LIST (Beispiel Syntax Beschreibung Basic)

 

LIST
Der Befehl LIST dient dazu, die einmal eingegebenen Programmzeilen auf dem Bild- schirm darzustellen. Wenn die o. g. Beispiele ausgeführt wurden, sieht der Bildschirm nach der Eingabe von LIST wie folgt aus:

LIST
10 PRINT „HALLO “
20 PRINT „WALTER“

Bei längeren Programmen ist es zur besseren Übersicht sinnvoll, nur einen Teil des Programms aufzulisten. Um z.B. nur eine einzige Zeile aufzulisten, genügt es, LIST mit anschließender Zeilennummer einzugeben.

So ergibt die Eingabe von

LIST 20 (RETURN)

folgende Zeile auf dem Bildschirm:

Um einen bestimmten Programmteil aufzulisten, muß zusätzlich zum LIST Befehl noch die erste und die letzte
Zeilennummer des Programmblocks, der aufgelistet werden soll, eingegeben werden.

Die Eingabe
LIST 10, 20 (RETURN)

listet alle Zeilen von 1 0 bis 20, auch diejenigen, die sich evtl. zwischen diesen beiden Zeilen befinden. Dabei
darf das Komma zwischen den beiden Zahlen nicht vergessen werden.

Um ein Programmlisting auf einem angeschlossenen Drucker auszugeben, dient der Befehl

LIST „P : “ (RETURN)

Mit folgender Anweisung läßt sich ein bestimmter
Programmteil auf dem Drucker ausgeben.

LIST „P : „, 10, 20 (RETURN).

Wichtig hierbei ist das Komma zwischen der LIST “ P: “ Anweisung und der ersten Zahl. Das zweite Komma und die zweite Zahl kann auch weggelassen werden, wenn z. B. nur der Ausdruck der Zeile 10 gewünscht wird.

NEW

Durch die Eingabe von NEW wird das gesamte im Computer gespeicherte Programm gelöscht. Eine Eingabe von LIST nach dem NEW Befehl läßt den Computer nur READY auf dem Bildschirm schreiben, da er kein Programm zum Listen mehr im Speicher hat.

READY
NEW (RETURN)
READY
LIST (RETURN)
READY
END

Manchmal wird ein Befehl benötigt, der das Programm an
einer bestimmten Stelle zum Halten bringt. Der dazu
notwendige Basic-Befehl heißt END.

Die Zeile

100 End

läßt den Computer ein Programm in der Zeile 100 beenden.

Fehlermeldung

Beim ATARI-Computer gibt es zwei verschiedene Arten von Fehlermeldungen. Die erste Fehlerart tritt dann auf, wenn man dem Computer Befehle eingibt, die er nicht ausführen kann, da es sich um einen falsch geschriebenen Basic Befehl handelt, oder man hat ein Semikolon statt eines Kommas eingegeben, usw.

Der Computer antwortet auf o. g. Fehler wie folgt:
10 PRINT GUTEN TAG“ (RETURN)
10 ERROR PRINT GUTEN TAG “
LIST 20 ; 30 (RETURN)
ERROR LIST 20 ; 30

Dabei kennzeichnet der Computer die Stelle, an der der Fehler aufgetreten ist dadurch, daß er das betreffende
Zeichen in inverser Schrift druckt. Die Stelle, an welcher der Computer den Fehler entdeckt, muß nicht immer mit der wahren Fehlerposition übereinstimmen.

Die zweite Fehlerart tritt meiStens bei Ausführung eines Programmes auf. Der Computer bricht dann das Programm ab und schreibt das Wort ERROR gefolgt von einer Zahl, die den Fehler kennzeichnet und der Zeile, an der der Fehler auftrat.

ln diesem Beispielprogramm meldet der Computer bei nicht angeschlossenem Drucker folgenden Fehler:

10 LPRINT „DRUCKERTEST “
RUN
ERR0R 138 AT LINE 10

Aus dem Abschnitt über den LPRlNT Befehl wissen Sie, daß ERROR 1 38 bedeutet, daß der Drucker nicht..angeschlossen ist. Die Bedeutung weiterer Fehlercodes ist im Anschluß an die Ubungsbeispiele aufgeführt. Aneinanderreihen von Anweisungen In Basic ist es möglich, mehrere Befehle statt in verschiedenen Zeilen in einer zu schreiben, die der Computer dann auch nacheinander ausführt. Die einzelnen Befehle müssen dabei mit einem Doppelpunkt getrennt werden. Zwei PRlNT Befehle lassen sich dann folgendermaßen zusammenfassen.

10 PRINT „HALLO “ : PRINT „WALTER“

Der Computer führt die beiden PRlNT Befehle so aus, als ob sie in zwei Zeilen stehen würden.

RUN
HALLO
WALTER
READY

Damit lassen sich Befehle, die in einem Programm logisch zusammengehören, auch in eine Zeile schreiben. Durch diese Technik erhöht sich die Ubersichtlichkeit der Programme. Als zweites läßt sich dadurch auch Speicherplatz einsparen, der bei sehr großen Programmen schon mal knapp werden kann. Erweiterung der PRINT Anweisung Mit zwei Zeichen und einem zusätzlichen Basic-Befehl lassen sich die Anwendungsmöglichkeiten des PRINT Befehls einfach erweitern:

Das Komma

Mit Hilfe des Kommas kann man Texte in jeweils zehn Zeichen breiten Spalten unterein- ander ausdrucken.

10 PRINT „EINS „, “ ZWEI „, „DREI “
20 PRINT “ 1 „, “ 2 „, “ 3 “
EINS ZWEI DREI
1 2 3
READY

Das Semikolon ;

Ein Semikolon hinter einem PRINT Befehl bewirkt, daß der Text des nächsten PRINT Befehls genau hinter dessen Ende gedruckt wird.

Das Programm
10 PRINT “ GUTEN TAG “ ;
20 PRINT „WALTER“

ergibt folgenden Bildschirmausdruck:

GUTEN TAG WALTER