ABBUC Magazin 051


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Festtagsgrüße

Liebe Bit Byter!
Der Vorstand wünscht Euch und Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch nach 1998.

800XL-DJ

Heute möchte ich euch ein Programm für den ST(E)/TT/Falcon 030 vorstellen. Nachdem in früheren Magazinen viel uber PC-XL- Konvertierung/Emulation geschrieben wurde, sollte der TOS-Rechner nicht zu kurz kommen. Was das mit dem XL/XE zu tun hat wird in den folgenden Zeilen eingehend beschrieben. Der 800 XL DJ, ab jetzt nur noch DJ, ist in der Lage bis zu 8 virtuelle Laufwerke für den XL/XE zur Verfügung zu stellen (Dichten, SD-MD-DD-Quad) Programmiert wurde der DJ von Christian (Chrisker) Krüger und Kaija (Joust) Koischwitz. Das Programm Ist Freeware. Verbunden wird der XL mit dem ST mittels Turbo-Link oder Atari Interface Die billigere Alternative ist das Interface.

Auf den ersten Blick sieht das Hauptmenü (siehe Bild) etwas dürftig aus, was aber gewaltig tauscht. Wie in unserem Beispiel zu sehen ist Laufwerk 1 eine DOS 2 5 Diskette. Hat man den XL mit dem ST mit einem der o g Kabel verbunden und auf dem ST alles vorbereitet, kann der XL eingeschaltet werden (original Floppy ausgeschaltet!). Der XL bootet nun die DOS 2 5 Disk vom ST mit dem allzu bekannten Ladegeräusch, aber scheinbar ein wenig schneller.


Der ST(E)/TT/Falcon 030 als Laufwerkslieferant für den XL/XE.


Möchte man von der original Floppy booten ist im DJ das entsprechende Laufwerk auszuschalten, weil sich sonst virtuelle und originale Laufwerke gegenseitig ins Gehege kommen. Auf dem XL kann wie gewohnt gearbeitet werden. Auf der ST Seite kann mit Doppelklick auf eine geladene Disk das Directory aufgerufen werden, was sich in unserem Beispiel folgendermaßen darstellt:

Ein Doppelklick in dieses Fenster laßt ein Pull-Down-Menü aufklappen, in dem man eine Reihe von Möglichkeiten zum bearbeiten dieser Disk hat, wie z.B. kopieren, löschen, umbenennen, Diskinfo, Import, Export etc. Außerdem kann man vom XI aus jetzt auch über einen am ST angeschlossen Drucker ausrucken. Bisher ist mir dies nur mit Text gelungen. Es gibt aber einen ESC/P-Emulator, der auf einigen FTP-Servern zu finden ist, ein Modul, mit dem man auch Grafik über den ST ausgeben kann (noch nicht ausprobiert, da ich das Modul noch nicht gefunden habe).


Wählt man den Menüpunkt „Info“ an, erscheint eine lnfobox (siehe Bild), die ausführliche Informationen über die aktuelle
Disk anzeigt. Fin weiteres lobeswertes Merkmal des DJ besteht in der Möglichkeit direkt von der Festplatte des ST zu lesen bzw. zu schreiben. Das funktioniert aber nur unter eingen DOSsen wie z.B. BEWE-Dos, SPARTA-DOS etc.

und gut ???

Nachdem der ST-XFormer nicht weiterentwickelt wurde und damit auch die Zusatzprogramme (QTU-Quick Transfer Utility und FXP File Xfer Programm) ist der DJ eigentlich ein Muß für jeden ST(E)/11 und Falcon User. Der DJ läuft in allen Auflösungen ab 400 x 200 (ST-Mittel) bis was was weiß ich was (meine Graflkkartenauflösungen macht der DJ alle mit). Kopiert werden kann alles was keinen allzu harten Kopierschutz (Polenspiele etc.) hat. Die auf dem St angelegten virtuellen Disketten, haben keine feste Länge. Die Länge unterscheidet sich je nach Dichte und Anzahl der auf der v. Disk befindlichen Programme Benutzer eines ST mit normalem Laufwerk (720 KB) können so leicht bis zu acht Disketten im Single Format unterbringen Mit Festplatte sind da fast keine Grenzen gesetzt.

Noch zu erwahnen wäre, das der DJ nur auf MODEM 1 zugreift. Beim TT und Falcon ist die ’normale‘ Schnittstelle Modem 2. Dies kann mit dem HS Modem Paket, das in jeder gut sortierten Mailbox zu finden ist, ausgeglichen werden. Unter Multitasking-Umgebung ist somit ein gleichzeitiges Surfen im Internet über Modem 2 moglich, wahrend über Modem 1 Disketten vom XL auf den ST, oder umgekehrt, übertragen werden.

Und woher bekommt ihr den DJ?
Den DJ gibt es in vielen Mäusen oder unter 0651-9930117 (Frosch BBS) in Brett 16.
Mich persönlich hat der DJ überzeugt, da er sehr stabil lauft und keine Daten verloren gehen (bis jetzt 1) Wieder mal ein Argument, den XL nicht verstauben zu lassen.
Bis demnachst, euer R(a)imund

SPIELE vorgestellt:

Als der heldenhafte mächtige Conan ist es Dein Ziel den scheußlichen Volta zu finden und zu zerstören. Deine Reise bringt Dich tief in eine uralte Burg, bewohnt von schrecklichen Kreaturen und gefüllt mit tödlichen Fallen. Während Deiner Suche nach Volta, mußt Du Deinen Weg durch sieben Ebenen kämpfen; jede Ebene bringt Dich zu unterschiedlichen Feinden und Gefahren. Du wirst wilde Drachen, glühende Monster, gigantische schwebende Augen und Elektrizität sprühende Kreaturen begegnen. Die primäre Aufgabe in jeder Ebene ist es Edelsteine zu sammeln, diese in einen Edelsteinhalter zu setzen und den Schlüssel zu finden, um die Tür zur nächsten Ebene öffnen zu können. Der Ausgang von jeder Ebene ist durch einen blinkenden Pfeil gekennzeichnet. Du kannst gehen, rennen, springen und von jeder Höhe aus ohne Gefahr fallen, aber Du solltest nicht in eine Wasserstelle, eine Lavagrube, eine Feuergrube oder Schlangengrube fallen. Du kannst auf Leitern klettern und durch Schleudern Deines mächti
gen Schwertes, Deine Gegner zerstören.

Wenn Dein Schwert wiederkommt, nachdem Du es geworfen hast, kannst Du es einfangen und es Deiner Reserve zufügen. Einige Gegner werden jedoch nicht zerstört, wenn sie von Deinem Schwert getroffen werden. Du hast einen Freund, einen großen Vogel, welcher Dich ständig während Deiner Suche beobachtet. Er erscheint in einigen Ebenen um Dich zu heilen (berühre ihn und Du bekommst ein Extraleben) und vielleicht hilft er Dir auch den bösen Volta zu zerstören. Conan ist ein Jumpn Run Spiel für einen Spieler. Der einzige Makel ist, daß die Steuerung per Joystick etwas schwer ist, da die Sprungbefehle in den Ecken liegen. Wer jedoch einen Joypad sein Eigen nennt, wird eine Menge Spaß mit dem Spiel haben. Wertung:Grafik: Sound: Spielspaß: (Schulnotensystem: 1 = sehr gut / 6 = mangelhaft)Besonderer Hinweis:Läuft wahrscheinlich nicht mit dem PC-Xformer. Die CompyShop-Speichererweiterung mußte ich ebenfalls ausschalten, damit das Spiel lief.
Janko Grewee
Mail: jgrewe@metronet. de

HANAU

„Geheimnisse einer erfolgreichen Messe““Werben oder sterben“Am 25. Mai dieses Jahres war es wieder soweit, eine Vielzahl von ATARI 8 Bit User zog es nach Hanau zur Ke-Soft Messe. Wie im letzten Jahr hatte ich die Internet Surfer über die Messe informiert ( Marek Tomczyk nutzte seine Homepage ). Viele andere verteilten Informationen über die Messe auf Papier oder Disketten. Die Messe brach dann auch viele Rekorde. “ Das Trio der guten Hoffnung“Andreas Magheimer und ich fuhren gegen 8 Uhr in Richtung Hanau. Der Polo von Andreas hatte nach dem beladen nur noch 30 seiner 45 Pferdestärken, es war aber noch etwas Platz vorhanden. Da es Armin Stürmer wieder gut ging, machten wir bei ihm halt. Sowohl Armin als auch seine Hard- Software war schnell verstaut und wir verließen Wiesbaden mit quietschenden Reifen. „Pfadfinder“Mit einem Autoatlas bewaffnet, der Erfahrung in der Suche nach dem Veranstaltungsort bei 3 Ke-Soft Messen, kamen wir rechtzeitig an. Als wir das Schild mit dem Hinweis auf die Ke-Soft Messe vor der Wirtschaft sahen, wußten wir uns am Ziel“

Die Aufbauten der Aufbauer“Als es etwas nach halb 10 Uhr war ( 9 Uhr 30+ ), hatten wir unsere Stände in der Wirtschaft aufgebaut. Wir füllten den meisten Platz des ca. 50 qm großen Raumes mit Waren, den Rest mit unseren Körpern. Die anderen Austeller waren auch zu dieser Zeit fast fertig. „Charlie Chaplin & Mr. Potti“Der Stand von Armin und Andreas war im hinteren linken Bereich angesiedelt. Andreas bot seine XF 351 , das Festplatten Interface und etliche seiner doppelten Module ab 5 DM an. Bei der Software fielen besonders Lord of Conquest ( Risiko Clone ), Blastron und das Boulder Dash Constr. Kit auf.

Die Software wechselte für schlappe 10 DM den Besitzer. Einiges der Hard- & Software Restposten wird auf der JHV angeboten. Armin Stürmer war wieder gesund und bot hauptsächlich seine Sound Geräte und Klassiker im Bereich der Software an. Es wurden Power Pads verkauft und eine neue Generation der Joy Pads wird für die JHV entwickelt. „Der Konsolen-Graf“Gegenüber von Andreas und Armin befand sich der Stand von Timo Gräf. Timo hatte viele Module für die verschiedenen ATARI 8 Bit Konsolen ( VCS 2600 und 7800 ), sowie den 800 XL/E. Mich beeindruckten Module wie Donkey Kong Jr. Das ein Super Jump und Run ist, Karateka eine Kampfsport Simulation mit guter Grafik, Super Huey eine sehr gute Hubschrauber Simulation, Mat Mania Challenge Wrestling wie in der WWF und Motoer Psycho für das 7800. Der Xl wurde mit Star Raiders 2 , Rescue on Fractalus und Blue Max vertreten. Dabei überzeugte nicht nur die große Vielfalt für die verschiedenen Konsolen und Computer, sondern auch die sehr günstigen Preise. „King Kong“Ich grabschte mir einen Tisch und verteilte auf die eine Hälfte gebrauchte ATARI 8 Bit Hardware ( XL, 1050, 1010 . . . ) und wenige Spiele. Der Rest des Tisches wurde von Jaguar Hard und Software gefüllt. Es gab wieder eine aktuelle Jaguar Händler Liste und Infos aus dem Netz. „Der Römer & Slope Memory“Markus brachte ein paar alte „neue“ Spiele aus Polen mit, die er vorher noch nicht auf Lager hatte. Für Sexy Six fand man neue Data-Disketten mit freizügigen Bildern darauf. Das Spiel Midnight von Bewesoft konnte ebenso getestet und gekauft werden wie Master Head ( ein Sobokan Clone ), Cyborg oder Eureka. Die Software von Markus deckte die Bereiche von J & R bis Ballerspiel ab. Tobias Hang zeigte neues für seine Starlock Serie und eine Diskette mit neuen Cliparts. Die zweite Starlock Disk hat nur das Menue der ersten und ist mit neuenBildern und Samples gefüllt. Seine Hardware auf der Messe war auf den Porttester begrenzt. „Grasel und die totale Erinnerung“Vor Tobias war der Stand einer militanten ATARI 8 Bit Gruppe aus Frankfurt ( R A F ). Thomas und Harry hatten ein Schaltnetzteil für XL und Floppy da. Es wurde das Sio2Pc Interface ( der PC als Sklave des XL ) und die Baupläne zu der gesamten RAF Hardware zum Verkauf angeboten.

Die RAF fertigt nun Pc Xformer-Kabel und vertreibt diese. Das 2 Rechner Interface erlaubt globale und lokale Laufwerke fuer 2 Rechner. Die globalen LW lassen sich von beiden Computer ansprechen, die lokalen nur von dem dazu gehörenden Computer. Die RAF bietet für die gesamte Hardware Baupläne und Kits an. „KE“Ke bot viele VCS Spiele und XL Restposten auf dem größten Stand am Eingang an. KE bestätigte den baldigen Import von neuen Prototypen und Modulen zur JHV. Tower Toppler, Deflektor, Xenophob und Monster Maze sollen bald wieder in geringen Stückzahlen vorhanden sein. Er wollte auch kurz nach der Messe Commando, Star Gate & Print Shop im Angebot haben. Ke ueberzeugte durch seine Mischung aus Klassiker und neuen Module und der Vielfalt des großen Angebots, das auch seinen Preisen entsprach. „Das Ende der Ke-Soft Messe?“Die diesjährige KE-Soft Messe übertraf die Vorstellung aller Austeller. Bereits nach 2 Stunden fiel der erste Rekord und gegen 2 Uhr der letzte. Der erste Rekord ist besonders erwähnenswert, der erste Besucher schlug um 12 Uhr ein. Der letzte Rekord war die gesamt Besucherzahl auf der Messe. Es waren schließlich doppelt soviel Besucher wie Austeller da ( 12 ).

Kein Gedränge und keine hitzigen Diskussionen waren die Folge. weshalb diese Messe so gefloppt ist, ließ sich am Ende nicht mehr feststellen. Ein Punkt könnte der Rückgang der aktiven ATARI 8 Bit User sein. Ein anderer die wenigen Neuheiten die es auf der Ke-Soft Messe bisher zu sehen gab. Die zeitige Werbung fuer die Messe von Mr. X . Schließlich ist Hanau nicht Herten oder Schreiersgrün und die Zeiten sprechen gegen solche Fosilien wie den XL/E. Wer hat den noch Lust etwas Zeit Fuder den kleinen zu spendieren, wenn man das Internet und den Emulator hat. Man muss sich wohl ganz auf Schreiersgrün und Herten konzentrieren. Die Ke-Soft Messe lohnt den Aufwand nicht, keine Rückmeldung und kein Interesse. Es lebe der kompatible XL Emulator. Warum auf eine Messe gehen we
nn man im allmächtigen Internet sich vorher über die Beteiligung und die News informieren kann ( JHV Instant, Info`s mit Begründung warum jemand fehlt . . . ), während man sich parallel seine Raubkopien downloaded.
King kong

Das APE WARP+ OS

Dank des Hinweises von Sebastian Wodarski im Mag #50 bin ich da an eine nicht ganz neue, aber vielleicht für eingefleischte XL/XE-Freaks interessante Systemerweiterung erinnert worden. Vorweg sei gesagt, daß sich diese nicht ganz billige Erweiterung, bestehend aus zwei Teilen, nur lohnt, wenn man einen XL/XE und einen PC sein eigen nennt. Das Warp+ OS existiert in seinen wesentlichen Bestandteilen (schnelle SIO-Routine, Hardware Reset) schon seit den goldenen Zeiten des ATARI 800. Damals, 1983, gab es schon derartig feine Tuningteile für unseren kleinen Liebling. Speicher bis 1 MB, Highspeed-I/O,80-Zeichen-Emulator und vieles mehr wurde in die verschiedensten Betriebssysteme hineingepackt. Das WARP+ OS ist nun nicht etwa ein besonders ausgefeiltes Operating System, sondern besteht aus vier verschiedenen OS, die zusammen in ein EPROM gebrannt wurden und mit den allseits bewährten kleinen Knebelschaltern wahlweise umgeschaltet werden können. So etwas habe ich inmeinem Standard-800XL schon seit Jahren. Zu meinen wildesten Bastelorgien gehörte mal ein 130XE der ersten Baureihe, den ich mit 1 MB und 12 (!)verschieden OS bestückt hatte. Das Teil läuft heute glaube ich, irgendwo in den Niederlanden. Selbst mit diesem Monster-XE war ich nicht allen kleinen Gemeinheiten der Softwarebranche gewachsen.

Es hätte immer noch dieses oder jenes Feature mehr geben können. Und am liebsten wären mir natürlich alle Features in einem OS gewesen – bis heute ein unerfüllter Traum. Als reiner Anwender, der nur ab und an mal ein wenig in ACTION! oder in TBS herumprogrammiert, nutze ich am meisten das ORIGINAL-OS von ATARI zusammen mit SpartaDOS X. Wenn es um schnelle Dinge gehen soll wie kopieren, duplizieren, Bilder laden etc. dann benutze ich das Speeder Plus OS. Es hatden Vorteil, meine selbst gebastelte RAM-Erweiterung (XL auf 256K, also um 192K erweitert) richtig zu adressieren, was das alte QMeg-OS von StefanDorndorf leider nicht kann. Bin schon gespannt auf das neue OS von Stefan. So bis 16MB würde ich schon in einen XL ‚reinbraten, damit ich daraus einen kleinen Server für mein XL-Netzwerk basteln kann, hihi. Naja, und je nach Systemauslegung kann man auch all die anderen schicken OS-Varianten benutzen. ROM-Disk-User haben eine eigenes genau wieOmnimon-Besitzer. Und so ließe sich die Liste noch beliebig verlängern. Aber zurück zum Ausgangspunkt, dem WARP+OS. Es besitzt die Fähigkeiten vieler OS, nämlich schnelle SIO, falls die Software das nicht erfolgreich verhindert und einige Spezialformate wie das von US-Doubler oder Turbo von den Gebr. Engl, die ja einen anderen Interleave benutzen. So richtig fix ist das WARP+OS eigentlich nur in Zusammenarbeit mit APE, dem ATARI PERIPHAL EMULATOR. Und hier liegt auch der interessante Kern. APE benutzt ein eigenes Image-Format, unter dem sogar Images abgelegt werden können, die von kopiergeschützten Originaldisks gezogen werden (falls die noch jemand hat) und unterstützt Highspeed-I/O in Zusammenarbeit mit dem XL/XE.

Daneben stellt der Emulator noch andere im PC befindliche Hardware wie Modem und Printer bereit. Allerdings hat alles seine Grenzen und wie immer bei Computerdingen ist nichts unmöglich!!! Deshalb sind im EPROM mit dem WARP+OS unter anderem auch stinknormale OS-Versionen enthalten. Für den Freak allerdings sind APE und hier besonders die Version PRO sehr interessant, weil sie mit einem SIO2PC-Kabel arbeiten und auch zu alten Files kompatibel sind. Wer sich noch nicht auf ein anderes Emu-System festgelegt hat, sollte sich hier wirklich einmal umtun. Die Software wird im Internet mit den üblichen amerikanischen Übertreibungen relativ ausgiebig dargestellt und läuft völlig ohne das OS!!! Es würde mich auch nicht weiter wundern, wenn eines der vielen Speeder-OS, die in Umlauf sind, ebenfalls Highspeed-I/O in Zusammenarbeit mit einem Peripherie-Emulator nutzen könnte.

Die Preise sind bei dem derzeitigen Dollarskurs aus der Sicht eines in Texas lebenden und arbeitenden Germanen als saftig zu bezeichnen:

Registered & Enhanced Version of APE $39. 99

Ape WARP+ OS Upgrade Option for XL/XE Computers
APE Warp+ XL/XE OS w/ Installation Kit $49. 99
APE Warp+ XL/XE OS Installed $79. 99

Preassembled Interface Cables
APE 1489 Serial Interface Cable $59. 99
ProSystem . PRO Imaging Cable $59. 99

Shipping ($5 USA, $6 Canada, $9 Abroad)
Subtract Discount $5 per interface cable
purchased if registering APEBleibt zum Schluß nur noch die Internet-Adresse
zu erwähnenhttp://www. nacs. net/classics. Hier kann man noch einiges mehr lesen.
Wer mir ‚e-mailen‘ will kann das an ‚wgbl@aol. com‘ tun.
Gruß und Good Byte aus El Paso,
Walter

Spiele aus Polen

deutsche Anleitungen, Tips und Tricks von Marc Brings

Captain Ghather bzw. TRX/23 (L. K. Avalon (c) 1992)Sinn des Spieles ist das Manövrieren von Nukleargeschossen, damit die Kerne miteinander in Berührung kommen und von der Umgebung isoliert sind. Dadurch werden diese Geschosse sicher vernichtet und man erreicht den Durchgang zum nächsten Sektor. Um die Geschosse zu bewegen benutzt man eine Manövrierrakete des Types PUSH. Das Spiel beginnt mit Druck auf START oder den Feuerknopf. Die Manövrierrakete ist mit dem Joystick steuerbar. Um den aktuellen Level neu zu starten, einmal ESCape drücken. Um das Spiel neu zu starten muss man mehrmals ESCape drücken (bis die Anzahl an Leben verbraucht ist). FATUM (Schießerei) (ASF s. c. (c) 1993)Aufgabe: – Alles vernichten, was sich bewegt- Geld verdienen – die Welt von dem FATUM ORA befreien – überlebenUm dein Ziel zu erreichen, findest du unterwegs auf deinem Weg Geschäfte mit Waffen, wo du neuartige Waffen kaufen kannst, und auch deinen Granatenvorrat ergänzen kannst. Arten von Waffen:Three Balls -drei einzelne GeschosseZic Zac -drei Geschosse, als Dreieck angeordnetwhite sprite -eine Barrierejeeeeeep – greift Monster an, die schießenfast pack – Bombe Typ 1doublemax-Doppelschuss, langdoublehit -Doppelschuss, kurzoom boom – Bombe Typ 2hiblast – Schüsse zur Seite & ein Schuß senkrechtlife tips – extra LebenKontrolleinheitSie beinhaltet Informationen, die dir während deines Fluges helfen.

Im oberen Teil des Bildschirmes befinden sich vier Fenster:- Anzahl der Schiffe, die dir noch zur Verfügung stehen- Der Kontostand (Geld)- Deine Bewaffnung; linke Seite : Anzahl deiner Bomben Typ 1 rechte Seite : Anzahl deiner Bomben Typ 2 im Mittelteil deines Fensters ist Platz für acht Icons, die verschiedene Arten von Waffen symbolisieren. – Fenster mit Sektornummer & Entfernung bis zum nächsten SektorSteuerung:SHIFT – Wechsel der WaffeINVERS – Bombe Typ 1CAPS – Bombe Typ 2OPTION – Umschaltung Musik / F/X,Menüleiste / Zugang zum Laden / Zugang zum StartmenüMONSTRUM (ASF s. c. (c) 1992)Vor dir steht ein Monstrum, sehr groß und sehr dumm. Das Monstrum hat nur ein Ziel im Leben: Fressen! Leider hat ihm die Natur einen Streich gespielt: Je mehr es frißt, desto länger wird es. Weil sein IQ viel zu wünschen übrig lässt wenn es zu viel gefressen hat, bekommt es Orientierungsprobleme: Es weiß nicht mehr wo sein Ende ist und wo etwas neues anfängt. Weil es orientierungslos ist, beißt er sich selber in den Schwanz. Wenn es ihm gelingt zu überleben bis zu
dem Zeitpunkt, wo seine Gehirnentwicklung gleich ist mit der Entwicklung seines Körpers, dann wäre es ein ideales Geschöpf, das über den ganzen Planeten herrschen würde, und es würde auf dem Planeten sehr viel Glück herrschen, es gäbe keine Kriege und sonstige Konflikte.

Es könnte auch keine Konflikte geben, weil es das einzige Geschöpf auf dem Planeten ist. Du, ein Pfadfinder im All, erscheinst in diesem Moment auf dem Planeten des Monster. Du kannst Ihm helfen sein eigentliche Bestimmung zu erfüllen: Du musst du ihn so lenken, das er in jedem Sektor alles auffrißt, ohne sich selber anzufressen. Ob es dir gelingt, auf dem Planeten diese schöne, friedliche Welt zu schaffen?Aufgabe : Du mußt in jedem Sektor alles auffressenLenkung: JoystickStarten: Disk mit OPTION bootenTACTIC (SONIX (c) 1992)Ein typisches logisches Geschicklichkeitsspiel. Durch Steuern des Helden versuchst du senkrecht & waagerecht gleiche Elemente zu verbinden. Du hast 50 verschiedene Räume, die du durchsuchen musst. In diesen Räumen findest du o. g. drei Elemente, hilfreiche und auch weniger brauchbare Elemente:- Teleporter,- Dynamit,- Gebirgsausschnitte (zerklüftetes Gebirge; verschiebbar),- Mauerfragmente,- große Steine,- Fließband &- Falle (zum reinfallen). Du kannst die Elemente verschieben, indem du den Joystickknopf drückst & den Stick in die gewünschte Richtung bewegst. Mit ESCape befreit man sich aus einer ausweglosen Situation. LORIENs TOMB (L. L. Avalon (c) 1992)Eine archäologische Expedition untersucht eine Pyramide – in der einer von den Pharaonen begraben liegt und entdeckt verschiedene geheimnisvolle Gegenstände, die in verschiedenen Kammern untergebracht sind. Es stellt sich heraus, daß diese Gegenstände das Durchgehen zu den weiteren Räumen verhindern. Man muß diese Gegenstände auf die Seite stellen, in dem man zwei oder mehr identisch aussehende Gegenstände nebeneinander positioniert.

Das bewirkt, dass sie verschwinden. Diese Aufgabe ist dir anvertraut worden, weil du der am besten geeignetste und der erfahrenste Archäologe bist. Viel Erfolg. . . Steuerung: Man spielt mit dem Joystick, dabei muss man einzelne Elemente mit dem Cursor kennzeichnen und mit gedrückten Feuerknopf verschieben. SPACE – PauseESCape – Befreien aus einer Ausweglosen Situation; dabei verliert man aber ein Leben. Auf der linken Seite des Bildschirmes befinden sich Icons, die die Anzahl von Elementen in dem jeweiligen Sektor darstellen. Im unteren Teil des Bildschirms befinden sich (von links nach rechts) eine Zeitanzeige, ein Punktezähler, aktueller Level & die Anzahl der Leben. HYDRAULIK (Sanitärinstallateur) (L. K. Avalon (c) 1993)ie verdammten Ratten! Sie bewegen sich nur in der Kanalisation. Jedesmal machen sie etwas kaputt, meistens die Kanalrohre. Du musst dafür sorgen, daß die Kanalisation in Ordnung bleibt. Das Leben des Sanitärinstalateurs ist schwer. Deine Aufgabe ist es, den Schaden zu reparieren.

Man sollte Begegnungen mit den Ratten vermeiden, es kann nähmlich mit einem Bad im Abwasser enden. Um ein beschädigtes Rohr zu reparieren geht man auf das Leck, zieht den Joystick nach unten & drückt Feuer. Space schaltet die Pause-Funktion ein; ESCape beendet das Spiel. SNOWBALL (L. K. Avalon (c) 1993)Deine Aufgabe ist es, mit Hilfe einer Schneekugel alle Flaschen, die sich auf den Regalen befinden, einzusammeln. Weil der Schnee nicht lange hält, muss man aufpassen, wie und wohin man springt. Flaschen lassen sich durch Druck auf den Feuerknopf einsammeln. Gute Musik & Grafik gewährleisten viel Spaß. STARBALL (Mirage (c) MCMXCV)Eine ganz andere Welt, in einer ganz anderen Zeit, in einer ganz anderen Galaxis leben glückliche Geschöpfe. 5- dimensionale sind imstande ihr aussehen und auch die Anzahl ihrer Körper zu ändern. In sehr schwierigen Situationen verwandeln sie sich in 4- dimensionale Kugeln, bei noch schwierigeren Situationen in3-Dimensionale. Eine von diesen Gestalten war bekannt durch seine Vorliebe für Abenteuer, somit ist er oft in Schwierigkeiten geraten und hat sich dann in eine 3-dimensionale Kugel verwandelt und ist zwischen den Sternen geflogen. Seine Freunde nannten ihn STARBALL. Leider hat under Held Probleme bekommen mit Ktosian (Toschan) aus Galaxis X. Sie haben ihn geschnappt, als er das dritte mal auf dem Rücken zwischen den Galaxien Gamma & Mglawica geflogen kam.

Die Ktosian haben eine Dimension mehr zur Verfügung, deshalb haben sie ohne große Probleme in diese zusätzliche Dimension eine Falle gestellt, die Starball nicht gesehen hat. Diese schlimmen Geschöpfe haben Starball in einem Experimentalraum in einer 2-dimensionalen Welt eingesperrt. Deine Aufgabe ist es unserem Held zu helfen, aus diesem Raum, der um drei Dimensionen zu klein ist, herauszukommen. Steuerung. . . JoystickFeuerknopf- schwache BremseSELECT – Musik oder F/XOPTION – PauseSTART – in einer Lage ohne AuswegEin roter Schlüssel öffnet eine rote Tür, ein grüner Schlüssel eine grüne Tür. Roter Sprengstoff hat größere Explosionskraft als Grüner. Der Hammer vernichtet die Mauer. Ein roter Kanister hilft vor den Löchern(?), ein grüner Kanister beinhaltet eine Anti- Rutsch- Flüssigkeit. Diamanten & Goldstäbchen erhöhen den Energievorrat.

ATARI Computing

Die Zeitschrift für ATARI ST und 8-Bit
– Die Zeitung erscheint alle 2 Monate (+/- 2 Wochen)
– Die Zeitung kostet 11,- DM bzw. 15,- DM mit Leserdiskette
– Es gibt 3er und 6 er Abos zum Preis
von 33 (45 mit Disk)
bzw 66 (90 mit Disk) DM
– Bestelladresse:

Thorsten Butschke
Blücherstr. 26
65195 Wiesbaden

– Die Zeitung umfaßt 60 Seiten in
Englisch S/W sowie 4 Seiten S/W
in Deutsch.

Die Zeitung wird von 10 ATARI Enthusiasten in England hergestellt, und wird solange erscheinen, wie die Einnahmen einer Ausgabe ausreichen, die nächste zu drucken. Wie es im Moment aussieht wird dies noch sehr lange so sein. In der deutschen Beilage (von Thorsten Butschke) soll vor allem über Dinge berichtet werden, die zeigen, daß man mit seinem ATARI immer noch Spaß haben kann, auch wenn nicht jeden Tag ein neuer Bildschirmschoner auf den Markt kommt. Thorsten würde gerne in dieser Beilage über Aktivitäten auf dem 8 Bit Sektor berichten, die zeigen, daß ein Computer nicht aktuell seien muß, um damit etwas anzustellen.

Testbericht8-Bit-Atari-Emulatoren

 

Seit 1995 bin ich im Besitz des PC-Xformers und konnte mit der PD-Disk nunmehr auch weitere Atari-Emulatoren testen. Dieser Bericht versucht eine Gegenüberstellung der bekannten Emulatoren unter MS-DOS.

1. Testbedingungen
Getestet wurde mit einem 486 DX2 mit 66 MHz mit 8 MB RAM und 16-Bit-Soundblaster, jedoch ohne PC-Joystick. Für die Gegenüberstellung der Emulationsgeschwindigkeit wurde zusätzlich ein Test auf einem Pentium mit 166 MHz-Takt (ohne Soundkarte) gefahren. Die für den Atari 800 0. 60 und Pokey beschriebenen Hardware-Erweiterungen zur Sounderzeugung standen nicht zur Verfügung.

Als Software für den Test wurden die gängigen 8-Bit-DOSse und eine (mehr oder weniger repräsentative) Auswahl von Anwendungen und Spielen verwendet. Die Qualität der geprüften Eigenschaften wurde auf einer Skala von 1 – 6 (sehr gut bis ungenügend) benotet und die nachstehenden Teilaspekte wie folgt gewichtet:

Qualität der Grafik: 30%
Geschwindigkeit: 30%
Lauffähigkeit der Software: 30%
Bedienkomfort: 10%
Sound: keine Wertung

Die Möglichkeit, externe Hardware anzuschließen, wurde in die Wertung nicht einbezogen.

2. Testbewertung
Allgemeines
Das Ergebnis des Software-Tests ist in der Anlage 1 zusammengestellt. Die Anlage 2 enthält den Vergleich der getesteten Emulatoren und den Versuch einer Auswertung. Screenshot Pokey-EmulatorGrundsätzlich bewahrheitet sich wieder einmal die bekannte (Binsen-)Weisheit, daß alles Gute nie beisammen ist. Jeder der getesteten Atari-Emulatoren hat ganz spezifische Stärken, die ihn zwar von den anderen abheben, jedoch durch meist beträchtliche Schwächen relativiert werden. Hinsichtlich Laufgeschwindigkeit ist der Xformer mit Abstand ungeschlagen. Hinsichtlich der Qualität der Grafik- und DLI-Emulation nehmen Atari 800 V 0. 60 und Pokey die Spitzenplätze ein, während ihre Laufgeschwindigkeit so niedrig ist, daß sie bereits jenseits von gut und böse liegt.

Grafikqualität
Für objektive Bewertung der Grafikqualität waren keine klaren Kriterien vorhanden, so daß ich mich vom mehr oder weniger subjektiven Eindruck habe leiten lassen. Besonders eindrucksvoll war die beim Atari 800 und beim Pokey die klare und saubere Grafikzeichnung, insbesondere bei den (auf den Emulatoren lauffähigen) Grafik-Demos. Beim XLit waren bereits gewisse Abstriche zu machen, beim Xformer war der Unterschied jedoch schon offensichtlich, auch in der gewählten Farbpalette. Screenshut ATARI800Geradezu als ärgerlich empfand ich beim Xformer die unsauberen DLI’s, die insbesondere in den Textmodi unübersehbar sind: z. B. erfolgen die Farbeinstellungen nicht ab der 1. Scanzeile, bei der die Moduszeile beginnt, sondern in einer späteren Scanzeile. Im Falle, daß im DLI die Farb- oder Zeichensatz-(Hardware)Register nicht mit konstanten Werten, sondern aus Speicherinhalten von Softwareregistern gesetzt werden, war bei nderung des Softwareregistersinhalts die Reaktion auf dem Bildschirm erst zu beobachten, nachdem mit PgUp oder PgDn der Bildinhalt um eine Zeile verschoben wurde.

Laufgeschwindigkeit
Der Geschwindigkeitstest wurde mit einem einfachen Hilfsprogramm auf Basis einer Schleifenzählung vorgenommen, die jeweils für die Dauer von 60 Sekunden (externe Zeitmessung) bestimmt wurde. Bezugsbasis (100%) ist die Messung am echten ATARI. Das Ergebnis ist in Anlage 2 dargestellt.

Softwaretest
Hinsichtlich der Funktionssicherheit der Software ist das Ergebnis sehr differenziert, so daß ein paar Anmerkungen dazu notwendig erscheinen. Grundsätzlich wurde eine Einteilung in 3 Kategorien vorgenommen:

Kategorie 1 ( — )

Programm wird nicht geladen, bzw. startet nicht sicher.

Kategorie 2 ( X )

Programm startet zwar, ist aber mit so erheblichen Störungen behaftet, daß von einer Anwendbarkeit keine Rede sein kann. Dazu gehören funktionelle Störungen (Fehlreaktionen, keine Annahme von Tastatureingaben), die Blockierung von wesentlichen Programmteilen, aber auch das Fehlen kleiner, aber wesentlicher Grafikelemente.

Kategorie 3 ( o )

Programme dieser Kategorie werden prinzipiell als lauffähig eingestuft. Dabei wurde es als unerheblich angesehen, wenn geringfügige Mängel im Grafikaufbau oder funktionale Einschränkungen festgestellt wurden, die die Anwendung oder Spielbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. Ein zu langsamer Programmlauf wurde hier nicht als Störung gewertet. Generell soll nicht unerwähnt bleiben, daß im Einzelfall eine abweichende Einstufung zwischen Kategorie 2 und 3 von der verwendeten PC-Hardware beeinflußt werden könnte.

Sounderzeugung
Eine Wertung der Sondqualität wurde nicht vorgenommen, weil die Sound-Hardware nicht für alle Emulatoren verfügbar war. Darüber hinaus brachte die Sonderzeugung beim Pokey auf dem 486iger (wegen der zu geringen Geschwindigkeit) kein besonders berauschendes Klangerlebnis, eine Erscheinung, die wohl auch bei den anderen langsamen Emulatoren zu beobachten sein dürfte. Eine (wie auch immer) vorgenommene Einstufung wäre hier wohl irreführend.

Komfort
Die Bedienung des Emulators setzt einen gewissen Komfort voraus, der die Verwendung als ATARI-Ersatz überhaupt erst zumutbar macht. Wichtige Kriterien sind Feature wie- Diskettenwechsel (ohne ins MS-DOS zurückzugehen)- Die Verfügbarkeit der ATARI-Funktistasten- Jostick-Unterstützung und/oder – Emulation- Ein Tastaturlayout, das der Keyboard-schriftung entspricht (z. B. deutsche Belegung)Darüber hinaus wurden weitere Bonuspunkte für praktische Zusatzfunktionen, jedoch auch Maluspunkte für Funktionsmängel vergeben. Hinsichtlich des Komforts wurde XLit noch mit sehr gut bewertet, während beim Xformer entscheidende Dinge noch als verbesserungsbedürftig zu bewerten sind (Tastaturlayout, Disk-Auswahlmenü, Bildschirm nur 320×200).

3. Zusammenfassung
Gerade wegen der großen Unterschiede in der Einstufung bei den einzelnen Bewertungskategorien ist die geringe Streuung im Gesamtergebnis für mich doch einigermaßen überraschend gewesen. Die Bewertung liegt für alle getesteten Emulatoren zwischen gut und befriedigend!Auf dem 1. Rang liegt ungeschlagen der Xformer 3. 0, der seinem Vorsprung vor allem seiner Geschwindigkeit verdankt. Der Abfall der Xformer-Version 3. 5 gegenüber ihrem Vorgänger auf den (noch) 2. Rang wird dadurch verursacht, daß nur noch DOS 2. 5 und MyDos lauffähig sind – ein Umstand, der mir übrigens völlig unbegreiflich ist. Die dicht beieinander liegenden Ränge 4 und 5 sind der geringen Geschwindigkeit geschuldet, die leider auch mit einer schnellen Maschine nicht spürbar zu verbessern war. Auf das eierlegende Woll-Milch-Schwein werden wir wohl noch warten müssen.

Die Notwendigkeit zu entscheiden, welcher Emulator für welche Anwendung am besten geeignet ist, bleibt also bestehen. Dabei wird dieser Testbericht sicher für viele eine wichtige Hilfe sein. Sollte der Testbericht auch ein Anlaß sein, die Emulatoren zielgerichtet zu verbessern, so dürfte man den neuen Versionen mit Spannung entgegensehen.

Jörg Gernreich

 

Zipp Dri
ve an BlackBox

Hallo Leute,wie Ihr vielleicht schon gehört/gelesen habt, kann man mit einem IDE-Controller, wie dem von Stefan und Matthias einen ZIP Drive an unseren 8 Bitter hängen. Was aber, wenn man schon eine BlackBox (BB) hat? Oder unbedingt einen SCSI ZIP drive benutzten will/muß?Dann hat man ein Problem. Oder eigentlich zwei. ummer eins hat man nur, wenn man einen extern ZIP Drive hat. Dann muss man nämlich selber sein Kabel basteln. Die BB hat einen „internen“ Stecker und die externen SCSI ZIP’s haben „externe“ Stecker. Fertigkabel gibts dafür nicht, so sagte man mir. Wie man so ein Kabel zusammen bastelt lest ihr im nächsten Text. roblem Nummer zwei hat man immer. Dieses Problem heißt auf Neu-Deutsch „Parity Check“. Noch vor ein paar Jahren stellte man von Hand ein, ob man die Parity gecheckt oder nicht gecheckt haben wollte, mittels einer Drahtbrücke. Heutzutage macht man das elektronisch. Man schließt seine neu erworbene Hardware am PC an, installiert die Software und wenn man möchte, kann man dann den „Parity Check“ abstellen. Das Problem dabei ist jetzt, das die BB, so wie man sie kauft, kein Parity Checking macht, der ZIP Drive aber „frisch aus der Box“ meint, daß er die Parität kontrollieren soll.

Im Klartext: „Dat Ding läuft, aber es passiert weiter . Hierfür gibts auch gleich zwei Lösungen. Entweder man sucht sich so einen Beknackten der sich zwar einen Computer gekauft hat, aber keinen 8 Bit Atari (so etwas läuft frei herum) und fragt ihn/sie ob er/sie denn wohl so lieb sein würde, die Paritätskontrolle für dich abzuschalten. Hier wirkt die sanfte Tour übrigens meistens besser, als Gewaltanwendung. Er soll ja noch die Paritätskontrolle abstellen können. Hat man es hier mit einer Frau zu tun, dann wirken Blumen oftmals Wunder. Außer wenn sie Heuschnupfen hat. Man kann sich aber auch bei CSS, der Firma, die die BB herstellt, einen „Parity PAL“ bestellen. Er kostet 15 US Dollar, sieht aus wie jeder andere Chip und wird oben auf den 74xx640 gelötet. Oder, wenn man auch noch ein FloppyBoard hat und somit kein Platz an der Oberseite mehr vorhanden ist, das PAL unten drunter löten (lassen). Noch vor einem Jahr, hatten Bo und Ernest Schreurs, die Jungs von der POOL-CD, auch noch einige Parity PALs. Es würde mich wundern, wenn die dieses Jahr NICHT auf der JHV waren. Also, die Hardwareseite ist jetzt fertig. Jetzt kommt die Software. HDFMT gibt eine Fehlermeldung. Wieso, weis ich nicht genau. Mir ist aber mitgeteilt worden, das neuere Harddisks beim Hersteller formatiert werden und der End-User seine Finger davon lassen sollte. Es seien Informationen auf der Disk drauf, die die Disk benötigt um funktionieren zu können, die aber der User nie sehen wird.

Würde man die Disk jetzt richtig formatieren, dann kann es sein, das sie nachher nicht mehr funktioniert, da diese Info’s weg sind. FMTDIR (genau wie HDFMT von CSS/Bob Puff) läuft aber prima. (Wie man beide Programme benutzt, entnehme man bitte der Beschreibung der BlackBox)Jetzt kann man anfangen so eine ZIP-Disk zu füllen. Man glaubt nicht wie groß 16 MB sind (die meisten von uns 8 Bit User brauchen keine so großen Partitionen. 4 bis 6 MB ist meistens genug!). Eine ganze 100 MB ZIP Disk enthält – sagt IOMEGA – 94 MB. Und das wird wohl so ungefähr stimmen. Tja, und da wäre dann auch wieder ein kleines Problem. Den SCSI ZIP kann man, ähnlich wie bei unsere Floppylaufwerken, mit einen Schalter auf eine bestimmte SCSI Nummer einstellen. Aber leider nur auf 5 oder 6 (nicht zu verwechseln mit Laufwerksnummern 5 und 6). Die BB speichert die Partitionsdaten (wie groß ist dieser Teil der Disk, wie heißt es und wo fängt es an) und die Einstellungen der BB aber nur auf Nummer 0 ab. Der FloppyDoc war zwar so freundlich, ein kleines Programm zu schreiben, damit man nicht jedes Mal, wenn man den Computer startet alles neu eintippen muss.

Aber starten muss man immer noch zuerst von der Diskette. Der ZIP Drive hat noch ein paar Luxusfunktionen, wie zum Beispiel:- per Software die Disk auswerfen,- den Sleep-Timer verstellen (benutzt man den ZIP ein paar Minuten nicht, schaltet der Motor ab),- eine Disk blockieren, damit sie, bis zur Freigabe nur gelesen werden kann- oder das ganze ZIP drive softwaremäßig in eine „normale“ Harddisk verwandeln. Leider gibt’s noch keinen Treiber für den 8 Bit Atari, der diese Funktionen unterstützt. Würde ich das Ding wieder kaufen?Ja, unbedingt. Lesen und schreiben kann ich ja auf dem ZIP drive. Die Programme, die nicht mit dem ZIP Drive kompatibel sind, sind es wahrscheinlich auch nicht mit der BB oder der XF551. Einen speziellen Treiber bräuchte man also nur für die Luxusfunktionen. Ansonsten wird der ZIP drive angesprochen wie jedes andere Laufwerk (also „D1:“ bis „D9:“). Jede ZIP Disk hat ihre eigene Schachtel, ähnlich die einer CD. Sie ist aber nur 10,2 x 10,5 x 1,2 cm groß. Sie kosten ungefähr DM 25 (in den Niederlanden). Es geht nicht so viel drauf wie auf eine CD, aber was drauf ist kann man auch wieder löschen oder updaten. Man kann sie überall hin mitnehmen. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr in der ABBUC Mailbox Kontakt mit mir aufnehmen. Aber bitte in einen Brett, das mit den Niederlanden verknüpft ist.
Tschüss
Mathy Van Nisselroy

BlackBox-stecker zum ZIP-kabel

Wir brauchen:- 1 x 50 Pin SCSI Stecker (Weibchen). Dieser steckt
man nachher in dem SCSI Stecker der BlackBox. Sieht
also ähnlich aus. Wir benutzen nicht die Version zum
anlöten, sondern die Preß/kneif Version. – 1 x D25 Pin Stecker (Männchen). Er ähnelt einem Modemstecker. Diesen müssen wir löten also. . . – 1 x 300 mm Flachbandkabel (50 adrig). Dieser darf
auch kürzer sein, aber 100 mm ist ungefähr das Minimum. Meistens sind diese Kabel grau. Es gibt aber
auch Farbige. Nimmt die, dann wird das auseinanderhalten von den Adern einfacher. WICHTIG *** WICHTIG *** WICHTIG *** WICHTIGDie Nummerierung auf dem 50 Pin SCSI Stecker ist
NICHT korrekt. Die einzigen zwei Nummern die korrekt
angegeben sind, sind die 1 und die 50. Alle Nummer in
der Reihe die mit EINS beginnt sind UNGERADE
(1,3,5,7. . . 49) und alle Nummern in der Reihe die mit
FÜNFZIG anfangen, sind GERADE (50,48,46. . . 2). Untenstehende Nummerierung ist korrekt:

Also, im Text den ich hier übersetze steht, daß die Nummerierung des D25 Steckers auf der Kabelseite nicht richtig währe. Bei mir ist das aber nicht so. Also weiter. Wir pressen zuerst den 50 Pin Stecker auf das Flachbandkabel. Am anderen Ende trennt man jetzt die Adern über eine Länge von ungefähr 7 bis 8 cm. Aber bitte vorsichtig, wenn eine der Adern von innen bricht, fängt der Spaß von vorne an. Jetzt trennen wir von jeder Ader 2 oder 3 Millimeter der Isolation ab und verzinnen es. Wer einen Multimeter hat (oder etwas anderes womit man ein Kabel durchpiepsen kann), kann jetzt noch mal kontrollieren ob auch keine Ader gebrochen ist. Wenn alles
stimmt, können wir jetzt den D25 Stecker anlöten. Ich selber habe angefangen die GROUND (oder MASSE) Adern in Gruppen zusammen zu löten. Im original Text steht, daß man sich GROUND bis zu letzt aufheben soll. Meiner Meinung nach ist es einfacher EINE Ader zwischen mehreren durch zu schlängeln als anders herum. Aber jeder hat ja seine eigene ArbeitsweiVerbindungskabel zwischen BlackBox und SCSI ZIP Drive

Alle UNGERADEN Pins des 50 Pin SCSI Steckers, sowie auch (20) (22) (24) (28) (30) (34) werden mit GROUND verbunden über (7) (9) (14) (16) (18) (24) des D25 Steckers. Pin 26 und 25 des 50 Pin Steckers und Pin 25 des 25 Pin Steckers bleiben frei. Pin 25 des 25 Pin Steckers enthält TERMINATOR POWER. Die +5 V DC kommen von dem ZIP Drive. Die braucht man NICHT bei der BlackBox und sollte man auch NICHT an +5 V DC legen auf die BB (oder sonstwo). Viel SpaßDenkt daran, wenn ihr es verbockt (irgend ein Lebewesen, Computer, BlackBox, ZIP Drive oder sonst was verbrennt, unter Strom setzt oder was auch immer) geht das auf EUER Konto!!!
Tschüss
Mathy Van Nisselroy

TTL-Monitor an XEP80

Spätestens seit Hans-Christof Tuchen in Magazin 50 eine ‚deluxe-Version‘ vorgestellt hat, um einen monochromen TTL-Monitor an die XEP80 anzuschließen, dürfte es kein Problem mehr sein, einen geeigneten Monitor für eine ausgezeichnete 80-Zeichendarstellung zu finden. Nun soll es aber Leute geben, die einen chirurgischen Eingriff in ihre geliebten ATARI – Geräte kategorisch ablehnen. Mit ein wenig Aufwand kann auch diesen geholfen werden. Eine kleine elektronische Schaltung ermöglicht es, vom Composite Videosignal, das die XEP80 an ihrer Cinchbuchse liefert, die für den Betrieb eines TTL-Monitors erforderlichen horizontalen und vertikalen Synchronisationssignale abzutrennen und auf TTL-Pegel zu bringen. Dabei werden die Syncsignale sowohl invertiert als auch nicht invertiert bereitgestellt. Eine Eingangsbeschaltung erlaubt die Anpassung an das verwendete Videosignal, eine Verstärkerstufe vermeidet Qualitätsverlust. Die benötigte Spannung von 5 Volt kann am Joystickport abgenommen werden. Die Qualität steht nach meinen Tests dem ‚direkten‘ Anschluss in nichts nach; der große Vorteil ist es, dass man dadurch einen fast gleichwertigen Ersatz für einen BAS-Monitor erhält.

Der TTL-Monitor kann damit z. B. als Videokontrollmonitor eingesetzt werden, er kann aber auch das normale vom ATARI gelieferte ANTIC-Bild darstellen. Wer mit der XEP80 unter TURBODOS arbeitet, weiß, dass dieses DOS die Bildschirmdarstellung im XEP80-Modus nicht unterstützt. Wenn man also am Schaltungseingang einen Schalter einfügt, kann man dem TTL-Monitor das normale ANTIC-Bild zuführen. Auch kann man auf der Platine gleich noch einen kleinen NF-Verstärker unterbringen, da die meisten TTL-Monitore nicht über ein Tonteil verfügen. Ob nun BAS-oder TTL-Monitor, zum vernünftigen Arbeiten/Spielen mit/ohne XEP80 ist ein zweiter Monitor erforderlich. Schon von mehreren Leuten habe ich gehört, dass sie auf den Betrieb ihrer XEP80 verzichten, weil sie nicht den Platz haben, einen zweiten Monitor aufzustellen, oder dies aus optischen Gründen nicht möchten. Man bräuchte also einen Monitor, der beide Betriebsmodi zur vollsten Zufriedenheit des Users unterstützt. Leider habe ich diese ‚eierlegende Woll – Milch – Sau‘ bisher noch nicht entdeckt, aber doch zumindest einen nahen Verwandten. Der Name: PHILIPS CM 8833. Der Philips ist als FBAS-Monitor für den ’normalen‘ Betrieb am XL/XE uneingeschränkt zu empfehlen.

Durch seine hohe Auflösung bedingt, bietet er auch beim Direktanschluss der XEP80, das beste Bild, das ich auf Farbmonitoren kenne, und das durch die Möglichkeit einer Grünschaltung noch weiter verbessert werden kann. Zum Tausendsassa wird er aber erst durch die Möglichkeit, analoge RGB-Signale (über SCART-Buchse) und RGB-TTL-Signale (8polige DIN-Buchse) verarbeiten zu können. Er stellt sich automatisch auf eine Vertikalfrequenz zwischen 50 und 60 Hz ein. Im RGB-analog-Betrieb ist er damit z. B. für beide Farbmodi eines ATARI ST tauglich. Doch nun zum XEP80 – Anschluss via RGB-TTL:Der Anschluss über o. e. Video-TTL-Wandler ist vollkommen unproblematisch. Beim ‚direkten‘ Anschluss genügt dem CM8833 ein vertikales Syncsignal, das ihm von Pin 8 des 74LS86 (U6) der XEP80 zugeführt wird. Das Videosignal wird wie gehabt von R3 abgenommen (der Anschluss der mit U4 – Pin 26 verbunden ist) und über DIP-Schalter auf Rot, Grün, Blau und Intensität gelegt. Je nach Schalterkombination kann nun eine bevorzugte Farbwahl getroffen werden. Das Intensitätssignal kann natürlich auch wie von Hans-Christof Tuchen beschrieben von U4 – Pin 25 abgenommen und dann per Software geschaltet werden.

Die Pinbelegung der 8poligen DIN-Buchse:Pin 1: nicht belegtPin 2: rotPin 3: grünPin 4: blauPin 5: IntensitätPin 6: MassePin 7: horiz. SyncPin 8: vert. SyncUm sowohl monochrome Monitore, als auch den CM8833 direkt anschließen zu können (wahlweise), habe ich folgende Anschlüsse an meiner Test-XEP vorgenommen (direkt aus der XEP in eine 9polige SubD – Buchse):Masse: (Abschirmung). . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pin 1Video: R3. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pin 7VSYNC: U6 Pin8. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pin 9HSYNC: U6 Pin9. . . . . . . Poti 10kOhm. . . . . . . Pin 8

Im Steckergehäuse hat neben dem 10k-Poti noch ein 4poliger DIP-Schalter Platz. Mit dessen Hilfe lässt sich das Videosignal von Pin 7 (monochrom) auf die Pins 2 (rot),4 (grün),5 (blau) und 6 (Intensität) hinzuschalten. Von der 9poligen (normgerecht belegten!) Buchse führen Adapterkabel zu den DIN-Eingängen des jeweiligen Monitors. Das Trimmpoti lässt sich nun so justieren, dass beide Monitore mit den gelieferten Signalen zurechtkommen. Fehlt nur noch eine Verbindung von der Cinch-Audiobuchse zu den SCART-Pins 2 (rechts) und 6 (links), damit auch der Ton in beiden Betriebsmodi eingeschaltet bleibt. Mit dem frontseitig angebrachten Input-Schalter kann bequem umgeschaltet werden.

Leider ist das 40-Zeichen-Bild etwas kleiner als dasjenige der XEP, doch ist das Nachregeln relativ einfach (lediglich der Regler für die Bildhöhe ist an der Geräterückseite). Wie gesagt, nicht perfekt, aber man kann durchaus mit dieser Lösung zurechtkommen. Ach ja, das Poti zum Einstellen der Horizontalfrequenz ist auf der Hauptplatine des PHILIPS und trägt die Bezeichnung R437. Schaltpläne sind diesem Text beigefügt. Wolfgang wird hoffentlich hier hinschreiben, wo und wie sie erhältlich sind. Im Zweifelsfall, oder falls noch einige Klarheiten bestehen sollten, die es zu beseitigen gilt, bitte an mich wenden. Günther

Stückliste: C1,C3,C4,C5,C7 :Elko 10uF/16V C2 :Elko 47uF/16V C6 :4700pF C8 :0. 1uF R1 :100 R2,R16 :1k0 R3 :47k0 R4 :3k6 R5 :220 R6,R8,R10 :10k0 R7,R11,R12,R13 :470 R9 :3k0 R14 :100k0 R15 :18k0 R17 :82 R18 :200 P1 :100 Ohm P2 :4k7 D1 :1N4148 T1 :BC414B T2 :BC415B IC1 :LM339 

Anschlüsse:
5V : +5V stab. (vom Joystickport)
IN : Video in (von der XEP80)
OUT : Video out (Video – RGB)
HOR : horizontales Synchronsignal TTL
VER : vertikales Synchronsignal TTL
HOR bzw. VER mit Überstrich: wie oben, jedoch invertiert

Die Potis:P1 regelt die Anpassung an die vorhergehende Stufe (XEP80), P2 die Ausgangsverstärkung

XEP80 am TV

Eigentlich sollte dieser Bericht nie erscheinen. Doch was soll man schon machen, wenn unser aller Boß so lieb darum bittet. Als dann auch noch der BitByter Günther Bartl mich ermunterte meine Erfahrungen mit der XEP80 Karte am TV an die Mitglieder weiter zu geben, muß ich ja wohl. Mal ehrlich, hättet ihr gedacht, daß es doch noch eine ganze Menge Mitglieder gibt, die ihren ATARI am TV betreiben. Seht ihr, ich auch nicht ! Soweit, so schön. Was hat es nun auf sich mit dem Betrieb der XEP80Karte am TV ? Vor Wolfgangs Urlaub in diesem Jahr bot er den Mitgliedern für läppische 10 DM die Karte an. Also griff auch ich zu. Sah ja toll aus, wie es so vor mir lag. Doch nun kam es. Mein Schulenglisch reichte immerhin noch aus um aus der Anleitung zu entnehmen, daß ein Betrieb nur an einem Monitor möglich sei !Klasse, 3 Tage zuvor hatte mein Monitor aus Altersschwäche seinen Geist aufgegeben. Was nun ?Fur den Preis wäre ein Zurücksenden unsinnig. Als elektronischen Fehlgriff betrachten kam auch nicht in Frage. Eine Nacht drüber geschlafen und ran ans Werk. Auch die XEP tut nicht anderes als, wenn auch ein etwas seltsames, Videosignal als Endprodukt aus seiner Ausgangsbuchse abzugeben. Ergo muß es doch möglich sein auch einen TV damit so versorgen. Tut man dieses nach der Anleitung hat man mit Sicherheit keinen Erfolg ! Das HFSignal muß erst durch den Tuner des TVGerätes. Und dieser eben weis damit nichts anzufangen. Wie auch, bei dieser recht seltsamen Frequenz. Es galt also den Tuner zu umgehen.

Und dies geht nur über die EURO SKART Buchse des TV s. Aber wie muß ich denn nun die XEP anschließen ?Ihr könnt einmal das beigefügte Kabel einseitig (Monitorseite) kappen, oder euch ein passendes dünnes TVKabel, etwa 60 cm lang besorgen. Desweiteren braucht Ihr auf alle Fälle einen EURO SCART Stecker. Belegt werden die Stifte 20 mit dem Innenleiter und der Stift 17 mit der Masse (Abschirmung). Wo diese Anschlüsse liegen seht ihr aus der Zeichnung. Es ist jetzt sogar möglich für die, die nicht auf die Töne ihres geliebten ATARI verzichten wollen, das Audiosignal das Computers mit über den SCART Stecker einzuspeisen. Dazu nimmt man ein einadriges abgeschirmtes Audiokabel und verbindet damit Computer und TV folgendermaßen. Gebraucht wird hier allerdings noch der passende fünfpolige Eingangsstecker für die Monitorausgangsbuchse das Computers. Die Belegung des Steckers: Innenleiter auf Pin 2 des Steckers und die Abschirmung auf Pin 3. Das andere Ende wird mit dem SCART Stecker verbunden. Hier mit Innenleiter auf Pin 2 (Audioeingang rechte) und der Abschirmung auf Pin 4 (Audio Masse). Das ist alles was ihr an „Hardware“ braucht.

Belegung

SCARTBUCHSE

COMPUTERMONITORBUCHSE

Nun aber wollen wir endlich die XEP in Betrieb nehmen. Kein Problem! Nachdem die oben erwähnten Verbindungen angeschlossen sind, werden TV, Laufwerk und XEP eingeschaltet. Der Bildschirm sollte jetzt dunkel werden. Tut er das nicht und zeigt nur wirres Durcheinander, überprüft noch mal die Anschlüsse. Bleibt das Durcheinander auf dem Bildschirm, dann bootet die XEP Diskette. Da ihr ja noch nichts erkennt, müßt ihr blind eingeben: Run D:DEM080. Nun wird die Demo auf dem Bildschirm zu sehen sein. Es kann sein, daß die Zeichen immer noch nicht geordnet erscheinen. Ist dies der Fall so tut man folgendes. Schaltet eurer TVGerät schnell mehrmals hintereinander von AV auf TV Betrieb und wieder zurück. In 90 PO aller Fälle stabilisiert sich dadurch das Bild. Hat es dies einmal getan, dann bleibt es auch stabil und ihr könnt wunderschöne 80 Zeichen in eine Zeile schreiben. Kommt nur nicht auf die Idee RESET zu drücken, dann könnt er die ganze Zeremonie von vorn beginnen. Sollte die oben beschriebene Bildstabilisierung scheitern, so gibt es noch eine, wenn auch nicht gerade feine Art, doch noch die XEP in Betrieb zu nehmen.

Nachdem ihr obiges Verfahren negativ ausgeführt habt, zieht einfach den Netzteilstecker aus der XEPBuchse und steckt ihn schnell wieder hinein. Ihr glaubt ich will euch was unterjubeln! Mit Nichten (schuldigung) Mitnichten ist dies der Fall. Sicher ist, es funktioniert. Warum und wieso, darum habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Dies können unsere Elektronikexperten sicher beantworten. Mir kam es halt nur darauf an die XEP80 auch am TV in Betrieb zu nehmen. Und dies mit wenig Aufwand und noch weniger Geld. Wie sagt man so schön Ohne Gewähr!. Natürlich habe ich mehrere Fernsehgeräte im Test gehabt und alle arbeiteten mit der XEP80 zusammen. Das wars also was ich euch berichten sollte. Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, wenn ich einigen von Euch mit meinem Bericht helfen konnte. Es wäre doch wirklich schade, wenn Wolfgang mit seinen XEP-Kartons unter dem Weihnachtsbaum sitzen müßte, weil er noch so viele hat. Also TVATARIANER, Wolfgang wartet auf Eure Bestellung. BIT BYTE bis zum nächsten Bericht der um den Kauf eines PC geht. Motto:ATARI oder PC oder beides! Oder auch: Das passiert mir nicht noch einmal!
Euer Bit Byter
Peter Hesse.

ABBUC-JHV 1997:

Is not over til its over !!
Ausgerechnet mir muß das passieren, wir haben 1997 – und ich armes Trottelgesicht mich nicht verliebt, sondern muß mal wieder den Bericht über die Jahreshauptversammlung schreiben. Da ich aber im Gegensatz zum letzten Jahr keine Notizen angefertigt habe, werde ich halt nur das erwähnen können, was ich selber noch so weiß. Das ist nicht unbedingt viel und längst nicht alles, aber wer halt da gewesen ist, der weiß ja in etwa was los war. . . Wie in jedem Jahr begann die ABBUC-Messe mit der obligatorischen Anreise zweier nimmermüder Atari-Freaks. Nach den Erfahrungen im letzten Jahr sind denn auch Torsten und ich etwas später losgefahren, um dann festzustellen, daß sich die Baustellen im Ruhrgebiet mal wieder vermehrt haben und wir so immerhin 3,5 Stunden unterwegs waren. Die Besichtigung der Stadt Herten mußte deshalb diesmal ausfallen, da wir eben erst um 9. 30 Uhr am Bürgerhaus Herten Süd ankamen, wo schon ein paar Gestalten eifrig herumwerkelten. Also, kurz das Auto vor der Tür geparkt, ausgeräumt, eingeräumt, aufgebaut, eingebaut und schließlich ein wenig aufgeräumt und schon konnte es losgehen. Naja, alles in allem war von ca. 9. 30 Uhr bis 11. 00 Uhr die große Chaos, ähem, Aufbauphase der verschiedenen Aussteller.

Wie in jedem Jahr, kam es auch diesmal so, daß man alle 10 Minuten ein paar Bekannte zu begrüßen und einige News auszutauschen hatte, so daß die Zeit für einen fertigen und aufgeräumten Stand recht kurzweilig war. Als dann mehr und mehr Aussteller mit ihrer Arbeit fertig waren und immer mehr Besucher kamen und schon anfangen wollten kräftig einzukaufen, ergriff dann Wolfgang, Punkt 11. 15 Uhr, das Mikro und begann das vergangene ABBUC-Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Man erhielt unter anderem den Rechenschaftsbericht und erfuhr einiges über die vergangenen und zukünftigen Clubaktivitäten. Nachdem dann auch der Kassenprüfer
seinen Bericht abgelegt hatte, von den Clubmitgliedern (nach kurzem Nachhaken: Was bedeutet denn entlasten ??) einstimmig entlastet wurde und ein paar Clubinterne News verbreitet waren, ging der Reigen an die Regionalgruppen.

Obwohl hier die News nicht so umfangreich und leider auch nicht immer so positiv (verglichen mit 1996) waren, schafften es die Leutchen doch, die versammelte Mannschaft (darunter auch jene, die nicht der deutschen Muttersprache angehören) bis ca. 13. 15 Uhr bei halbwegs guter Laune zu halten. Die HAR (Hannoveraner) traten als erste vors Mikro, wobei sie Stefan Dorndorf als Vertreter schickten. Von ihm erfuhr man dann, was sich im Hardware-Sektor der Jungs so neues tat bzw. tut. Das QMEG-OS+ wurde in aller Ausführlichkeit und mit allen denkbaren Details (die wohl umfangreicher waren, als die 30seitige Anleitung) vorgestellt, außerdem erfuhr man auch noch etwas über ein neues XF-Betriebssystem (namens Hardware -XF), eine kleine ROM-Disk für den Modulport, eine 1MB-Ramdisk auf PC-Simm-Basis und last not least wurde das X-DOS erwähnt. Einige dieser Sachen (QMEG-OS+) sind schon fertig, die anderen werden wohl bald das Licht der Atari-Szene erblicken. . . Bei den anderen Regionalgruppen gab es leider nicht so viel positives, so gab die RAM ihre Auflösung und auch die Auflösung der Bücherbibliothek, mangels Interesse bekannt. Auch von der RELAG, den Thüringern und der ARGS war nur zu hören, das das Interesse und die Motivation entweder stark gesunken war oder de facto kaum eine Regionalgruppe vorhanden sei.

Immerhin ein älterer Herr aus Sachsen versuchte einen Aufruf vor der anwesenden Menge und fragte nach, ob denn Interesse an einer RG-Sachsen bestünde. Da scheinbar aber keiner aus diesem Bundesland anwesend war, verhallte der Ruf (wie auch der, der RELAG und der Thüringer) ungehört bzw. unbeantwortet. . . Die RAF aus Frankfurt hatte da schon wieder etwas mehr zu berichten, so hatte Thomas Grasel seine gesamte Hardwarepalette (vgl. ABBUC-Mag. 49) vor Ort und hatte extra für die Messe noch einiges an Hardware ( z. B. SIO2PC) gebastelt. Da auch die Frankfurter-RG nur aus zwei Leuten besteht, ist man an weiteren Mitwirkenden sehr interessiert.

Von den Aachener Jungs, die das Hard-Disk-Interface (H. D. I. ) im letzten Jahr vollbracht hatten, erfuhr man, daß nunmehr die letzten 4-5 Exemplare dieser Hardware verkauft würden, da für eine Neuauflage leider zu wenig Interesse vorhanden sei. Insgesamt wurden also ca. 50 solcher Festplatten-Interfaces verkauft und selbstverständlich wird der Support noch eine ganze Weile fortgeführt. Allerdings werden halt nur jene weiter supportet, die auch registriert wurden. . . Tja, und nachdem damit wohl allen Anwesenden klar gewesen sein dürfte wie wichtig die Resonanz (die an diesem Tag immer wieder als sehr gering eingestuft wurde) für bestimmte Atari-8-Bit Projekte ist, damit sich überhaupt noch jemand für Hard- oder Software Entwicklungen Zeit nimmt, wurde abschließend noch eine kleine Umfrage unter den Usern, betreffs eines RGB-Adapters gestartet. Jedoch fiel auch hier das Interesse recht gering aus.

So entließ Wolfgang die Masse zur Verkaufs-Show, während er nebenbei noch versuchte einigen Leuten die ABBUC-Homepage zu zeigen, was Dank eines PC natürlich nicht gelingen wollte (PCs müssen halt ihrem Ruf gerecht werden). Die berühmt berüchtigte Verkaufs-Show schien sich denn auch, ganz entgegen zur Vollversammlung, zu einem recht positiven Verkaufsknaller zu entwickeln, wodurch die Aussteller denn auch dem interessierten Publikum von 13. 15 Uhr bis immerhin 17. 15 Uhr ihre Zeit und Aufmerksamkeit widmeten. Unter den Ausstellern fand man sowohl alte Hasen, wie KE-SOFT, AMC-Verlag, Kaisersoft, PD-World-Versand und andere – aber auch neue und in Herten noch nicht gesehene Gestalten wie Thimo Gräf, Thorsten Butschke und weitere wurden hier auf der JHV gesehen.

Außerdem gab es für jeden Besucher (und ABBUC-Mitglied) eine XEP80 ganz umsonst, wer nicht da war, bekam halt keine. . . Bei KE gab es am Stand wieder die gesamte Palette an Hard und Software, wobei mir diesmal besonders ins Auge fiel, daß die älteren Bestände nun besonders preiswert (5 bis 10 DM) waren, während die neuen Leckerbissen besonders teuer (50 bis 100 DM) waren. Zu den neueren Sachen zählten dann Wizard of War, Starwars, Froggie, Newsroom, Printshop, Atari-Touch-Tablet, etc. Wer sich zu den Spielern, Sammlern oder Anwendern zählt, fand hier also ein paar nette Sächelchen. Highlander-Soft (Raimund Altmayer) präsentierte an seinem Stand einige seiner PD-Programme, die sehr günstig erworben werden konnten, außerdem zeigte er den 800XL-Dejay auf dem ST in Aktion, von dem doch einige recht beeindruckt waren. . . Kaisersoft (Markus Römer) hatte seine kompletten Polen-Importe, sprich polnische und tschechische Spiele, mitgebracht – nur vom TOP-Mag war nix zu sehen oder zu hören. Der PD-World Versand (Sascha Röber) glänzte mit dem nahezu kompletten PPP-Angebot, vielen Hardware und Software-Schnäppchen (Rechner, Floppies, Disx, Cass, Module) und dem bekannten Lackierservice. Neu im Lande Herten war Thimo Gräf und er hatte jede Menge an XL/XE Steckmodulen und auch an VCS-Modulen mitgebracht. Daneben fand man bei ihm auch ein paar gute Restpostenstücke. Die UNO war diesmal etwas alleine und so fand man dort auch nur ein paar Restposten – aber immerhin einen netten Gesprächspartner. Bei der HAR (Stefan Dorndorf, Andreas Volpini und Kumpels) gab es das QMEG-OS+, einige Restposten-Raritäten (Maltafel, BCs Quest for Tires) und die Demonstration des ROM-Disk Moduls.

Außerdem gab es hier auch Süßigkeiten, die wohl nun zum Standard-Repertoire der HAR bei Atari-Messen zählen. Die Jungs von MSC (Belitz, Biermanns) boten ihre letzten Festplatten-Interfaces, sowie einige andere Reste an, bei der ABBUC-Bib. gab es, was wohl ?? -Natürlich PD`s. Diesmal sogar von Theo Schwacke höchstpersönlich. Die ATARI Computing, ein englisches ST-Magazin wurde von Thorsten Butschke vertreten, wobei er kund tat, daß es ihm und vielen anderen der großen Brüderchen, sehr an einem Kontakt zur Atari-8–Bit Szene gelegen sei. Schließlich sind auch die großen Ataris aufgrund des PC nicht mehr so groß, wie sie einmal waren. . . Der AMC-Verlag war in diesem Jahr mal wieder mit Armin Stürmer anwesend, so konnte man sich bestens über seine derzeitige Lage informieren und nebenbei auch einiges der bekannten Hard und Software erstehen. Floppydoc Erhard Pütz zeigte den Usern seinen Mega-XE, wie im ABBUC-Mag beschrieben, mit integriertem Interface und Festplatte. Daneben bot er viele Hardware-Raritäten (Happy, Speedy, Turbo-Freezer, etc. ) zum Kauf an, da er unbedingt mal wieder etwas Platz auf seinem Dachboden schaffen wollte bzw. will. Der ABBUC belegte noch einen Hard und Software-Stand, an dem man alle in den vergangenen Magazinen vorgestellten Schnäppchen, wie SYNFILE und SYNCALC, Module, und vieles mehr erhaschen konnte. Die RAF hatte ihre im ABB
UC-Mag. vorgestellte Hardware dabei, wobei wohl besonders das SIO2PC verkauft wurde, was wohl auch mit dem XL-Dejay zu tun hatte.

Am Stand der Gebrüder Schreurs gab es die Pooldisk, eine Atari-Disk und eine PC-Emu. -Disk sogar gratis und umsonst. Mein Freund Torsten Schall bot wieder viel fürs Auge und Ohr und so zeigte er eben seine Jaguar und Lynx Software und bot sie auch zum Kauf an. Meinereiner hatte ein paar Restposten mitgebracht, Cass. +CSim Backups, Disks und Hardware waren auf zwei Tischen verteilt. Machte man noch weiter seine Runde, so traf man noch einige weitere Aussteller, die ich aber leider vom Namen her nicht alle kannte. Vielleicht ja im nächsten Jahr, wer weiß. . . So genug geschwätzt, jetzt heißt es einpacken und essen gehen, hieß es wenigstens ab 17. 15 Uhr und so packten alle brav zusammen, machten Unordnung wieder zu Ordnung, gingen noch viele Stunden für Essen und Trinken, Labern, Rauchen und Heimfahren drauf und eine schöne, Atari-Messe ging für uns um 1. 00 Uhr nachts vorüber. Wenn auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so gewiß unter dem Motto: heute ist nicht alle Tage oder it`s not over til its over. . .
Bis zum nächsten Jahr.
Ciao ciao
Andreas Magenheimer

SORRY!(offener Brief an John Maris)

Lieber John Maris!
Es tut mir leid, daß ich in den letzten Magazinen nicht erwähnt habe, daß der ABBUC nur durch Dich und Deine Hilfe die Hardwareaktion 1997 durchführen konnte. Es war mit Sicherheit keine böse Absicht von mir! Keinesfalls sollte der Eindruck enstehen, daß die Hardware direkt von ATARI BENELUX stammte. Wenn das so gesehen wurde, ist es von mir falsch formuliert worden. Ich möchte mich hier in aller Form für meine unbewuste Falsch- information entschuldigen. In der Hoffnung, daß Du mir nicht mehr böse bist, verbleibe ich mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für Dich und Deine Familie zu den bevorstehenden Festtagen.
Wolfgang Burger

Cracking The Code Teil 12

von Keith Mayhew und Roy Smith
(für den ABBUC ins Deutsche übersetzt von Tobias G. Klüpfel)

Dieses Mal werden Player/Missile Prioritäten und die
speziellen GTIA-Modi behandelt.

Player/Missile Priorities
Wie letztes Mal erwähnt wurde, hat das Register PRIOR vier Bits, die bestimmen, wie Player und ihre Missiles angezeigt werden. Um ein bestimmtes Prioritäts-Schema zu wählen, muß eines dieser Bits gesetzt werden. Bild 1 zeigt diese Schemata. Wenn z. B. Bit 1 von PRIOR gesetzt ist, sehen wir in Bild 1, daß die Player/Missiles 0 und 1 immer über allen Spielfeld-Farben erscheinen, und daß die Player/Missiles 2 und 3 hinter allen Spielfeld-Farben verschwinden, und nur über der Hintergrundfarbe sichtbar sind. Egal welche Priorität ausgewählt ist, wird, wenn zwei Player/Missiles überlappen, werden diejenigen mit der niedrigeren Nummer angezeigt, vorausgesetzt daß nicht Bit 5 in PRIOR gesetzt wurde, um die Darstellung einer dritten Farbe im Überlappungsbereich zu ermöglichen. Die Spielfeld-Farben können natürlich nicht überlappen, daher sind ihre jeweiligen Prioritäten bedeutungslos, es sei denn, ein fünfter Player ist aus den vier Missiles gebildet worden.

In diesem Fall nimmt der fünfte Player (P5 in Bild 1) die Spielfeld-Farbe 3 an. (COLPF 3, nicht COLPF 0-3, wie letztes Mal angegeben wurde -sorry). Der fünfte Player kann sich mit anderen Spielfeld-Farben decken, wobei er immer hinter ihnen verschwinden wird. Bild 1 zeigt auch, daß alles über dem Hintergrund erscheint. Wenn mehr als eine Priorität ausgewählt ist, dann werden beide Prioritäten befolgt, wenn sie sich nicht widersprechen; wenn jedoch die eine Priorität besagt, ein bestimmtes Objekt soll ‚oben‘ dargestellt werden, und die andere, es soll verdeckt werden, wird die Fläche schwarz dargestellt, egal welche Farben ausgewählt wurden. Alle vier Prioritäts-Bits auf null zu setzen, ist etwas, das ich noch nirgendwo dokumentiert gesehen habe, aber es hat einen interessanten Effekt: Anscheinend funktioniert es, als ob die Bits 1 und 3 in PRIOR gesetzt wären, wobei die Regionen, in denen sich zwei Prioritäten widersprechen nicht schwarz werden, sondern die Farbe annehmen, die herauskommt, wenn man die zwei sich überlappenden Farben mit OR verknüpft. Wenn man sich über diese Prioritäten nicht sicher ist, ist es das Beste, man setzt ein paar Player auf den Schirm und experimentiert etwas.

Farben und Schattierungen
Zur Erinnerung: es gibt insgesamt neun Farbregister in der Hardare; COLPM0-3 für Player/Missiles, COLPF0-3 für Spielfeld-Farben, und COLBK für den Hintergrund. Ihre jeweiligen ’shadows‘ sind PCOLR0-3, COLOR0-3, und COLOR4. Alle diese Register benützen ihre oberen vier Bits, um eine von 16 Farben anzugeben, und ihre niederen vier Bits für die Helligkeit. Bit 0 der Helligkeit wird nicht benützt, also sind nur 8 Helligkeiten verfügbar. Nun wird die Beziehung der Spielfeld- und Hintergrundfarben zu den Daten, die von ANTIC angezeigt werden beschrieben, mit der Ausnahme der ‚character mapped modes‘, die nächstes Mal behandelt werden. Die Hintergrundfarbe COLBK ist immer sichtbar, wenn ANTIC keine Moduszeile anzeigt, normalerweise an den linken, rechten und unteren Rändern des Schirms. Die Hintergrundfarbe wird auch während eines ‚blank‘-Befehls in der Displayliste angezeigt, z. B. am oberen Bildschirmrand. Das gilt für alle ANTIC-Modi.

Von ANTICs acht Bitmap-Modi zeigen Modi 8 bis $E die Hintergrundfarbe, wenn der Pixel die Farbe 0 hat. Bei 1 wird COLPF0 benützt, bei 2 COLPF1 und bei 3 COLPF2. Der Wert des Pixels bezieht sich auf ein 1- oder 2-Bit-Feld, je nachdem, ob ein Modus mit zwei oder vier Farben gewählt ist. In Modus $F (GRAPHICS 8 aus BASIC) wird COLPF2 verwendet, wenn der Pixelwert 0 einen neuen ‚Hintergrund‘ erzeugt, mit COLBK als der Farbe für den Rand. Wenn der Wert 1 ist, wird die Farbe immer noch von COLPF2 angegeben, aber der Wert für die Helligkeit kommt von COLPF1. Wenn in diesem Modus Player dargestellt werden, beziehen sich ihre Prioritäten nur auf COLPF2. Wenn jedoch ein Player über COLPF2 erscheint, und der Pixelwert 1 ist, werden die verdeckten Daten trotzdem angezeigt, mit der Farbe des Players und der Helligkeit von COLPF1. Diese seltsame Einstellung wird in zwei der Textmodi verwendet, wie wir nächstes Mal sehen werden.

GTIA-Modi
Die oberen zwei Bits von PRIOR bestimmen GTIA die Daten, die er von ANTIC erhält, anzeigt. Beide Bits auf null bedeutet die nomale Zuweisung der Farben zu den Daten; wir betrachten nun die drei anderen verfügbaren Modi. Obwohl diese Modi zusammen mit jedem der ANTIC-Modi benützt werden können, sind die Ergebnisse nur selten nützlich. In der folgenden Beschreibung wird angenommen, daß der ANTIC-Modus $F benutzt wird. Daher werden pro Pixel vier Bits gebraucht, bei 80 Pixel pro Zeile. Ist Bit 7 auf 0 und Bit 6 auf 1 gesetzt, gibt es 16 verschiedene Helligkeiten für die Hintergrundfarbe COLBK, falls die Helligkeit für COLBK auf 0 gesetzt ist. In diesem Fall bestimmt der Pixelwert die tatsächliche Helligkeit. Dieser Modus wird für GRAPHICS 9 von BASIC benutzt. Ist Bit 7 auf 1 und Bit 6 auf 0 gesetzt, sind neun voneinander unabhängige Farben verfügbar. Die Hintergrundfarbe für diesen Modus bestimmt COLPM0, d. h. Pixelwert 0. Mit aufsteigenden Pixelwerten werden folgende Farben verwendet: COLPM
1-3, COLPF0-3 und COLBK. Höhere Pixelwerte wiederholen die Farbwerte einiger dieser Register. Dieser Modus wird für GRAPHICS 10 von BASIC benutzt. Sind die Bits 6 und 7 auf 1 gesetzt, gibt es 16 Farben mit einer Helligkeit. Die Farbe wird vom Pixelwert bestimmt, die Helligkeit wird von COLBK genommen. Die Hintergrundfarbe, COLBK, wird immer mit Helligkeit 0 angezeigt. Dieser Modus wird für GRAPHICS 11 von BASIC benutzt.

Interrupts
Interrupts werden von der Hardware des ATARI erzeugt, und können dazu führen, daß der 6502 eine Interrupt-Routine ausführt. Ist die Routine beendet, werden die normalen Befehle von vor dem Interrupt weiter ausgeführt. Ein Interrupt ist deswegen einer Subroutine sehr ähnlich, mit dem Unterschied, daß er zu jeder Zeit unabhängig von dem gerade ausgeführten Programm aufgerufen werden kann. Es gibt beim 6502 drei verschiedene Arten von Interrupts; Das sind der IRQ oder interrupt request (‚angeforderter Interrupt‘ -TGK), der non-maskable interrupt oder NMI (ein nicht unterdrückbarer Interrupt -TGK), und der Software-Interrupt. Ein IRQ wird vom 6502 nur dann ausgeführt, wenn das ‚I‘-Flag des Prozessors mit dem Befehl CLI gelöscht wurde. Ein NMI wird immer ausgeführt, weil er nicht wie ein IRQ unterdrückt werden kann (daher der Name). Ein BRK Befehl verhält sich wie ein Interrupt, wenn er ausgeführt wird, daher wird er ein Software-Interrupt genannt. Alle Interrupts speichern den Zustand des Prozessors auf dem Stack, bevor die Interrupt-Routine aufgerufen wird. Der Ausstieg aus der Routine wird durch den RTI-fehl vorgenommen, die den Prozessorzustand wiederherstellt, und geht zu der Stelle zurück, wo das Programm vor dem Interrupt war. Das Programm in Listing 1 verändert die Displayliste eines der Modi GRAPHICS 9, 10 oder 11 von BASIC. Es ersetzt 6 der Zeilen in Modus $F mit Zeilen in Modus 2, und bewegt den ‚Sprung bei Vertical Blank‘-Befehl, so daß er 42 Befehle früher als zuvor ist.

Der Grund dafür ist, daß das anzuzeigende Bild durch die Modus 2 – Zeilen verlängert wurde, da sie jeweils acht Scanzeilen erzeugen. Wäre die Anzeige nicht verkürzt worden, hätte das Bild angefangen, zu laufen. Bevor die Displayliste irgendwie verändert wird, wird die DMA von ANTIC abgeschaltet, damit ANTIC nicht versucht, die Displayliste auszuführen während sie verändert wird. Nach den Veränderungen wird die DMA für die Displayliste wieder eingeschaltet. Wenn nicht nach dieser Methode verfahren worden wäre, wäre der Schirm für kurze Zeit instabil geworden.

Das einzige Problem bei der Sache ist, daß das Einfügen von Zeilen Modus 2 – Zeilen in einem der speziellen GTIA-Modi dazu führt, daß der Text nicht normal dargestellt wird. Die Lösung ist, das Flag für den Displaylisten-Interrupt an zwei verschiedenen Stellen der Displayliste zu setzen. Die erste ist die letzte Zeile in Modus $F vor den Modus 2 – Zeilen, die zweite ist die letzte der Zeilen in Modus 2. Das führt dazu, daß pro Durchlauf des Schirms zwei NMIs erzeugt werden. Was jetzt noch zu tun bleibt, ist beim ersten Interrupt den benutzten GTIA-Modus auszuschalten, und beim zweiten Interrupt wiederherzustellen. Die Adresse der Interruptroutine namens DLICODE in Listing 1 wird in VDSLST und VDSLST+1 gespeichert. Die Interrupts treten erst ein, nachdem $C0 in NMIEN geschrieben wird, nachdem die Displayliste erzeugt wurde. Dieser Wert erlaubt sowohl ‚vertical blank‘- und Displaylisten-Interrupts (VBI und DLI, respektive). Ein VBI wird in dem Programm benutzt, um den Wert von COUNT am Anfang jedes Bildschirmaufbaus auf null zu setzen, damit der DLI zwischen dem ersten und zweiten Interrupt auf dem Schirm unterscheiden kann. Das erste, was der DLI macht, ist, den Zählerwert auf dem Stack zu speichern, damit er später wiederhergestellt werden kann. Das ist notwendig, da sonst das Programm, das den Interrupt aufgerufen hat, beeinflußt würde. Ist der Wert von COUNT null, ist es der erste Interrupt; dieser lädt den Wert von GPRIOR und maskiert das Hardware-Register. Bevor er zum Programm zurückgeht, erhöht er den Wert von COUNT um 1, damit der nächste Interrupt den Wert von GPRIOR lädt, und ihn zurück in PRIOR schreibt, und damit den GTIA-Modus wiederherstellt. Beim nächsten vertical blank wird der Wert von COUNT wieder auf null gesetzt, damit der DLI weiterhin korrekt funktioniert. Es ist zu beachten, daß der DLI das Hardware-Register selbst verändert, d. h. die nderung sofort effektiv wird. Sogar wenn der Wert des Registers nicht wiederhergestellt wird, wird beim nächsten vertical blank der Wert aus dem Schattenregister wieder eingelesen.

Das ist der Grund dafür, daß, wenn die DMA von ANTIC abgeschaltet wird, der Wert sowohl im Hardware- als auch im Schattenregister gespeichert wird (Zeilen 460 und 470). Was bis jetzt noch nicht erklärt wurde, warum in den Zeilen 880 und 920 der DLI-Routine Schreibbefehle für das Register WSYNC stehen. Nachdem in WSYNC geschrieben wurde, wird der 6502 angehalten, bis die aktuelle Zeile vollständig ausgegeben wurde. Das nennt sich Horizontale Synchronisation oder ‚blanking‘. Würde das nicht getan, könnte die nderung in PRIOR mitten in einer Zeile erfolgen. Schreibt man in WSYNC, ist sicher, daß der nächste Befehl erst ausgeführt wird, wenn der Strahl des Monitors an den Anfang der nächsten Zeile gelenkt wird, ähnlich wie bei vertical blank. Ein Problem, das bei DLIs auftreten könnte, ist wenn man sie zusammen mit der Tastenklick-Routine des O. S. benutzt, da diese WSYNC benutzt, um eine Verzögerung zu bewirken. Das Problem liegt darin, daß während der Klick erzeugt wird, der DLI um eine Zeile verzögert werden könnte, falls WSYNC den 6502 dann anhält, wenn der Interrupt passiert. Die beste Lösung ist, die Keyboard-Routinen des O. S. nicht zu verwenden;

Ansonsten kann man den DLI eine Zeile früher erzeugen, und das Register VCOUNT verwenden, um festzustellen, wann man die gewünschte Zeile erreicht hat. VCOUNT zählt die aktuelle Scanzeile mit einer Auflösung von 2 Zeilen, d. h. es zählt nur gerade Scanzeilen, da das niederwertigste Bit fehlt. Wenn man ein Programm schreibt, das von genauem Timing abhängt, kann man das Register PAL überprüfen, dessen Bits 3, 2 und 1 auf null gesetzt sind, wenn es sich bei dem Computer um eine PAL-Maschine handelt. Bei einer NTSC-Maschine sind die Bits auf 1 gesetzt. PAL ist der europäische Videostandard, der mit 50Hz läuft, währens NTSC, der amerikanische Standard mit 60Hz läuft. Tatsächlich läuft auf einer NTSC-Maschine nicht nur das Display mit 60Hz, auch der Prozessor ist schneller. Listing 2 ist ein BASIC-Programm, das Listing 1 in den Speicher lädt und es auf einem GRAPHICS 9 – Schirm ausführt.

Nächstes Mal machen wir mit einer Betrachtung von ‚character mapped modes‘ und horizontalem und vertikalem Scrolling weiter. In der Zwischenzeit könnten Sie den DLI z. B. dazu verwenden, um Spielfeldfarben mitten im Bild zu ändern.

Wenn man bei GRAPHICS 9 jede Zeile die Farben ändert, könnte man alle 256 möglichen Farben gleichzeitig anzeigen. Man könnte sogar Player an verschiedene Positionen auf dem Schirm stellen, so daß es aussieht, als hätte man mehr als vier.

Wir bitten die schlechte Wiedergabequalität der Listings zu entschuldigen. Die Vorlagen erreichten uns leider nur als FAX.

ABBUC e.V. PD-Neuheiten

0298 UNRIAGH II ED/8S
Der Nachfolger von ‚Die dunkle Macht des Unriagh‘ ist da. Ein herrliches Grafikadventure mit Maussteuerung und Sound von Bit Byter Uwe Hartwig. (Updatese
rvice!)

0519 PUNGOLAND LEVELDISK 3 und 4 ED/4S
Für das kommerzielle Spiel aus dem Hause KESoft gibt es hier weitere 100 Level. Die Level wurden von dem Bit Byter Andreas Magenheimer zusammengestellt.

0520 GRAPHIC 8 BILDER 2 ED/2S
Wie schon unter Nr 515 findet man auch hier 26 hervorragend gezeichnete Bilder in der höchsten Auslösung, die unser „kleiner“ Computer darstellen kann. Die Bilder werden mittels einer Slideshow automatisch angezeigt.

0521 SUPER RUN ED/1S
Fahren sie gegen einen Mitspieler ein Autorennen. Die Strecke bietet allerlei Hindernisse, die geschickt umfahren werden müssen. Achtung: Wer zu schnell in die Kurven geht, fliegt raus. Ein Spiel nicht nur für SchumiFans.

0522 SNOWPLOW ED/1S
Sie fahren einen Laster mit Schneepflug und haben die Aufgabe, die Straßen in der Stadt freizuräumen. Dabei muss das Fahrzeug regelmäßig aufgetankt werden. Vorsicht ist angesagt, da auch Pkw und andere Hindernisse umfahren werden müssen. Als weitere Gefahr droht ein Wirbelsturm …

0523 LABYRINTH OF DEATH ED/1S
Nachdem man zu Beginn des Spiels die Größe des Labyrinths festgelegt hat, gilt es den Weg aus dem Todeslabyrinth zu finden. Rüste Dich aber vorher mit den richtigen Waffen und Gegenständen aus. Um zu überleben muss Nahrung gefunden werden. In den Irrwegen sind auch Schätze zu finden.

 

Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Scan, OCR, Digitalisierung und Aufbereitung: Andreas Bertelmann