünschten Umriss auszufeilen. Streiche die Seiten des Displays mit Araldite oder einem ähnlichen Klebestoff ein und drücke sie von unten in das Loch, so dass die Oberfläche des Displays mit dem Computergehäuse bündig schließt.

VERGEWISSERE DICH, DASS DER DEZIMALPUNKT UNTEN IST! Lass es nun trocknen. Mit Entfernen der entsprechenden Schrauben, nimmst du die Hauptplatine mit dem Abschirmblech heraus. Löse das Abschirmblech durch Umbiegen der Haltepunkte oder Öffnen der Schrauben. Nimm nun den 74LS00, biege alle Füße bis auf 7 und 14 nach oben und setze ihn huckepack auf irgendeinen anderen 14- poligen IC, wobei die Pins 7 und 14 mit den Pins 7 und 14 des darunter liegenden Chips verbunden werden.

Achte auf die gleiche Ausrichtung beider Chips. Im folgenden wird hierauf als Z1 Bezug genommen. Verbinde die Pins 9; 10; 12 und 13 von Z1 miteinander und verbinde diese über den 1K-Widerstand mit dem Z1-Pin 14, +5V. Finde nun die PIA, U23-CO14795. Im RAMBO 800XL ist dies der Chip mit dem Flachbandkabel an den Pins 12 – 16 und beim 320XE sollten einige Adern an den Pins 15 und 16 befestigt sein.

Trenne etwa 40mm des Flachbandkabels, welches an der Anzeige befestigt ist, auf, führe diese durch ein Loch in der oberen Hälfte des Abschirmbleches und verbinde es mit dem Motherboard wie folgt: RAMBO XL und 320XE Schwarz an U23-pin 1, Masse Braun an Z1-pin 3 Rot an U23-pin 12 Orange an U23-pin 16 Gelb an Z1-pin 3 Grün an U23-pin 15 Blau an U23-pin 13 Violett an U23-pin 20, +5 V Verbinde folgende Punkte mittels isoliertem Schaltdraht: U23-pin 14 an Z1-pins 1 und 2; Z1-pins 4 und 5 an Z1-pin 10,12 etc.

Schwarz an U23-pin 1, Masse
Braun an Z1-pin 6
Rot an U23-pin 12
Orange an Z1-pin 7, Masse
Gelb an Z1-pin 3
Grün an Z1-pin 7, Masse
Blau an U23-pin 13
Violett an U23-pin 20, +5 V

Verbinde folgende Punkte mittels isoliertem Schaltdraht: U23-pin 15 an Z1-pins 1 und 4 und 5 U23-pin 16 an Z1-pin 2 Nun kommt das Abschirmblech wieder über die Hauptplatine und das ganze zurück ins Gehäuse. Die Tastatur wird in die andere Gehäusehälfte eingesetzt und mit der Hauptplatine verbunden. Verbinde die Anzeige-Platin
e mit der Anzeige selbst. Setze die beiden Gehäusehälften aufeinander und schraube sie zusammen. Achte dabei darauf, das Flachbandkabel nicht zu beschädigen.

Schalte nun den Computer ein. Er sollte funktionieren, aber auf dem Display sollte nichts zu sehen sein, solange kein Zusatz-RAM angesprochen wird. Tippe POKE 54017,161 [RETURN] ein. Das Display sollte auf dem 130XE eine 0 und auf einem RAMBO XL oder einem 320XE eine 4 anzeigen. Tippe folgendes Programm zum Testen aller RAM-Bänke ein:

10 FOR BANK=0 TO 15 20 READ A:POKE 54017,A 30 FOR DEL=0 TO 200:NEXT DEL 40 NEXT BANK:RESTORE:GOTO 10 50 DATA 129, 133, 137, 141, 161, 165, 169, 173, 193,197,201,205,225,229,233,237

So sollten der Reihe nach alle RAM-Bänke durchlaufen werden, wobei die jeweils angesprochene angezeigt wird. Der 130XE wird von 0 bis 3 zählen, während dies beim RAMBO XL und 320XE von 0 bis 15 sein wird. Falls jemand zwei linke Hände mit elektronischen Bauteilen hat, aber unbedingt ein solches Display haben möchte, so verkaufe ich eine zusammengebaute und getestete Platine (inklusive Flachbandkabel und Kleinteilen) für GBP 8.50 incl. Porto (nur für England). Erwähnen sollte ich noch, dass jeglicher noch bestehender Garantieanspruch auf den Computer erlischt, sobald man eine Schraube aufdreht. Auch übernehme ich keinerlei Verantwortung für Beschädigungen am Computer, die durch den Einbau verursacht werden. Falls du also nicht genau weißt, was du machst, versuche es bitte nicht.

Falls jemand Fragen hat, so kann er mich in Northampton unter 0044 604 71 02 68 erreichen.

Alan Stratton
39 West Ridge
Kingsthorpe
Northampton
NN2 7 QZ

CC65-Einsteigerkurs, Teil 4

Portierung von Programmen
In diesem Teil unseres C-Compiler Kurs für den Atari 8-Bit rund um den cc65 Compiler beschäftigen wir uns mit der Portierung von CProgrammen (z.B. von Linux/Unix) auf den kleinen Atari. Dies ist möglich, da es für die Programmiersprache „C“, anders als z. B. Basic, schon früh einen allgemeinen Standard gab und viele Programme nach diesem Standard programmiert sind.

Nun sollte man nicht erwarten, alle Programme die man heute in einem modernen Unix System findet, direkt auf dem Atari übersetzen zu können. Der limitierende Faktor ist hierbei meist der Hauptspeicher. Moderne Programme sind für mehrere Megabyte an Hauptspeicher ausgelegt und lassen sich daher auch nicht auf einen Rechner mit nur 64 KB direkt adressierbaren Speicher (von cc65 aus gesehen) portieren.

Aber in der Anfangzeit von Unix (Ende der 70er Jahre) und aus der Anfangzeit des IBM PC’s (Anfang/Mitte der 80er Jahre) gibt es eine Menge „C“ Programme, die für Systeme bis 64 KB Speicher erstellt wurden. Und hin und wieder findet man auch neuere Programme, die mit solch geringen Hauptspeicheranforderungen auskommen. Fündig wird man vor allem im Internet, hier auf Webseiten mit Sammlungen von ‚C‘ Sourcecode für Programmierer, in den Quellen rund um das „Schul“-Unix „Minix“ oder dem BSD Unix und im Umfeld von „Embedded Systemen“, d.h. Kleinprozessorsysteme für Gerätesteuerungen (z.B. Ticketautomaten).

Das Beispielprogramm, an welchem ich eine Portierung von Unix auf den Atari cc65 Compiler zeige, habe ich auf der Homepage des bekannten Open-Source Aktivisten Eric S. Raymond (ESR) gefunden. Es handelt sich um das Spiel „Superhack“ von 1996. Dieses Spiel ist eine Parodie auf den „Superhacker“ der Free Software Bewegung, Richard Stallmann (RMS), unter anderem der Autor des EMACS Texteditors, des GCC Compilers und Initiator der gesamten Free-Software Bewegung (GNU Projekt). Das Spiel ist eine Art Textadventure (Spielregeln siehe Anleitung SHACK.TXT auf der Magazindiskette), angelehnt an das antike Unix Spiel „Wumpus“ (1972). Um dieses Spiel auf dem Atari lauffähig zu bekommen waren gegenüber des Original Quellcodes nur 5 kleine Änderungen im notwendig. Diese Stellen hatte der cc65 Compiler als Fehlermeldungen ausgegeben: Zeile 222: hier wurden die Routinen „check_shot()“ und „move_superhack()“ als externe Routinen deklariert, obwohl sie intern im Quellcode vorkommen. Diese Zeile wurde auskommentiert. das die Routinen „check_shot()“ und „move_superhack()“ einen „int“ Rückgabewert haben (anstatt „void“). Ehrlich gesagt habe ich nicht ganz begriffen warum das so ist, vielleicht kann mich jemand aufklären. Jedenfalls funktioniert es, wenn ein „int“ Rückgabewert definiert wird.

Zeile 306 und 306: wenn wir definieren, das ein „int“ zurückgeben wird, dann müssen auch die „return“ Befehle angepasst werden, das sie auch einen Wert (hier „0“) zurückgeben. Zeile 360: als Quellwert für die Zufallsroutine „srand()“ wurde im original Quellcode die aktuelle Uhrzeit über die Routine „time()“ ermittelt. Diese Routine ist im cc65 noch nicht enthalten. Daher lesen wir beim Atari den Quellwert aus der Speicherstelle „RANDOM“ (53770/$d20A). Nach diesem Änderungen lässt sich das Spiel mit dem cc65 in ein Atari Programm übersetzen („cl65 -Cl -t atari superhack.c“). Etwas störend wirkt sich noch aus das alle Bildschirmausgaben für 80 Zeichen Anzeigegeräte formatiert sind. Daher habe ich noch weitere kosmetische Änderungen an den Textausgaberoutinen vorgenommen um die Ausgaben lesbarer zu gestalten. Das fertige Atari Programm findet ihr als „SHACK.COM“ auf der Magazindiskette. Auf den Webseiten (http://www.tuxedo.org/~esr/ software.html) von Eric Raymond finden sich noch weitere Spiele im „C“-Quellcode. Ich würde mich freuen einige davon auf dem Atari zu sehen. Versuche es einmal selbst, wie gesehen ist es gar nicht schwierig.

Bibliotheksroutinen
(fortsetzung aus Magazin 68):
Low-Level Dateioperationen (Achtung, low-level Dateioperationen sich möglicherweise nicht direkt auf andere Rechner portierbar):

OPEN (definiert in fcntl.h)
int open (const char* name, int flags, …)
Öffnet eine Datei für low-level Dateioperationen. Rückgabgewert ist ein Handle auf eine geöffnete Datei.

CLOSE (definiert in fcntl.h)
int close(int fd)
Schließt eine für low-level Operationen geöffnete Datei.

WRITE (definiert in fcntl.h)
int write (int fd, const void* buf, unsigned count)
Schreibt „count“ Bytes aus dem Speicherbereich auf den der Zeiger „buf*“ zeigt in die als low-level geöffnete Datei mit dem Handle „fd“.

READ (definiert in fcntl.h)
int read (int fd, void* buf, unsigned count)
Liest „count“ Bytes in den Speicherbereich auf den der Zeiger „buf*“ zeigt aus der als low-level geöffneten Datei mit dem Handle „fd“.

MKDIR (definiert in fcntl.h)
int mkdir (const char* name, …)
Erstellt ein neues Verzeichnis mit dem Namen „name“ auf einem Datenträger (wenn das System/DOS Verzeichnisse unterstützt).

RMDIR (definiert in fcntl.h)
int rmdir (const char* name)
Löscht das Verzeichnis mit dem Namen „name“ auf einem Datenträger (wenn das System/DOS Verzeichnisse unterstützt).

LSEEK (definiert in fcntl.h)
off_t __fastcall__ lseek(int fd, off_t offset, int whence)
Der Datezeiger der Datei mit dem Handle „fd“ wird um „offset“ Bytes bewegt, wobei „whence“ die Richtung angibt.

Zeichenkettenfunktionen:
STRCAT (definiert in string.h)
char* __fastcall__ strcat (char* dest, const char*
src)
Eine Kopie der Zeichenkette „src*“ wird an die Zeichenkette „dest*“ angehangen. Zurückgegeben wir ein Zeiger auf die neue, zusammengefügte Zeichenkette.

STRCHR (definiert in string.h)
char* __fastcall__ strchr (const char* s, int c)
Es wird im String auf den „s*“ zeigt das Zeichen „c“ gesucht. Zurückgeliefert wird ein Zeiger auf das Zeichen, oder ein NULL-Zeiger wenn das Zeichen nicht gefunden wurde.

STRCMP (definiert in string.h)
int __fastcall__ strcmp (const char* s1, const char* s2)
Diese Funktion vergleicht die Zeichenketten „s1*“ und „s2“ Byte für Byte. Der Rückgabewert ist die Subtraktion der Zeichen von „s2*“ mit den Zeichen von „s1*“. D. h. bei einer Rückgabe von „0“ sind beide Zeichenketten identisch.

STRCOLL (definiert in string.h)
int __fastcall__ strcoll (const char* s1, const char* s2)
Diese funktion vergleich normalerweise zwei Zeichenketten unter Berücksichtigung von verschiedenen Zeichensätzen. Das cc65 bisher keine unterstützung für verschiedene „Locales“ bietet, ist diese Funktion identisch mit STRCMP.

STRCPY (definiert in string.h)
char* __fastcall__ strcpy (char* dest, const char* src)
Kopiert die Zeichenkette von „src*“ and die Stelle von „dest*“. Zurückgegeben wird ein Zeiger auf „dest“.

STRCSPN (definiert in string.h)
size_t __fastcall__ strcspn (const char* s1, const char* s2)
Diese Funktion bestimmt die Anzahl der Zeichen vom Anfang der Zeichenkette „s1*“ bis eines der Begrenzerzeichen in Zeichenkette „s2*“ vorkommt.

STRERROR (definiert in string.h)
char* __fastcall__ strerror(int errorcode)
Gibt einen Zeiger auf den Fehlermeldungstext zu Fehlernummer „errorcode“ zurück.

STRLEN (definiert in string.h)
size_t __fastcall__ strlen(const char* s)
Ermittelt die Anzahl der Zeichen aus denen die Zeichenkette „s*“ besteht. Fortsetzung der Bibliotheksroutinen im nächsten Magazin.

Bis dahin viel Spaß mit cc65
Carsten Strotmann

Module im Atari XL/XE

Steckmodule für den ATARI gibt es ja einen ganzen Haufen. Die meisten Module sind natürlich von ATARI selbst und es zeigt sich, das ATARI den Modulschacht wirklich sehr flexibel ausgelegt hat. Alle wichtigen Signale (leider mit Ausnahme der Reset-Leitung) liegen am Modulschacht an. Was kann man mit einem Modul eigentlich alles tun ?

1. Einschalten von zwei 8KB-Modul- Speicherbereichen In den Bereich von $A000-$BFFF kann das Modul einen eigenen Speicherbereich (ROM oder RAM) einblenden. Das geschieht, indem der ATARI über die /S5-Leitung (Select) dem Modul mitteilt, das die CPU auf den Bereich $A000-$BFFF zugreifen will. Diese Leitung wird dann im Modul an den Chip-Enable-Eingang der ROM-ICs angelegt. Über die R/W-Leitung kann das Modul feststellen, ob es sich um einen Lese- oder Schreibzugriff handelt. Das Modul seinerseits aktiviert die RD5-Leitung (Rom-Detect), um dem ATARI mitzuteilen, dass in diesen Bereich auch tatsächlich Modul-Speicher eingeblendet werden soll. Den gleichen Mechanismus gibt es auch für den Bereich von $8000-$9FFF und die Steuerleitungen / S4 und RD4.

2. Mapped-I/O Zusätzlich liegt auch die Leitung /CCTL an, die immer dann aktiv (low) wird, wenn die CPU auf den ansonsten ungenutzten Bereich von $D500- $D5FF zugreift. Das ermöglicht es I/O-Bausteine wie z.B. eine IDE-Schnittstelle in den Adressraum des ATARI einzublenden, ohne dass dadurch die Kompatibilität mit anderen Programmen gefährdet wird. Viele I/O-Bausteine brauchen außerdem das ebenfalls vorhandene PHI2-Signal zur korrekten Abtastung der Daten- und Adressleitungen. Zum Beispiel brauchen die /RD- und /WR-Eingänge einer IDE-Schnittstelle folgende Signale: /RD = NOT(R/W AND PHI2), /WR = NOT( NOT(R/W) AND PHI2), die beiden Signale kann man also einfach mit einem 74HCT00 erzeugen. Man kann auch ein paar D-Register vorsehen, über die man verschiedene 8KB-Bereiche eines großen ROM/RAM-ICs einblenden kann. Sind es bis zu 8 D-Register, kann man sie über die Adressleitungen (wie bei den OSS-Modulen) oder die Datenleitungen (wie bei den ATARISupercartridges) ohne weitere Decodierung steuern. Für den Programmierer ist die Variante mit den Adressleitungen einfacher, ein STA $D5xx reicht hier schon, wobei xx die gewünschte Kombination für die D-Register ist. So ist es möglich, praktisch unbegrenzt viel ROM in einem einzigen Modul zu haben. Allerdings ist in einem normalen Modulgehäuse nicht gerade viel Platz …

3. Reset-Signal Die Reset-Leitung liegt leider nicht am Modulschacht. Ist also bei Reset irgendwas im Modul zu initialisieren, muss dies per Software (außerhalb des Moduls) erfolgen. Oder das Modul hat ein ständig aktiviertes ROM, das dann beim Reset vom Betriebssystem aufgerufen wird. Wenn das ROM per Software über ein per $D5xx ansprechbares D-Register abschaltbar ist, kann es sich bei Drücken von Reset nicht aktivieren, höchstens beim Einschalten des Rechners (per RC-Glied am Reset-Eingang des D-Registers wie bei den OSS-Cartridges) oder durch Drücken eines Tasters am Modulgehäuse.

4. Unterstützung durchs Betriebssystem Hier sieht es auch etwas mager aus. Das ROM im Bereich von $A000-$BFFF wird nach „Wunsch“ des Moduls nur beim Reset/Einschalten vom Betriebssystem aufgerufen. Leider ist es nicht möglich, das OS dazu zu bewegen, Software im Modul z.B. beim Diskzugriff aufzurufen, sowas unterstützt das OS nur für den Parallelbus. Das verhindert es auch, z.B. einen ständig verfügbaren Ultra-Speed-Treiber für die Speedy in einem Modul unterzubringen. Da führt kein Weg an einem entsprechenden Spezial-OS oder einer Erweiterung am Parallelbus vorbei. Allerdings wären Treiber im Modul-ROM sowieso keine gute Idee, denn wenn z.B. bei einem Disk-Zugriff jedes mal das Modul-ROM eingeschaltet würde, könnte der Rechner abstürzen, wenn im RAM unter dem ROM irgendwelche Interrupt-Routinen liegen. Auch der ANTIC würde es nicht nett finden, wenn dort die Display-List oder die Bildschirmdaten liegen …

Der Aufruf des Moduls beim Reset funktioniert so: Direkt nach dem Drücken der Reset-Taste bzw. dem Einschalten prüft das OS, ob das Modul im Bereich $A000-$BFFF per RD5-Leitung eigenen Speicher (ROM) bereitstellt. Diese Abfrage ist recht einfach, da die RD5-Leitung an TRIG3 ($D013) des GTIA angelegt ist. Wenn das Modul-ROM da ist, schaut sich das OS die letzten 6 Byte ($BFFA bis $BFFF) im Modul-ROM genauer an:

a) Ist $BFFC = 0 und Bit 7 von $BFFD gesetzt, wird ohne jede weitere Initialisierung im OS die in $BFFE/F abgelegte Adresse per 6502-Jump angesprungen. Das ist sinnvoll, wenn das Modul sofort die vollständige Kontrolle über den ATARI übernehmen möchte, z.B. für Diagnose-Module, die die Funktion des ATARI unabhängig vom eingebauten OS überprüfen sollen oder aber Spiele, die die Funktionen im OS gar nicht brauchen, wie z.B. Star Raiders (TM) von ATARI. Bei den allermeisten Modulen wird dieser sog. Diagnostic- Entry im Modul nicht verwendet. Achtung: Wegen dieser Funktion des OS muss der Bereich $BFFFA-$BFFF ROM sein (kein RAM), sonst drohen Abstürze.

b) Ansonsten wird der Reset im OS bis vor das Anzeigen des GR.0-Bildschirms fortgeführt. Ist an dieser Stelle $BFFC = 0, wird per JSR die in $BFFC/D stehende Adresse aufgerufen. Das ist dafü
r gedacht, noch vor dem Booten und Initialisieren eines DOS das Modul eine Init-Routine durchlaufen zu lassen. Das Modul sollte bei Nutzung dieses Init-Entry per RTS zum OS zurückkehren, damit dieses mit dem Öffnen des Gr.0-Bildschirms und dem Booten sowie dem Initialisieren des DOS fortfahren kann.

c) Nachdem das OS nun den GR.0-Bildschirm angezeigt hat, prüft das OS Bit 0 von $BFFD. Ist es gesetzt, wird von Diskette gebootet (Kaltstart) bzw. das DOS initialisiert (Warmstart), ansonsten nicht.

d) Zum Schluss springt das OS bei gesetztem Bit 2 von $BFFD per Jump die in $BFFA/B angegebene Adresse an. (Ist Bit 2 nicht gesetzt, wird stattdessen das DUP eines evtl. geladenen DOS per JMP (DOSVEC) aufgerufen.) Das ist die allerletzte Gelegenheit für das Modul beim Reset die Kontrolle zu erlangen. Die meisten ROM-Module werden mit dieser Möglichkeit gestartet.

Zusammengefasst haben die 6 Byte des sog. Cartridge-Header also folgenden Aufbau:
$BFFA/B: Cartridge-Run-Adresse
$BFFC: Cartridge-Available-Byte Muss 0 sein, sonst geht das OS davon aus, dass kein ROM da ist.
$BFFD: Cartridge-Flag-Byte:
– Bit 7: Diagnostic-Entry: Direkt nach Reset Cartridge-Init-Adresse anspringen
– Bit 2: Run Cartridge: Nach Ablauf der Reset- Routine Cartridge-Run-Adresse anspringen
– Bit 0: Von Disk booten bzw. DOS initialisieren
$BFFE/F: Cartridge-Init-Adresse

Was gibt es nun für Module ?
Zum einen natürlich die ROM-Module. Diese Module haben meist ein Programm/Spiel, das direkt im ROM ausgeführt wird. Das sind z.B. alle ATARI-Spielmodule und davon gibt es ja eine ganze Menge: Zunächst sind da die 8KB- (manchmal auch 4KB-) Module und die 16KBModule, die ihr ROM in den Modulbereich von $8000-$BFFF einblenden. Später kamen die sog. Super-Cartridges hinzu, die neben dem festen 8KB-ROM-Bereich $A000-$BFFF zusätzlich noch bis zu 15 ROM-Bänke im Bereich $8000-$9FFF haben. Das gibt schon recht beachtliche 128KB ROM, genug, um jeden beliebigen ATARIKlassiker (wie z.B. den Flug-Simulator II) unterzubringen. Auch OSS hat Module mit Bank- Switching herausgebracht (MAC/65, BASIC XL/ XE, ACTION!), die allerdings nur 16KB umfassen. Dafür sind die OSS-Module aber per Software abschaltbar, so dass das Modul im Rechner bleiben kann, wenn man es mal nicht braucht. Ein großer Nachteil der ROM-Module ist logischerweise das Ein- und Ausstöpseln. Dazu sollte man den ATARI aus- und wiedereinschalten und das ist für die Lebensdauer des Rechners auch nicht gerade förderlich.

Mehr ROM ist (auch) durch die Verwendung von Flash-ROM möglich. Zum Beispiel passen auf ein typisches Parallel-Flash-ROM 512KB ROM und das ermöglicht es schon, das Modul sinnvoll als ROM-Disk zu verwenden. Mit etwas Software im ROM können beliebige Programme als Files ins ROM geschrieben und von dort gestartet werden (mehr dazu im nächsten Magazin). Bei ROMDisk- Modulen muss das ROM aber per Software abschaltbar sein, da Programme für den ATARI meist das ganze RAM von $2000-$BFFF für sich beanspruchen – also auch die Modul-ROMBereiche $8000-$BFFF.

Statt ROM kann man auch RAM im Modul benutzen. Für RAM bietet sich der Bereich $8000- $9FFF an, in den ein Modul mehrere 8KB-RAMBänke einblenden könnte, der Bereich $A000- $BFFF bleibt frei für ROM. Große statische RAMs (512KB) gibt es mittlerweile, die haben fast die gleiche Pinbelegung wie Flash-ROMs, man kann sie also ohne zusätzliche Steuerlogik in einem Flash-ROM-Modul vorsehen. Da es aber für RAM-Speichererweiterungen den 130XEStandard gibt, an den sich alle Programme halten, lohnt es sich eigentlich nicht, eine derartige RAM-Erweiterung im Modul vorzusehen. Andererseits: Wofür braucht man eigentlich als Normal-User eine RAM-Erweiterung? Doch eigentlich nur für zwei Dinge: Zum Diskkopieren und für eine RAM-Disk unter einem DOS. Das kann man auch leicht mit einem an das RAMModul angepassten DOS und Diskkopierer tun. Zwar gibt es auch einige Programme, die eine 130XE-kompatible Speichererweiterung brauchen, viele sind das aber nicht.

Dann gibt es noch die Module, die Hardware- Erweiterungen (I/O-Bausteine) haben, wie z.B. das MyIDE-Interface von S.Schouten oder das Druckerinterface der ABBUC-Regionalgruppe ARGS. Um diese I/O-Bausteine zu nutzen, braucht man dann aber noch zusätzliche Software in Form eines Treibers im OS oder nachgeladen von Disk. Das Ablegen des Treibers in einem ROM im Modul bringt nichts, da der Treiber vom OS ignoriert wird. Der größte Vorteil dieser Module ist, dass jeder sie nutzen kann, ohne im Rechner löten zu müssen, schließlich ist Löten nicht jedermanns Sache und was nützt einem die tollste Erweiterung, wenn man sie im Rechner nicht einbauen kann. Und Module kann man im Gegensatz zu fest eingebauten Erweiterungen in beliebige ATARIs einstecken. Auch für die Produktion einer Kleinserie einer Hardware- Erweiterung ist ein Modul besser, da der Test einfach ist: Modul einstecken, testen, Modul herausnehmen, fertig. Bei Einbau- Erweiterungen wird es richtig unangenehm: Einlöten, Testen, wieder auslöten…

Allerdings: Wer jemanden hat, der einem eine Hardware-Erweiterung in den ATARI einlötet, hat schon einen Vorteil – schließlich ist dann der Modulschacht frei für andere nette Module 🙂

Bis zum nächsten Mal
Stefan Dorndorf

Mehr ABBUC-Support ?!?

„…When I was younger, so much younger than today – I never needed anybody’s help in any way…“ (Help/The Beatles). Diesen Song kennt wohl jeder und wohl auch wie er weitergeht, denn heutzutage sind wir alle etwas älter bzw. ist die Atariszene nicht mehr die jüngste, so dass es hier und da schon etwas Hilfe, Unterstützung und technischem oder moralischem Support bedarf. Normalerweise stelle ich mich da immer auf die ABBUC Seite und sage, der Club ist nur so gut, wie seine Mitglieder – je mehr Leute sich daran (irgendwie) beteiligen, desto besser sieht dann am Ende auch das Ergebnis bzw. das ABBUC Magazin aus. Werden keine oder kaum Artikel geschrieben, so ist die Beilage eben recht dünn oder mit Bedarfstexten gefüllt; wird nix oder nur wenig programmiert, dann ist die ABBUC Disk eben auch nur sehr bescheiden mit neuer Software versehen und wird stattdessen stärker mit PD`s und Internetsoftware ausgelastet.

Aber heute will ich mich mal auf die Seite der User bzw. Abbucianer stellen und behaupte mal frech, auch der Club kann mehr in Sachen Support der User tun. Denn die User mögen zwar die nötigen Kenntnisse (know-how), Techniken usw. besitzen, doch jede Art von neuer Software oder Hardware kostet zunächst einmal Lust, Zeit und Geld. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Der ABBUC wiederum verfügt über große finanzielle Mittel – warum sollte er diese nicht hin und wieder für einen besseren Support der User bzw. der Atariszene einsetzen ?!? Meines Erachtens kann es nicht sein, dass sich das Guthaben des ABBUC einfach nur vergrößert, ohne dass viel in der Szene passiert. Doch bevor nun der ABBUC Vorstand auf die Barrikaden geht, hier nun mal ein paar Vorschläge meinerseits, was man denn eventuell tun könnte oder stärker supporten könnte:

1) Hardware: In den letzten Jahren sind die kommerziellen Händler so ziemlich alle verschwunden und damit zumeist auch die Atari Hardware. Jedoch gerade die Herstellung von Hardware ist grundsätzlich sehr kostspielig, während man für Software oft „nur“ Zeit und Leerdisketten benötigt, so nagt Hardware viel stärker am Portemonnaie, sei es die Beschaffung von Platinen, Eproms, Eprom-Brennern, Lötstationen, etc. So ist es kein Wunder, dass die meisten Hardware Projekte, die auf Messen gezeigt
werden, oft nur Einzelstücke sind, da es kaum jemand (außer der RAF!) wagt eine zeitlich aufwendige und teure Kleinserienproduktion anzufangen. Dennoch finde ich folgende Hardware- Sachen hätten den ABBUC Support verdient: – IDE-Interface: Wer wünscht sich nicht eine Festplatte für den kleinen Atari ?!? Es gibt inzwischen versch. Projekte bzw. versch. Interfaces, die erwägenswert erscheinen…
a) MSC-IDE-Interface: Dieses Teil gab es vor ein paar Jahren schon mal zu kaufen. Einige Abbucianer wünschen sich zu Recht eine Neuauflage davon. Vielleicht lässt sie sich ja realisieren, wenn der ABBUC eine Stückzahl von 50 Einheiten garantieren kann und die Kosten dafür teilweise übernimmt (z.B. 50% der Gesamtkosten oder einfach die Kosten der Platinenherstellung). Allerdings müsste man dann auch wieder Kontakt zu den ehemaligen Machern, nämlich Belitz/Birmanns, aufnehmen und dafür Sorge tragen, dass der Software Support gewährleistet ist. Schön wäre es z.B. dann die neuesten Software Treiber und die neueste OS Version des Interfaces zu haben, denn es gab ja mehrere davon, soweit ich weiß. Und wenn dann noch Weiterentwicklungen, die zur Zeit für die Black Box getätigt werden (ASPI, etc.) auch für das MSC-IDE gemacht würden, ginge für viele Leute wohl ein Traum in Erfüllung…
b) My-IDE: Dieses Interface wird von Sijmen Schouten hergestellt, mehr noch er leistet hierfür nach wie vor vollen Support und hat auch gerade über eine Serienherstellung nachgedacht. Was läge also näher, als dies von ABBUC Seite finanziell zu supporten ?!? Das Interface gibt es dabei in zwei Varianten, nämlich a) der internen Version, die in den Atari 800 oder XL oder XE (oder XEGS) Rechner eingelötet wird und b) der externen Version auf Steckmodulbasis. Beide haben so ihre Vor- und Nachteile. Die interne Version läuft mit oder ohne SOS (Sijmens „Self Operating System“), die externe Version glaube ich (!) nur ohne. Man hat bei beiden Varianten insgesamt 8 Partitionen zur Verfügung, mit der internen Version und SOS hat man zudem noch die Möglichkeit spez. „Bootfiles“ (Files oder Bootdisks) anzulegen und auch zu booten. Dabei ist man nicht auf 8 solcher Bootfiles beschränkt, sondern kann bis zu 65.535 solcher Bootfiles anlegen, sofern die Größe der Festplatte dies zulässt. Wenn ich mich nicht ganz irre, klappt das aber nur bei der internen Version mit SOS. Die externe Version hat dafür den Vorteil, dass sie auf Modul daherkommt und man den Rechner nicht verlöten muss. Und mit bis zu 8 Partitionen a 16MB (MyDOS, also max. 8x16MB = 128MB) kann man ja auch schon eine Menge anfangen. Sehr erwähnenswert und lobenswert ist hier vor allem Sijmens Support via Software und div. Anleitungen auf seiner eigenen Homepage. Vielleicht ist dies ja genau das, was sich viele Abbucianer als IDE-Interface wünschen…
c) SIO-to-IDE: Diese Erweiterung wurde ja kürzlich erst im ABBUC Magazin ausführlich vorgestellt und etwas Software gab es auch dazu. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass der Erfinder dieses Interfaces bereit sei eine Kleinserie aufzulegen und der Stückpreis so bei 32 Euros läge. Dennoch wäre es natürlich wünschenswert, wenn man nicht bis nach Polen oder Tschechien reisen, bzw. alles über den Postweg erledigen müsste, sondern wenn hier in Deutschland jemand bereit wäre diese Erweiterung in einer Kleinserie von 30 bis 50 Stück nachzubauen.

Wenn dann der ABBUC finanziell auch noch etwas beisteuert und am Ende der (Software-) Support ebenfalls geregelt werden könnte, dann würden sich hierfür sicher auch jede Menge interessierte Abbucianer finden lassen. Der SIOPort ist in Sachen Datenübertragung zwar nicht gerade schnell, jedoch hat jeder 8Bit Atari einen SIO-Port, man benötigt also keinerlei Parallelbusadapter oder ähnliches. Vielleicht wäre ja dieses Teil der Wunsch einiger oder vieler Atarianer… -CD-ROM-Interface: Also was die Mundpropaganda betrifft, so haben davon schon eine Menge Leute gehört. Im ABBUC war ja auch mal ein Bauplan drin und einige Leute haben es schon nachgebaut. Außerdem hat man sich (wenn ich mich nicht irre) bei der RAF auch schon Gedanken darüber gemacht, dieses Teil nachzubauen. Jaja, immer die RAF – ohne sie gäbe es kaum noch Hardware in der Atari 8Bit Szene. Dabei ist ihr Hardware-Angebot inzwischen schon sehr sehenswert, sei es SIO2PC, DVM, 2-Rechner Interface, Schaltnetzteil, Multilink Interface, Multijoy8-Interface und andere Dinge. Wenn sie jetzt auch noch das CD-ROM Interface herstellen, dann kann man sie echt nur loben und für den ABBUC ist es dann geradezu eine Pflicht hier finanziell beizustehen, denn soviel Engagement in Sachen Hardware hat sonst niemand. *Wobei der ABBUC ja durchaus auch andere RAF-Hardware finanziell etwas supporten könnte*, damit diese billiger angeboten werden kann und dann noch mehr Verbreitung findet (z.B. Multilink und Multijoy8). Ok, das CD-ROM Interface ist glaube ich ein reines Wiedergabe- Instrument, d.h. man kann damit Files von CDROM wiedergeben und in den Atari einladen.

Das geschieht über das sog. Turbotape Format. Aufnehmen kann man solche CDs am Atari oder mit dem Atari natürlich nicht, das muss dann der PC via Soundkarte erledigen. Soweit ich gehört habe lassen sich pro CD 192 Files (und auch nur Files, keine Bootdisks) speichern. Aber da man CDs ja billig nachgeworfen bekommt und diese Dinger auch noch viel länger leben als Festplatten (und sehr leicht zu kopieren sind), könnte ich mir schon vorstellen, dass sich hierfür einige Atarianer interessieren…

– RAM-Erweiterungen: Früher gab es jede Menge „Do-it-yourself“ Bastelanleitungen für Ramerweiterungen bzw. Ramdisks. Daneben auch nicht gerade wenige Händler, die div. Ramdisks, etc. angeboten haben. Nun, die Bastelanleitungen findet man heute noch in Form von Bauplänen beim ABBUC Bauplanservice. Nur Händler, die so was auch herstellen findet man keine mehr – und User zur Zeit leider auch nicht. Dabei kenne ich eine Menge Atarianer, die sich eine Ramerweiterung wünschen. Was die Größe betrifft, so sind hier die Wünsche recht unterschiedlich, jedoch wäre 1 Megabyte für die meisten Leute mehr als genug. Warum also nicht ein paar 1MB Ramdisks in einer Kleinserie von 30 bis 50 Stück herstellen (oder mehr, je nach Interesse der Abbucianer) bzw. herstellen lassen und den ABBUC dann die Hälfte der Kosten oder wenigstens die Kosten der Platinenherstellung tragen lassen ?!? Tja, dann braucht man natürlich nur noch einen finden, der die Ramerweiterungen auch baut/bestückt und ggf. in den XL, XE oder XEGS Rechner einbaut. Bei 400 ABBUC Members sollte sich da doch einer finden lassen – oder ?!?

Stichwort Kompatibilität, es gibt nicht nur dutzend versch. Ramdisks, sondern natürlich auch div. Inkompatibilitäten in Sachen Hardware und dann später halt auch bei der Software. Ich habe vor einiger Zeit angefangen eine Liste über die versch. Atari Ramdisks anzulegen (folgt in einem ABBUC Mag oder Sondermag!) und auch ein klein wenig nach deren verwendeten Rambänken und eventuellen Problemen geschaut. Nun, in Sachen Rambänke scheinen mir die 1MB Ramdisks der Marken Newell, Peterson, Toms (sind alle drei kompatibel zueinander!) am besten geeignet, denn hier sind sowohl die Bänke einer Compyshop-Megaram Erweiterung (26AE), als auch einer RamboXL (8ACE) vorhanden. Es müsste oder dürfte hiermit wohl am meisten Software laufen. Leider haben alle drei Probleme mit dem eingebauten Atari Basic und dem separaten Antic Zugriff. Allerdings habe ich schon Artikel gelesen, in denen bei der Peterson- RD der separate Antic-Zugriff und bei der Newell-RD das Basic Problem behoben wurden. Da beide 1MB Ramdisks zueinander kompatibel sind, läßt sich ja vielleicht (!) auch beides realisieren bzw. beide Probleme lösen. Außerdem gibt es Atari Basic ja auch als Modul. Wie dem auch sei, am wichtigsten erscheint mir nun jemanden zu finden, der bereit ist so
lche 1MB Ramdisks in Serie herzustellen und natürlich der finanzielle ABBUC Support. An interessierten Atarianern wird es wohl kaum mangeln…

2) Software: Die Programmierung neuer Software hat in den letzten Jahren ja auch stark nachgelassen, klar – es fehlt den meisten Leuten einfach die Zeit. Einige Programmierer sind aber auch nicht bereit alles umsonst und als PD oder Freeware erscheinen zu lassen. Zumindest da dürfte ein finanzieller Anreiz noch etwas nützen (man hat zwar nach wie vor keine Garantie, dass ein Programm realisiert und vor allem auch fertig gestellt wird – aber schaden kann es ja auch nicht). Dabei sollte natürlich nur für fertige Programme gezahlt werden, nicht für Demos oder Beta-Versionen. Dazu ein paar Beispiele für Programme, die im Internet gestartet wurden:

a) Elite XL: Ein verrückter „Engländer“ (ob Ami oder Brite, weiß ich nicht genau) hat vor ca. einem Jahr damit begonnen den C64 Sourcecode von Elite stückchenweise an den XL anzupassen. Es soll ja angeblich auch eine XL Version geben, die schon bis zu 80% fertig war aber nie released wurde. Da sie nicht aufzutreiben war, hat dieser arme Mensch wieder von Null angefangen bzw. den C64 Sourcecode für den XL angepasst. Zu sehen gibt es bisher nur ein Titelbild mit einem animierten Vektor-Raumschiff und einigen s/w Bildern. Eigentlich sollten noch weitere Updates folgen, doch anscheinend ist die Lust oder Zeit flöten gegangen. Nun, wie schon gesagt, mit baren Mitteln könnte man den Programmierer locken, das Spiel nun doch noch fertig zu stellen. So nach dem Motto, wenn er das Programm fertig macht, dann erhält er xxx Euros dafür und der ABBUC die Exklusiv-Rechte für wenigstens ein Jahr…

b) Vector (DOOM XL): Ein Spiel das von einem oder mehreren polnischen. Programmierern schon seit längerer Zeit in der Mache ist – aber scheinbar nicht voran kommt. Es gibt eine Homepage mit Bildern und Gästebuch, jedoch hat sich hier schon länger nix mehr getan. Man weiß also nicht ob an dem Spiel noch gearbeitet wird oder ob es zwischenzeitlich eingestellt wurde. Vielleicht könnte man den Programmierern mit der Aussicht auf eine finanzielle Belohnung etwas auf die Sprünge helfen, auch hier natürlich nur für das fertige Produkt…

c) Space Harrier: Ein Brite ist dabei das ehemalige Automatenspiel für 128k Ataris (130XE oder aufgerüstete Rechner) umzusetzen. Bisher gibt es eine spielbare Demo mit einem Level, die aber sehr gut ist und auch von vielen mit Lob und Anerkennung bedacht wurde. Natürlich existiert auch eine Homepage auf der man den Fortgang der Spielentwicklung betrachten kann. So scheint der Autor mittlerweile bei Level 3 angekommen zu sein, allerdings gibt es nur Screenshots und keine weiteren Spieledemos. Erst am Ende soll es wieder eine neue Version geben, nämlich die fertige Vollversion. Um nun sicher zu stellen, dass diese fertige Vollversion auch wirklich erscheint wäre die Aussicht auf Bargeld sicher nicht übel. Zudem würde die Fertigstellung vielleicht ja sogar etwas beschleunigt werden, wer weiß… Es gibt sicher noch viele andere Spiele, die in der Entwicklung sind oder waren. Das Internet ist schon eine kleine Fundgrube dafür und für die Umsetzung von mega-bekannten Sachen, wie Elite, DOOM/Vector und anderen sollte man doch schon etwas springen lassen. Daneben bietet es sich natürlich an, die Rechte von anderen Händlern aufzukaufen oder aber Spiele als PD freizubekommen. Letzteres ist eine sehr schwere und zeitaufwendige Sache, ersteres schon einfacher, wenn man gute Kontakte hat.

So glaube ich nicht, dass Sega, Nintendo, Sony, Hasbro, Infogrames und andere Großfirmen jemals ihre Spiele als PD freigeben – aber sog. low budget Firmen wie Atlantis, Alternative, Prism Leisure, etc. dürften schon eher dazu bereit sein. Mit Derek Fern von Microdiscount hatte ich auch kürzlich E-Mail Kontakt, er teilte mir mit, dass er noch alle Rechte inne habe und auch noch alle Spiele von Zeppelin und anderen Firmen vorhanden seien, jedoch deren kommerzielle Vermarktung nicht mehr lohne. Nunja, ich konnte Derek kein großes Angebot unterbreiten, vielleicht ja aber der ABBUC. Außerdem was ist eigentlich aus den Rechten von ANG und Powersoft geworden ?!? Vielleicht kann man ja da noch was ergattern oder lizenzieren…

3) B.O.S.-Preise: Jahr für Jahr veranstaltet die RAF (seit ca. 1998) den Best of Show Wettbewerb. Eine gute Idee wie ich finde. Das es dafür dann auch Preise gibt ist ebenfalls sehr gut. Nur, warum müssen es immer die gleichen Preise sein ?!? Ok, ein T-Shirt mit dem jeweiligen BOS-Logo geht in Ordnung, denn dafür gibt es ja extra einen Wettbewerb. Aber immer wieder ABBUC-Tassen, ABBUC-T-Shirts und ABBUC- Uhren (bzw. Wecker) für B.O.S. und Unconventional zu spenden, das ist doch etwas langweilig. Mit seinem Guthaben könnte der ABBUC da ruhig mehr locker machen. Es muss ja nicht gleich ein neuer Mercedes sein – aber hin und wieder ein paar neue Preise (jedes Jahr oder wenigstens alle zwei Jahre) wäre schon gut und überlegenswert. Wie wäre es z.B. für den BOS Wettbewerb jährlich Preise in Gesamthöhe von 500 Euro (z.B. Bargeld!) zur Verfügung zu stellen ?!? Natürlich nur für brauchbare Sachen, wie Spiele und Anwendungen – und nur wenn die Qualität stimmt ! Für den tausendsten Pacman, Tetris, Breakout, Pong, etc. Clone oder irgendein billiges Basic/TB Spielchen bestimmt nicht. Es sollte schon was gutes und kreatives sein (auch wenn das Geschmacksache ist). Sicher fällt es so manchem Atarianer leichter etwas zu programmieren, wenn er dafür dann etwas (Bargeld) gewinnen kann. Dabei fällt mir noch ein, vielleicht kann man sich ja auch bei Veranstaltungen in Polen und Tschechien von ABBUC Seite etwas beteiligen, denn meist sind ja auch dort einige Abbucianer vorzufinden und schreiben Berichte dazu…

4) Module/Cartridges: Der ABBUC hat ja einige XL und XE/XEGS Module in seinem Angebot und zwar spottbillig (1,30 Euro – meine Tastatur hat kein Euro Zeichen!). Einige schlaue Leute glauben nun das ausnutzen zu müssen, um die Module dann 5-10 mal teurer bei Ebay oder anderswo zu verkaufen. Doch halt, wir von der SWAT haben schon einmal eine Riesenmenge Module geordert und würden das auch gerne wieder tun. Dabei interessieren uns die Spiele nicht im geringsten und sie werden auch nirgends mehr auftauchen. Uns geht es vielmehr um die Gehäuse und die Platinen, um daraus nämlich neue und andere Module herzustellen. Konkret haben wir ca. 50 Module für das Flashrom von Stefan Dorndorf geordert und auch alle dafür notwendigen Bauteile besorgt. Ob das 512k Flashrom Modul aber nun jemals fertig wird liegt allein an Stefan, nicht an uns (wir hoffen es). Daneben habe ich guten Kontakt zu Nir Dary, der mir auch recht ausführlich erklärt hat, wie man ML-Files zu Modulen macht. Tja, und das ist unser nächstes Ziel, wir wollen einige PD-Programme, sowie einige AMCGames (Jinks, Tales, Bilbo, Mikes Slotmachine), auf Modul brennen.

Diese „neuen“ Module wird es dann zum Selbstkostenpreis geben, der natürlich davon abhängt, wie viel wir ursprünglich für die Gehäuse und Platinen bezahlt haben. Wenn wir für ein XL/XE Modul aber bereits 10-20 Euro oder gar 20 Dollars zahlen müssen, dann wären unsere selbst produzierten Module viel zu teuer. Von daher versuchen wir möglichst billig an Module ranzukommen, nicht um sie teuer zu verscheuern, sondern um halt neue Module daraus zu machen. Der ABBUC scheint mir da eine gute, jedoch auch begrenzte Quelle. Sollte also noch jemand einige Module übrig haben, die er billig loswerden will, da sie eh jeder hat (z.B. Pole Position, Millipede, etc.), dann bitte bei der SWAT melden – wobei die Realisierung dieses Vorhabens noch ca. 6-12 Monate dauern wird. Vom ABBUC erhoffen wir dennoch etwas Support, z.B. in Sachen billiger Module…

So, genug gelabert für heute. Es gibt sicher noch sehr viel mehr Sachen, die der ABBUC finanziell supporten könnte (und auch einiges, das er bereits unterstützt). Allerdings kommt es dabei auch auf die Interessen und das Feedback der Mitgl
ieder an. Nicht zuletzt auch auf ein freiwilliges Opfer, das bereit ist, die Ideen dann Wirklichkeit werden zu lassen (umzusetzen). Nun denn, darüber kann man ja bei Gelegenheit auf der JHV oder im ABBUC Forum diskutieren. Ich hoffe, niemandem allzu sehr auf die Füße getreten zu sein, falls doch dann war es nicht meine Absicht. Von daher, lasst die Steine auf der Straße liegen!

Greetings
– Andreas Magenheimer.

P.S.: Und nicht vergessen: Feedback ist auch eine Form des Supportes, wenn nicht gar die wichtigste Form um heutige Atari-Magazine und Clubs am Leben zu halten !!!

ABBUC e.V. PD-Neuheiten

Brauche Hilfe bei PD-Sammlung!
Damit die Serie Disk-Magazine möglichst geschlossene Magazinreihen enthält, benötige ich von vielen Magazinen noch einzelne Exemplare. Als nächstes plane ich die TOP-Magazine zu bringen, die ja gewissermaßen die Fortsetzung des Compy-Shop-Magazins sind. Leider habe ich davon nicht alle. Wer mag mir damit aushelfen? Am schnellsten ginge es über Internet/E-Mail. Und jetzt die Neuheiten:

658 Serie Disk-Mag: CCB 1/92 2S/ED
Erstes vollwertiges Intro mit Animation und Sound. Dazu Teste, Berichte und Infos zum Thema ATARI. Der 5. Teil des QUICK-Kurses befasst sich mit dem DLI, Spiel: Bobbi. Mit <OPTION> booten.

659 Serie Disk-Mag: CCB 2/92 2S/ED
Infos, Gerüchte, Berichte und Teste. Interessant: der Test von ATARI DOS 1.0 (PD # 651) und ATARI DOS 4.0 (PD # 65). Software: Das Spiel Dr. Tod und Dracula. Mit <OPTION> booten.

660 Serie Disk-Mag: CCB 3/92 2S/ED
News, Infos, Berichte, QUICK-Kurs Teil 6, Teste u.a. TurboDOS 2.1 (PD # 506) SchummelPOKEs, Ankündigung des StarSoftMags, Demos; Passionately (AMP), GCA Sound Collection, Game Music Collection, Little Demo (HTT), Software: Joysticktester, Galgenraten. Mit <OPTION> booten.

661 Serie Disk-Mag: CCB 4/92 2S/ED
Infos, Kommentare, BASIC-Kurs Teil 6, 5 Demos, Spiel: The Golden Cellar. Abschied vom CCB-Mag. Mit <OPTION> booten.

662 Serie Disk-Mag: StarSoft 1/92 2S/ED
Magazin aus der gleichen Szene-Ecke wie ECS und CCB. Bemerkenswert: Es ist in QUICK geschrieben und läuft entsprechend fix. Das Magazin ist 2-sprachig: Englisch & Deutsch. Inhalt: Berichte, Teste, Software: Speedscript 3.0, Demos Watch Diz (HTT), Chain (StarSoft) und 1st Demo (StarSoft).

663 Serie Disk-Mag: StarSoft 2/92 2S/ED
Die 2. Ausgabe mit erstaunlich vielen Informationen in Deutsch und Englisch. Beitrag zum damals angekündigten FALCON 030, Teste, Berichte, Infos, Demos: The Unity Project vom POKEY – ABBUC – Treffen in Arnhem (NL) und StarSoft 3. Mit <OPTION> booten.

664 Serie Disk-Mag: StarSoft 3/92 2S/ED
Mit viel Liebe zusammengestellt hier die 3. Ausgabe (mit <OPTION> booten). Infos z.B. über Farbdruck von Grafiken mit dem XL, Backrezept, Adventurelösungen, Scroller in QUICK. Wie immer zweisprachig und angereichert mit Software. Demo: Multiple GFX 12 Scrollers, Spiel: Chefredakteur (für bis zu 6 Spielern).

665 Serie Disk-Mag: StarSoft 2/93 2S/ED
Die Ausgabe 1/93 ist eine reine Papierauflage gewesen. Hier die 5. Ausgabe in bewährter Qualität mit Infos, Berichten, Tests und Software. Neu ist ein BASIC-Kurs für Anfänger. Demo vom Spiel Miecze Valdgira, Spiel: Präsident (BASIC & Joystick).

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Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Aufbereitung für HTML: Andreas Bertelmann