ABBUC Magazin 023

Vorwort

Vorwort:

Hallo Bit Byter! Ein Teil von Euch wird diese Ausgabe von der Jahreshauptversammlung mit nach Hause genommen haben. Wie Ihr seht, haben wir den Umfang der Papierbeilage vergrößert Ich hoffe, daß Ihr Euch auch mit Artikeln an dieser Beilage beteiligt, damit wir die Größe beibehalten können. Schickt mir Eure Texte im ASCI-Format auf Diskette zu. Ich wünsche Euch viel Spaß mit dem Magazin.

Euer Wolfgang

Beschreibung der beiliegenden Diskette:

Die beiliegende Diskette stellt die Fortsetzung dieses Magazines dar. Bootet die erste Seite mit BASIC und Ihr werdet über das Titelbild in das Menü der Diskette gelangen. Von hier könnt Ihr die Programme starten. Im LESER.BAS findet ihr zu allen Programmen die Erklärungen und ggf. Ladeanweisungen. Bitte lest in jedem Fall die Programmerklärungen, um unnötige Rückfragen zu ersparen.

Grafikprogramme

 

Um es genauer zu sagen: Ich spreche von den Programmen DESIGN-MASTER, ATARIARTIST (Koala Painter) und XL-ART. Jedes Programm hat seine absoluten Stärken und seine Schwächen, weswegen ich vorwegnehmen muß, daß es meiner Meinung nach „das ideale Grafikprogramm“ (jedenfalls für mich) nicht gibt.

Ich möchte mit dem DESIGN-MASTER anfangen. Dieses Programm unterscheidet sich auf den ersten Blick von den beiden anderen dadurch, daß es die hochauflösende Monochromdarstellung des ATARI unterstützt, was dieses Programm geradezu prädestiniert für „ernsthafte“ Anwendungen, sprich Schaltpläne, kleinere Konstruktionszeichnungen und dergleichen.

Das Programm wirkt durch die benutzte Fenstertechnik recht professionell. Neben den normalen Diskettenfunktionen Laden, Inhalt und Speichern bietet das Programm auch die äußerst nützlichen Funktionen Entsichern, Formatieren und Löschen. Jede/r, der/die schon mal Bilder verändern wollte oder gerade keine freie Diskette zur Hand hatte, weiß das zu schätzen. Auch Zeichensätze können geladen werden, um hinterher im Bild eingefügt zu werden. Die Textfunktion ist sehr mächtig, jedoch kann die Schrift nicht geneigt werden oder gar schräg über den Bildschirm gehen. Äußerst praktisch ist auch, daß man gleich zwei Bilder auf einmal bearbeiten kann; so kann man eines als Ablage verwenden.

Die Funktionen Zoom, Löschen, Füllen, Freihand, Linien, Rechteck und Kreise sind, wie es sich für ein gutes Grafikprogramm gehört, selbstverständlich implementiert. Die Kreise und Rechtecke können dabei sogar konzentrisch sein.

Weiterhin kann man auch Blöcke ausschneiden, jedoch kann man diese nur dadurch bearbeiten, daß man sie um jeweils 90 Grad dreht. Ein gewaltiges Plus ist die Hoppla!-Funktion, (Undo) die die jeweils letzten Schritte wieder rückgängig macht. Man kann die Farben Schwarz, Weiß und Invers glücklicherweise auch während des Malens mit der Tastatur einstellen, so daß man sich nicht erst durch irgendwelche Menüs kämpfen muß. Für sehr exakte Zeichnungen kann man den Cursor, dessen Form man auswählen kann, auch mit den Pfeiltasten bewegen. Leider ist die Pinselauswahl ein wenig beschränkt. Die Standardspiegel sind auch enthalten.

Sehr anwender/innenfreundlich ist auch das Gitter, das man wie Millimeterpapier über das Bild legen kann. Auch werden die jeweiligen Farben, Funktion und sonstigen Informationen am unteren Bildrand im Klartext angezeigt. Um ein Bild auszudrucken, muß man nicht das ganze Programm verlassen, obgleich der DESIGN-MASTER und das Hardcopy-Programm getrennte Programme sind.

Am Anfang ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sich durch zwei verschiedene Menüs arbeiten muß, und auch die Reset-Taste hat hier so ihre Macken.

Mit derart „modernen“ Funktionen kann der ATARIARTIST von 1983, der die Vierfarbstufe 15 unterstützt, natürlich nicht aufwarten. Die normalen Zeichenfunktionen sind vorhanden, nämlich Freihand, Punkte, Linien, Füllen, Vierecke und Kreise leer und gefüllt, Vergrößerung, festgelegte Spiegel. Außerdem die nützlichen Linien, deren Endpunkt der Anfangspunkt einer neuen ist, sowie solche, die alle den gleichen Anfangspunkt haben. Die Diskettenfunktionen sind mit zusätzlicher Lösch- und Formatierfunktion auch bessere Mittelklasse. Zwischen neun Pinseln und 12 Füllmustern läßt sich wählen, außerdem ist für je ein Farbregister die Rainbowfunktion abwärts anwählbar. bar

Was dieses auf Modul gelieferte Programm aber zu einer Klasse für sich macht, ist die Unterstützung einer Maltafel. Mit einem derartigen Eingabegerät läßt sich grafisch noch besser als mit einer Maus arbeiten! Kurz zur Erklärung: man hat vor sich eine Maltafel, in der für jeden Punkt auf dem Bild je ein winziger Druck-Schalter existiert. Man hat also direkten Zugriff auf jeden Bildpunkt und kann sich eine Vorlage aus l Illustrierten ausschneiden oder selbst eine malen und diese über die Maltafel legen und dann anfangen praktisch „von Hand“ zu digitalisieren. Das hat den großen Vorteil, daß man totalen Einfluß auf das Bild hat und auch die „Digitalisier-Muster“ wegbleiben. Man kann damit geschwungene Linien ohne „Joystick-Krümmung“ ziehen. Die Funktionstasten an der Maltafel sind unterschiedlich belegt, was ein großer Vorteil gegenüber dem einen Funktionsknopf des Joysticks ist. Das Programm läßt sich weitgehend per Tastendruck bedienen. Man kann man sich also mit der Maltafel (Kabellänge: 1,25 m) getrost in den Sessel flegeln, da die Menüs schnell und bequemer als mit der Maus erreichbar sind. Eine Hardcopy-Routine ist jedoch nicht vorgesehen.

Einen echten Hammer, was die Funktionen und die Bedienung betrifft, ist das 1988 veröffentlichte Grafikprogramm XL-ART. Dieses Programm unterstützt ebenfalls GRAPHICS 15 (7+). Hier kann fast alles mit dem Joystick oder der Tastatur bedient werden; der Cursor wird sogar schneller, wenn man den Joystick kurze Zeit in eine Richtung drückt. Das Programm wird in 16-Bit-Manier über Pull-Up- oder Pull-Down-Menüs gesteuert. Nicht nur Kreise, sondern auch Ovale lassen sich wie Vierecke gefüllt oder leer darstellen. Auch eine Trief- und eine Aufquellfunktion sind vorhanden, allerdings sind diese nur in einem viereckigen Bereich wirksam. Der/Die Anwender/in kann die Menge der Zufallspunkte sogar selbst bestimmen. Die Regenbogenfarben sind auch erzeugbar, jedoch nur herunterfliessend für je ein Farbregister. Die Textfunktion ist sehr mächtig. Zeichensatz, Höhe, Breite und Neigungswinkel sind komfortabel bestimmbar. Man kann die Schrift sogar auch schräg über den Schirm setzen, wenn man sie vorher als Objekt definiert hat. An einmal ausgeschnittenen Objekten kann man nämlich so ziemlich alles verändern und sie sogar in den Normalzustand zurückversetzen. Auch abspeichern kann man sie, was man vielleicht am ehesten mit dem zweiten Arbeitsblatt des DESlGN-MASTERs vergleichen kann. Pinsel sind frei editierbar und können sogar mit mehreren Farben malen und abgespeichert werden. Spiegelachsen können dorthin gelegt werden, wo man sie haben will. Das aktuelle Bild kann selbstverständlich auch manipuliert werden (spiegeln, zoomen….). Das Programm kann im Maltafel- und Micropainter-Format abspeichern und einlesen, schade ist nur, daß die Extension hier nicht selbst wählbar ist. Micropainter-Bilder sind für mich halt keine „Mictures“, sondern auch „Pictures“. Wenn man also
auf der Diskette 62-Sektoren-Bilder hat, die auf .PIC enden, können diese nicht geladen werden. Ebenso kann man nicht als .PIC abspeichern, wenn man 62 Sektoren haben möchte. Man muß also seinen gesamten Bilderbestand durchforsten und ändern, falls man nicht gefrustet werden möchte. Formatieren ist leider nicht möglich. Schade ist auch, das dieses Programm die Maltafel nicht unterstützt und daß der Cursor für Feinarbeiten nicht mit den Pfeiltasten bewegbar ist. Wenn man ein Bild ausdrucken möchte, muß man das Programm verlassen und SCREEN DUMP II (wird mitgeliefert) laden.

Ich möchte noch kurz auf das bekannte BASlC-Programm MAGIC PAINTER eingehen, daß in der Happy-Computer veröffentlicht wurde. Nach 75 Sekunden Initialisierungszeit meldet sich das Programm mit einem netten Titelbild. Das Programm ist sehr langsam und unterstützt mit nur vier Farben eine geringere Auflösung, als die anderen Farb-Malprogramme. Ein MAGlC PAINTER-Bild nimmt nur 32 Sektoren in Anspruch. Auch steht nur eine unzureichende Fill-Funktion zur Verfügung und statt einer Kreisvoraussicht bekommt man nur eine Gerade, die den Radius anzeigt. Da man sich mit dem Joysticks durch alle Menüs kämpfen muß, ist das Programm auch nicht sonderlich anwender/innenfreundlich. Der Grund, warum ich dieses Programm trotzdem erwähne, ist die wunderschöne und beeindruckende Regenbogen-Funktion. Für jedes der vier Farbregister läßt sich die Breite der Streifen und die Richtung (oder sogar Stillstand) gleichzeitig bestimmen! Man muß bei aller Kritik bedenken, daß das Programm in BASIC geschrieben wurde. Ich persönlich arbeite lieber mit den vier Farben des XL-ART und des ATARl ARTlSTs.

Eine Idee läßt sich mit der Maltafel schnell und originalgetreu realisieren, während für anschließende Bearbeitungen das mächtige XL-ART die Nase vorn hat. Den letzten Schliff bekommen meine „Werke“ durch COLOR128 aus dem ATARImagazin. Dadurch wird DLl-mäßig alles viel bunter. Aber ein/e jede/r soll selbst entscheiden, wie er/sie seine/ihre Kreativität am besten ‚raus läßt.

Vielleicht wären es ja auch lieber 256 Farben mit RAMbrandt oder TECHNICOLOR DREAMS.

Rolf A. Specht

Umfrage

Auf der Rückseite findet Ihr einen Fragebogen. Bitte kreuzt in den Rubriken an, wie Ihr es in Zukunft gerne auf dem ABBUC-Magazin hättet. Der Fragebogen kann natürlich auch anonym zurückgeschickt werden. Wollt Ihr jedoch an der Verlosung von 10 Originalsoftwareprogrammen teilnehmen, müßt Ihr in dem Kästchen unten rechts Eure Mitgliedsnummer eintragen. Für alle, die es noch nicht wissen: die Nummer findet Ihr auf Eurem Adressaufkleber. Wer die Infobeilage nicht zerschneiden will, kann den Fragebogen auch kopieren.

Kontakte

 

Um mit den anderen Bit Bytern oder Regionalgruppen in Kontakt zu kommen, wollen wir Euch hier eine Hilfe anbieten.

Bitte füllt den unteren Teil dieser Seite aus, wenn wir Eure Anschrift an Bit Byter weitergeben sollen, die in Eurer Nähe wohnen, oder an eine bestehende Regionalgruppe.

Wenn Ihr an einer Regionalgruppenmitarbeit interessiert seit, kreuzt bitte das entsprechende Kästchen an. Wir werden alle Meldungen aus den jeweiligen Bereichen sammeln und dann an die Interessenten weitergeben.

Vielleicht schließen sich ja dann doch Bit Byter zusammen um eine Regionalgruppe zu gründen.


Ich bin damit einverstanden, daß meine Anschrift zur Kontaktaufnahme an andere Bit-Byter weitergegeben wird:

……………………………

……………………………

(Ort, Datum)

(Unterschrift)

 

Mitgliedsnr.: Regionalgruppe JA NEIN

Mich interessiert der Postleitzahlbereich ………………………….

 

Games-Pool

Games Pool…..?

Was’n das???

DIE TATSACHE:

Es gibt viele gute Programmierer. Es gibt viele Leute, die gute Ideen haben. Es gibt viele Leute, die ein gutes Gefühl für Farben und Formen haben. Und es gibt noch eine ganze Menge mehr Leute, die zu einem guten Programm ihren guten Beitrag leisten könnten.

DAS PROBLEM: Diese Menschen kennen sich untereinander nicht oder der eine wohnt in München und die andere in Hamburg. So erscheinen oftmals unausgereifte Programme, beziehungsweise viele gute Ideen werden nie umgesetzt.

DIE LÖSUNG:

Man koordiniert die Aktivitäten ein weniq, sammelt Spielideen, macht Entwürfe… Ich nenne dies mal den „Garnes Pool“, oder zu deutsch, das „Spiele-Becken“. Das ganze ist noch nicht ganz ausgegoren, aber es müßte folgendermaßen aussehen: Spieleideen werden zentral bei einer Person gesammelt, das heißt: wer eine Idee hat. schickt diese zur betreffenden Person ab. Diese ordnet das alles und schickt ihrerseits die Ideen an Menschen ab, die diese anfordern (Grafikspezialisten, Programmierer, Sound-Artisten…). Das jeweilige Projekt wird dann, solange es in Bearbeitung ist, gesperrt, damit kein Chaos entsteht.

Selbstverständlich muß alles darauf basieren, daß Rückporto gleich mitgeschickt wird. Okay, für dieses Amt stelle ich mich zur Verfügung. Wer noch Anregungen oder dergleichen hat, kann mich kontakten:

Rolf A. Specht

Glatzer Straße 1a

4370 Marl 1

Vielleicht wird’s ja was…?

Das war’s
Euer Rolf A. Specht

Tips & Tricks für Games

 

Die folgenden Änderungen sollten mit einem Diskettenmonitorprogramm durchgeführt werden. Bitte nie auf den Originaldisketten! Immer eine Sicherheitskopie anfertigen. Die Werte haben wir von verschiedenen Bit-Bytern bekommen. Alle wurden noch nicht ausprobiert.

 

ARKANOID:

Sector 89, Byte 76 von 04 in FF ändern.

BILBO:

Sector 12, Byte 4B von 04 in 08 ändern.

DONKEY KONG JR.:

Sector 6, Byte 15 von 05 in FF ändern.

DOMAIN OF THE UNDEAD:

Sector 437, Byte 2A von 03 in 09 ändern.
Man wird unsichtbar und kann durchspielen.

GLADIATOR:

Sector 125, Byte 30 von 03 in F1 ändern.

HARD HAT WILLI:

Sector 6, Byte 2A von 0A in FF ändern.

CHRISTAL RAIDER:

Sector
10, Byte 64 von 04 in 63 ändern.

MOUSETRAP:

Sector 91, Byte 75 von 05 in FF ändern.

DAN STRIKES BACK:

Sector 513, Byte 3C von 03 in 0E ändern. (14 Leben)

LORD OF THE ORB:

Sector 8, Byte 39 von 1E in FF ändern. Nun noch 01 und 02 in 26 und 27, weiter 21 und 22 in 46 und 47 ändern, dann werden die Bonuspillen zu Energieringen.

THE GOONIES:

Sector 37, Byte 30 von 05 in 5E ändern. 94 Leben

MR. ROBOT AND HIS FACTORY:

Sector 103, Byte 5F von 04 in FF ändern.

SPELUNKER:

Sector 28, ab Byte 2D von A6 CB 3D 20 in A2 07 86 CB ändern. Das bringt ewiges Leben.

PHANTOM:

Sector 172, Byte 45 von 0A in 0E ändern. Bringt 56 Leben.
Byte 4F von 04 in 05 ändern. Die Schußzahl erhöht sich nun in jedem Block.

ZONE X:

Sector 81, Byte 0B von 05 in FF oder 10 ändern. 16 Leben

Magazin-Rückseite

 

Dieses ABBUC Magazin erschien ursprünglich als Papierbeilage. Scan, OCR, Digitalisierung und Aufbereitung: Andreas Bertelmann