ABBUC Magazin 067


IMPRESSUM

© 2001 Atari Bit Byter User Club e.V.
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Das Atari Bit Byter User Club Magazin erscheint ¼Jährlich.Jeweils ½jährlich erscheint das Atari Bit Byter User Club Sondermagazin.Eingesandte Artikel müssen frei von Rechten Dritter sein. Mit der Zusendung gibt der Autor seine Zustimmung zur Veröffentlichung. Veröffentlichungen, auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung

Inhalt

Seite 3 Totgesagte eben länger
Seite 6 ASMA
Seite 6 Wer hat meinen XL 600 ?
Seite 8 PC Bridge
Seite 16 Korrektur PD-Katalog
Seite 17 CD-ROM am Atari
Seite 20 Games Clones Vol. 4
Seite 21 CC65 Kurs Teil 2
Seite 24 Legal Abandonware
Seite 25 Best of Show JHV 2001
Seite 28 JHV aus Wiener Sicht
Seite 30 Mulitjoy8 Interface
Seite 31 Schreiersgrün 2002
Seite 31 Frohe Weihnachten
Seite 32 Die PD-Ecke

Totgesagte leben länger – auch ihre Rechte!

Die Firma ATARI ist tot! Doch haben damit auch die Rechte an der Hard- und Software von ATARI aufgehört zu existieren? So mancher mag wohl glauben, dass mit dem Hinscheiden von ATARI hier ein rechtsfreier Raum entstanden sei, der jedem die uneingeschränkte Verwertung vor allem der Software erlaubt.

Schaut man sich z.B. im Internet um, so findet sich dort kein 800XL-Clone oder ein 1040STF im Eigenbau. Wie auch? Schließlich sind in den Geräten spezielle ICs von ATARI im Einsatz, die sich nicht so einfach kopieren lassen. Dafür finden sich viele Angebote, die Hardware aufzurüsten, umzubauen oder zu ergänzen.

Softwarekopien in den verschiedensten Formen findet man dagegen aber zuhauf. Für alle ATARI-Geräte, sogar die allseits noch immer beliebten VCS 2600, gibt es Software zum Download oder auf Diskette bzw. CD. Software auf CD für die VCS 2600 oder den XL? Na klar, für die Emus!!! Gemeint sind Emulatoren, also Programme, die z.B. eine VCS 2600 auf dem PC emulieren. Die Originalprogramme müssen dazu auf eine andere Systemplattform gezogen und ein wenig konfiguriert werden. Das ist kein großes Problem für erfahrene Leute. Doch ist das legal?

Wie sieht das bei Software, also Programmen aus? Die älteren Bit Byter erinnern sich sicher noch daran, dass es eine urheberrechtliche Grauzone gab, als die Homecomputerei anfing. Lang, lang ist das her – Seit 1985 ist das Urheberrecht vollständig auch auf Computersoftware erweitert worden. Und so mancher hatte damals Besuch von der Kripo, weil er plötzlich nicht nur jede Menge Raubkopien besaß, sondern damit auch noch fleißig Tausch oder sogar Handel betrieben hatte. Nicht umsonst waren damals auf dem ATARI 8-Bit Kopiertools und Kopierhardware so erfolgreich. In diesem Zusammenhang grüße ich alle Turbo-Besitzer ;-).

Heutzutage stellt sich für viele das Problem des Urheberrechtes nicht. Meist haben Computerbesitzer sowieso keine Urheberrechte an der benutzten Software, weswegen es ihnen in der Regel auch egal ist, ob die Rechte anderer verletzt werden, wenn sie mit Clone CD mal eben eine Kopie für den Tausch auf dem Schulhof oder im Café ziehen. Die Internetseiten mit derartigem Inhalt sind auch vielfältig und wer einen schnellen Internetzugang besitzt, kann sich so manches topaktuelle Spiel illegal herunterladen und für den Gebrauch auf CD brennen.

Wie ist der Aspekt Emulatorszene im Vergleich zu einer raubkopierten CD für den MAC bewerten? Man findet für die Emus viel kommerzielle Software “ meist Spiele “ für den Einsatz auf einem anderen Computersystem. So gibt es für den ATARI XL/ XE, Commodore C64, Texas Instruments TI-99/A4, Schneider CPC, Amiga und viele andere Systeme Emulatoren für PC, Mac und auch andere Computersysteme. Dass die entsprechenden Emulator-Files, sofern es sich nicht um PD- oder Freeware handelt, illegale Software darstellen, dürfte damit auch klar sein. Die Emulator-Szene verfährt frei nach dem Motto: Wo kein Kläger, da auch kein Richter! Und wer sich erwischen lässt, ist eben selber Schuld!

Solange diese Raubkopierer, und um nichts anderes handelt es sich beim Konvertieren eines kommerziellen Programms in ein Emulatorfile, nur sich selbst Gefahren aussetzen, soll es auch ihr Problem bleiben. Anders sieht es jedoch aus, wenn solch illegale Software z.B. auf selbstgebrannten CD verkauft oder im Internet zum Download angeboten wird. Vielfach werden dabei auch noch Verpackungen hergestellt, die eine gewisse Echtheit suggerieren und damit dem unerfahrenen Käufer automatisch in den Besitz einer Raubkopie bringen. Es ist nämlich für den Erwerber oft schwierig zu unterscheiden, was frei von Rechten wirklich auf jedem nur erdenklichen Medium angeboten werden darf und was nicht. Es ist schon ein wenig seltsam, dass hier so wenig Rechtsbewusstsein existiert. Andererseits ist die Emulator-Szene sehr wichtig, wenn es um den Erhalt von Software geht, da viele die alte Hardware nicht kennen oder haben. Auch als Überblick über die gute, alte Zeit des Homecomputers, quasi als Nachschlagewerk über Programme, Systeme etc. ist die Sammlung von Emulatoren z.B. auf dem PC interessant. Insofern gerät man hier schnell in einen Zwiespalt, wieweit man gehen darf, ohne illegal zu handeln.

Der ABBUC hat sich genau aus diesem Grund nur auf PD, Shareware und Freeware gestützt, sofern es nicht gelang, Rechte an Software direkt zu erwerben. Ich erinnere an dieser Stelle an die Jahresgaben. Es ist nämlich ein viel größerer Aufwand, selber ein Programm zu erstellen, als ein kopiertes Programm zu nutzen. Wir sind als Club für unsere Mitglieder dazu verpflichtet, legale Wege einzuhalten. Daher konnte ich als Verwalter der PD-Bibliothek bei entsprechenden Nachfragen auch nur darauf verweisen, dass wir ausschließlich legale Software anbieten.. Damit vielleicht doch Programme legal nutzbar werden, gibt es nur einen, leider steinigen Weg: Bitten um Freigabe für PD, Share- oder Freeware bei denjenigen, die die Vermarktungsrechte an den Programmen halten. Das ist oft schwer, aber der einzig legale Weg. Seit einiger Zeit befasse ich mich schon damit und es gibt erste kleine Teilerfolge.

Hier eine originale E-Mail-Antwort auf meine Anfrage:
Hi
I can help you with regard to a number of
titles which were owned and/or produced by
Bignose Software
As a founder/owner of the company I believe
I can safely say that rights to these titles are
still with Bignose, or have reverted to Bignose
due to the demise of the compa
ny attempting
to license them:
The Pay-Off (the first disk based program)

Opera House
QA
Family Game

I still have the original source for these and
would be happy for you to place the games
in the Public Domain.

I also have Sprong, written by Paul Lay and
produced by Bignose, but I guess the rights
to this now revert to Paul who I have no contact
details for (sorry).
Regards

Steve „Bignose“ Calkin

So wie Steve Calkin gibt es sicher noch mehr Freunde des kleinen ATARI, die bei entsprechender Anfrage sicher helfen können. Und damit wäre letztendlich auch allen ATARI-Freunden gedient. Hier eine weitere Kontaktinfo von Infogrames, die bekanntlich die Rechte an den alten ATARI-Programmen gekauft haben, um sie zu vermarkten:

Mr. Lojek:
Thank you for your e-mail regarding Atari games. Unfortunately, at this time I am unable to answer your specific questions because we have not yet publicly announced our plans for the Atari brand. To date, all we have announced is the recent release of an Atari Anniversary Edition for SEGA Dreamcast and PCs. Please feel free to keep in touch with us over the next several months.
Sincerely,
Nancy Bushkin
____________________________
Nancy Bushkin
Vice President, Corporate Communications
Infogrames, Inc.
417 Fifth Avenue
New York, NY 10016
P: 212/726-4222
F: 212/726-4239
EM: nbushkin@us.infogrames.com

Für jede Anregung und Hilfe in dieser Sache bin ich dankbar. Es muss doch möglich sein, die tollen Programme von Synapse, ECA, Mastertronic und wie sie alle heißen, auf legalem Weg zu bekommen, auch wenn die Titel schon lange nicht mehr produziert werden. Schreibt eure Meinung dazu an den Club. Oder noch besser, helft mit!!!

Gruß & Good Byte
Walter Lojek

ASMA

Atari Software Music Archive (ASMA)
– Neuigkeiten –
Hallo Atarianer, sicher habt Ihr alle mittlerweile den Artikel über das Atari Software Music Archive gelesen und vielleicht hat der ein oder andere ja auch schon das Archiv ausprobiert. Ich habe in der letzten Zeit mit Cube die ein oder andere Mail ausgetauscht und um einige Änderungen gebeten. Ich wurde erhört und es wurde eine echt tolle neue Funktion eingebaut. Wie Ihr sicherlich wisst, können die Songs in ASMA Untersongs enthalten. Ein Spiel oder eine Demo haben ha meist mehr als einen Song. Nun haben diese Songs alle eine unterschiedliche Länge. Einige sind so kurz wie Jingles, andere gehen ein paar Minuten und noch andere sind endlos.

Bislang konnte man alles so einstellen, dass maximal eine feste Zeitspanne gespielt wurde, bevor zum nächsten Song oder Untersong gesprungen wurde. Wenn man nun die Zeit auf 90 Sekunden einstellt und ein Untersong ist ein Jingle von 3 Sekunden, dann hörte man nach dem Jingle 87 Sekunden Stille. Cube hat die Routinen so umgeschrieben, daß nun Stille erkannt wird und nach einem einstellbaren Zeitraum von zum Beispiel zwei Sekunden Stille zum nächsten Untersong oder Song gesprungen wird.

Das klingt so natürlich viel besser. Vielen Dank dafür an Cube.
Euer Floppydoc

Wer hat meinen XL 600 ?

Es war einmal, vor vielleicht fünf Jahren, da erblickte in den Ford-Werken im schönen Köln ein kleiner, roter Fiesta das Licht der Welt. Er machte sich auf, die schöne, weite Welt zu erkunden und schaffte es auch – bis in das eine 3/4 Stunde entfernte Bedburg, wo er Rast bei einem Händler machte und viele Artgenossen traf. Dort wartete sein neuer Besitzer auch schon auf ihn, und er gab ihm erst einmal einen amtlichen Namen, welcher Tiefe Einblicke in die Freizeit gestaltung & Einstellung der Namensgeber zuließ: „BM-XL 600“.

Seine Reiselust wurde allerdings jäh gebremst; es ging 1/2 Stunde „zurück“ nach Horrem, ganz nah an seinem Heimatort Köln – Aber in Zukunft sollte er regelmäßig Gelegenheit bekommen seine Ortskenntnisse in Richtung Herten und Schreiersgrün hin zu erweitern, und er lebte so glücklich vor sich hin – Doch dann kam der Tag, an dem er nicht nur seine zwei stolzen Besitzer durch seine lieb gewonnene Heimat führen sollte, sondern auch noch einen Kurzbeiner, der jetzt immer in einer Babyschale und mit viel Gepäck mit an seinen Reisen teilnahm.

Das war dem kleinen Wagen dann auf Dauer doch zu anstrengend, und er bat seinen größeren Bruder, den Focus, um Hilfe. Für den stellten die ganzen Reiseutensilien des Kurzbeiners dank seiner großen Klappe kein Problem dar. Die zwei lebten jetzt noch eine Weile zusammen, bis dann eines Tages eine nette Junge Frau aus Neuss kam, um den kleinen roten Fiesta mit zu sich zu nehmen . Endlich, hatte er doch schon immer so eine Ahnung dass da noch mehr es noch mehr sein musste als Horrem, Herten und Schreiersgrün! Seinen geliebten Namen musste er allerdings aufgeben –

Aber sein Bruder, der Focus, freute sich schon darauf den Namen des kleinen Bruders übernehmen zu dürfen! Nach einem halben Jahr Trauer war es dann endlich so weit: Der Focus sollte offiziell von Köln nach Horrem umziehen und bei diesem lang herbeigesehnten „Umzug“ auch seinen neuen Namen erhalten! Nach einer fünfstündigen Odyssee musste ihm sein Besitzer aber die traurige Botschaft überbringen, dass sein geliebter Name bereits vergeben sei! Irgendjemand habe von der neuen Möglichkeit gebrauch gemacht, sich einen Namen reservieren zu lassen!

Und kein ähnlicher Name ließ sich finden; 800XL, 800XE, 65XE,… alles war vergeben!!! Welch traurige Botschaft! Wie sollte er nun von den Vorlieben seiner Besitzer der Welt kundtun? Wie sollten ihn Gleichgesinnte erkennen? Wie sollte er einen Parkplatz in Herten bekommen? Wie sollte sein Besitzer wieder ruhig schlafen können? Er hofft nun innständig, das sich ein Gleichgesinnter diesen Namen hat geben lassen, um der Welt von diesem kleinen Rechner zu erzählen… Ein wenig Trost findet er bei seinem alten Onkel, dem Capri, der auf den Namen „BM-XE 130“ getauft wurde und fast so alt ist wie sein Namenspatron… O.K., vielleicht fährt man sich ja mal über den Weg; unser Focus nennt sich jetzt „BM-CB 950“ – Irgendwo müssen die ganzen XLs und XEs ja schließlich rumfahren…?!?
Gruß, Sleepy

PC Bridge

Liebe Atari-Fans!
Nach einiger Abstinenz von den guten alten 8- Bittern (und viel Zuspruch auf der ABBUC Jahreshauptversammlung), melde ich mich zurück mit einer Beschreibung des schon länger angekündigten Atari zu PC-Interface, das ich PCBridge getauft habe. Mit diesem Interface könnt Ihr ältere 8- Bit Karten von einem PC an den Atari stecken und deren Leistungsfähigkeit durch Treiber-Programme ausschöpfen. Probiert habe ich das bislang mit Hercules-Grafik- Karten, RS232 und Centronics Adaptern. Denkbar wären aber sicher auch Netzwerk-, bestimmte Sound (AdLib!)- oder auch weitere Grafikkarten. Damit das Interface möglichst kompatibel zu dem bestehenden Atari und dessen Software ist, wurde das Interface als echtes PBI-Gerät entwickelt, dessen Funktionsweise und Aufbau ich schon in drei früheren Artikeln beschrieben habe. Um sich ein Bild vom Aufbau der PCBridge zu machen, stelle ich zuerst den 62-poligen PC-Stecker vor und erkläre, welche Belegung er hat und welche Signale von der PCBridge angesteuert werden. Wenn man sich Bild 1 näher betrachtet, stellt man fest, dass der PC-Stecker Signale für 8 Datenleitungen (D0 “ D7) und 20 Adressleitungen (A0 “ A19) bereitstellt.

Mit den 20 Adressleitungen lässt sich ein Adressraum von 220 = 1 Megabyte abbilden. Bei einem Standard-PC wurden die unteren 640 Kilobyte für freien Speicher und die restlichen 6 Blöcke á 64KB (= 384 KB) für Speicher auf Einsteckkarten verwendet. Als weitere wichtige Signale lernen wir die vier Adress-Kontroll- Leitungen IOR\, IOW\, MEMR\ und MEMW\ kennen. Als Hintergrund-Information muss man wissen, dass bei Intel-Architekturen gewöhnlich der Adressraum für Speicher von dem Adressraum für Kontroll-Register (z.B. für I/O-Chips) getrennt ist. Der Speicherraum umfasst dabei die vollen 1MB, wohingegen der I/OAdressraum nur 64KB groß ist. So zeigen also MEMR\oder MEMW\ einen lesenden oder schreibenden Zugriff auf den Hauptspeicher und IOR\ oder IOW\ das gleiche für den Ein- / Ausgabe – Adressraum an. Bei Motorola – Architekturen hingegen (und der 6502- Bus ist vom Motorola 6800 Prozessor abgeleitet, es haben sogar z. T. dieselben Entwickler daran gearbeitet) werden die Konfigurationsregister von Ein-/ Augabeeinhei ten direkt in den Hauptspeicherraum eingeblendet. Eindrucksvoll sieht man das beim Atari an der Stelle von $D000 – $D800, an der die Register des Antic, Pokey, GTIA und der PIA liegen. Das darunter auch vorhandene RAM ist nicht zugänglich. Man erkauft sich also den einfacheren Hardwareaufwand (weniger Kontrollleitungen) durch geringere RAM- oder Adressraum- Nutzbarkeit.

Der PC verfügt auf seinem ISA-Bus (Industrial Standard Architecture) über die sechs I n t e r r u p t – Leitungen IRQ2 – IRQ7, die einen Interrupt durch eine logische 1 oder durch einen Flankenwechsel von Low nach High anzeigen. Die Interrupts sind in einem PC priorisiert: Und zwar hat der IRQ2 die höchste Priorität und IRQ7 die niedrigste. Wird an RESETDRV eine logische 1 angelegt, so werden die eingesteckten Karten zurückgesetzt. Als letztes wichtiges Signal sei hier IOCHRDY zu nennen, welches anzeigt, ob die gerade angesprochene Karte noch einen (oder mehrere) Wait- States einlegen möchte. Dies führt in der Tat zu Problemen, da der Atari einen Speicher- Zugriffzyklus immer in einer Taktperiode abhandelt, d.h. ein Speicherzugriff dauert immer ca.

1 / 1,77 Mhz = 0,565 Mikrosekunden. Nun können ältere PC-Karten aber so langsam sein, dass sie zum Teil nur mit Frequenzen kleiner gleich 1Mhz angesprochen werden können, oder aber Wait- States einlegen, weil die Karte gerade mit dem Refresh vom dynamischen Speicher beschäftigt ist (z.B. Hercules Karte). Aus diesem Grund muss unsere PCBridge eine Hardware bekommen, die mit den Wait-States umgehen kann. Leider wird dadurch das Design etwas komplizierter und wir müssen auf ein Prozessor-Signal (SYNC) zurückgreifen, das nicht am PBI-Bus hinten am Gehäuse anliegt. Nun aber zum Aufbau der PCBridge: Bild 2 zeigt ein Blockschaltbild mit den wesentlichen Komponenten. Von hier aus werden wir uns bei Bedarf detaillierter Ansichten als Vergrößerung des gerade interessanten Bereichs ansehen. Das Interface besteht aus einigen 8-Bit Speicher- Elementen (Latches), die die Adress-Information für die PC-Seite zwischenspeichern, einem 8-Bit bidirektionalen Tri-State-Register (und Line- Buffer), einem 8 Kilobyte EPROM (2764 o. ä.), einem 8 Kilobyte statischen RAM (von dem nur 1 Kilobyte genutzt wird) und einigen GAL (Generic Array Logic) Bausteinen, um die benötigten Decoder und Verknüpfungen einfach und schnell realisieren zu können. Der Grundaufbau der PCBridge ist so gewählt, dass es sich als PBI-Gerät anstelle des Mathe-Roms an die Position $D800-DFFF (2 Kilobyte) in den Hauptspeicher einklinkt. Der Bereich von $D800 – $DBFF (1 KB) ist dem Eprom, das die Treibersoftware enthält, vorbehalten.

Nun wäre 1 KB etwas wenig für Treiber für mehrere PC-Karten. Zum Glück sind aber bei einem Latch noch vier Bits übrig, von denen wir drei mit den höchsten drei Adresspinnen des Eproms (A10 – A12) verbinden, so dass wir acht 1 KB – Blöcke in dem Eprom ansprechen können. Wir müssen also beim Programmieren der Treiber immer darauf achten, dass die richtige 1KB-Page eingeschaltet ist und ggf. auf eine andere umschalten. Das kostet natürlich etwas Geschwindigkeit, aber das ist besser, als das Design noch komplizierter zu machen. Das vierte freie Bit des Latch’s klemmen wir an A9 des RAM, so dass wir zwei mal 512 Bytes in dem RAM adressieren können, die in dem Bereich von $DC00 – $DDFF eingeblendet werden. Wir haben am Anfang gehört, dass der PC zwischen Speicher und I/O-Adressraum unterscheidet, daher verwenden wir eine Page von 256 Bytes an der Stelle $DE00- $DEFF für I/Ound eine von $DF00 – $DFFF für Speicher- Zugriffe. Die Tabelle 1 listet noch einmal die Speicherbelegung der 2KB von $D800 – $DFFF auf.

Tabelle 1 :Adressbelegung im PBIAdressbereich von $D800- $DFFF
Tabelle 2: Register des PBI-Device Adressraum Nutzung
$D800 – $DBFF ROM 8 mal 1 KB
$DC00 – $DDFF RAM 2 mal 512 Bytes
$DE00 – $DEFF I/O-Adressraum PC
$DF00 – $DFFF Speicher-Adressraum PC

PBI-Register Bedeutung
NEUPORT $D1FF An- Ausschlalten PBI-Gerät, IRQ ausgelöst?
ISAHI $D1FE, IC3 “ 74HCT573
Bit 0-3: Adresssignale PC-Bus A16-A19
Bit 4-6: PBI-ROM Page0 “ Page7
Bit 7: PBI-RAM Page0 / Page1

ISALO $D1FD, IC2 “ 74HCT573 Bit 0-7: Adresssignale PC-Bus A8-A15 ISADATA $D1FC, IC4 “ 74HCT651 Bit 0-7: PC-Datenbus lesen D0-D7 Ihr werdet Euch nun sicher fragen, wie die 1MB Speicherraum und die 64KB I/O-Adressraum in die je 256 bytes großen Pages abgebildet werden können. Dies ist in sofern einfach, da wir die fehlenden Adressbits (bisher haben wir derer nur acht) durch die oben schon angesprochenen Latches bilden. Wir müssen also auch wieder dafür Sorge tragen, dass die oberen 12 Adressbits (A8 “ A19) bei Speicherzugriffen oder die oberen 8 Addressbits (A8-A15) bei I/O-Zuriffen richtig gesetzt sind. Auch hier verliert man etwas an Geschwindigkeit, da die Latches aber nicht immer gesetzt werden müssen, sondern nur dann, wenn man aus dem gerade gewählten 256-Byte Block herausbewegt.

Bei I/OZugriffen spielt es sowieso keine Rolle, da hier entweder die Register nur einmal programmiert werden oder nur wenige zyklisch zu aktualisieren sind. Alles in allem erreicht man
so einen sehr beachtlichen Datendurchsatz, ohne zuviel Hardware aufwenden oder Abstriche bei der Kompatibilität machen zu müssen.

Betrachten wir nun im Detail die Interrupt-Verarbeitung der PCBridge, die wir unbedingt einbauen müssen, da ohne Interrupts z.B. ein RS232 Interface nicht vernünftig funktionieren kann. Gerade hier kommt es darauf an, dass das empfangene Datum schnell aus dem I/O-Chip gelesen und in einen Buffer geschrieben wird. Wird dies nicht sofort getan, wird womöglich schon das nächste Byte empfangen und das zuvor angekommene Byte geht verloren. Da der Atari insgesamt nur über zwei Interrupts verfügt und davon auch nur die IRQ\- Leitung nach außen geführt wurde, müssen wir die sechs IRQ-Leitungen über Dioden auf eine Leitung führen. Durch den logisch 1 Pegel einer aktiven IRQ-Leitung, wird das in Abbildung 3 oben links gezeigte74LS74 Latch gesetzt und „merkt“ sich so, dass eine PC-Karte einen IRQ wünscht. Über den invertierten Ausgang Q\ leiten wir das Signal über einen Widerstand an IRQ\ des Atari, der so aufgefordert wird, diesen Interrupt zu bedienen. Merken müssen wir uns den IRQ der PC-Karte weil diese zum Teil nur eine kurze F l a n k e (Impuls) liefern und der z.B. gerade dann s t a t t f i n d e t , wenn der Atari einen NMI d u r c h f ü h r t (was oft passiert, da der ANTIC regelmäßig NMIs auslöst). Die Leucht diode zeigt an, dass die Karte einen Interrupt ausgelöst hat.

Zurückgesetzt wird das Latch erst durch einen lesenden Zugriff auf eine Speicher- oder I/O-Adresse einer PC-Karte. Realisiert wurde das durch die Verknüpfung der Signale MEMR\ und IOR\ mit zwei Dioden und einem Widerstand. Da der so entstehende Low- Pegel nicht immer ausreicht, um das Latch sicher zurückzusetzen, habe ich zwei bislang nicht genutzte Inverter zwischengeschaltet, die dieses Problem lösen (im Schaltplan (noch) nicht enthalten). Weiterhin muss der Atari, wenn ein Interrupt ausgelöst wurde, auf Adresse Neuport eine 1 auf dem Bit lesen, das diesem PBI-Gerät zugeordnet ist. Dazu ist von dem Ausgang Q eine Leitung in den GAL2 geführt, der dafür sorgt.

Im Detail möchte ich eigentlich nur noch die Wait- State-Verarbeitung erklären, da diese mich die meiste Entwicklungszeit gekostet hat (abgesehen von der Treiber-Programmierung, die immer noch nicht ganz abgeschlossen ist) und schaltungstechnisch interessant ist. Da wir aus den oben genannten Gründen nicht synchron auf die PCKarte zugreifen können, müssen wir der PCBridge etwas „Intelligenz“ mitgeben, so dass sie den Lese- oder Schreibvorgang unabhängig vom Atari durchführen kann. Schauen wir uns zuerst den einfacheren Schreibvorgang an. Wenn der Atari in eine Speicherstelle einer PC-Karte schreiben möchte, so liegen zum Schreibzeitpunkt alle benötigten Informationen am Adress- und am Datenbus an und das Signal r/w\ liegt auf logisch 0. Wenn dies der Fall ist, speichert die PCBridge die unteren 8-Bit der Adressinformation in das linke 74HCT573 Latch und die Dateninformation in den Buffer/Latch 74HCT651. Anschließend wird entweder IOW\ oder MEMW\ auf logisch 0 gelegt, je nachdem ob es sich um einen I/O- oder Speicherzugriff handelt. Nach einem weiteren Atari- Taktzyklus wird das IOR\ oder MEMR\ Signal wieder zurückgenommen, es sei denn, die PCKarte zeigt durch ein gesetztes IOCHRDY-Signal an, dass es noch einen Taktzyklus benötigt. Die PCBridge registriert dieses Signal und läßt das Schreibsignal einen weiteren Taktzyklus lang auf logisch 0. Dies geschieht solange, bis die PCKarte das IOCHRDY-Signal wieder auf logisch 0 zurücknimmt. Da in aller Regel die PC-Karten nach 1 – 3 Atari-Taktzyklen die Daten übernommen haben, fällt dieser Zeitversatz bei der Programmierung nicht ins Gewicht. Man könnte ja annehmen, dass der erste Maschinen-Befehl ein STA $DE00 und der zweite direkt ein LDA $DE00 o. ä. ist. Wenn nun die PC-Karte mehr als 3 Atari- Taktzyklen benötigt, würde der noch laufende Speichervorgang mit dem folgenden Lesebefehl kollidieren (ein LDA <absolut> dauert 4 Zyklen und der letzte Zyklus ist der eigentliche Speicherzugriff).

Wie gesagt sind 1. solche Programmkonstellationen nicht sehr realistisch und 2. habe ich bei Oszilloskopmessungen sogar nur Karten gesehen, die 1-2 Takte benötigen. Wer will, kann aber nach jedem STA Befehl noch ein NOP einschieben. Kommen wir nun zum Lesezugriff auf eine PCKarte. Hier steht uns wieder die Adressinformation zur Verfügung, die wir auf die gleiche Art in den Latch zwischenspeichern wie beim Speichervorgang. Das Signal r/w\ liegt diesmal auf logisch 1, was die PCBridge veranlasst, diesmal das Signal IOR\ oder MEMR\ auf logisch 0 zu legen. Auch dies tut sie normalerweise einen Taktzyklus lang, es sei denn, die PC-Karte signalisiert wieder über IOCHRDY, dass sie das Signal noch länger benötigt. Wenn dann schließlich das Lese-Signal wieder zurückgenommen wird, steht das zu lesende Byte in dem Buffer/Latch 74HCT651. Der Lesebefehl z. B: LDA $DE00 führt also nicht dazu, dass das aus der PC-Karte zu lesende Datum direkt in den Akkumulator wandert, sondern es befindet sich erst einmal nur in dem Buffer/Latch. Daher wurde eine weitere Adresse eingerichtet und zwar ISADATA $D1FC, von der aus man den Inhalt des Buffer/Latch lesen kann. ISADATA liegt im Konfigurationsbereich des PBIInterfaces unterhalb von NEUPORT $D1FF, das wir ja aus den letzten Artikeln schon gut kennen. Ein vollständiger lesender Zugriff auf eine PCKarte sieht programmtechnisch also immer wie folgt aus:

LDA $DE00 (oder jede andere Adresse zwischen $DE00 und $DFFF)
LDA ISADATA

Erst dann steht das aus der PC-Karte gelesene Byte im Akkumulator und kann weiterverarbeitet werden. Falls keine anderen lesenden Zugriffe auf die PC-Karte unternommen werden, kann zwischen dem ersten und zweiten Ladebefehl natürlich auch beliebig viel Code stehen. Kommen wir nun noch auf die etwas unschöne Sache zu sprechen, dass es notwendig war, die SYNC-Leitung des Prozessors anzuzapfen, die leider nicht am PBI-Bus anliegt. Angenommen wir führen einen $DE00,X Befehl aus: Dieser Befehl dauert beim 6502 Prozessor 4-5 Takte, dabei werden ein Takt für das Laden des Opcodes, zwei Takte für das Laden der Adresse ($00 und $DE), einer für das Addieren des Inhalts des X-Registers zu der eben geholten Adresse und ein weiterer Takt (nur wenn Pagegrenze überschritten wird) für den Speicherzugriff auf die resultierende Adresse verwendet. Nun ist es eine Eigenart des 6502-Prozessors, schon nach dem dritten Takt die gerade geladene Adresse an die Adresspins zu geben. Die PCBridge denkt also schon vor der Berechnung der endgültigen Adresse, dass sie adressiert wurde, und wirft die gesamte oben beschriebene Maschinerie inklusive der Wait-State Verarbeitung an. Im nächsten Takt hat dann der Prozessor das X-Register auf die Adresse addiert und legt diese wiederum an die Adresspins. Da die PCBridge aber schon in der Phase „Lesen von PC-Karte“ ist, liefert sie in der Regel einen falschen Wert zurück. Nun ist eine effiziente Programmierung von größeren Speicherbereichen ohne indizierte Befehle praktisch unmöglich, also muss nach einem Weg gesucht werden, wie man verhindern kann, dass die PCBridge schon mitten im 6502-Befehl anfängt Daten zu lesen. Dazu fiel mir nur die Verwendung des SYNC-Signals ein. Dieses zeigt an, dass der derzeitige Taktzyklus ein Opcode-Fetch ist. Mit Hilfe dieses Signals kann die PC-Bridge feststellen, dass der letzte Maschinenbefehl nun beendet ist. Erst jetzt fängt die PCBridge an, von der PCKarte zu lesen, und verwendet so auch die richtige Adresse. Falls jemand eine bessere Methode findet, möge er es mir unbedingt mitteilen.

Der Rest der Schaltung ist nur noch etwas Bei
werk, dessen Bedeutung der geneigte Bastler schnell selbst aus dem Schaltplan erschließen kann. Ich empfehle dem interessierten Tüftler, sich die GAL-Programme einmal etwas genauer anzusehen und insbesondere den Zustandsautomaten in GAL3 näher zu betrachten. Die letzte Abbildung zeigt den gesamten Schaltplan. Ich gebe zu, er ist nicht besonders übersichtlich und nur mit dem Programm EAGLE wirklich genauer unter die Lupe zu nehmen, da man so auch hereinzoomen kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn die PCBridge bei Euch Interesse weckt und Ihr Euch auch eine bauen möchtet. Darum habe ich alle Pläne, Programme und Treiber ins Internet gestellt und hoffe, dass so auch noch andere etwas dafür programmieren werden. Die URL lautet: http:// www.geocities.com/dr_seppel . Zur Zeit existiert ein Treiber für eine 80 Zeichen Darstellung über eine Hercules-Karte, einer für bis zu vier RS232 Schnittstellen und einer für bis zu drei Centronics- Interfaces. Lediglich die Integration aller dieser Treiber und ein Konfigurationstool ist noch nicht ganz fertig.

Eigentlich wollte ich der Atari-Gemeinde ein vollständiges Produkt zur Verfügung stellen, da es bei mir aber immer wieder an der Zeit mangelt und dies auch in absehbarer Zeit nicht (viel) besser wird, stelle ich nun alles „so wie es ist“ zur Verfügung. Ich bin aber gerne bereit, Weiterentwicklungen zu koordinieren und zu unterstützen. Eine weitere gute Verwendbarkeit dürfte auch im Lunix-Projekt gegeben sein. Falls hier schon jemand Kontakt hat, kann er/sie mich bitte ansprechen.
Viele Grüße
Euer
Roland Scholz (roland_scholz@web.de)

Literatur:
* Parallel Bus Revealed (I “ IV), ANTIC Vol. Dec/1984 “ Apr/1985, (auch: Bauplanservice ABBUC)
* ATARI 600XL/800XL INTERN, Eichler, Grohmann, Data Becker Verlag
* Das Assemblerbuch, Peter Finzel, Peter Finzel Productions, Fürth/Bay.
* Mein Atari Computer, L. Poole, M. McNiff, Steven Cook, te-wi Verlag
* AT-Bus (Die Busspezifikation des PC/AT gemäß IEEE P996), Andreas Stiller, c’t 1991 Heft 11/12
* http://www.geocities.com/dr_seppel
* u.v.a.m.

Anhang: Gal-Programme: GAL16V8 Gal1 PcBridge V2.0 D BUSIO RW PHI2 A11 A10 A9 A8 A1 GND A0 R0W R1W R2W R3R ROM RAM ISA R0R VCC /R0W = D * /A11 * /A10 * /A9 * A8 * A1 * A0 * PHI2 * /RW R0R = D * /A11 * /A10 * /A9 * A8 * A1 * A0 * PHI2 * RW R1W = D * /A11 * /A10 * /A9 * A8 * A1 * /A0 * PHI2 * /RW * BUSIO R2W = D * /A11 * /A10 * /A9 * A8 * /A1 * A0 * PHI2 * /RW * BUSIO /R3R = D * /A11 * /A10 * /A9 * A8 * /A1 * /A0 * PHI2 * RW * BUSIO /ROM = D * A11 * /A10 * PHI2 * BUSIO /RAM = D * A11 * A10 * /A9 * PHI2 * BUSIO /ISA = D * A11 * A10 * A9 * PHI2 * BUSIO DESCRIPTION /R0W : CLK-Signal für Neuport-Latch $D1xF R1W : CLK-Signal für Daten-Latch ISAHI $D1xE R2W : CLK-Signal für Daten-Latch ISAMED (LO) $D1xD Module gal2; gal2 Device 'p16v8'; Declarations " Inputs A15, A14, A13, A12, A11, RESET, BUSIO, PCIRQ Pin 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8; R0R, WRITE, ISA Pin 9, 11, 15; " Outputs MPD, D, RESETDRV, D0_7, WRITE1, ISA_INV Pin 12, 13, 14, 16, 17, 19; Equations !MPD = A15 & A14 & !A13 & A12 & A11 & BUSIO; D = A15 & A14 & !A13 & A12; RESETDRV = !RESET; ISA_INV = !ISA; WRITE1 = WRITE; D0_7 = PCIRQ; D0_7.OE = R0R; End

Korrektur PD-Katalog

Der Fehlerteufel lachte sich ins Fäustchen …
PD#378 Durch ‚Operator‘-Fehler ist ein falscher Text in die Liste gekommen. Dies ist das Druckprogramm SuperPrint.
PD#386 ist korrekt.
PD#409 Es ist die erste Version von Ski King II mit 4 Strecken.
PD#516 ist eine spätere Version von Ski King II und enthält mehr Strecken. Beide Programme sind nicht das ehemals kommerzielle Programm von Ariola sondern ein PD-Programm in BASIC von Page6.
PD#428 Mit <OPTION> booten! ergänzen.
PD#447 muss richtig heißen: Endless Dream Demo.
PD#450 AMC Demos: Stereo Blaster Pro/ TitelbilderED / 2S Zusätzlich auf der Disk ist die Demo für den Stereo Blaster. Bitte ergänzen.
PD#476 ist AMC Intern 1 ED/2S, bitte ergänzen.
PD#479 ist ab sofort gestrichen – es ist das gleiche Programm wie #447 .
PD#479 bleibt vorerst frei.
PD#503 ist leider im Moment nicht verfügbar.Wer eine fehlerfreie Version hat, möge mit bitte eine Kopie davon schicken.
PD#536 und #563 sind verschiedene ‚Tributes‘ für Armin Stürmer. #536 stammt von Highlander und hat 4S, #563
stammt von SWAT und hat 2S. PD#574 sind insgesamt 4 Disks, also 8S. Bitte korrigieren.
PD# 476, 566, 568, 569, 570, 571 sind wieder verfügbar. Bitte den Hinweis streichen.

Verbunden mit dieser Korrekturliste ist ein Aufruf an alle Bitbyter, auf Fehler oder Probleme in der PD-Liste aufmerksam zu machen. Schreibt mir einen Brief oder schickt mir eine E-Mail damit die Liste besser wird! Bitte keine Anrufe, da der ATARI mit allem Zubehör und Programmen nicht in der Nähe meines Telefons steht. Außerdem an dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Bitbyter, die mir PDs zur Verfügung stellen, die in der Liste noch nicht enthalten sind. Besonders aktiv sind Tom Krischker und Andreas Magenheimer. Es könnten ruhig noch mehr Helfer sein, damit wir die 1.000 irgendwann erreichen…
Gruß & Good Byte
Walter

CD-ROM am 8bit Atari

Wie viele von Euch sich vielleicht noch erinnern können, haben Stefan Birmanns und Matthias Belitz schon vor Jahren Software vorgestellt, die es möglich macht ein CD-ROM Laufwerk am 8 Bit Atari zu benutzen. Die Software hatte aber ein Problem. Sie lief nämlich nur mit dem MSC-IDE Controller von Stefan und Matthias. Ich habe aber schon seit Jahren eine BlackBox. Die wollte ich nicht los werden. Also sollte eine Software für die BlackBox her, die dass gleiche kann wie die MSC Software. Aber wie bekommt man die? Selber programmieren war nicht drin, ich spreche kein Assembler. Auf Mailboxen (damals hatte noch nicht jeder einen Internetzugang) gibt es aber welche, die diese Sprache sprechen. Darunter waren auch einige, die auch daran interessiert waren ein CD-ROM Laufwerk mit der BlackBox zu verbinden. Leider gab es in der Zeit nur eine Quelle wenn es um BlackBox Informationen ging. Darin wollte der Autor nichts preis geben. Wir ließen nicht locker und nach etlichen Emailberichten hat Bob Puff dann den Quellcode für zwei BlackBox Utilities rausgerückt.

Die habe ich dann gleich weitergeschickt an Matthias Belitz. Damit er sich das mal ansieht. Und was macht er daraus…..?

ASPI!
Ehhh….? Wie bitte? Ja, (AT)ASPI. Und was soll dass heißen? (Atari) Advanced SCSI Programming Interface. Nur damit ihr versteht was es mit (AT)ASPI auf sich hat hier mal eine kleines Vorbild aus der PC Szene. Wenn ihr einen PC habt, habt ihr bestimmt auch mal einen Drucker dazu gekauft.

Nachdem beide verbunden sind, wird die Software die dem Drucker beilag, installiert. Diese Software ist für jeden Drucker anders. Sie sorgt aber dafür, dass dein Drucker mit jedem PC Programm läuft. Sei es das Malprogramm oder der Webbrowser. Unabhängig davon, welche Marke oder Version. Wechselt man den Drucker, installiert man die dazu gehörige Software und das Malprogramm oder der Browser funktionieren auch mit diesem Drucker. Was h
at das mit Atari oder (AT)ASPI zu tun? ASPI ist für das SCSI oder IDE Interface das, was der Druckertreiber für den Drucker ist. Wenn ich also das Interface wechsle – beim 8 Bit Atari wird’s meistens so sein, das man die gleiche Software auf einen anderen 8 bit Atari mit einem anderem Interface benutzt – wechsle ich nur den ASPI Treiber. Matthias hat für den ASPI Treiber den Namen ASPI Manager eingeführt. Im Moment gibt es leider erst eine Version des ASPI Managers, die Version für die BlackBox. Matthias hat die BlackBox gewählt, weil sie am weitesten verbreitet ist. Den Quellcode kann sich aber jeder von meiner Internetseite http://www-users.rwth-aachen.de/ mathy.van_nisselroy/ herunterladen. Er ist nur 7 double density Sektoren lang. Damit er etwas hatte, um ASPI vorzuführen (nur mit einem Treiber kann man ja nicht viel anfangen) hat Matthias dann einen SCSI Monitor geschrieben (der aber auch mit einem IDE Interface funktionieren sollte. IDE und SCSI Befehle sind fast gleich) und eine Audio CD Abspielsoftware.

Natürlich habe ich damit rumgespielt. Mit dem SCSI Monitor kann man zum Beispiel eine ZIP disk über Software auswerfen lassen. Und mit der Audio CD Software kann man natürlich Audio CDs hören.

Problem mit der Audio Software – die ja nur für Vorführzwecke geschrieben worden ist – war, dass sie nicht kontrollierte was im CD-ROM Laufwerk passiert. Sie bemerkt nur ob eine Audio CD da ist oder nicht. Nicht aber ob im Moment der erste Track oder irgend ein anderer gespielt wird. Dass heißt dass die Funktionen ‚Voriger Track‘ oder ‚Nächster Track‘ nur bedingt nutzbar waren. Als ich Matthias gefragt habe, ob man unter TurboBASIC eine Software schreiben könnte, die schnell genug ist, hat er mir angeboten, mir mal zu erklären, wie ich den ASPI Manager in meiner eigenen Software nutzen kann. Gesagt getan. Nachdem bei mir dann endlich die Birne ansprang, habe ich angefangen mich durch den Quellcode von Matthias Audio Software zu ringen. Zu unser beidem Erstaunen war die Basissoftware – CD-ROM Erkennung, PLAY, PAUSE, CD auswerfen, Voriger Track, Nächster Track – eigentlich innerhalb zwei bis drei Wochen fertig. In den nächsten Wochen habe ich dann noch Fehler beseitigt (und auch neue eingebaut), einen kurzen Text sowie eine Routine eingeführt die es ermöglicht an jeden x-beliebigen Track zu springen, usw.

Robert Verdaasdonck hat mir gesagt, dieses Springen zu irgendeinem anderen Track soll sogar schneller von statten gehen, als unter Windows. Meine Software soll sogar CDs abspielen die unter Windows Probleme verursachen. Auf der JHV hat er mir dann eine CD mit 99 Tracks zugesteckt. Auf dem PC läuft sie wunderbar. Mit meiner Software zu der Zeit noch nicht. Zwei bis drei Tagen nach der JHV war auch dieser Fehler behoben. Man sollte eben unter TurboBASIC keine Daten irgendwo hin schreiben wenn TurboBASIC nicht genau weiß wo. Sonst kann es sein das diese Daten überschrieben werden. Und bei CDs mit mehr als 96 Tracks ist das passiert. Was ist wenn ich meinen Atari auch noch für etwas anderes benutzen will?

Kein Problem! Den CD Audio Player braucht man nur, wenn man daem CD-ROM Laufwerk einen Befehl erteilen will. Wenn die CD läuft, läuft sie eben. Man kann dann die Software verlassen um zum Beispiel ein Spiel zu spielen, etwas zu programmieren oder einen Text zu verfassen. Man muss natürlich beachten, dass man dem CD-ROM Laufwerk genug zu tun gibt, damit nicht wenn es spannend wird die CD zu Ende ist. Es hat ja nicht jedes Laufwerk eine PLAY Taste. Ein kleiner Tipp: bei meinem Pioneer 32x sind hinter der Frontblende zwei Tasten versteckt, obwohl die Frontblende nur eine Taste hat. Mein CD-ROM Laufwerk scheint ein OEM Gerät zu sein. Einziger Unterschied zu einem normalen Laufwerk ist, das es nur eine Taste gibt statt zwei (die Blende ist die gleiche, nur die Tasten sind anders), und dass OEM Geräte keine Marken- oder Typenaufkleber haben….

Wenn man nach den Spielen, Coden oder Schreiben oder … wieder den CD Audio Player lädt, wird gleich angegeben wo man sich gerade auf der CD befindet und sogar wie viele Minuten und Sekunden dieses Track schon laufen. Es wird auch ständig in der Tabelle in der die Anzahl und die Länge der Musikstücke angegeben werden angezeigt, welcher Song gerade läuft. Leider ist der Standard der u. a. CD-Text (Sony Mini Disks benutzen ein ähnliches System, wobei Namen des Interpreten und Songs auf einem Display erscheinen) definiert, erst in 1999 festgelegt worden. Da meinen Pioneer älter als der Standard ist, kann ich leider keine CD-Text Routine testen. Ich habe mich dazu entschlossen nur die Features einzubauen, die ich auch testen kann. Da gibt es ja so einiges was man noch einbauen könnte. Zum Beispiel eine Routine wobei man an jede x-beliebige Stelle in einem Musikstück springen kann. Der CD Audio Player funktioniert wunderbar. Nur bei CDs mit mehr als 48 Tracks kann es Probleme geben. Es passen leider nicht mehr auf dem Bildschirm, wenn ich auch noch andere Informationen darstellen will. Bei der Routine, die mehr als 48 Tracks anzeigen soll wird es schwierig. Irgendwo habe ich mich da in irgendwas verheddert.

Wenn also mal jemand Lust hat mir zu helfen, währe ich auch gerne bereit im oder ihr zu erklären was die einzelnen Zeilen alles machen (sollen). Der Code ist in TurboBASIC und ich glaube das auch Leute die wenig oder keine Ahnung von SCSI haben wenig Probleme haben werden, ihn zu verstehen. Wer Lust hat mitzumachen kann mich unter mathy.van_nisselroy@post.rwth-aachen.de (bitte meine andere, alte Email Adresse nicht mehr benutzen) kontaktieren. Da war doch noch etwas auf der JHV? Ach ja, die ersten sehr sehr kleinen Schritte um eine Daten CD auszulesen. Vielleicht sollte ich zuerst sagen dass der CD Audio Player weiter entwickelt wird, der CD Datenleser nur als Anregung gedacht ist. Für Audio CDs braucht man nicht ständig mit den Laufwerk zu kommunizieren. Bei Daten CDs liegt das anders. Man will ja meistens mehrere Sektoren nacheinander lesen. Diese Sektoren sind 2048 Byte groß. Auf einer CD passen 256x256x256x256 Sektoren. Denkt man dann noch daran wie lange es unter TurboBASIC dauert einen Bildschirm aufzubauen, dann ist klar, hier muss Assembler her.

Wozu braucht man das?
Es gibt doch Telefonbücher, Wörterbücher oder Kataloge auf CD. Es muss doch irgendwie möglich sein, die Suchroutinen die auf so einer CD sind, für unseren kleinen Atari umzuschreiben. Oder man erstellt sich eine CD mit allen Print Shop Icons die es jemals gab. Oder man schreibt Spiele mit hochauflösenden Graphiken und vielen Level. Zum Beispiel einen Flugsimulator mit dem man um die ganze Welt fliegen kann, oder ein Rallye oder Formel 1 Rennspiel, wobei alle Stecken der Welt auf CD gebrannt sind. Schon bevor es 16 bit Rechner gab, gab es in Spielhallen Spiele die ein CD-ROM Laufwerk für ähnliche Zwecke benutzten. Es gibt ziemlich viele CDs mit Informationen über ein bestimmtes Thema, mit viel Text.

Die Graphiken können wir wahrscheinlich vergessen (obwohl ältere CDs oft nur Bilder haben die 640×480 Pixel groß sind. Wenn man die sowohl horizontal als vertikal um die Hälfte schrumpfen könnte….). Die Texte sind wenn ich mich nicht irre in HTML. Es gibt zwar Utilities um den darin vorhandenen Text darzustellen aber leider nur in simulierten 80 Zeichen pro Zeile. Das ist aber nicht so toll für die Augen. Könnte nicht mal jemand so ein Utility schreiben für die XEP80? (die der ABBUC sehr billig verkauft) Es könnte aber auch jemand probieren, ob man die Video Sequenzen die manchmal auf so einer CD drauf sind, mit unseren 8 bit Atari darzustellen. Ein in der C64 Szene sehr bekannten Hardund Software Guru hat sogar einen Artikel geschrieben, wie man bewegte Bilder in Echtzeit darstellen könnte. Der C64 hat aber eine Taktfrequenz von etwas unter 1 MHz, wo der Atari eine Taktfrequenz hat von 1,78 M
Hz. Das ist fast zwei mal so schnell.

Es hat mir auch schon jemand gesagt, ich solle doch mal auf eine bestimmte Internetseite schauen, da gebe es die Befehle um CDs zu brennen. Ich schätze mal, dass das etwas länger dauern wird als bei einem Pentium 4 mit 1,8 Gigahertz. Und da man aus der PC Szene ja auch Berichte hört dass mal ab und zu eine Rohling nicht Brennen lassen will… Zum Schluss noch mal zurück zur Gegenwart. Was braucht man für den CD Audio Player:
– den CD Audio Player
– TurboBASIC
– einen ASPI Manager
– ein SCSI oder IDE Interface
– ein CD-ROM Laufwerk
Wie am Anfang schon erwähnt, gibt es im Moment nur einen ASPI Manager für die BlackBox. Der Quellcode ist aber nur 7 double density Sektoren. Für jemand der sich mit anderen SCSI oder IDE Interfaces auskennt sollte es nicht all zu schwer sein, dafür einen passenden ASPI Manager zu schreiben. Das Interface sollte aber 16 Bit Zugriffe erlauben, sonst sind nur Festplatten nutzbar.

Wer mehr über ASPI wissen will, kann sich Matthias Artikel im ABBUC Magazin 61 noch mal ansehen (oder meine Internetseite). Achten Sie aber darauf dass Matthias mittlerweile umgezogen ist.
Tschüss
Mathy van Nisselroy

PS: Das 1MB Project ist noch nicht gestorben. Ich suche nur immer noch einen Weg um herauszufinden, wieso es auf unterschiedlichen 8 bit Atari’s unterschiedlich funktioniert. Gibt es größere Unterschiede zwischen XEGS, XE und XL oder habe ich beim löten einen Fehler gemacht?

Game Clones Vol. 4

Anno 1984 überrollte die Homecomputer, Konsolen und Arkade Welt ein neuer Spielehit. Sein Hauptdarsteller: Rockford, seine Gegenspieler: Boulders (Felsen), Amoebas (ähem, Amöben lautet zwar die Übersetzung, doch trifft dies nicht so ganz; Schmetterlinge wären passender), Fireflies (wörtlich: Feuerfliegen, gemeint sind aber allgemein Glühwürmchen, doch trifft das hier auch nicht so ganz zu;), Acid (Säure) und einige andere Dinge. Das Ziel und die Aufgabe von Rockford: alle Diamanten einsammeln (oder magisch durch Felsen hervorzaubern) und das Level unbeschadet verlassen. Einfach, gelle – wenn da nur die vielen fiesen Gegner, Fallen und die tickende Uhr (ein Timer der rückwärts läuft) nicht wären. So hat Rockford alle Hände voll zu tun und zahlreiche Nachfolger des Hits Boulder Dash machten die bis dato noch ziemlich unbekannte Firma First Star Soft.

CC65 Einsteigerkurs, Teil 2

Nachdem im ersten Teil dieses Kurses (siehe ABBUC Magazin #66, Seiten 6-8) die Installation des CC65 Crosscompilers erklärt wurde, kommen wir im zweiten Teils zum Erzeugen von ATARI 8- Bit Programmen mit dem Compiler. Wer mit dem ersten Kurs die Version 2.6.2 des CC65 Compiler installiert hat, sollte einmal auf http://www.cc65.org/ vorbeischauen. Im Laufe des Oktobers wurde die Programmversion 2.7.0 veröffentlicht. Diese Programmversion hat einige neue Funktionen und wie immer sind Fehler behoben worden.

Mastermind
Dieser Teil des CC65 Kurses ist keine formale Einführung in die Programmiersprache C (wer eine solche Einführung sucht, der beachte die Internet Links am Ende des Artikels), sondern es wird anhand eines Beispielprogramms auf Struktur und Befehle der Programmiersprache C eingegangen. Unser Versuchsobjekt ist ein Spielprogramm. Dieses Spiel ist ähnlich dem bekannten Gesellschaftsspiel „Mastermind“. Der Rechner erzeugt 4 zufällige Zahlen zwischen 1 und 6 und der Spieler hat 12 Versuche diese Zahl zu erraten. Er bekommt nach jedem Zug Hinweise, welche Zahlen richtig geraten wurden und welche an einer anderen Stelle vorkommen.

Von BASIC zu C
Auf der ABBUC Magazindiskette befinden sich zwei Quellcode-Dateien zu diesem Spiel; eines in Turbo-Basic Listing-Format („guess.lst“) und eines in C für den CC65 Compiler („guess.c“) , sowie das ausführbare Programm „guess.com“. Wer sich mit Basic auskennt und die Unterschiede zu C anschauen möchte, sollte sich beide Quelldateien ausdrucken, nebeneinander legen und Zeile für Zeile vergleichen. Gehen wir einmal den C Quellcode durch:

Zeilen 1-6
Kommentare werden in C mit den Zeichen „/*“ begonnen und enden mit „*/“. Im Gegensatz zu „REM“-Zeilen in Basic können sich diese Kommentare auch über mehrere Zeilen erstrecken.
Zeilen 7-10
Hier werden Bibliothekfunktionen eingebunden. Dies sind Unterroutinen, die Funktionen wie Zeichenausgabe bereitstellen. Mehr zu diesen Bibliotheken gibt es im dritten Teil dieses Kurses.
Zeilen 11-26
die „#define“ Zeilen sind Kommandos für den C-Präprozessor. Dieser Präprozessor bearbeitet den Quellcode bevor er dem Compiler überlassen wird. Es werden hier die Konstanten d, p und l erzeugt. Der Präprozessor ersetzt dann im Quelltext die Namen d, p und l mit den angegebenen Werten. Der Wert l bezeichnet die Anzahl der möglichen Rateversuche. Soll dieser Wert erhöht werden, kann die #define Anweisung am Anfang des Programms geändert werden, anstatt die Änderung an vielen Stellen verteilt im Programm durchführen zu müssen. Zeile 16 definiert einen Zugriff auf den Zufallszahlengenerator des Ataris. Dieses ist die einzige maschinenabhängige Stelle im Programm, da die Quelle für Zufallszahlen auf anderen Rechnern an einer anderen Speicherstelle liegt.
Zeile 27
Hier wird ein neuer Variablentyp festgelegt. Ein Byte ist ein CHAR-Typ ohne Vorzeichen und kann die Werte 0 bis 255 annehmen.
Zeilen 29-42
Hier werden die Variablen erzeugt. Das Programm definiert mehrere Feldervariablen (ARRAYS) für Ganzzahlen (INTEGER) und zwei Variablen für Zeichenketten (STRINGS).
Zeilen 43-47
Das Programmlisting startet mit den Unterroutinen. Das Hauptprogramm (main) findet sich am Ende des Listings.
Zeilen 48-66
Das Unterprogramm „titel“ stellt den Bildschirm auf schwarzen Hintergrund bei weißer Schrift und gibt eine Einleitung in das Programm aus. Für die Bildschirmausgabe wurde der Befehl „printf“ verwendet. „printf“ ist sehr viel mächtiger als der „Print“-Befehl unter Basic und wird im dritten Teil ausführlich erklärt werden.
Zeilen 68-76
Die Variablen werden initialisiert. Interessant ist die Syntax der „for“-Schleife. Es gibt keine „next“ Anweisung, die Befehle innerhalb der Schleife stehen in geschweiften Klammern „{}“. In der Klammer hinter dem „for“-Befehl werden drei Werte angegeben: Startwert der Schleife mit Zählvariable, Endwert der Zählvariable, Veränderung der Zählvariable bei jedem Durchlauf. Diese Syntax ist vielseitiger als in Basic, da alle drei Werte frei gewählt werden und auch durch Ausdrücke errechnet werden können.
Zeilen 78-88
Der Geheimcode wird ermittelt. Die Funktion „rand()“ gibt Zufallszahlen zurück. Diese Zufallszahl wird durch 6 geteilt, der Ganzzahlen-Rest (MODULO 6) ermittelt und 1 addiert. So bekommen wir Werte zwischen 1 und 6.
Zeilen 90-125
Diese komplizierte Unterroutine überprüft die Eingabe und ermittelt die Anzahl der Treffer. Hier sieht man verschachtelte „for“ und „if“ Blöcke.
Zeilen 127-133
„showresult“ gibt das Ergebnis des aktuellen Versuchs auf dem Bildschirm aus.
Zeilen 135-153
Ist das Spiel beendet, wird der Spieler gefragt, ob er noch einmal spielen möchte. Wird „n“ eingegeben, bekommt die Variable „ex“ den Wert „1“ und der Hauptschleife im „main“ Programmteil wird beendet.
Zeilen 155-165
der Spieler hat den Geheimcode erraten und bekommt die Wertung angezeigt.
Zeilen 167-179
der Spieler hat den Geheimcode nicht erraten und bekommt ihn nun gezeigt.
Zeilen 181-205
Gibt der Spi
eler „z“ bei der Eingabe ein, wird eine Übersicht der bisherigen Rateversuche angezeigt.
Zeilen 207-224
Auf die Eingabe „a“ gibt der Spieler das Raten auf. Er bekommt die Geheimzahl angezeigt. Eine Zeitverzögerung über eine Zählschleife wie in Zeile 216 ist in C eher unüblich, aber dieses Programm wurde direkt von BASIC übersetzt, um einen besseren Vergleich zwischen BASIC und C zu erlauben.
Zeilen 226-267
Das Hauptprogramm „main“. Über den Befehl „gets“ wird eine Zeichenkette eingelesen.
In Zeile 253 ist ein Kommentar („//“ für einzeilige Kommentare) stehen geblieben. Wird dieser Kommentar entfernt, so gibt die Zeile Debugging- Informationen aus (die Eingabe und den Geheimcode). Nun sind wir auch schon am Ende des zweiten Teils dieses CC65 Kurs angekommen. Wer jetzt Interesse an der Programmiersprache C bekommen hat, kann auf den nächsten Teil dieses Kurses warten, oder aber sich in der Zwischenzeit im Internet unter folgenden Adressen weitere Informationen besorgen:
Eine Einführung in die Programmiersprache C
http://www.num.math.uni-goettingen.de/
Dokumentationen/C
Eine kurze Einführung in C
http://membres.tripod.fr/kxmm4db6kv/c.txt
C Tutorial und Referenz
http://www.schellong.de/c.htm
C Programming (Englisch)
http://www.strath.ac.uk/IT/Docs/Ccourse/

Artikel über Small C (cc65 stammt von Small C ab)
http://www.ddjembedded.com/languages/smallc/articles/chaps/toc.htm

Programmers Heaven C Abteilung
http://www.programmersheaven.com/zone3/index.htm


und vieles mehr im Internet, z.B. im Open Directroy unter
http://dmoz.org/Computers/Programming/
Languages/C/
Carsten
Strotmann

Legal Abandonware

– so kann Software für ATARI 8-Bit überleben?
Nicht nur für alte XL-User wie mich ist es schwer, Software für meinen HighEndXL heutzutage legal zu bekommen. Es gibt kaum noch Programmierer, die mehr als mal eine Demo hervorbringen. Von Anwendersoftware will ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst anfangen zu träumen. Der einzige Weg zu Programmen, die in der Sammlung fehlen, scheint auf Warez-Seiten im Internet zu führen. Legal ist es oft nicht möglich, an Programme mit Dokumentation oder Handbuch zu kommen. Was tun, wenn man es doch lieber auf legalem Weg versuchen will, Software für den ATARI 8-Bit-Computer zu bekommen? Nun, wie schon an anderer Stelle im Magazin beschrieben, versuche ich, Freigaben von den Rechteinhabern zu bekommen. Das ist mehr als schwer, weil oft niemand mehr in den Firmen überhaupt weiß, dass sie mal Software für den ATARI produziert haben. Am leichtesten bekommt man noch Freigaben für PC oder Mac. Bei Amiga, ST und C 64 geht es auch noch. Aber dann werden die Aussichten finster –

Die Rechtsproblematik dürfte in ‘Totgesagte leben länger “ auch ihre Rechte!‘ ausreichend erklärt worden sein. Inzwischen gibt es weltweit viele Versuche zur Freigabe von alten Programmen, wie Beiträge in Computerzeitschriften, Online- Magazinen und Web-Seiten zeigen. Interessant in diesem Zusammenhang sind Petitionsaufrufe aus den USA und Canada, die sich aber leider mit PC- und MAC-Software befassen. Im Byte-Magazin vom September 2001, im Internet unter http://www.byte.com/documents/ s=1271/byt20010912s0002/0917_savetz.html nachzulesen, hat Kevin Savetz (Digital Antic Project) treffend die Situation dargestellt. Sein Hinweis auf Legal Abandonware Sites und seine Bemühungen wie die von vielen anderen Interess e n g r u p p e n schei – nen langsam zu fruchten.

So gibt es für alle Suchenden einen Abandonware Webring, im Internet unter http:// www.abandonwarering.com/index.php zu finden, der so manchem Oldie das gesuchte Schätzchen legal zur Verfügung stellt. Allerdings solltet ihr bei den dort verlinkten Seiten aufpassen, dass man keine Raubkopien erwischt. Einiges an Software, die legal herunter geladen werden kann, findet man auf http:// www.atarimagazines.com und http// atariarchives.org, beides Seiten, die von Kevin Savetz betrieben werden. Für den deutschen Bereich gibt es wohl noch wenig. Und für den ATARI 400/800/XL/XE scheint sich niemand so recht zu interessieren. Offenbar gibt es da genügend Raubkopien und Warez-Seiten, von denen man illegal alles herunterladen kann, was man braucht.

Mein besonderes Interesse gilt den Anwendungen, die es für ATARI gibt!!! So z.B. die gesamte Austro-Serie, StarTexter, Syn-Programme, VisiCalc, Print Shop, Mini Office, ATARI Schreiber, TurboWord 80 und und und – Vielleicht sind ja noch mehr Bit Byter an Originalsoftware interessiert?! Wer bestimmte Programme sucht, sollte das mal als Anfrage an uns senden. So können wir eure Interessen besser erkennen und tätig werden. Vielleicht bringen wir ja eine Petition zu deutschsprachigen Programmen auf den Weg “ wäre toll. Dankbar wären wir als Club für jede Information, wo es legal etwas für den PD-Service zu bekommen gibt. Wer Informationen über und Kontakte zu Programmierern, Firmen oder sonstigen Quellen hat, schreibe bitte an den Club oder schicke eine E-Mail.

Gruß & Good Byte
Walter Lojek

Best-Of-Show JHV 2001

Wieder einmal hat die Regionalgruppe Frankfurt/ Main anlässlich der JHV die ‚Best of Show‘- Veranstaltung vorbereitet und durchgeführt. Schon im Frühjahr hatten wir im Club-Magazin darauf hingewiesen. Es geht darum ein neues Programm oder eine neue Hardware für den 8-bit-ATARI zu erstellen und zu präsentieren. Die vorgestellten Programme bzw. Geräte werden von einer Jury anhand eines Punktesystems bewertet und das mit den meisten Punkten ist der Gewinner. Bis zum Sommer gab es leider nur ein angemeldetes Programm. Ein weiteres war angekündigt, ist aber nicht rechtzeitig fertig geworden. Doch da war ja noch die im September von Thorsten Butschke organisierte ‚Unconventional 2001‘. Dort wurden wieder einmal einige Demos und Tools erstellt und vorgeführt. Also haben wir diese mit in die Liste der Vorschläge aufgenommen. Kurz vor der JHV hatte Sijmen Schouten noch sein IDEInterface angekündigt. Bis dahin hatten wir schon 8 Titel.

Gleichzeitig gibt es zur ‚Best of Show‘ noch einen Logo-Wettbewerb. Das Logo kann den Best-Of-Show-Gewinnern dazu dienen ihr Produkt später besser zu publizieren. Wir erhielten lange Zeit keine Vorschläge für das Logo. Erst im August schickte mir Ralf Patschke seinen Logo-Vorschlag. Kommt euch dieser Name bekannt vor? Ja, es is
t der Gewinner des letztjährigen Logo-Wettbewerbs! Sein Bild ist eine schöne Grafik in der Art einer Collage aus ATARI- Motiven. Die Auswahl des besten Logo war nicht schwer, weil wir bis zum Einsendeschluss keine weiteren Logos mehr erhielten. Die Grafik haben wir auf T-Shirts drucken lassen, die als Preise für die Gewinner der ‚Best of Show‘ dienten. Ralf Patschke erhält für seine Einsendung vom ABBUC einen Überraschungspreis. Wie bei der letzten ‚Best of Show‘ konnte auch dieses Jahr jeder Anwesende seine Wertung abgeben. Dazu hatten wir einen Bewertungsbogen erstellt, der alle bis dahin nominierten Titel enthält.

Zur Bewertung war dort ein Punkteschema angegeben, das entsprechend anzuwenden war. Im Laufe der Hauptversammlung haben wir die 50 vorbereiteten Bewertungsbögen verteilt und auf die anstehende Veranstaltung hingewiesen. Währendessen hat es noch weitere Vorschläge für Titel gegeben, die auch noch mit auf die Liste genommen wurden. Damit waren dann 11 Nominierungen vorhanden, immerhin einer mehr als letztes Jahr. Aus den abgegebenen Bewertungsbögen wird am Ende ein Gewinner per Los ermittelt. Dieser erhält auch das begehrte T-Shirt mit dem BOS-Logo. Wolfgang hatte wieder den Beamer mitgebracht und damit konnten einige Vorführungen großformatig für alle sichtbar dargeboten werden. Einzelne Vorführungen, die einer aufwendigeren Vorbereitung bedurften wurden an speziellen Rechnersystemen mit eigenem Bildschirm dargestellt. Zu unserer Freude konnte heuer auch Hardware vorgestellt werden. Diese wurde an den Ständen präsentiert.

Rene de Bie stellte sein Projekt ’16-bit ATARI‘ vor. Dabei handelt es sich um einen ATARI XE mit dem 65816 16-bit Prozessor. Er kann Speicher bis 16MB adressieren und soll weitestgehend kompatibel sein. Leider war der Rechner nicht in Betrieb zu sehen. Wer Interesse an dem Projekt hatte, konnte sich in eine Liste eintragen und Blätter mit detaillierten Infos mitnehmen. Sijmen Schouten hatte sein ‚MyATARI IDEInterface‘ dabei. Es gab jedoch noch ein Verkabelungsproblem, das aber noch rechtzeitig gelöst werden konnte. Auch hier gab es noch zusätzliche Informationen in gedruckter Form. Eine kleine 2,5″ Festplatte war über das Interface mit einem ATARI 800 verbunden und in Betrieb. Das CD-ROM Interface von Mathy van Nisselroy war leider nicht zu sehen. (Anm. der Redaktion: Es war eine BlackBox!) Mathy hatte aber in einem kurzen Vortrag eine Beschreibung von der Hardware und seiner Music-Player Software dazu abgegeben.

Bei den Anwendungsprogrammen gab es zwei Programme, die beide als Sektorkopierer vorgestellt wurden. Sie sind von Carsten Strotmann und Erhard Pütz während der ‚Unconventional 2001‘ erstellt worden. Beide wurden ausführlich dem aufmerksamen Publikum vorgestellt. Während Erhardts Programm hauptsächlich aus dem ‚Front End‘ besteht, also Benutzerführung, Sicherheitsabfragen und Parameterübergabe realisiert sind, hat sich Carsten bei seiner Entwicklung auf die Kernroutinen des Kopiervorganges und die Benutzerkonfiguration konzentriert. Könnte man beide zu einem Paket zusammenfassen, wäre es wahrscheinlich ein gutes Hilfsprogramm. Mirko Sobe’s Erweiterung zu seinem ‚BOSS‘, eine Art Skript-Interpreter, konnte leider nicht vorgeführt werden. Grund: Mirko ist nicht zur JHV gekommen. In Lengenfeld hatte er es vorgestellt anhand einer kleinen Demo zur ‚Unconventional 2k1‘. Schade, damit hatten wir eine Präsentation weniger.

Als weitere Anwendung wurde LUnix für den ATARI XL/XE vorgestellt. Carsten übernahm die Präsentation, denn die Programmierer, die ‚LNG community at SoureForge‘ war nicht anwesend. Es handelt sich dabei um ein Unix-ähnliches Betriebssystem für 8-bit Rechner, das jetzt auch für den Atari XL/XE verfügbar ist. Das Programm ist ein so genanntes ‚Open Source‘ Projekt, d.h. der Quelltext der Software (und die Entwicklungstools) ist frei verfügbar und man kann auch eigene Programmteile dort einfließen lassen. Einige interessante Merkmale dieses Betriebsystems sind: Multitasting, dynamische Speicherverwaltung, Unterstützung von RS232- und IECSchnittstellen und es hat sogar ein TCP/IP Stack. Das hat natürlich bei einigen Zuhörern großes Erstaunen hervorgerufen. Zu hören gab es auch einiges bei der Demonstration des Music-Player (mit Motion-Blur) von Thorsten Butschke (Mad Butcher) von der Foundation2. Dieses Programm besteht aus einer animierten Liste von Musiktiteln, die man auswählen und abspielen kann. Einige Musikstücke von R.I.K. und Beetle waren mit dabei. Das ganze nennt sich ‚POKEY Ohrblut‘.

Zu sehen gab es eine ganze Menge bei dem MNX-Demo ‚Evil Pacman‘ von den Holländern TXG, FOX1 und White Warrior. Eine kleine Geschichte wurde dargestellt durch eine Folge von animierten Bildern und Texten, unterlegt von rhythmischer Musik. Ein ‚böser‘ Pacman (symbolisiert den ATARI) macht sich auf den Weg den Feind (Commodore) zu bekämpfen, so meine Interpretation der Story. Leider war zu Anfang des Demo die Lautstärke zu gering und das Publikum verpasste ein paar gesampelte Sounds. Sorry! Ein Demo ganz ohne Ton zeigte uns Rouven Gehm (Mr. XY). Der Name ist ‚Moving Püschel‘. Es zeigt einen Osterhasen, auf den Schnee fällt. Ein netter Gag daran ist das Ende: Im Textfenster ist zu lesen ‚ERROR in line – 2001‘. Nun weiß man wo es entstand. Auf das Musik-Demo von Markus Römer (R.I.K.) musste man vergeblich warten. Markus kam erst am Abend nach der Veranstaltung und keiner hatte die Programmdiskette. Somit waren alle neun Kandidaten vorgestellt und die Zuschauer hatten zu entscheiden wie es ihnen gefallen hat.

Ich hoffe die Demos sind auf den nächsten Club- Disketten zu finden. Die einzelnen Vorführungen waren zwar nicht lang, doch wegen der wechselnden Orte, Umbau und Test der Vorführsysteme, Absprachen und kurzfristige Änderungen im Ablauf dauerte die ‚Best of Show‘ doch etwa eine Stunde. Von einigen Personen habe ich mir eine ausführlichere Vorstellung ihrer Titel gewünscht. Schließlich ist die Präsentation bei einer ‚Show‘ sehr wichtig. Trotz der zwei ausgefallenen Titel von unserer Liste, zeitweiligem Durcheinander und Hektik konnte durch Improvisation und Geschick eine ganz passable Vorstellung abgeliefert werden. Die Kommentare auf den Abstimmbögen waren überwiegend positive Anmerkungen.

Alles in allem bin ich mit dem Verlauf dieses Jahr zufrieden. Wir erhielten von der Jury 20 Bewertungsbögen von ca. 50 verteilten zurück. Das sind deutlich mehr als letztes Jahr. Zusammen mit Carsten und Marc habe ich die Bögen ausgewertet. Nach zwei Mal Nachrechnen standen dann auch die Gewinner fest. In der Kategorie Anwendungsprogramme hat mit beachtlichem Abstand ‚LUnix für ATARI 8- bit‘ von der ‚LNG community at SoureForge‘ die meisten Punkte erhalten. An zweiter und dritter Stelle lagen die beiden fast punktgleichen Sektorkopierer. Von den Demos erhielt ‚POKEY Ohrblut‘ von Thorsten Butschke die meisten Punkte. Dem folgte im knappen Abstand ‚Evil Pacman‘ von MNX. Im Bereich Hardware hat Rene de Bie’s ’16-bit ATARI‘ am meisten Punkte erhalten, an zweiter Stelle befindet sich Sijmen Schouten und sein ‚MyATARI IDE-Interface‘. Gegen 16:30 Uhr haben wir die Gewinner der ‚Best of Show‘ bekannt gegeben. Unter Beifall des Publikums wurden die T-Shirts mit den aufgedruckten Logos den drei Siegern ausgehändigt. Dann war noch ein T-Shirt als Preis unter den Jury-Teilnehmer zu verlosen. Dieser wurde aus allen abgegebenen Bewertungsbögen gezogen – natürlich wieder von der bezaubernden Sandra Schouten. Dieses Mal fiel das Glück auf Andreas Mischka.

Die besten Glückwünsche an alle Gewinner!
Hier noch die Übersicht mit allen teilgenommenen
Programmtiteln sowie die jeweils erreichte Punktzahl:

Wie man sieht gab es aus jeder der drei Kategorien mindestens zwei Vorstellungen. Das finde ich sehr erfreulich, denn es zeigt, dass in allen Bereichen immer noch Aktivitäten vorhanden sind. Außerdem macht es die Veranstaltung interessanter und spannender. Wer für die nächste ‚Best of Show‘ noch Ideen sucht , der schaue sich doch ‚mal den ‘Ideen- Pool’ von Carsten Strotmann an, ihr findet ihn auf seiner Homepage: www.strotmann.de Vielen Dank an alle Personen, die mitgeholfen haben diese Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Ich hoffe auch für nächstes Jahr auf viele Teilnehmer bei der ‚Best of Show JHV 2002‘.
Harry Reminder
RAF – Regionalgruppe des ABBUC Frankfurt am Main

JHV aus Wiener Sicht

Als Erstes recht herzlichen Dank, an Wolfgang Burger für die Einladung am Vorabend der JHV bei Ihm zuhause. Ca. um 9 Uhr 15,traffen der Dieter und ich uns mit Sascha Hofer zum Frühstück im Hotel Vestischer Hof. Danach machten wir uns auf den Weg, zum 3 Minuten entfernten Bürgerhaus. Gleich beim Eingang trennten sich unsere Wege. Es gab ja so viel zum Anschauen. Ich redete mit den Holländern eine Mixtur aus Englisch und Deutsch. Recht lustig, aber sehr informativ und man lernte neue Freunde kennen. Grüssen möchte ich einfach ALLE. War toll euch kennen zu lernen und hoffentlich nächstes Jahr wieder zu sehen !!!!!!! Nach einigen Streifzügen und ersten Einkäufen nun zum offiziellen Teil der JHV. Wie immer der Clubbericht vom Wolfgang, Kassabericht, Mitgliederzahlen usw.

Danach kamen Regionalgruppen zu Wort. Sehr Interessante News. Die da waren: Ein XL mit 16Bit Prozessor, der Pixelator von WASEO um XL Bilder am PC anzuschauen, Linux für 8Bit (wenn ich mich richtig Erinnere). Die WASEO Musik CDs. Möglichkeit CD mittels Blackbox abzuspielen von Mathy van Nisselroy. Sollte ich was vergessen haben Sorry. Danach war eine echt Tolle Partystimmung, sehr sehr viel Plaudern, Kohle in Atari Software Magazine und Hardware Investieren 🙂 Thorsten Butschke organisierte einen Spiele- wettbewerb mit 26Teilnehmern wenn ich mich richtig erinnere. Gespielt wurde Joust. Ich sag nur Fun Pur, jeder Atari Fan ist ein Sieger. Da gab es noch auf der Großleinwand ein nettes Demo mit einem Crazy Pac Man, Thorsten Butschke wusste mit dem Demo „Pokey Ohrblut“ von Foundation Two zu beeindrucken: Sound vom Feinsten kann man da nur sagen. Da war noch der Stand der Holländer vom Feinsten !! Atari Schlüsselanhänger und andere coole Fan Artikel. Alles was ich schon so lange gesucht hatte. Außerdem noch Jaguar und Lynx Games ab ca.15DM,(Hätte ich das gewusst hätte ich wohl einen Monatslohn in Atari Software Investiert) Hehe…

Endlich traf ich auch Mr.Bacardi im Echten Leben. Echt netter Typ mach weiter so. Man wurde auch in Sachen Atari- ST fündig, ein wenig Software und Magazine. Bei all den Neuigkeiten und der tollen Stimmung mochte niemand daran denken das die Firma Atari nicht mehr existiert und 8-Bit Computer angeblich Out sind. Ich hatte den Eindruck: Wow ich will mehr, viel mehr. Auch für den Club sollte mehr Geschehen, also User an die Tastatur. Okay nach einigen Stunden ging es daran für das leibliche Wohl zu Sorgen. Im Bürgerhaus war ein Raum für ca. 30 Personen wo jeder der sich angemeldet hatte für 15 DM essen und hauptsächlich in toller Atmosphäre fachsimpeln konnte.

Der Abend klang bei Gesprächen mit den Holländern Torsten Butschke, Wolfgang Burger und vielen anderen aus. Da war es dann schon traurig als unser Heimreisetermin näher rückte. Ja da verfliegt die Zeit wenn’s am schönsten ist .

Das Multijoy8 Interface

Hallo ABBUCianer,
dieses Mal will ich euch wieder ein neues Gerät vorstellen. Es ist das Multijoy8 Interface mit dem bis zu acht Personen gemeinsam an einem ATARI XL/XE mit je einem Joystick spielen können. Das Multijoy8 Interface wird mit zwei Joystick- Verlängerungskabeln (Sub-D Kabel) an die Joystickports des Computer angeschlossen. An dem Interface befinden sich acht Anschlüsse für die Joysticks der Spieler. Radek Sterba (Raster) hat für das Multijoy8 Interface zwei Programme erstellt. Das Interface basiert auf einer Idee des ATARI-Club Prostejov. Bei den beiden Programmen handelt es sich um die Spiele CERVI und MULTRIS. CERVI ist eine Variante von ‚Snake‘ bzw. ‚Tron‘ für bis zu acht Mitspieler. MULTRIS ist ein simultanes ‚Tetris‘, an dem bis zu vier Spieler teilnehmen können. Beide Programme sind Freeware und befinden sich auf der ABBUC Magazin-Diskette Nr. 66.

Der Schaltplan des Multijoy8 Interface war im letzten ABBUC Magazin Nr. 66 abgedruckt. Andreas Magenheimer hatte dort auch schon eine ausführliche Beschreibung der Programme abgegeben. Er hatte auch noch einmal zur Realisation des Interface (von der RAF) aufgerufen. Wegen der Nachfrage von einigen interessierten Personen, schon vor seinem Artikel, hatte ich den Nachbau bereits vorab in Aussicht gestellt. Also habe ich mich daran gemacht ein solches Gerät nachzubauen. Auf der WebPage von Radek Sterba sind noch einige Informationen zu dem Interface zu finden. Leider kann ich kein Tschechisch und kann nichts davon verstehen. Wer Assembler kennt, kann aber mit der dort befindlichen kleinen Routine die Abfrage der Joysticks für seine eigene Software umsetzen.

Die Interface-Schaltung ist nicht so kompliziert, wie sie im ersten Moment erscheint. Mit dem Joystickport 0 wird der Stand eines Joystick abgefragt (Richtung und Feuerknopf). Über den Joystickport 1 wird mittels eines Decoders der gewünschte Joystick ausgewählt. In der Software wird anscheinend der Reihe nach der Zustand jedes Joystick nacheinander abgefragt (Zeitmultiplex). Ich habe die Schaltung noch um ein weiteres Merkmal ergänzt: jeder Joystickport erhält auch die Versorgungspannung vom Computer bereitgestellt. Damit funktionieren auch Joysticks mit Dauerfeuerfunktion oder ähnlichen elektronischen Erweiterungen. Für die Schaltung habe ich ein Layout erstellt und auf einer Standard-Europlatine (10cm * 16cm) untergebracht. Das ist wegen der vielen Steckverbinder auch notwendig, außerdem bekommt man für diese Platinengröße im Handel passende Gehäuse. Die Verbindung des Interface zum Rechner kann mit den üblichen Sub-D Verlängerungskabeln vorgenommen werden.

Das erste Gerät hatte ich bis zur JHV 2001 fertig gestellt. Dort konnte man es anschauen und auch ausprobieren. Leider war das Interesse der Besucher dafür nicht sehr groß. Doch ich hoffe einige Leser nun doch dafür interessiert zu haben. Das Vorführgerät habe ich dann an einen ‚Gambler‘ verkauft. Leider gibt es bisher nur die beiden o.a. Programme, die damit funktionieren. Ich hoffe, dass in Zukunft noch weitere Programme für das MultiJoy8-Interface erscheinen. Ob und wer das macht, das hängt auch von der Nachfrage ab. Wer diese Art von Spielen gut findet
und mehr davon möchte, der richte seinen Wunsch an Radek Sterba; vielleicht überrascht er uns bald mit einem weiteren, netten Programm für das Interface. Es ist natürlich auch jeder selbst dazu aufgerufen dafür Software zu schreiben. Eventuell ist man gerade dabei ein Spiel zu erstellen und baut es noch aus für bis zu acht Spieler! Ein MultiJoy8-Interface kostet 80 DM Ein Anschlusskabel kostet 5 DM (2 Meter) (2 Stück erforderlich). Die Kosten für Verpackung und Versand kommen noch hinzu und richten ich nach der Versandart, der Größe und dem Gewicht sowie dem Wohnort des Bestellers.

Harry Reminder RAF
Kontakt: HReminder@abbuc-raf.de (Hardware)
Raster@infos.cz (Software)
Website: www.abbuc-raf.de (Bestellung)
www.infos.cz/raster/atari (Informationen)

Schreiersgrün 2002

Bitte notieren und vorplanen:
16.03.2002 treffen sich die
Bit Byter wieder am alt bekannten
Ort in Schreiersgrün.
Einzelheiten bei Helmut Weidner
HelmutWeidner@t-online.de


Allen Bit Bytern und ihren
Familienangehörigen wünschen
wir ein ruhiges und beschauliches
Weihnachtsfest

Und natürlich die allerbesten
Wünsche für 2002

ABBUC e.V. PD-Neuheiten

629 Midi Sounds 2001 Volume 5 2S/ED
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

630 Midi Sounds 2001 Volume 6 2S/ED
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

631 Midi Sounds 2001 Volume 7 2S/ED
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

632 Midi Sounds 2001 Volume 8 2S/ED
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

633 MD8 Files 2001 Volume 1 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

634 MD8 Files 2001 Volume 2 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

635 MD8 Files 2001 Volume 3 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

636 MD8 Files 2001 Volume 4 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

637 MD8 Files 2001 Volume 5 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

638 MD8 Files 2001 Volume 6 2S/DD
Futter für die Programme von PD # 619. Zusammengestellt von Andreas Magenheimer.

639 Pinball Tables Volume 1 Joystick 2S/ED
A-Seite: Fireball, Creepshow, LAZY!, Murderer, ORB, HSN-X, HSN-X4, Starship, B-Seite: Thanks, Meta-Pin, Minute Magic, Master Blaster, Color Pin 1, Color Pin 2, Color Pin 3, Color Pin 4.

640 Pinball Tables Volume 2 Joystick 2S/ED
A-Seite: Astro Blaster, Aura, Action, Markus-Rösner-Pinball, Pinball^3, Sigma Gamma Delta, Itsy-Bitsy,Flash-Pinball, B-Seite: AMP!, Spaceball, Don’s Ball, Carnival, Popeye, Black Hole, Back In Time, Pie Hunter.

641 Pinball Tables Volume 3 Joystick 2S/ED
A-Seite: The Big Bump, Modern Art Pinball, Dr Boom!, Dr Download, Crazy Kicker, Pinball Monster,Pegasus, Bumper!, B-Seite: Thunder Ball, Reactor 5, Balls’n’Boobies, Redhead’s Revenge, Cosmos, Dr Waco, Alien.

642 Pinball Tables Volume 4 Joystick 2S/ED
Seite A: T-N-T, Straight Jacket, Starbrite, K-Ball^2, Gauntlet, Stardate 4000, Stardust, Moon Lover, BSeite: The ATARI Jail, Death Zone, Wace, Sharpie, He Is Risen, The Way = Jesus.

ABBUC e. V. – Public Domain Software-Bibliothek
c/o Walter Lojek – Esinger Steinweg 98c – 25436 Uetersen

 

Umsetzung des Print-Magazins zu Text/HTML
Scannen, Layout, HTML Andreas Bertelmann
Rohdaten als PDF, Grafik Wolfgang Burger