ABBUC Magazin 022

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Vorwort

Hallo Bit Byter

Hier nun die 22. Ausgabe unserer Clubzeitschrift. Ich hoffe, Ihr findet wieder viele Anregungen und Hilfen. Leider sind uns auf der Magazindisk # 21 zwei Fehler unterlaufen. Auf der Rückseite fehlt für das Programm DISKMAP.CTB das File TUDIMA.FNT. Es handelt sich hierbei um den Zeichensatz, der von dem Programm gebraucht wird. Ihr findet ihn auf der Rückseite dieser Diskette.

Der Sommerhitze zum Opfer fiel, auf einem Großteil der letzten Ausgabe, auch das Basicprogramm KEYSAVE.BAS auf der Vorderseite. Es gehört zum Multitaskingkurs. Beim Kopieren haben sich einige wirre Zeichen in das Listing eingeschlichen. Das korrekte Programm findet Ihr ebenfalls auf der Rückseite. Ich hoffe, Ihr verzeiht uns die Fehler.

Viel Spaß!

Wolfgang Burger

Beschreibung der beliegenden Diskette

Die beiliegende Diskette stellt die Fortsetzung dieses Magazins dar. Bootet die erste Seite mit BASIC und Ihr werdet über das Titelbild der Diskette zum Menü gelangen, aus dem Ihr Programme starten und mit LESER.BAS alle Texte (*.TXT) lesen und ausdrucken könnt. Bitte lest auf jeden Fall die Programmerklärungen um unnötige Rückfragen zu ersparen.

Jahreshauptversammlung 1990

Am 24. November 1990 findet im Bürgerhaus Herten Süd die diesjährige Jahreshauptversammlung des ABBUC statt. Begonnen wird wieder am Vormittag. Nach Abschluß der Versammlung findet wieder, die so beliebte Computerschau statt. Wer an der Computerschau mit eigener Soft- oder Hardware teilnehmen möchte, der melde sich bitte rechtzeitig in der Clubzentrale an. Es geht Euch aber noch eine gesonderte Einladung zu.

Daraus könnt Ihr den Anfahrtsweg entnehmen. Da wir viele Mitglieder in den Niederlanden, Belgien, DDR und auch in Süd- oder Norddeutschland haben, wollen wir hiermit aufrufen, Fahrgemeinschaften zu bilden. Ich bitte alle, die mit eigenem Auto kommen und Platz haben, um weitere Mitglieder mitzunehmen, sich bei mir mit einer Postkarte und Telefonnummer zu melden. Stichwort JHV-Auto.

Alle, die eine Mitfahrgelegenheit suchen, sollten sich ebenfalls auf einer Postkarte bei mir melden. Stichwort „Mitfahrer“. Ich werde versuchen, die Fahrgemeinschaften zu vermitteln.

Tips & Tricks
Welches DOS?

 

Welches DOS?

Manchmal will man wissen, welche DOS-Version eigentlich auf der Disk ist, die man gerade gebootet hat. Dazu ist es nicht erforderlich in das jeweilige DOS-Menü zu gehen. Die Abfrage (im Basic): ? PEEK (3889) führt zu folgenden Ergebnissen:

  • 0 – SpartaDOS 2.3e
  • 8 – DOS II+/D V.6.1 Dorndorf
  • 13 – DOS 4.0
  • 15 – Sparta DOS 1.1
  • 19 – Atari DOS 2.5
  • 76 – Atari DOS 3.0
  • 78 – Atari DOS 3.0
  • 89 – SpartaDOS 3.2d
  • 100 – BiboDOS V3.0R
  • 108 – MyDOS 4.0
  • 145 – BiboDOS V.5.4RN
  • 176 – BiboDOS V.5.4RF
  • 201 – BiboDOS V.6.4RF
  • 207 – OSS OS/A+ 4.00
  • 221 – MyDOS 4.50
  • 232 – Superdos V4.3
  • 238 – Atari DOS 2.0S
  • 238 – OSS DOS XL 2.3
  • 240 – Turbo-DOS XE V 2.0
  • 244 Atari DOS XE

Da das Atari DOS 2.0S und das OSS DOS XL 2.3 die gleichen Werte liefern, ist hier der Unterschied mit der zusätzlichen Peek-Abfrage (1804) zu ermitteln. Wert 0 = OSS; Wert 124 = Atari.

Turbo & Happy
unter TURBODOS ein starkes Duett

 

Als vor einigen Jahres das Homecomputerfieber seinen ersten Höhepunkt erreichte, blieben auch wir nicht davon verschont. Wie wohl in vielen Fällen bestand das Startset aus dem 800XL mit Recorder. Nun ja, manche Anwendung war zwar auf Modul erhältlich, aber erst die Anschaffung eines Diskettenlaufwerkes machte aus dem XL einen richtigen Anwendercomputer. Kaum an die höhere Datenübertragungsrate gewöhnt, träumt der User von einem Floppy-Speeder als nächster Ergänzung. „Schneller, viel schneller muß es gehen! – Und echte Double Density muß her! Aber einen richtigen Drucker brauch‘ ich auch, am besten mit FX-80-Standard. Kann aber der XL nicht steuern – Mist! Brauch‘ ich noch ein Centronicsinterface. Wie soll man das alles bezahlen?“ So oder ähnlich erging es sicher vielen Bit Bytern einmal. Ein schmales Budget zwingt zur Optimierung; kennt man vom XL mit seinen 64 KB. Nach umfassender Information und etlichen Preis-/Leistungsvergleichen blieb im Suchraster nur noch ein Modell hängen: 1050 TURBO von den Gebr. Engl.

Zusammen mit dem dort erhältlichen Druckerkabel erwarben wir damals für ca. 150.- DM den Speeder mit den bekannten Features und integrierter Centronicsschnittstelle. Der Einbau war leicht und die Leistungen übertrafen z. T. sogar unsere Erwartungen. So speedeten, backupten und druckten wir lange sehr zufrieden mit unseren Turbos. Aber dann mußte ein zweites Laufwerk her. Natürlich eine 1050, denn für die neue XF 551 gab es kein brauchbares DOS und schon gar keinen Speeder. Zwei DD-Laufwerke für professionelles Arbeiten war das neue Traumziel. Aber welchen Speeder für das zweite Laufwerk nehmen? Die Turbo ist wirklich gut, aber leider gibt es einige DOS, die sich nicht mit diesem Speeder vertragen. Das wäre nicht weiter schlimm, gäbe es nicht gerade unter diesen DOS einige starke Anwendungen. Also schauten wir uns nach einer Alternative um.

Die interessanten Programme stammen allesamt aus den U.S.A. und sprechen Speeder an, die mit „Ultra Speed“ arbeiten. In den Staaten gab und gibt es eine Menge verschiedener Speeder für die 1050. Bei uns hat davon wohl nur das Happy Enhancement größeren Bekanntheitsgrad erreicht. Es gibt in Europa einige Happy-Nachbauten bzw. darauf fußende Eigenentwicklungen. Die bekannteste ist die Speedy vom Compy Shop. Nun ergab sich zufällig, daß zwei Happies günstig gebraucht zu bekommen waren. Da fiel die Wahl nicht schwer und — wir haben es bis heute nicht bereut!! Allerdings gab es zwei Hürden zu überwinden. Zum einen gab es kein DOS, das beide Speeder gleichzeitig zuließ, zum anderen war es sehr umständlich, die Laufwerksnummern je nach DOS bzw. Programm zu wechseln. Denn selbstverständlich wollten wir das jeweils andere Laufwerk als # 2 weiterbenutzen, wenn auch mit abgeschaltetem Speeder. Also dachten wir über einen Laufwerksnummernumschalter nach. Die einfachste Lösung für das Problem bestand darin, parallel zum Schiebeschalter 1 einen Schalter 1xUM einzubauen. Der Schiebeschalter selbst muß in Stellung OFF gebracht werden. Mit dem zusätzlichen Schalter kann nun zwischen den physikalischen Zuordnungen #1 und #2 umgeschaltet werden. Stellt man den Schiebeschalter 2 um, kann zwischen #3 und #4 umgeschaltet werden. Ein einfacher aber nützlicher Einbau. Den neuen Schalter kann man irgendwo auf der Frontplatte der 1050 unterbringen. Als überhaupt nicht einfach, aber unschlagbar erwies sich das neue TURBODOS XL/XE, V. 2.0 von Martin Reitershan Computertechnik. Mit diesem DOS können gleichzeitig die Turbo, die Happy & kompa
tible Speeder, die Speedy und die XF 551 in Quad Density (bei voller Datensicherheit durch 4!!! Linkbytes) angesprochen werden. Derzeit wird bei M. Reitershan Computertechnik darüber nachgedacht, wie TURBODOS 2.0 an die EPROM-Disk von David & Peters angepaßt werden kann. Ansonsten spricht TURBODOS so ziemlich jede Speichererweiterung und viele andere Hardwareerweiterungen an. Darum an dieser Stelle eine Bitte an alle Freaks, Mitglieder und andere kostenfreien Leser: Kopiert TURBODOS 2.0 nicht weiter, sondern kauft ein Original. Nur so wird es weitere Verbesserungen und Updates geben. Vielleicht kann die Clubzentrale einen Sonderpreis aushandeln.

Vom Laufwerksnummernumschalter gibt es verschiedene Varianten bis hin zu einer De-Luxe-Version mit 7-Segment-Anzeige. Interessenten können uns schreiben; frankierten Rückumschlag nicht vergessen.

Inzwischen verfügen wir über weitere Laufwerke vom Typ 1050. Dank der Gebrauchtfloppyaktion des ABBUC e. V. befinden wir uns wieder auf der Suche nach Happy Enhancements. Warum? Nun, die Happy konnte z. B. als einziges Backup Tool von SynFile+ eine Sicherheitskopie anfertigen. Aber auch die anderen Fähigkeiten in Verbindung mit der Happy Software sind einfach super.

 

Mathias Naumann & Walter Lojek

ATARI 8-BIT USERCLAN 5000
Regionalgruppe des ABBUC e. V. im PLZ-Bereich 5000

 

 

Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Scan, OCR, Digitalisierung und Aufbereitung: Andreas Bertelmann